Die tatsächliche Schande Europas

Von | 22. Februar 2015

(C.O.) Dass der Wiener ÖVP-Obmann Manfred Juracka neuerdings Juden aus anderen EU-Ländern einlädt, sich in Wien niederzulassen (“Jüdische Mitbürger, die sich in einem anderen Land – ich denke da an Frankreich oder Ungarn – unsicher fühlen, sind uns willkommen”), mag eine freundliche Geste sein, basiert aber auf der leider recht problematischen Prämisse, dass Juden in Wien deutlich weniger gefährdet seien als im übrigen Europa.

Das lässt sich vielleicht hoffen, aber sicher nicht beweisen. Faktum ist jedenfalls, dass in der EU des Jahres 2015 wieder Juden getötete werden, weil sie Juden sind, in Frankreich, in Belgien und jüngst in Dänemark. Und niemand kann ausschließen, dass so etwas morgen in Zürich, München oder Wien passiert. Europa, und zwar ganz Europa, ist für Juden heute kein so sicherer Platz wie für Nichtjuden. Wer anderes behauptet, redet sich die Wahrheit schön.

Und trotz der Geschichte des europäischen Kontinents wird dieser Umstand von der Politik und von der Öffentlichkeit nicht wirklich mit der angemessenen Urgenz und Intensität beachtet. Natürlich greift die Politik nach jedem neuen Mord an Juden zu handelsüblichen Betroffenheitsfloskeln; dass die EU (die dabei freilich wenig Kompetenzen hat) oder eben deren Mitgliedstaaten Europa mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln zu einem sicheren Platz für Juden machen, ist derzeit nicht so recht zu beobachten. Stattdessen sieht es langsam so aus, als würden antisemitisch motivierte Morde zu einem Teil der europäischen Lebenswirklichkeit. Man kann das nicht anders bezeichnen denn als Schande Europas.

Jene europäischen Politiker, die Israel bei jeder Gelegenheit moralisch belehren, sind nicht imstande, die Unversehrtheit der Juden im eigenen Land zu gewährleisten. Wer dafür verantwortlich ist, dass tausende Juden nach Israel fliehen, ist vielleicht nicht ideal dafür geeignet, ausgerechnet über die dortige Siedlungspolitik zu richten.

Den Preis für die fehlende Entschlossenheit Europas im Kampf gegen mörderischen Antisemitismus werden übrigens nicht nur die Juden zu entrichten haben, wie manche vielleicht im Stillen hoffen mögen. Denn mit jedem neuen Anschlag in Europa werden sich auch die Nichtjuden die Frage stellen, ob es wirklich ratsam ist, etwa eine Diskussion über die Meinungsfreiheit zu besuchen, ein islamkritisches Buch zu schreiben oder zu verlegen oder sonst etwas zu unternehmen, das im islamistischen Milieu zu übler Laune und den damit verbundenen Unmutsäußerungen führen könnte. Und nein, das ist keine bloße Gedankenübung. Ausgerechnet im angeblich so besonders sicheren Wien wurde erst vor einigen Wochen eine Podiumsdiskussion mit einem renommierten deutschen Islamexperten abgesagt, weil den Verantwortlichen die Gefährdungslage zu heikel war. In Deutschland wurde diese Woche eine der größten Karnevalsveranstaltungen von der Polizei kurzfristig verboten, weil ein Terroranschlag zu befürchten war. (Das mag unter ästhetischen Gesichtspunkten vorteilhaft gewesen sein, kommt aber einer Kapitulationserklärung unangenehm nahe.)

Leider stimmt nicht, dass der islamistische Terror unser Leben zu verändern droht – er verändert es bereits. Und das ist nicht gut so. (“WZ”)

29 Gedanken zu „Die tatsächliche Schande Europas

  1. Thomas Braun

    Kann jemand die Gräueltaten des Nationalsozialismus verurteilen, aber trotzdem Nationalsozialist sein dürfen? Ich denke, nein!

    Kann jemand die Gräueltaten des Islamischen Staates verurteilen aber trotzdem weiter Moslem bleiben dürfen? Diese Antwort möge sich jeder selbst geben.

    Vielleicht erleben wir es noch: ein immer gewalttätigerer Islam wird im Westen als Religion nicht mehr anerkannt. Würde viele andere Probleme auch lösen, wenn es hieße, zu einer anderen Religion konvertieren oder zurück in ein moslemisches Land.

