Die subjektive Angst des Werner F.

(MAXIMILIAN FREI) Von „subjektiver Angst“ der Menschen hat unser Kanzler zu uns im Bürgerforum am 24.11.2015 gesprochen. Von subjektiver Angst der einzelnen Menschen angesichts der in und durch unser Land strömenden Massen an fremden Menschen, die er auch verstehe. Aber wie sollen die Zuseher und Zuhörer diese Botschaft jetzt verstehen? Objektiv gibt es also gar keine Angst, selbst angesichts der Tatsache, dass sich unter den Flüchtlingen erwiesenermaßen Terroristen befinden? Die Politik hat laut der Weisheit unseres geschätzten Herrn Bundeskanzlers, die er mit seinem untertänigen Volk wieder einmal großzügig geteilt hat, die „Aufgabe, den Menschen diese Angst zu nehmen“. Im Interview mit der Kleinen Zeitung hat unser Herr Kanzler Faymann dann wenige Tage später den Österreichern auch tatsächlich geholfen ihre subjektive Angst zu relativieren und somit den Verdrängungs- und Verarbeitungsprozess zu beschleunigen: „Das Wichtigste ist, den Menschen die Wahrheit zu sagen. Wir können unsere Grenzen nicht dicht machen und verhindern, dass Menschen ins Land kommen. Wenn die Menschen zweitausend Kilometer hinter sich haben, ist es schlicht und einfach schon zu spät.“
Danke Herr Kanzler, das nimmt mir, einem ignoranten und unwissenden österreichischen Steuerzahler und Faymann-Gehalt-Financier, mit einem Male meine unbegründete, subjektive Angst. Und es ist sehr schade, dass die Römer und Chinesen nicht schon einen Mann vom Formate und der Weitsicht Werner Faymanns in ihren Reihen hatten, denn dann hätten sie sich den Bau des Limes und der Chinesischen Mauer sparen können. Und wieviele Ressourcen hätte Stalin anders einsetzen können, und überhaupt alle Staaten mit ihren unnützen Grenzen?
Die Worte unseres geschätzten Herrn Kanzlers scheinen auch aus einem anderen Blickwinkel überaus verständlich. Wir können unsere Grenzen ja gar nicht mehr schützen, weil das Bundesheer bekanntlich längst totgespart ist. Über Jahrzehnte wurden die Mittel für das Bundesheer gekürzt um Ausgaben in anderen Bereichen zu decken, Budgetlöcher zu stopfen und Sozialpolitik zu finanzieren. Daher ist die Aussage wohl dem Grunde nach anders zu verstehen. Wollte Herr Faymann die Grenzen schützen, könnte er dies gar nicht. Daher versucht er es gleich nicht, um sich hier kein Blöße zu geben, unser mit Steuergeldern geschulter Medien-Profi. Niemand kommt dann auf die blöde Idee zu hinterfragen, ob unsere Volksvertreter nicht sogar laut Verfassung – auf die sie vereidigt wurden – zur umfassenden Landesverteidigung verpflichtet sind, möge man zu Militärausgaben stehen wie man will. Er ist halt ein ausgefuchstes Ass.
Aber lassen wir doch ungerechtfertigte Kritik an unserem werten Herrn Kanzler erst gar nicht aufkommen. Im Herzen ist unser Herr Bundeskanzler scheinbar doch kein Sozialist, sondern vielmehr ein Liberaler. Einer, der für offene Grenzen steht und auf deren Einhaltung pocht, wie groß die Gefahrauch sein mag. Der Nobelpreisträger für Wirtschaftswissenschaften Milton Friedman, auch ein Liberaler und somit eigentlicher Gesinnungsgenosse unseres werten Kanzlers, hat einmal folgendes gesagt: „Man kann einen Sozialstaat haben. Und man kann offene Grenzen haben. Aber man kann nicht beides gleichzeitig haben.“ Friedman konnte leider nicht die Bekanntschaft Werner Faymanns machen. Unser geschätzter Herr Kanzler schafft nämlich den unmöglichen Spagat kraft seiner umsichtigen Politik des Nicht-Handelns und leistet sich beides.

16 comments

  1. Ehrenmitglied der ÖBB

    Richtig! aber das “leisten” von offenen Grenzen und den Sozialstaat zu betreiben ist – und das ist der Zaubertrick – möglich, aber halt nur sehr kurz- vielleicht eben nur zum nächsten Budget!

  2. cmh

    Richtig!

    Aber die Betonung liegt nicht auf “Angst”, sondern auf “nehmen”.

