Die Türken und ihre Ehre

Von | 21. März 2017

“Erdogan und seine Minister wittern überall die Beleidigung der türkischen Ehre – aus politischem Kalkül. Doch das kollektive Gekränktsein ist nicht nur ein türkisches Phänomen…..” (hier)

15 Gedanken zu „Die Türken und ihre Ehre

  1. Reini

    Ehre muss man sich verdienen! … also wo war die Leistung? … Die Selbstverherrlichung Erdogans gleicht einer Blamage, er hat sich selbst entehrt! Man kann nur eine Ehre verletzten wenn man vorher eine hatte! 😉 …

  2. Christian Peter

    Eigentlich ist es völlig uninteressant, was in der Türkei passiert. Würde die EU nicht Beitrittsverhandlungen mit der Türkei führen und hätte die kriminelle Politikerin Merkel keinen Flüchtlingsvereinbarung mit diesem Land getroffen, bräuchte man sich über die Geschehnisse am Bosporus keine Gedanken zu machen. Auch in Deutschland und vielen anderen Ländern Europas gibt es in Sachen Rechtsstaatlichkeit verheerende Zustände, das scheint die deutsche (und österreichische) Bevölkerung aber offenbar nicht zu interessieren.

  3. Falke

    Wie am Anfang des Artikels richtig angemerkt, ist es türkischen Politikern laut türkischem Wahlgesetz verboten, im Ausland Wahlkampf zu betreiben. Daher laufen die Auftritte Erdogans bzw. der türkischen Minister im Ausland unter dem Titel “Informationsveranstaltungen”. Zu den erwarteten Ergebnissen der Volksabstimmung: ich kann mir kaum vorstellen, dass diese Wahl von Erdogan und seiner Clique nicht manipuliert wird; dazu der Kabarettist Rolf Miller: “Erdogan wird die Stimmen so lange nachzählen lassen, bis das Ergebnis herauskommt, das er sich wünscht”. Genau das nehme ich auch an.

  4. Christian Peter

    @Falke

    ‘Erdogan wird die Stimmen so lange nachzählen lassen, bis das Ergebnis herauskommt, das er sich wünscht’

    Auch das kommt mir bekannt vor, in Österreich wurde bei den BP – Wahlen wiederholt gewählt, bis das erwünschte Ergebnis herauskam.

  5. Christian Peter

    @Falke

    In der Türkei gibt es mehr Demokratie als in Österreich oder Deutschland, immerhin wird die Bevölkerung in wichtigen politischen Angelegenheiten befragt, was in unseren Breitengraden praktisch nie vorkommt.

  6. Fragolin

    @Christian Peter
    Nicht alles, was hinkt, ist ein Vergleich. Das Ergebnis der zweiten BP-Stichwahl war unter dem Strich das gleiche wie beim ersten Durchgang, also “so lange wählen bis das gewünschte Ergebnis rauskommt” hätte sich nach dem ersten Mal erledigt gehabt, das Höchstgericht hätte nur abschmettern brauchen.
    Erdogan klärt das eher im Vorfeld: Er beginnt jetzt angeblich damit, jenen Deutschtürken, die öffentlich ein Nein propagieren, die türkische Staatsbürgerschaft abzuerkennen, damit sie am Wahltag nicht mehr stimmberechtigt sind. Da sieht man wieder, wie unsinnig diese Doppelstaatsbürgergeschichte ist.

  7. Christian Peter

    @Fragolin

    Ob beim ersten Wahldurchgang alles mit rechten Dingen zugegangen ist, darf bezweifelt werden. Unregelmäßigkeiten waren schließlich der Grund, dass die Wahl wiederholt werden musste. Möglicherweise hat man Norbert Hofer dabei um den Wahlsieg gebracht.

  8. waldsee

    angeblich von Kaiser Wilhelm: “Der einzige Freund des Türken ist der Türke.”
    Mögen sie alle zusammen in ihrem Land und mit ihrer Religion und Kultur glücklich leben.
    Danke.

  9. Thomas Holzer

    jeglicher Kollektivismus stell prinzipiell ein Problem dar, da der Firnis der Zivilisation sehr, sehr dünn ist.

  10. Christian Peter

    Wenigstens hat die türkische Regierung noch eine Ehre – von den korrupten Politikern und Parteien in Deutschland und Österreich kann davon keine Rede sein.

  11. Wanderer

    Was die muslimischen Staaten zuviel an nationaler Ehre haben, das hat Westeuropa, also eigentlich nur die Deutschen und wir, eindeutig zu wenig. Toleranz bis zur Selbstaufgabe ist keine vernünftige Alternative zum Nationalbewusstsein.

  12. mariuslupus

    Ein Unterschied. Welche Vorstellung ein durchschnittlicher türkischer Bürger von seiner Ehre hat, ist weitgehend seine private Angelegenheit. Was Erdogan als seine Ehre verkauft, ist ein Ausdruck seines hypertrophen
    Egos. Dieses überblähte Ego, wurde in diese Grösse von den EU Repräsentanten, insbesondere von Merkel, aufgeblasen. Ohne diese Unterstützung wäre Erdogan ein mediokrer türkischer Regierungsschef geblieben, wie es vor ihm bereits viele gegeben hat.
    Erdogan erfasste instinktiv, welche Möglichkeiten ihm geboten wurden, Beitritt zu EU, Schleusenwärter und setzt sie folgerichtig gegen Europa ein. Die Beschimpfung von Merkel als BDM Überbleibsel, sollte nicht so ernst genommen werden. Etwas Theaterdonner für das eigene Publikum. Wichtiger ist die Ehre der Türken die bereits in Europa leben. Die Ehre, die ihnen gebietet die Demokratie abzulehnen, Erdogan unterstützen. Die Ehre der Türken in Europa wird zum Erdogan `s Wahlsieg wesentlich beitragen. Todesstrafe inklusive.

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