Die Tragödie der Allmende

“…….Folglich erscheint der Sozialismus attraktiv für viele Menschen. Sie möchten, dass sich zum “Wohl der Gesellschaft” alle Ressourcen in Gemeinschaftseigentum befinden. Dummerweise lernt eine Gesellschaft, die Privateigentum ablehnt und stattdessen ihre Ressourcen staatlichen Planern übergibt, oft die grausamen Lektionen der Zentralplanung und der Tragödie der Allmende (nämlich, dass Gemeinschaftseigentum bis zum völligen Verbrauch ausgenutzt wird). (hier)

5 comments

  1. Lisa

    Die Allmende funktioniert gut, wenn die Menschen so etwas wie Gemeinsinn entwickelt haben – mit allen Nachteilen, z.B. Rücksichtnahme, Einschränkung der individuellen Freiheit (in ihrer unreifen Form: Begierden), Fähhgkeit zum Verzicht.- da sind wir wieder bei den Werten: was gilt mehr, die eigene Person, die eigene Familie, der eigene Clan, die eigene soziale Klasse… – Eigentum sei Diebstahl , meinte mal einer…

  2. rider650

    @Lisa: Tut sie nicht. Sowohl ökonomische Gesetze als auch Empirie zeigen dies lang und breit. Und “Rücksichtnahme, Einschränkung, Fähigkeit zum Verzicht”? Das klingt stark nach Venezuelas Maduro, der die Klopapierknappheit in seinem sozialistischen Paradies zur Tugend umzudeuten versuchte. Wieso soll ich bitte im Sozialismus mit seiner Allmende verzichten, mich einschränken etc., wenn ich auch den Wohlstand und Überfluss, den der freie Markt mit seinem Privateigentum bietet, haben kann? Wer sich selbst kasteien will, soll das bitte in seiner Kommune mit Gleichgesinnten machen, aber mich da raus lassen und den Quatsch nicht zum Staatsprinzip machen.

  3. Lisa

    Die Allmende oder das skandinavische allemansrätten war ja nur ein Teil der Weiden in den Dörfern, jeder Bauer hatte trotzdem seinen Hof und seine Äcker – und es funktioniert auch heute noch, etwa beim Wald. Solange niemand ungebührlich (eben: Anstand Rücksichtnahme, Gierverzicht – das ist noch lange nicht Kasteien!) viel abholzt und sich um die Waldpflege foutiert oder den jährlichen Versammlungen fernbleibt, geht das. Allerdings ist die Voraussetzung, dass die Menschen nicht eigentlich darauf angewiesen sind…

  4. rider650

    @Lisa: Klar, wenn es nur ein paar Leute sind, die sich gut kennen, und nur einen kleinen Teil ihres Besitzes in Gemeinschaftseigentum haben, dann mögen die negativen Folgen fast nicht auftreten. Daraus kann man aber erstens keine Prinzipien ableiten, und zweitens: der Trabbi ist auch gefahren – trotzdem war er im Vergleich zum Golf eine Schrottkiste. Gemeinschaftseigentum mag wohl irgendwie irgendwo ein bisschen funktionieren – die weitaus besseren Ergebnisse erzielt man immer mit Sondereigentum.

  5. Lisa

    EIN Prinzip kann man zumindest ableiten: Die Nationalstaaten sind zu gross, die Welt zu klein und die Menschen nicht dafür geschaffen, global zu denken, global zu fühlen und damit global verantwortlich zu handeln: 350 Facebookfreunde ersetzen den einen aus Fleisch und Blut nicht.

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