    Genommen wird z.B. Steuergeld, freie Meinung, die Fähigkeit zum folgerichtigen Denken, das Recht, die Verfassung, die Demokratie, alle Werte, der Zusammenhalt der eigenen Gesellschaft, die Orientierung usw

  3. Lisa

    “subjektive Angst” – das muss ich mir merken ;-). Auf diesen neunmalllugen Begriff ist nicht mal Freud gekommen!

  4. waldsee

    werner F.,der neue ringel und seelenarzt der nation.statt psychopharmaka verteilt er
    sozialgeld,bald in milliardenhöhe.
    die ängstlichen altbürger erhalten sedativa und stimmungsaufheller,(müssen aber die rezeptgebühr bezahlen)

  5. Falke

    @Lisa
    Ich weiß nicht, ob Sie das “Bürgerforum” gesehen haben. Wenn nicht: diese “subjektive Angst” hat Faymann einer Dame zugeordnet, die sich beklagt hat, dass sie sich kaum noch auf die Straße traut und vor allem, dass schon Gruppen von Flüchtlingen an ihrer Autotür gerüttelt haben, als sie drinnen saß. Damit wollte der Bundeskanzler, der ja per definitionem die Aufgabe hat, zum Wohle des österreichischen Volkes zu arbeiten, wohl ausdrücken, dass so eine dumme Gans vielleicht “subjektiv”, also völlig unsinnig und irrational, Angst haben mag, dass es aber “objektiv” keinelei Anlass dazu gibt, da die Flüchtlinge, besonders die jungen Männer, ja nur die besten Absichten hätten und nie und nimmer kriminell oder gar terroristisch seien.

  6. Lisa

    Dann hätte es aber heissen müssen: “irrationale” nicht “subjektive” Angst. Und irrational war sie in diesem Fall nciht.

  7. mariuslupus

    Warum will jemand der über keine Bildung verfügt , unbedingt damit auch noch coram publico prahlen. Möchte nicht über den Unsinn der Aussage die subjektive Angst, betreffend, diskutieren, auf diesen Niveau gibt es keine seriöse Diskussion. Aber diese Aussage öffnet eine breite Aussicht auf das weitere Unwissen und Unfähigkeiten des Sprücheklopfers.

  8. Fragolin

    @Lisa
    Jetzt erwarten Sie aber zu viel von einem Taxifahrer! Der Unterschied zwischen “subjektiv” und “irrational” wird erst in der dritten Stufe Gymnasium unterrichtet!

    Da hatten einige mal wieder einen Anfall “subjektiver Konfliktlösungsstrategie”:

    http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/4880934/Steiermark_Schlaegerei-unter-minderjaehrigen-Fluchtlingen?_vl_backlink=/home/index.do

    Auf die Möglichkeit, allen Beteiligten einen von Erwachsenen mit ausreichender Nahkampferfahrung begleiteten Gratisflug nach Kundus zu schenken, wurde bisher leider ganz vergessen…

  9. Lisa

    Dankefpür den Link, ist ja schon fast normal. Beim Witerklicken auf Stefan Löfvens “Schweden war zu naiv in dieser Sache, muss ich leider eingestehen“ gestossen.Warum hat bloss Frau Merkel nciht diesen Mut? Das wäre doch echte Grösse. Man sperrt aber auch nicht Jugendliche in grosser Zahl zusammen! Schon um Inländer zu Gewaltexzessen zu treiben, reicht ja manchmal ein Fussballspiel. Es ist – auch psychologisch – die grosse Zahl, es sind die Massen, die Angst machen. Sagte mal einer – weiss nciht mehr wo, irgend so ne Talkrunde, dass, wenn jede Kommune zwei von den (p.c. ?) “Ankommenden” aufnehmen würde, wäre das Problem gelöst. Leuchtet eingetlich ein: einer meiner Grossonkel war in französischer Gefangenschaft in einem kleinen Dorf und wurde respektvoll Monsieur le Prisonnier genannt, fügte sich ein, machte sich nützllich, lernte die Sprache…

