Die verspielte Chance des talentierten Mister Kurz

Von | 16. Oktober 2021

(Christian Ortner) Ob sich der Ex-Kanzler strafbar gemacht hat, ist offen. Untreu ist er aber all jenen Wählern gegenüber geworden, die in ihm einen Neuerer sahen. weiterlesen hier

21 Gedanken zu „Die verspielte Chance des talentierten Mister Kurz

  1. Susi

    Hätten die Medien, allen voran ORF, PRESSE, Standard usw. nur die „Vergehen“ von SPÖ Männer so gut und ausführlich beschrieben wie bei Herrn Kurz: zB. Herr SPÖ LH Kaiser, dem die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft Landeshauptmann Peter Kaiser in einem Untreue-Verfahren eine diversionelle Erledigung angeboten und dessen Sohn die Österreicher als „Nazion“ beleidigt hat, man kann sich nun denken was die Kaisers von uns, dem „Wahlvieh“, halten. Herr Doskozil, SPÖ und die noch immer offene Frage nach den Kommerzialbank Milliarden und der Verantwortung des Herrn SPÖ LH, der nebenbei gesagt, nach seiner Wahl als LH SOFORT seine vertraute Verlobte an einen hochbezahlten Posten an seine Seite stellen wollte (wirft die SPÖ Herrn Kurz nicht so ein Verhalten vor?). Hätte man doch nur die Affäre Tal Silberstein (wurde 2017 verhaftet), Wahlkampfleiter der von SPÖ BK Kern sauber aufgearbeitet, indem unter anderem zwei fake facebook Seiten dazu dienen sollten, Sebastian Kurz zu diskreditieren und falsche Beschuldigungen in die Welt zu setzen. Hätte man mal das Verhalten der Grünen Frau Maurer und ihre „Mittelfingerattacke“ gegen UNS Österreicher besser aufgearbeitet, die Frau die als Clubobfrau der Grünen nun eine moralisch einwandfreie Person als BK wünscht? Die Affäre Grüne Chorherr wird hoffentlich nun sauber vor Gericht aufgearbeitet. Vielleicht hätte man auch noch den Herr Matthias Strolz, den ehemaligen weinerlich davon gelaufenen und „sich“ (selber immer noch?) suchenden Neos Gründe (d.i. meine persönliche Einschätzung) genauer unter die Lupe nehmen können zusammen mit dem einzigen „Gönner“ Herrn Haselsteiner. Die FPÖ unter Herrn Kickl wurde ja auch geschont um die Kräfte zu bündeln und gegen die ÖVP und Herrn Kurz vorzugehen? Aber ja, nur meine persönliche Meinung und BEI MIR gilt ja für alle die Unschuldsvermutung, wer bin ich aber schon, NUR ein Wähler und Steuerzahler……

  2. Klaus Kastner

    Dies ist die bisher einzige Analyse der ‘Affaire Kurz’, der ich voll und ganz zustimmen kann. Auch ich hatte gehofft, dass ‘Kurz und sein Team’ eine Art liberale Kopie von ‘Kreisky und sein Team’ sein würden mit entsprechenden langfristigen Auswirkungen auf Politik und Gesellschaft in Österreich. Jetzt hat die ÖVP – meiner Erinnerung nach – dreimal eine Riesenchance vergeigt: das erste Mal, als Schüssel II sich seiner Wiederwahl zu sicher war; das zweite Mal, als Kurz I sein ursprüngliches Wort gegenüber Strache, die Koalition nicht zu sprengen, brach; und jetzt eben Kurz II. Kurz und sein Team hatten vom Start weg extreme Zustimmungswerte seitens der Bevölkerung. Rückblickend war es nahezu fahrlässig, nicht zu erkennen, das breite Teile der Bevölkerung sich nach einer nachhaltigen Veränderung von Politik und Gesellschaft buchstäblich sehnten. Eine Rückkehr zum status quo antes müßte die ÖVP als vernichtendes Versagen anerkennen!