  2. Fragolin

    Nicht ganz, Herr Braun. 😉
    Bekanntlich hat der Islamische Staat nichts mit dem Islam zu tun. Er funktiioniert zwar nach den Gesetzen des Koran, und das Leben regelt die Scharia, der Islam ist die einzig akzeptierte Religion und der Staat nennt sich aus islamisch, aber das muss ja nichts heißen. Politische Korrektheit kümmert sich nicht um Fakten.

  3. Thomas Holzer

    Katholiken haben die Inquisition und Kreuzzüge verurteilt und bleiben trotzdem Katholiken………….

  4. Marianne

    Faszinierend wie unsere Politdarsteller, auch und besonders in der Wr. VP, schonungslos die brennendsten Probleme der Bevölkerung angehen.
    Zur Sache, als emigrationswilliger verfolgter Jude würde ich mir ganz sicher ein europäisches Land und dann gaaanz sicher Ösiland aussuchen. Die hierzulande agierenden Politiker sind ja hinlänglich für Mut und Entschlossenheit bekannt und dafür, daß sie den Schutz des einzelnen besonders kompromisslos sicherstellen.

  5. Thomas Holzer

    @Thomas Braun
    Und was wollen Sie dann mit den Millionen Muslimen in Europa machen?
    Umerziehung, oder ausweisen? Und was ist mit denen, die die entsprechenden Staatsbürgerschaften haben? Aberkennung und dann Ausweisung?
    Wäre für Ihre werten Vorschläge dankbar, so dies nicht zu viel verlangt ist

  6. Selbstdenker

    Abgesehen von der neuerlichen(!) menschlichen Katastrophe für die betroffenen Juden wird diese Europäische Schande auch für die Nichtjuden in Europa zu sehr schmerzhaften Konsequenzen führen:
    http://business.financialpost.com/2015/02/20/lawrence-solomon-jewish-capital-flight-from-europe/

    “Should Jews en masse decide to leave Europe – and half of them in the U.K. and France are already considering doing so – it could trigger an unsettling capital flight as well as representing a massive brain drain: Jews are disproportionately represented in academia, the sciences and the arts as well as in industry.”

    “[…] This Israel-bashing has overwhelmingly been led by European leaders and by NGOs funded by European governments. An upshopt of the basing will be the departure of Jews to Isreael, strengthening it and making it better to withstand pressure from Europe.”

  7. aneagle

    Zur Wahl des Bezirksvorstehers Wien Innere Stadt hat Herr Juracka Herrn Markus Figl nominiert. Ob der vormals unterlegene Mitbewerber von Bandion Ortner um die Spitzenstelle im Islamischen Dialogzentrum, der beste Mann ist, damit sich Juden in Wien sicherer fühlen sollen als anderswo sei dahingestellt. Es wäre schon geholfen, würden österreichische Politiker der Bevölkerung nicht bei jeder Gelegenheit opportunistische Feigheit als Tugend vorleben. Beispiele gefällig?:

    *Ein Dialogzentrum zum fremdschämen,
    *ein Staatsoberhaupt, das viel Zeit am stillen Örtchen verbringt,
    *das abstoßende Agieren eines Provinzbürgermeisters anläßlich eines Fußball “Gast”- Spieles einer israelischen Mannschaft mit österreichisch-palästinensischer Krawallbeteiligung
    *und last and least: die Kultmarke – Bandion (Nicht -jeden-Freitag)

    ..sind die Landmarken österreichischer Charakterorientierung. Leider läßt sich die Liste noch lange fortführen, sie zieht sich durch. Wenn staatlicherseits alles unternommen wird aus den Vorurteilen gegenüber den Ösis robuste Urteile zu modellieren ist die mittlerweile verfestigte Ansicht über Österreich in der Welt verständlich
    Auch wenn Politiker inzwischen mehr Abbild denn Vorbild der Gesellschaft sind, sollte nicht jedes besonders unappetitliche Hervortun mit einem Karriereschritt bedacht werden.

  8. Selbstdenker

    @Thomas Holzer:
    Die muslimische Migration nach Europa muss gestoppt werden. Meines Erachtens sollten reiche Länder wie Saudi Arabien, Katar und die VAE verfolgte Muslime aufnehmen. (Wenn ich mich nicht täusche, wären sie laut ihren eigenen Glauben sogar dazu verpflichtet…).