  10. Fragolin

    @Lisa
    Diese Jugendlichen sind nicht eingesperrt, sie können sich frei bewegen; freier als ich in meiner Jugend im Berufsschulinternat oder mit 18 in der Kaserne. Dort gab es auch Konflikte und schon mal eine Keilerei zwischen 2 Kontrahenten, aber niemals, wirklich NIE auch nur den Versuch einer Massenschlägerei, schon gar nicht unter Zerstörung des Inventars und Zuhilfenahme von Eisenstangen, Brettern und Steinen!
    Man kann eine Menge versuchen zu entschuldigen, aber dieses permanente Aufkochen aggressiver Brutalität kommt aus dem Inneren dieser (angeblich, nicht bewiesen – ein junger Mann gilt als “minderjährig”, solange er dieses behauptet und niemand das Gegenteil beweisen kann!) Minderjährigen und ich lehne es strikt ab, “uns” oder “der Gesellschaft”, die wir diesen Leuten geradezu selbstlos Unterkunft, Verpflegung, Umsorgung zuteil werden lassen, die Schuld an den wiederholten Ausrastern dieser Radikalen anhängen zu lassen. Sie sind genauso voll für ihr Handeln verantwortlich zu machen wie jeder andere Jugendliche auch – keiner gibt einem Rechtsextremen, der mit Steinen auf Ausländer schmeißt, eine Absolution wegen schwerer Umstände, also warum einem jugendlichen Ausländer, der auf andere Ausländer mit Steinen schmeißt?
    Falsch verstandene Nachgiebigkeit züchtet die Gewalt, die in wenigen Jahren unsere Vorstädte behrrschen wird wie jene von Lyon, Marseilles, Paris, Birmingham, London….

  11. sokrates9

    Der Guten Ordnung haber: Jeder dieser kulturbereicherer Jugenlichen kostet unseren Staat € 3000.- somit wesentlich mehr als österrreichische Jugendliche! Maximalstipendium – ca 400.-€, höchste Pflegestufe Österreichs – ich glaube 600.-€.Das Problem ist nicht die Grenzen zu schützen, sondern dass die ALLE antreten um von uns Geld zu kassieren! Und da ginge es leicht zu hinterfragen ob man 2echter”Flüchtling sei und wie man eigentlich über die Grenze gekommen sei…

  12. gms

    Einmal mehr erkennt man in der Debatte die linke Allzweckwaffe, die beim Versagen der auf roten Theorien basierenden Argumenten eingesetzt wird, — also nahezu immer.

    Hat der Opponent andere Ansichten, so sind diese laut rot eingebundenem Vademecum falschem Bewußtsein geschuldet. Demgemäß bedarf es keiner Erörterung oder gar Debatte, kann doch beides durch eine simple Motivzuschreibung abgedreht werden. So ist der Unternehmer laut Handbuch notorisch gierig und gegenüber seinen Mitarbeitern latent sadistisch, und der renitente Untertan, so er nicht ins klassenkämpferische Fadenkreuz paßt, neuerdings mental mit Ängsten durchseucht. Klappe zu, Affe tot!

    Beweisen braucht man solche Zuschreibungen nicht, es reicht die wiederholte Etikettierung, kann doch auch der dermaßen Apostrophierte beim besten Willen ohne Rückgriff auf medizinische Hightec-Geräte nicht das Gegenteil beweisen. Der Jacobinerausweis per Hirnscan als Persilschein wider die Hate-Fear-Speech-Anklage — entweder man hat ihn, oder es gibt Zeugen aus dem eigenen Zirkel, die dem potentiellen Deliquenten die korrekte innere Haltung attestieren, dann darf dieser schon mal rotzgrün sein und dennoch die Wahrheit sagen.
    Und obwohl diese unredliche Vorgangsweise der Motivzuschreibung seit Ewigkeiten nahezu ausnahmslos beobachtet werden kann, wo Linke über Sachverhalte und deren Ursachen fabulieren, haben Nicht-Linke dafür weder ein Sensorium oder gar Gegenmittel entwickelt.

    “Hass” und “Phobie” konnten dergestalt mangels Abwehr bereits im Sprachgebrauch verankert und im rhetorischen Köcher jedes noch so brustschwachen Kämpfers für die ach so gute Sache deponiert werden, und so ist es vermutlich Zufällen geschuldet, daß man vom Bundeskasperl abwärts nicht durchgängig eine “Asylsuchendenphobie” zu erkennen behauptet.

    Falls es kein Zufall war, wenn bislang kein Leitartikler oder sonstiger Meinungsvortuner sich im gegebenen Kontext der Phobiezuschreibung bediente, dann vermutlich die Mutmaßung, wonach mit “Angst” die dem Gegenüber umgehängte Bleikugel schwer genug wäre, selbiges wirksam am Boden zu fixieren. Zugleich wäre es unklug, einem nennenswerten Teil der Bürgerschaft Psychosen anzudichten, selbst wenn es noch so in den Fingern juckt.

