Die verlorene Unschuld des Iran-Business

“Deutsche Wirtschaftstreibende, die mit dem iranischen Regime Geschäfte machten, fühlen sich von den Vereinigten Staaten verfolgt: Obwohl sie nichts Unrechtes getan hätten, seien sie ins Visier amerikanischer Behörden geraten. Aber waren die Geschäfte wirklich so harmlos, wie die Betroffenen behaupten?… ” (interessante Antworten hier)

4 comments

  1. Selbstdenker

    Da wird mit den amerikanischen Behörden halt wieder einmal die Phantasie durchgegangen sein:
    http://diepresse.com/home/diverse/archiv/99734/Die-SuperKanone-aus-Liezen?from=suche.intern.portal

    Die Iranier nützen gelieferte Sturmgewehre garantiert heute noch als die deklarierten “Sportwaffen”.

    Wie kann man nur davon ausgehen, dass Autokräne zweckentfremdet würden?

    Und wer soll künftig den Atomstrom für die Beleuchtung der Hanfplantagen liefern, wenn man einerseits böse AKWs in Europa abdreht und anderseits dem Iran, die umweltschonende, friedliche Nutzung russischer Nukleartechnologie (ja, die mit dem Graphitkern und den unerwünschten waffenfähigen Nebenprodukten) untersagt?

  2. Thomas Holzer

    wieder einmal wird der Beweis erbracht, daß für das Scheitern der Politikerdarsteller Unternehmen in Geiselhaft genommen werden.
    Es sollte wohl jedem Unternehmen frei gestellt sein, mit anderen Unternehmen und -ja auch- Staaten Handel zu betreiben. So es den “Bürgern”, Aktionären etc. nicht passt, können sie dieses Unternehmen ja durch z.B. Kaufboykott, Aktienverkauf etc. sanktionieren.
    Was ich auf jeden Fall ablehne ist, daß sich ein Staat, respektive dessen Politikerdarsteller, als Hegemon über die restliche Welt erhebt.

  3. Herzberg

    Nach Ansicht der Autoren des FAZ-Artikels hätten Wippermann und Christiansen an keiner Stelle gegen deutsches oder europäisches Recht verstoßen; die USA kümmerten sich allerdings nicht darum, ob sie „völkerrechtswidrig“ handelten, denn in den internationalen Beziehungen gelte „Macht vor Recht“. Wer hätte es gedacht: Die FAZ kann auch Antiimperialismus.

    Das irritiert, kommt doch an diesen Stellen das notorische “Antiamerikanismus”. Man muß schon gehörig auf dem Keyboard ausrutschen, um statt dessen die Ablehnung von Imperalismus versuchsweise anklagend in den Raum zu stellen.

    Es geht also um den Schwarzhandel mit iranischem Öl. Das ist eine Big Story.

    Ja, total big, speziell wenn man die Story mit Terror und Atomwaffen einrahmt. Um Zehnerpotenzen größer aber bleibt als Fragezeichen im Raum stehen, weshalb Wippermann und Christiansen nicht angeklagt wurden, wenn die Vorwürfe doch gar so stichhaltig waren.

    Ende 2012 wurde er [Babak Morteza Zanjani, Anm.] von der EU-Kommission auf deren Sanktionsliste gesetzt – hier war also nicht nur der amerikanische Weltdiktator aktiv.

    Und weil das so ist, Imperialismus hin oder her, haben Deutsche ihren Job verloren, auch wenn sie niemals angeklagt oder gar eines Verbrechens überführt wurden. Was für eine Story!

  4. stiller Mitleser

    nun, sehen nicht so manche Finanzdienstleister ihre Aufgabe im Ausknobeln von Umgehungskonstruktionen und sind nicht vor allem hyperliquide Märkte mit Moneten unklarer Provenienz besonders attraktiv?
    (unzufriedene Kunden aus solchen Märkten allerdings können ruppig sein, sehr ruppig)

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