Die Vermessung des Kunden

Immer mehr US-Unternehmen lassen sich von Spezialisten berechnen, wie viel ihnen ein Konsument einbringen wird. Wer viel wert ist, wird beim Einkauf hofiert – der Rest ignoriert. Mehr…

9 comments

  1. Falke

    “Kommt jemand auf einen hohen CLV, wird er umgarnt und gepflegt. Ist der Wert dagegen niedrig, fristet der Konsument ein Leben in der Telefonschleife”. Ganz logisch scheint mir das nicht: Wer ohnehin Stammkunde ist, muss ja wohl nicht noch extra umgarnt werden. Ganz im Gegensatz zu den Laufkunden, die eben durch besondere Aufmerksamkeit zu Stammkunden gemacht werden sollen; genau das müsste ja im Interesse der Firmen liegen. Kunden gewinnt man nicht, indem man sie abschreckt und schlecht behandelt, man verliert sie auch noch als gelegentliche Laufkundschaft.

  2. GeBa

    Ganz so ist es nicht, Falke. Ich habe bei meinem Internetprovider (über Kabel) auch TV und Festnetztelefon, im Vorjahr holte ich mir noch eine Datenkarte für das Tablet bei ihm für 7,–/Monat 🤭, welche ich vor 2 Wochen kündigte. Bekam ich tatsächlich einen Anruf mit welchem Service ich nicht zufrieden sei. Wow! Nun die Netzabdeckung war es, zuhause habe ich ohnhin WLAN. Aber ich war doch überrascht, dass man sich erkundigte. Hängt eben einiges andere daran …

  3. Mourawetz

    Irgendwo habe ich zur Zeit des Cambridge Analytics Skandals gelesen, es genügt eine Handvoll Likes auf FB unter 100, um ein 1A-Kundenprofil zu generieren. FB ist eine Goldgrube. Die Leute hinterlassen dort gerne ihre Spuren sprich Präferenzen. Da daf sich dann niemand beklagen, wenn er in der Warteschleife hängt.

  4. astuga

    Die falschen Aktivitäten und die falschen Freunde in den Social media, und man ist aber auch ganz schnell weniger wert.
    Sogar das Betriebssystem oder das Computermodell kann sich bei Einkäufen im Web auswirken (Microsoft oder Apple User).

  5. astuga

    Einen hohen Wert als Kunde zu haben kann aber auch bedeuten, dass man bei sog. dynamischer Preisgestaltung (keine verbindlichen Einheitspreise mehr) mitunter mehr bezahlen muss.

  6. Falke

    @GeBa
    Ich bin ja nicht dagegen, dass die Firmen ihre Stammkundschaft verwöhnen. Ich fände es nur kontraproduktiv, wenn sie potenzielle Kunden vergraulen – schließlich will doch jede Firma möglichst viele (neue) Kunden haben. Ich habe Festnetz und Internet bei A1, zahlte 29,90 pro Monat. Dann hat der Provider plötzlich Neukunden mit 24,90 geworben, ohne das den Altkunden auch anzubieten. Ist nicht o.k., aber verständlich, nämlich dass man – um neue Kunden zu bekommen – diesen noch bessere Bedingungen bietet. Ein Anruf bei A1 hat allerdings genügt, und ich bekam dieselben Konditionen.

  7. GeBa

    @ Falke, eben, man darf sich als langjähriger Kunde nicht in Sicherheit wiegen.
    Als ich noch – bis 2015 – ein Kurier Abo hatte, habe ich jedes Jahr 4 Monate kostenlos erhalten, weil ich gesagt habe, was ihr Neukunden zugesteht, müsst ihr langjährigen Abonnenten auch. Habe die Info damals weiter gegeben und alle in meinem Bekanntenkreis haben reagiert 🙂
    @ astuga
    Ich bin überzeugt – schließlich das einkaufen einmal mein Beruf – dass ich nie mehr bezahlt habe als “Hochwertkunde”. Denn steigt ein Lieferant nicht ein auf das was man möchte, steigt man aus.
    Davon können 3, Verbund etc. (mehr fallen mir im Moment nicht ein) ein Lied singen bei mir.

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