    Die Angst ist per Definition unkonkret, der Ängstliche ist eines Teils seiner mentalen Kapazitäten beraubt. Darauf kann man sich trivial einigen und dennoch das Kind beim Namen nennen.
    Aber es ist eben nicht Angst, welche die Leute auf die Straße treibt, sondern Furcht! Das geistig Vorweggenomme und Unbehagen verursachende Momentum angesichts einer Fortschreibung aktueller Tendenzen ist nämlich verdammt konkret, es wird überall dort zutreffend artikuliert, wo nicht ausnahmslos glatzköpfige Bomberjacken- und Stiefelträger den Ton angeben.

    Höhere Arbeitslosigkeit, höhere Steuern, weniger leistbarer Wohraum, soziale Spannungen durch kulturell bedingt unterschiedliche Herangehens- und Vorgangsweisen — all diese furchteinflößenden Phänomene haben aussprechbare Namen, nichts daran ist diffus. Klar kommen diese alles andere als nebulosen Aussichten mitterdings an die mediale Oberfläche, und dennoch oder gerade deshalb wird die Linke nicht müde, das Ganze mit einer herbeiphantasierten Wolke der Angst zu vernebeln, oder wie die Handpuppe an der Spitze der lokalen Volkstreter demonstriert, mit “subjektiver Angst”.

    Eines nämlich weiß unser oberstes Wernerle dank seiner Einflüsterer: Seine eigenen Ängste, mit einer Beschränkung des entgrenzten Zuzugs verzichteten wir scharenweise auf Ärzte, Architekten, Wissenschaftler, Pensionssicherer und was sonst noch unter “Bereicherer” firmiert — diese Ängste sind gar objektiv und dergestalt auch keine solchen, sondern mögliche Fakten, die mit dem Schaffen alternativer Fakten vermieden werden müssen. Die Angst, ohne intensivierte Umverteilung, betrieben durch die eigene selbstlose politische Kaste, würden Horden marodieren, Häuser und Villen brennen — diese Angst ist ohne Zweifel ebenso objektiv, wie der Untergang Europas ohne bisherige und perpetuierte Eingriffe in die Automomie der Bürger.

    “Das Sein bestimmt das Bewußtsein” — Ja, ihr lieben Linken, da mag schon was dran sein, denn ihr stündet nicht links, triefte eurer eigenes Bewußtsein nicht vor Angst, ausserhalb der eigenen Meute den gesellschaftlichen Bodensatz zu bilden. Das eigene Innerste den anderen überstülpen, von sich auf andere schließen, Doppelstandards und Doppelsprech zum Dauerkult erheben — ja, liebe Sozialisten, das mit der Motivzuschreibung geht auch andersrum, und falls ihr es drauf anlegt, könnt ihr sogar unseren Haß haben. Versprochen!

  13. Falke

    @Lisa
    Sie erwarten doch hoffentlich nicht von unserem maturalosen Bundestaxler, dass er Wörter lateinischen Ursprungs richtig verwenden kann.

  14. astuga

    Es gibt objektive Ängste, subjektive Ängste, und objektiv inkompetente Deppen.
    Letztere wird man durch eine Psychotherapie aber leider nicht los.

  15. Lisa

    NAchtrag @Fragolin: auf einem kleinen Raum zusammenleben zu müssen, ohne Beschäftigung, nicht mal Sport, staut Aggressionen. Damit will ich nichts entschuldigen “alles verstehen heisst alles verzeihen” ist nicht meine Ansicht. Viele Schwarzafrikaner lügen bez. ihres Alters (medizinisch falls erforderlich nachweisbar!), in Afrika werden junge Leute im Teenageralter verheiratet, auch in den Städten, unsere Art von “Jugend ausleben” kennt man in ländlichen Gegenden überhaupt nciht. Das Kind geht durch eine kurze Initiationsphase und ist dann eine Frau oder ein Mann, wenn unsere Jugend noch in Klubs und Cliquen die Zeit totschlägt und sich die Birne vollsäuft, äh, das Leben geniesst. Sie sehen und wollen das ja auch, können aber nciht. Was die rechtlichen Konsequenzen von Schlägererein mit Körperverletzung angeht, gelten die gleichen Gesetze – nur ist das Jugendstrafrecht milder und da ist es schlauer, sich jünger zu machen als man ist. Lügen und Verstellen gilt in vielen Kuturen als Zeichen von Intelligenz…

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