Die Verschleierer einer Renaissance des Realsozialismus

Von | 2. Juni 2021

(Josef Stargl) Mitglieder der Avantgarde der Öko-Sozialisten inszenieren sich gerne als die „Wissenden und Tugendhaften“. Schon Francois de La Rochefoucauld (1613-1680) erkannte, dass „die Amtsmiene eine körperliche Zeremonie ist, mit der der Träger die Schwäche seines Geistes (und seine Untugenden) zu überdecken sucht“.

Die listigen Schlauen und Guten glauben, dass ihre politischen Gedanken, Worte und Taten global etwas bewirken oder verhindern können. Es lebe das „infantile magische Denken“!
Die Mythenerzähler unter den „politischen Zauberkünstlern“ glauben als „selbsternannte Schlaue“, dass sie die besseren Ideen und Lösungsvorschläge haben.
Die „Guten“ wollen das Gute. Sie behaupten, dass sie die Tugendhaften sind und sie setzen ihr Moralisieren an die Stelle des Rechts.
Als Tugendwächter wollen sie für alle Bürger verbindliche „Tugendkataloge“ festlegen.
Schon der Kyniker Diogenes von Sinope (413-323 v.Chr.) stellte alles in Frage und praktizierte eine „Umwertung aller Werte“.
Er wandte sich „gegen Güterjagd“, predigte eine Verachtung der Lust (als größte Lust!) und forderte einen radikalen Konsumverzicht. Im Geld sah er „den schlimmsten Tyrannen und die Ursache allen Übels“.
Die heutigen „Askese-Trainer“ ersehnen mehr Verbote und predigen eine staatlich angeordnete Verzichtsethik für die Bürger, um den von ihnen ersehnten „Systemwechsel“ realisieren zu können.
Die Politik soll immer mehr zu einem Instrument für eine Verringerung von Freiheit und Wohlstand werden.
Die „Experten für Wahrhaftigkeit und Anständigkeit“ befürworten eine (Teil-) Enteignung der Bürger durch eine Kredit- und Geldmengenausweitung, durch eine Zinsmanipulation und durch (Vermögens-)Steuern.
Sie propagieren ein „Leben auf Kosten von anderen und der Zukunft (anderer)“.
Es geht ihnen nicht um eine „Gleichheit in der Freiheit unter dem Recht“, sondern um eine „Gleichheit in der Knechtschaft“ mit geplanten Gewinnern und Verlierern.
Eine Einkommens- und Vermögenszwangsumverteilung (auch von der Zukunft in die Gegenwart) soll (im Namen einer globalen öko-sozialen Gerechtigkeit!) einer Renaissance des (totalitären und ineffizienten) Realsozialismus dienen.
Warum sagen die „Wissenden und Tugendhaften“ den Bürgern nicht die Wahrheit? Die Vorstellung von einer machtorientierten Politik ohne Lüge erinnert an „warme Eislutscher“. Es reicht nicht, wenn Lügner von anderen Lügnern Wahrhaftigkeit und Anständigkeit fordern. Es ist auch nicht anständig, den Weg in einen Öko-Realsozialismus und dessen Folgen zu verschweigen.
Hütet euch vor den „Wissenden“ und vor den „Tugendhaften“!

3 Gedanken zu „Die Verschleierer einer Renaissance des Realsozialismus

  1. Kluftinger

    Das “Gnothi seauton”, das “Erkenne dich selbst” fehlt den Tugendhaften. daher plappern sie Phrasen nach, und mangels Alternativen stürzen sie sich immer auf die gleichen Feindbilder: Auto, Flieger und Atomkraftwerke.
    Das wäre nicht so schlimm, wäre das nicht – wie Herr Stargl schreibt – mit einem missionarischen Trieb verbunden.
    Den gilt es Einhalt zu bieten!
    ( P.S.: da die Wissenden auch auf das Energiesparen erpicht sind, betreiben sie auch den Erkenntnisgewinn energiesparend!)

  2. CE___

    Wenn man bedenkt dass ein de La Rochefoucauld so einen Satz vom Stapel lassen konnte über die königliche Bürokratenschaft in Zeiten der von der Linken so bejammerten angeblichen französischen monarchischen Despotie im 17 Jhd, währenddessen man heute schon für viel gelindere Sachen “gecancelt” wird von den Linken, zeigt das was für Heuchler die Sozialisten sind.

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