Die Türkei wird zum zweiten Iran

Die Transformation der Türkei in eine autoritäre islamistische Nation in den letzten 16 Jahren zu beobachten war gespenstisch ähnlich dem schnellen Fall des Iran im Jahr 1979 – bloß in Zeitlupe. Während der Iran in wenigen Monaten von einem säkularistischen amerikanischen Verbündeten zu einem unerbittlichen islamistischen Feind wurde, befindet sich die Türkei auf einem ähnlichen Weg, der jedoch von einem vorsichtigeren Islamisten, Recep Tayyip Erdogan, angeführt wird, der sich viel langsamer bewegt hat. weiter hier

4 comments

  1. sokrates9

    Ein einfacher Blick auf Fotos wie Istanbul vor 20 Jahren ausgeschaut hat und wie jetzt bestätigt den Artikel: Vor 20 Jahren gab es kaum eine verschleierte Frau in Istanbul, heute gehört das zum Straßenbild, in 10 Jahren wahrscheinlich kein Unterschied zu Teheran!

  2. astuga

    Wobei das kein spezifisches Problem der Türkei darstellt.
    Diese Veränderungen im Straßenbild findet man von Indonesien, Pakistan bis zu Ägypten und Nordafrika.
    Dafür gibt es mehrere Gründe, im Endeffekt aber ist im isl. Raum eben der Islam der wichtigste Bezugsrahmen.
    Diese Auf- und Abbewegungen gibt es auch im Islam seit dessen Gründung.
    Fundamentalistische Phasen wechseln sich mit solchen moderaterer Religionsausübung ab.

    Das liegt auch daran, dass der Islam als revolutionäre Reformbewegung angelegt ist, mit einem klaren irdischen Endziel.
    Jede gesellschaftliche Krise (sozial, ökonomisch, etc.) und jede etablierte und saturierte Regierung in isl. Ländern löst zwangsläufig eine neue fundamentalistische Gegenbewegung aus.

    Darum lässt sich der Islam auch nicht dauerhaft befrieden, er bleibt selbst im besten Fall wie eine schlecht verheilte Wunde die jederzeit aufbrechen kann.

  3. Falke

    @sokrates9
    Es ist zu befüchten, dass es in 10-20 Jahren auch in Stockholm, Paris, Duisburg, Köln und Berlin so aussihet, und in der Folge wohl auch in Wien. Europäische Städte werden dann nur mehr Budapest, Warschau und Prag sein.

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