    Nachdem die muslimische Unterwanderung von Wirts-Ländern je nach Bevölkerungsanteil verschiedene Eskalationsstufen vorsieht, sollte darauf geachtet werden, dass dieser im einstelligen Prozentbereich bleibt. Mit einer gesteuerten Einwanderung nach dem Vorbild zahlreicher Länder außerhalb Europas könnte der Zuwachs der muslimischen Bevölkerung überkompensiert werden.

    Europa könnte damit gleich mehrere Ziele auf einmal verwirklichen:
    – Die weitere Radikalisierung innerhalb Europas könnte gestoppt und längerfristig zurückgedrängt werden
    – Europa könnte verfolgten Christen aus dem Mittleren Osten einen Neubeginn bieten
    – Europa würde jene leistungsbereite und integrationswillige Migranten bekommen, das es benötigt
    – Der weitere Abfluß von Kapital und Know-how könnte gestoppt werden
    – Europa könnte wieder eine Vision aufbauen, anstatt an der Political Correctness zugrunde zu gehen
    – Die Geschäftsmodelle der islam. Terroristen und der Schlepperbanden werden zerstört
    – Religiöse Muslime könnten glücklich in muslimischen Ländern leben anstatt unglücklich im Westen zu sein
    – Europäische Muslime hätten die Option in > 100 Jahren einen aufgeklärten, europäischen Islam zu entwickeln

  9. cmh

    Wer Antisemistismus sagt meint deutschen Nationalsozialismus. Das Wort sollte in diesem Zusammenhang daher vermieden werden.

    Judenhass der Mohamedaner trifft es besser.

  10. Harbi

    @Thomas Holzer
    Warum sollte man Mohammedaner nicht ins “Haus des Friedens” zurückschicken? Die ewig im Rassenwahn gefangene Linke sieht die “dringend benötigten Facharbeiter aka Plus-Deutsche” als:
    – Waffe gegen die verhassten “Minus-Deutschen”
    – potenzielles Wählerklientel
    Da also die Staatsbürgerurkunden den Wert von Klopapier haben, könnte man sie genauso leicht wieder abnehmen (dummerweise leben wir aber inzwischen in der DDR 2.0).
    https://www.youtube.com/watch?v=rBFByaXlZ1M

  11. Harbi

    Nachtrag: Wer kotzen will, kann im ersten Video gleich bei 2:12 anfangen

  12. Selbstdenker

    Mitternachtsboxen (sic!) … der “Fight Club” für Intensivtäter mit Migrationshintergrund…

    “geniale” Idee: Intensivtäter bekommen ein kostenloses Kampftraining
    “geniale” Schlussfolgerung: wenn die mulsimischen Jugendlichen boxen gehen, gehen sie nicht saufen

  13. Thomas Holzer

    @Selbstdenker
    “Meines Erachtens sollten reiche Länder wie Saudi Arabien, Katar und die VAE verfolgte Muslime aufnehmen.”

    Da gebe ich Ihnen recht; die reichen arabischen, muslimischen Länder lachen sich ja einen, wenn die EU einen auf Solidarität mit der ganzen Welt, und ganz besonders den Muslimen aus dem Nahen Osten macht.

    Ob EU-Europa, und hier vor allem die südlichen Länder, wirklich soviel Zuwanderung brauchen, wage ich zu bezweifeln, bei Jugendarbeitslosenraten von 30,40%

    @Harbi
    und was machen Sie dann mit den autochthonen Konvertiten? Die soll es ja auch geben…….

  14. Mona Rieboldt

    @Thomas Holzer
    Saudi-Arabien nimmt keine muslimischen Flüchtlinge auf, weil sie eine Destabilisierung ihrer Gesellschaft befürchten.
    Die muslimischen Gesellschaften entsorgen im Grunde ihren Geburtenüberschuss nach Europa. Und wie viele “Islamisten” als Flüchtlinge nach Europa kommen, weiß wohl niemand so recht.

  15. Selbstdenker

    @Mona Rieboldt
    “Und wie viele ‘Islamisten’ als Flüchtlinge nach Europa kommen, weiß wohl niemand so recht.”

