Die UNO ist genauso versumpft wie die FIFA

“Wer glaubt, die Fifa-Korruption sei eine Einzelerscheinung, der sollte sich einmal Institutionen der UN anschauen…” (hier)

5 comments

  1. Thomas F.

    Wenn nicht was anderes drüber stehen würde, könnte man meinen er schreibt von der EU.

  2. Thomas Holzer

    Der Unterschied zwischen FIFA auf der einen Seite und UNO, EU und Österreich auf der anderen Seit ist, daß Erstere nicht von gewählten Politikerdarstellern bevölkert wird 😉
    außerdem sind UNO, EU, und natürlich auch Österreich in seiner derzeitigen Verfassung, alternativlos und Friedensprojekte; diese Säulenheiligen der Weltordnung darf man nicht kritisieren

  3. Syria Forever

    Shalom Herr Holzer.

    Das mag daran liegen, dass es keine Unterschiede gibt. Die UNO ist das HQ des Organisierten Verbrechens. Weshalb sollten sich dessen Unterabteilungen anders verhalten?
    Wenn ich schreibe die Katholischen Kirche und die UNO sind die Spitze des Verbrechens auf unserem Globe dann schreibe ich das nicht aus Spass an der Freude.

    Guten Mittag Herr Holzer

    PS. Sie sollten sich wirklich mit der Geschichte der Katholischen Kirche befassen. Kopf in den Sand ist nicht der richtige Weg.
    In meiner Heimat heisst es: “Wenn der Kopf im Sand steckt besteht die Gefahr das Hinterteil bekommt schmerzhaften Besuch…”

  4. Christian Weiss

    Der Vergleich UNO – FIFA hinkt durchaus. Denn während die Empörung weitgehend ausbleibt, wenn die UNO-Frauenrechtskommission ausgerechnet Israel als einzigen angeblich frauenfeindlichen Staat des Planeten auslobt, obwohl solche grotesken Geschichten im Namen der viel bemühten “internationalen Solidarität” doch eigentlich alle etwas angehen sollten, ging es bei der FIFA in erster Linie darum, wie diese ihr ureigenes Produkt, die Fussballweltmeisterschaft bewirtschaftet. Und während mich auch keiner zwingt, das neue IPhone zu kaufen, das Apple vielleicht gerade gehörig verbockt hat, so zwingt mich auch niemand, Fussballweltmeisterschaften zu gucken, die in den angeblich falschen Ländern stattfinden.

    Was gleich ist: FIFA und UNO kranken an den politischen Interessen der Mitglieder. Nur: Während bei der UNO das unmittelbare Folge dessen ist, dass da massenhaft Schurkenstaaten drin sitzen, könnte man in der FIFA durchaus einen unpolitischen, von rein sportlichen Interessen geleiteten Fussball organisieren, wenn… ja wenn da nicht die Politik drein pfuschen würde, die nach staatlichem Prestige strebt. Und schon wird eine solche WM-Vergabe zu einem Ränkespiel und zu einer Schmiergeldschopperei der Extraklasse, weil Staatspräsidenten alles dafür tun, dass die prestigeträchtigen Sportanlässe in ihre Land kommen.

    Irritierenderweise wollen ein paar ganz intelligente Leute jetzt auch noch den Bock zum Gärtner machen und fordern schärfere Korruptionsgesetze und mehr staatliche Kontrolle vom Sitzstaat Schweiz. Einen ersten Vorstoss, der Privatbestechung zu einem Offizialdelikt gemacht hätte, das vom Staat auch ohne Anzeige hätte verfolgt werden müssen, wurde zum Glück abgelehnt. Leider vorstellbar, was da mit gesetzlichen Vorschriften auf die Schweizer Vereine noch zukommt. Wahrscheinlich darf der Jodelklub demnächst seine Jahresrechnung einer staatlichen Prüfstelle vorlegen.
    Ein Blick in etwas tiefer in die Materie zeigt, dass das Korruptionsproblem der FIFA vor allem ein Spiegelbild der Korruption in den Heimatstaaten der Mitgliederverbände ist. Von den 209 Mitgliedsverbänden kommen 150, 160 aus Staaten, wo Korruption zur Kultur gehört. Da macht keiner einen Finger krumm, wenn es nicht irgendeine Gefälligkeit gibt. Das zweite Problem ist die enge Verbandelung von Politik und Sport in vielen Ländern. Während beispielsweise der Schweizer Fussballverband ein unabhängiger Verein nach Schweizer Recht ist, bei dem keine Politiker versuchen, Einfluss zu nehmen, und der entsprechen seit 120 Jahren skandalfrei operiert, werden in anderen Verbänden hohe Funktionärsposten nach dem Prinzip Vetternwirtschaft gegeben. Putscht sich ein neuer Mann ins Staatspräsidentenamt, dann bedient er seine Entourage mit allerlei Pöstchen und der Lieblingscousin kriegt den Fussballverbandsstuhl, auf dass er sich bereichern möge. Und auch in Europa agitiert die Politik in den Verbänden. Warum trafen sich Sarkozy und Christian Wulff im Vorfeld der WM-Vergabe an Katar sowohl mit den Präsidenten der Fussballverbände ihrer Länder wie mit dem Emir von Katar? Da wird vielleicht nicht direkt Geld geschoben, aber es wird lobbyiert und agitiert, weil es angeblich gut für die Wirtschaft ist, wenn man gute Beziehungen mit Katar hat.

    Und bisweilen wird der FIFA auch offensichtlich Unrecht getan. Schau ich doch eine dieser zahllosen Talks und Dokus zum Thema, wird der FIFA doch tatsächlich vorgeworfen, dass in Brasilien jetzt Fussballstadien ungenutzt herumstehen. Ja heieiei. Die technische Kommission der FIFA hat den Brasilianern dringenst geraten, auf einen Spielort zu verzichten, weil eine sinnvolle Weiternutzung nach der WM unwahrscheinlich erschien. Der betroffene Bürgermeister von Manaus, das nur einen Drittligaklub als beste Mannschaft beherbergt, weibelt und schmiert, bis ihm die brasilianischen Organisatoren trotzdem einen Spielort zugestehen.

    Fazit: Ohne Blatter kommt es sicher keinen Dreck besser. Ganz im Gegenteil. Jetzt kommen die Erbfolgekriege und da wird interveniert, gemischelt, bestochen und betrogen, was das Zeug hält.

  5. Rennziege

    5. Juni 2015 – 15:27 – Christian Weiss
    Ich wage Ihnen in einem Piunkt zu widersprechen: Die UNO ist ein größerer Dreckhaufen als die FIFA, weil schon länger im Geschäft und korruptiv weit erfahrener.

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