  3. Kluftinger

    @ Susi
    … da wäre noch einiges zu ergänzen:m Wenn sich die SPÖ über die “Löschaktion” ihm Bundeskanzleramt empört, sei in Erinnerung gerufen dass die Truppe des damaligen Finanzministers Edlinger (SPÖ) sogar die Computerkabel herausgerissen haben vor der Übergabe an Grasser.
    Und der ehemalige SPÖ Bautenminister S. war so korrupt, dass ihn sogar die eigene Partei entmachten musste.
    Ganz zu schweigen von der ca. halben Milliarde Baukostenüberschreitung beim KH Nord durch Frau Wehsely (Energiezaun etc…).
    Bei Herrn Chorherr (Grüne) wurde auch noch keine Anfangsverdacht gefunden bezüglich. Spende von Herrn T.?
    (geschweige denn eine Hausdurchsuchung angesetzt) usw. usw.
    Die Inseratenvergabepraxis der Stadt Wien ist – obwohl sattsam bekannt – auch noch nie von der WKSt.A überprüft worden…..
    Da gäbe es noch viel zu tun?

  4. Johannes

    Wahrscheinlich ist es keine gute Voraussetzung zu früh in die Politik zu gehen.
    Wahrscheinlich sollte man eine abgeschlossene berufliche Ausbildung und Jahre der Erfahrung im Berufsleben haben.
    Politik ist ein brutales Geschäft und die Verlockung sich auf Dinge einzulassen welche den großen Erfolg versprechen sind groß.

    Jetzt wo Sie es geschrieben haben bemerke ich es auch, von der Schweit hört man selten bis nie das Politiker über fragwürdige Verhaltensweisen stolpern würden.
    Dennoch Kurz darf am Telefon schimpfen soviel er will, er soll es sogar und niemanden , keiner Staatsanwaltschaft geht es irgendetwas an und sie hat kein Recht diese Information überhaupt nur in den Akt zu nehmen, geschweige denn eine Veröffentlichung wie auch immer zu ermöglichen.
    Das ist meine Meinung und das es möglich ist finde ich ebenso bedenklich wie das Versagen von Politikern..

  5. sokrates9

    Für einen seriösen Wandel hatte Kurz wenn er es überhaupt wollte kein entsprechendes Team.Einen solchen Tanker einen neuen Kurs zu verpassen, dazu würde man die Besten Leute des Landes brauchen.Somit war Kurz der reine Headlinemanager der aber verstand was die Leute gerne hätten.So eine Vorgangsweise widerspricht voll dem tiefen Staat, der Europa kommunistisch machen will.Wenn die Landesfüsten jetzt glauben wieder zu ihrer Mickeymousepolitik zurückkehren zu können, werden sie sich aber gewaltig irren.9 Covidregelungen, basierend auf Willkür wird der Bürger nicht lange akzeptieren.Vor 10 Jahren gab es ja den Vorschlag eine Verwaltungsebene rauszunehmen und die Länder komplett zu eliminieren

  6. Selbstdenker

    Es gibt aber einen signifikanten Unterschied zur Schweiz und zu Deutschland: die dortigen Ermittlungsbehörden verstehen sich nicht als Yellow-press, die private Kommunikation und intime Details an ausländische Medien “leaken”.

    Dieser Tage hat mich ein Kollege aus Deutschland auf die Regierungskrise angesprochen. Zwei Dinge wären für ihn in Deutschland undenkbar: 1) das Abhören und Leaken privater Kommunikation und 2) die verwendete abschätzige Sprache innerhalb der gleichen Partei.

    Zu Punkt 2) habe ich gesagt, dass es sich hier um die parteiübergreifenden milieutypischen Umgangsformen im Wiener Polit-Sumpf handelt, wenn sich die Gesprächspartner unbeobachtet (genauer: unabgehört) fühlen.

    Betreffend Punkt 1) musste ich ihm recht geben. Immerhin wurde auch schon einer Journalistin der Presse ein Ermittlungsverfahren angedroht, weil sie hinterfragt hat, warum bei Ermittlungen der WKStA Details zum Intimleben im Ermittlungsakt landen.

    Politikern der ÖVP und der FPÖ muss klar sein, dass sich Ermittlungsbehörden und Medien bei ihnen ganz anders verhalten als wenn es SPÖ, Grüne oder die NEOS betreffen würde. Beispiele gibt es genug.