    Sehr, sehr viele. Wie ich schon einmal geschrieben habe (die Beitrag wurde offenbar sogar zensuriert), gibt es bei der Überfahrt nach Europa eine “Business Class” und eine “Economiy Class”. Letztere zeichnet sich dadurch aus, das die Überlebenschance bei der künstlich herbeigeführten Seenot gegen Null geht.

    Inzwischen haben sogar die sogenannten Hilfsorganisationen Notiz davon genommen, dass ein großer Teil der in Ostanatolien ankommenden Flüchtlinge aus Syrien (a) “ins Nirgendwo verschwindet”, (b) zwar das Geld für die Schlepper bezahlt, aber keine Gegenleistung bekommt oder (c) bei der künstlich herbeigeführten Seenot überproportional oft ums Leben kommt.

  16. Selbstdenker

    @Mona Rieboldt
    “Saudi-Arabien nimmt keine muslimischen Flüchtlinge auf, weil sie eine Destabilisierung ihrer Gesellschaft befürchten.”

    Gemäß ihren eigenen religiösen Vorschriften wären sie aber dazu verpflichtet. Ist auf diesem Gebiet sogar der Wahhabismus pragmatisch?

    Wo sind hier die chronischen Islamversteher, die permanent darauf hinweisen, dass der Islam nur falsch verstanden wird? Klärt bitte jemand die Saudis auf was in ihrem eigenen heiligen Buch steht.

  17. Selbstdenker

    @Thomas Holzer:
    “und was machen Sie dann mit den autochthonen Konvertiten? Die soll es ja auch geben…….”

    Die werden glücklicherweise zahlenmäßig stark überschätzt, auch wenn Pierre Vogel, Sven Lau, Denis Cuspert, etc. medial große Aufmerksamkeit zugestanden wird. Diese Loser waren z.B. sogar den Muslimbrüdern in Ägypten zu peinlich, so dass sie sie wieder nach Hause geschickt haben.

    Typische Loser – egal ob es sich nun um linke, rechte oder religiöse Fanatiker handelt – glauben, dass ein System heraufzieht, bei dem sie auf der Seite der Gewinner stehen werden und dass sie niemand für ihre Untaten zur Rechenschaft ziehen wird.

    Ein wesentlicher Faktor sind die Mengenverhältnisse. Solange die Muslime nur einen Bevölkerungsanteil im einstelligen Prozentbereich haben, verhalten sie sich unauffällig. Je größer der Anteil von Muslimen an der Bevölkerung ist, desto niedriger ist ihr Bestreben sich zu integrieren.

    Das Problem mit den islamischen Parallelgesellschaften in Europa wäre noch lösbar, wenn man die Masseneinwanderung aus muslimischen Ländern abdrehen und mit nichtmuslimischen Einwanderern kompensieren würde.

    Meiner Meinung nach geht es im ersten Schritt um Mengenverhältnisse (muslimischer Bevölkerungsanteil) und um den Erwartungswert (Konvertiten). Wenn man dieses Problem löst, hätte man sogar (sehr) langfristig die Chance, dass die Muslime so etwas wie einen aufgeklärten Islam entwickeln.

  18. DNJ

    @Selbstdenker
    Aha und Christen verhalten sich wie Christen.Möchte unsere Christen sehen, wenn hunderttausende Kopten und andere christliche Minderheiten nach Europa in unser Land strömen würden.Denen würde man mit mehr Sympthien als den Moslems begegnen? Wohl kaum. Auch für die Jesiden,obwohl selbst vom radikalen Islam verfolgt, gib es hier wohl wenig Verständnis unter den Migrationsskeptikern.

    Übrigens um 1900 waren die Juden auch kein Teil Österreich-Ungarns oder Wiens, nur ein kleiner Teil davon waren kultivierte Künstler, Ärzte und Anwälte, sondern der großteil Kaftanjuen, die von mehr oder minder ehrbaren Handelsgewerben ihren Lebsnunterhalt bestritten, noch dazu der Ritaulmorde und anderer Grauslichkeiten bezichtigt, die der deutschnationale Bürgerliche den Medien seine Zeit entnehmen konnte.

