Die USA kaufen Grönland? Warum eigentlich nicht?

“….Der Kauf und Verkauf von Territorien ist aus der Mode geraten. Deshalb ist es kein Wunder, dass Donald Trumps Idee, die USA sollten Grönland kaufen, auf Ablehnung und Belustigung trifft. Für einen Markt für Länder gibt es dennoch gute Gründe.” Analyse in der NZZ

12 comments

  1. Mourawetz

    Eine treffende Analyse über Trumps Wunsch, Grönland zu kaufen, die ohne Häme auskommt. So stellt man sich Zeitung vor.

  2. astuga

    Eigentlich sogar naheliegend, nicht nur geographisch.
    Letztlich wäre es ohnehin Sache der Grönländer, ob sie weiterhin eine enge Bindung an Dänemark oder an die USA möchten.
    Außerdem interessiert sich auch China bereits für Grönland. Stichwort Bodenschätze.

  3. Marianne

    Es ist nicht anzunehmen, daß irgendwer heutzutage ernsthaft bewohnte Länder kaufen oder verkaufen kann. Das ganze scheint wieder eine typischer Trump Knochen für die “gewogenen” US Medien zu sein. Außerdem hat er derzeit wichtigeres zu tun als in DK Staatsbesuchen. Davon hat er sich auch nebenbei entledigt.

  4. sokrates9

    Trump wäre ein schlechter Geschäftsmann wenn er nicht versuchen würde alle Ideen zu hinterfragen!

  5. Rado

    Kann es sein, dass sich Trump so einem Spektakel hingibt, ohne zuvor von einem Dänen oder aus Grönland diskrete positive Signale zu diesem Projekt bekommen zu haben? Schwer vorstellbar. Sowas kommt ja nicht aus heiterem Himmel.

  6. astuga

    @Marianne
    Das sind halt Begrifflichkeiten.
    Angenommen die Grönländer stimmen dafür, dann könnten die USA Dänemark für die dort getätigten Investitionen zB in die Infrastruktur entschädigen.
    Wer mag kann das dann als “Abkaufen” bezeichnen.
    An irgendeine größere Nation müssen sich die Grönländer zwangsläufig anbinden.
    Weil die Bevölkerungszahl zu gering ist und zu wenig Einkommensquellen hat.
    Und die USA sind mit der Thule Airbase bereits seit Jahrzehnten vor Ort.

  7. GeBa

    Grönland zu den USA.
    Finde ich schon geografisch gesehen weniger absurd als dass die Falkland Inseln bis heute zu Großbritannien gehören.

  8. astuga

    Übrigens gibt es weltweit gar nicht so wenige Inseln deren Status sich jederzeit ändern kann. Bis hin zur Unabhängigkeit oder eben ihrer nationalstaatlicher Zugehörigkeit.
    Wenn es sich nicht gerade um geostrategisch oder ökonomisch interessante Gebiete handelt (zB Fischereirechte, Ölvorkommen…), sind diese meist ein teurer Klotz am Bein ihrer ehemaligen Kolonialstaaten oder Entdecker.

  9. Falke

    @GeBa
    Wenn die geographische Lage ein Kriterium ist, dann müsste man auch akzeptieren, dass Erdogan die unmittelbar (in Sichtweite) vor der türkischen Küste gelegenen griechischen Inseln (Chios, Lesbos, Samos u.a.) einkassieren will.

  10. Der Realist

    Diesbezügliche Gespräche habe ich schon vor Jahren mit Dänemark geführt, leider ergebnislos beendet. Trump haette also nur mich kontaktieren müssen.

  11. astuga

    @Falke
    Zwischen gewaltsam annektieren und beispielsweise einer Abstimmung unter der Bevölkerung eines autonomen Gebietes besteht aber ein deutlicher Unterschied.

    Im übrigen hat die Türkei das erstere ja bei Zypern gemacht!
    Und macht es gerade erneut in Syrien…

  12. astuga

    Nachtrag: Angesichts des Brexit wäre übrigens Nordirland ein halbwegs guter Vergleichsfall.
    Die haben theoretisch drei Optionen – bei Großbritannien bleiben, zu Irland gehen, oder zum souveränen Kleinstaat werden.

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