    Das heisst:

    Bei allen Dingen, die im entferntesten mit einem politischen Amt in Verbindung stehen, sollten Politiker rechts der Mitte immer so kommunizieren, als wenn ein Dritter die Gespräche aufzeichnet um selektiv herausgeschnittene Soundbites and die Medien zu leaken.

    Am besten die Gespräche gleich selbst aufzeichnen und im Anlassfall das ungeschnittene Original veröffentlichen.

    Metternich 4.0 ist bereits Realität in Österreich. Zumindest für all diejenigen, die nicht zum linken Teil polit-medialer Sumpfgebiete dazugehören.

  7. Johannes

    @Selbstdenker: Es erheitert mich zu hören das man in Deutschland niemals (wahrscheinlich ausgenommen die AfD) ausspionieren und das ganze privat Gesagte veröffentlichen darf und gleichzeitig im Brustton der Überzeugung weiß, dass so dort sowieso nie gesprochen würde.

    Das ist wie wenn jemand der als gesund gilt und in Wirklichkeit ist er nur schlecht untersucht.

    Ich halte die Aufregung über private nicht strafrechtliche Unterhaltungen die dezidiert nicht öffentlich getätigt wurden für künstlich aufgebauscht und jeder der den anderen Parteien darauf hereinfällt, für naiv.

    Ich plädiere sogar dafür das wir in Zukunft jede Redaktionssitzung des ORF bei der Vorbereitung für das Mittagsjournal im Radio oder für die ZiB1 und 2 im Livestream mitverfolgen dürfen.
    Sollte kein Problem sein, oder?
    Hat ja niemand was zu verbergen.

  8. CE___

    Mit dem Stand eines Wissens von heute ist für mich Kurz ein falscher Fuffziger.

    Schade wenn man sieht, auch in Ortners Artikel, was da alles für falsche Hoffnung gesetzt wird.

    Dem Typen seine Loyalität gilt nicht der Republik Ö, oder einer ÖVP, oder den Wählern dieser Partei, sondern ganz anderen Kreisen die man in Davos findet bzw. deren Haberer in den USA. Dort ist sein “Stall”, sozusagen.

    Mit den Illegalen-Krise 2015 konnte er sich einen Nimbus aufbauen von dem er unglaublich zehrt. Nur dieser Nimbus ist Schall und Rauch. Ich vermute mit dem Wissen heute dass dies damals ein sehr geschickter taktischer Seitenschritt war für eine kurze Zeit “auf hart zu spielen” um sich ebendiesen Nimbus aufzubauen. Nur, nachdem die FPÖ aus der Regierung war, ging alles, medial zugedeckt, weiter mit der illegalen Migration, genauso wie es seine sozusagen Dienstherren aus der Davoser Clique haben wollen.

    “Corona”, Impfnötigung/Zwang, “Klimawandel”, ja auch grosso modo der (illegalen) Migration aus Afrika und Vorderen Orient nach Europa hinein, überall bei den Mega-Themen ist der Typ im Gleichschritt mit den anderen Davoser Statthaltern in den anderen (EU)-Staaten. Kein einziger Unterschied, ausser vielleicht her und bei nationalen Nebenthemen.

  9. dna1

    Schon erstaunlich, alle Kommentarposter regen sich hier auf von wegen Abhören und Verwenden von privaten Gesprächen und dass sowas weder in der Schweiz noch in Deutschland möglich wäre. Niemand schreibt über den Elefanten im Raum: Gefälschte Umfragen beauftragen und veröffentlichen, und alles bezahlen mit veruntreutem Steuergeld, indem das Finanzamt i.w.S. Scheinrechnungen bezahlt. Das ist nicht normal und jeder noch so talentierte Politiker hat damit seine Chancen verspielt.
    Darum geht es doch, und was mich wundert: Warum ist dieser Hr. Schmid noch nicht verhaftet worden?

  10. Selbstdenker

    @dna1:
    Man stelle sich vor, die Polizei würde nur Raser mit blauen und schwarzen Autos blitzen und dann aber das doppelte Bußgeld kassieren.

    Wer wirklich was gegen Raser hat, wäre damit hochgradig unzufrieden und empört darüber, dass manche vor dem Gesetz gleicher sind.