  19. Mario Wolf

    Die politisch korrekten Gutmenschen reagieren regelmässig mit bei einen vagen Verdacht auf mögliche Diskriminierung – sie haben Bezeichnungen wie Migrationshintergrund, bildungsfernes Millieu, usw, etc. , aber auf die systematische Bedrohung und Vertreibung der europäischen Juden bleibt die Reaktion aus. Wieso wird akzeptiert dass Juden die schon immer in Europa gelebt haben von einer hasserfüllten moslemischen Bevölkerung vertrieben werden. Warum sollen diese Leute nach Israel auswandern ? Aber die mögliche Erklärung ist die Verliebtheit der Linken in eine totalitäre Ideologie, in den Islam. Den Islam ist keine Religion sondern eine staatstragende Ideologie

  20. Thomas Holzer

    @DNJ
    “Übrigens um 1900 waren die Juden auch kein Teil Österreich-Ungarns oder Wiens, nur ein kleiner Teil davon waren kultivierte Künstler, Ärzte und Anwälte, sondern der großteil Kaftanjuen”

    Nur weil jemand nicht Arzt, Künstler oder Anwalt war, heißt dies noch lange nicht, daß er nicht Untertan des Kaisers war und daher sehr wohl ein Teil Österreich-Ungarns.

    Das Problem mit den Fanatikern in allen Religionen und Ideologien ist es halt, daß diese ihr Augenmerk darauf legen, daß alle anderen(sic!) die aufgestellten Regeln beachten, nur sie selbst nicht. Dieser “Anspruch” unterscheidet sie von den Frommen, Gottesfürchtigen und u.U. aufgeklärten Atheisten.

  21. Thomas Holzer

    Eine Religion kann auch eine staatstragende “Ideologie” sein; war das Christentum über fast 2 Jahrtausende….

  22. DNJ

    @Holzer
    Was ich damit sagen wollte, war, dass die damaligen bürgerlichen Schichten und eben auch assimlierte jüdische Bürger die radebrechenden und als schmutzig empfundenen Ostjuden genauso als fremdartig und nicht nach Österreich gehörig betrachteten wie die heutigen Islamkritiker und Migrations/Zuwanderungsskeptiker die islamischen Elemente unserer Gesellschaft in der jetzigen Gegenwart. So war das gemeint und nicht anders. Damalige Wahrnehmung versus heutiges Bild dieser Zeit. Etwas was viele nicht unterscheiden können/wolllen. Die Ablehnung der Juden war weit verbreitet, auch in den konservativ-bürgerlichen Schichten. Natürlich dachte aber damals niemand an Holocaust, sondern man begrüßte die Siedlungspläne eines Theodor Herzl.

  23. Thomas Holzer

    @DNJ
    Da stimme ich Ihnen zu.
    Das Problem ist leider immer: “Wenn die Masse erst losgelassen ist; respektive, wenn sich vereinzelte Idioten zu einer Masse, geführt von Idioten, formieren dürfen”
    Aber dies scheint dem Menschen, zumindest dem Primitiven, immanent zu sein

    @Selbstdenker
    Ihre Gedanken, die Zuwanderungspolitik auf “neue Beine zu stellen” sind begrüßenswert, ändern aber nichts an der Tatsache, daß hunderttausende Muslime schon in Österreich leben…
    Für diese scheint nur “Harbi” eine ziemlich radikale “Lösung” zu haben, welche frappant an die “Reinheitslehre” gewisser Rassegesetze erinnert

  24. Selbstdenker

    @DNJ:
    Wenn Sie – obwohl es in dieser Diskussion gar nicht darum geht – schon in die Vergangenheit abschweifen:

    Mir sind keine historisch überlieferten Terrorakte von Juden in Europa oder sonstwo bekannt. Es wäre mir auch neu, dass Juden Angehörige anderer Glaubensrichtungen missioniert hätten.

    Der Link, den ich weiter oben gepostet habe ist übrigens sehr lesenswert:

    “Attracting Jewish immigrants is also nothing new. In Biblical times, the great Babylonian monarch, Nebuchadnezzar, brought in thousands of Jews to further trade and commerce, and help administer his kingdom. In the 13th and 16th centuries, Polish kings issued invitations to attract Jewish immigration for much the same reasons. When Spain’s King Ferdinand in 1492 expelled Spanish Jews, who were renowned for their business acumen, the Sultan of the Ottoman Empire formally invited them to Constantinople, saying “Ye call Ferdinand a wise king he who makes his land poor and ours rich!” England’s Oliver Cromwell in the 17th century decided to attract Amsterdam’s affluent Jews, in order to improve England’s trading prowess.”

    Die Immigration von Juden in früheren Jahrhunderten hat sehr wenig mit der Immigration von Muslimen heutzutage zu tun. Umfang, Geschwindigkeit, Motivation, Integrationsbereitschaft, mitgebrachte Fähigkeiten, etc. unterscheiden sich grundlegend.

  25. Harbi

    Pfui Teufel “Herr” Holzer,

    das ist ja wohl eine richtig miese Nummer, mir so einen kranken Mist anzudichten! Offensichtlich kennst Du islamische Länder nur von der Landkarte? Dort liebt man Adolf Hitler und kann es gar nicht verstehen, wenn man dieses “Vorbild” nicht ebenso verehrt. Zu den anderen weltfremden Mist, schreibe ich morgen noch ein paar Zeilen.

  26. Thomas Holzer

    “Die Immigration von Juden in früheren Jahrhunderten hat sehr wenig mit der Immigration von Muslimen heutzutage zu tun. Umfang, Geschwindigkeit, Motivation, Integrationsbereitschaft, mitgebrachte Fähigkeiten, etc. unterscheiden sich grundlegend”

    Mit Verlaub:
    1.) Alles eine Betrachtungsweise
    “deutsche” Ukrainer, welche in die Ukraine reisen, um gegen sogenannte “Separatisten” zu kämpfen, werden von ADR, ZDF zumindest “neutral” begleitet.
    2.) hätte es im Mittelalter Internet gegeben, würde es anders aussehen
    3.) Vergleiche mit “geschichtlichen” Ereignissen hinken meistens

  27. DNJ

    @Selbstdenker
    mag ja alles sein, aber totzem waren sie, die klassischen ostjüdischen Zuwanderer, bei der eingesessenen Bevölkerung und selbst bei den assimilierten Juden nicht besonders beliebt, eigentlich sogar meist verachtet und verhasst. Integration gab es sicher, aber es gab auch viele tausende Kaftanjuden, während wir immer nur Freud, Kraus und Schönberg sehen. Der ehemalige Hass ist längst in eine Idealsierung des Jüdischen um 1900 umgeschlagen, s. Steven Beller uva. Man sollte sich schon ein wenig auf den damaligen Zeitgeist einlassen und nicht einer kritiklosen Idealisierung fröhnen, die erst im Gefolge des Holocaust aufgekommen ist.

  28. Selbstdenker

    @Thomas Holzer
    Die Bereitschaft zur Integration sinkt gegen Null, wenn die Neuankömmlinge den Eindruck vermittelt bekommen, dass sie diese in ein paar Jahren ohnedies nicht mehr benötigen. Z.B. weil sie in ein paar Jahrzehnten zur größten Bevölkerungsgruppe anwachsen werden oder weil sich die aufnehmende Gesellschaft mittels Political Corretness selbst zerstören wird.

    Ich behaupte, dass türkische Migranten vor drei Jahrzenten besser integriert waren als heute. Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass in meiner Jugend zumeist nur ganz alte Frauen aus Ostanatolien Kopftücher getragen haben. Junge Türkinnen unterschieden sich im Kleidungsstil häufig überhaupt nicht von einheimischen Frauen; Jeans und Miniröcke waren nicht unüblich.

    Und die Moslems aus Bosnien oder der Türkei in meinem Jahrgang trugen T-Shirts mit groß aufgedruckten US-Flaggen. Man konnte mit denen ein Bier trinken gehen wie mit jeden anderen auch.

    Und heute?

    Man muss auf der anderen Seite auch zugestehen, dass sich unsere Gesellschaft seit Jahren die größtmögliche Mühe gibt, sich als möglichst verkommen und auf dem absteigenden Ast befindlich darzustellen (z.B. Gender Mainstreaming, Wohlstandsverwahrlosung, Gangsta-Rap, Öko-Religion, etc.).

  29. Selbstdenker

    @DNJ
    “Man sollte sich schon ein wenig auf den damaligen Zeitgeist einlassen und nicht einer kritiklosen Idealisierung fröhnen, die erst im Gefolge des Holocaust aufgekommen ist.”

    In diesem Punkt gebe ich Ihnen recht. Die Ritualmordlegende z.B. des Anderl von Rinn dürfte mit grosser Wahrscheinlichkeit diesem damaligen Zeitgeist entsprochen haben.

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