    Eine Polizei, die sich so verhalten würde, wäre das größere Problem als die Raser selbst. Unter anderem deshalb, weil die Raser nicht weniger werden, sondern aufgrund offensichtlicher Bevorzugung bestimmter Farben nur das Auto wechseln oder unlackieren lassen.

    Die selektive Anwendung vom Recht spaltet die Gesellschaft.

    DAS ist der Elefant, der im Raum steht.

  11. Falke

    So gesehen waren ja auch alle Aussagen Straches im (übrigens illegal aufgenommenen) Ibiza-Video privat und nicht für die Öffentlichkeit bestimmt. Mehr noch, er war zu diesem Zeitpunkt gar nicht in der Regierung, konnte also auch nichts von seinen feuchten Träumen (oder eher Prahlereien vor einer attraktiven angeblichen Oligarchin) verwirklichen. Und letztlich hat er auch nichts strafrechtlich Relevantes getan. Daher gab es überhaupt keinen Grund, die Koalition mit der FPÖ aufzukündigen, umso weniger, als Strache ja selber sofort zurückgetreten ist. Mit dem Wechsel zu den kryptokommunistischen Grünen hat Kurz jedenfalls die Wähler, die sich einen radikalen Wechsel von der sozialistischen Politik zu einer marktwirtschaftlich orientierten Mitte-Rechts-Regierung erhofft haben, bitter enttäuscht. Ich selbst fühle mich jedenfalls von Kurz belogen und betrogen.

  12. Cora

    Es sind nicht die Maßstäbe, die mir mißfallen; die sollen von mir aus so hochpenibel sein, auf Sauberkeit in der Politik bedacht. Es sind die doppelten Maßstäbe, die mich ankotzen. Es stellt sich die Frage, ich weiß für das Gros der Journalisten- und PolitikerInnen nicht, aber die sind ja eh alle gekauft, warum bei der groß angelegten Inseratenaffäre des Wiener Stadtrats Verkehrsministers und Bundeskanzler SPÖ Mann Faymann, die Justiz es nie mit keinem Sterbenswörtchen je der Mühe wert gefunden hat, in Erwägung zu ziehen, in seinem Dunstkreis eine Hausdurchsuchung durchzuführen, Handys zu beschlagnahmen, Festnahmen durchzuführen oder abgrundtiefe persönliche Chats zu veröffentlichen. Und natürlich kein Rücktritt des SPÖ Saubermanns Werner Faymann. Es ist nur nur mehr zum Speiben. Aber links ist gut und rechts ist schlecht. Alles klar. Und da macht der Kickl mit. Auch das: nur mehr zum Speiben.

  13. Selbstdenker

    @Cora:
    Exakt.

    Es sind die doppelten Maßstäbe, die unerträglich sind. Und diejenigen, die selbst massiv Dreck am Stecken haben, stellen sich als “Saubermänner” hin.

    Eine SPÖ-FPÖ Koalition als Nachfolger von ÖVP-Grüne käme dem Austreiben vom Teufel mit dem Belzebub gleich.

  14. Cora

    @Selbstdenker

    Die österreichische Justiz hat in meinen Augen jeden Respekt verloren. Ohne Recht und ohne jegliche Beweisführung hat sie einen Bundeskanzler durch Diskreditierung zu Fall gebracht, damit ist sie demokratieverachtend, das ist undemokratisch, umstürzlerisch und somit staatsfeindlich. Das hat mit dem Recht nicht das Geringste zu tun. Samt der grünen Justizministerin. Sie werden sehen: das wird sich hinziehen, wie die Grasser-Sache und zum Schluß in rund 10 Jahren in einem fragwürdigen Urteil, das eh niemanden mehr interessiert, enden. Und wieder hat die linke Mischpoche einen Mißliebigen zu Fall gebracht. Wir leben in einer Zeit, in der das Recht mit Füßen getreten wird. Und die Medien, diese Tugendwächter, machen bereitwillig mit. Nicht alle. Die Massenmedien sind schuld an dieser abscheulichen Misere.

  15. Cora

    Aber was solls: in Köln darf zukünftig, auf Geheiß der eine Armlänge Abstand empfehlenden Bürgermeisterin, der Muezzin am Freitag das islamische Glaubensbekenntnis von den Minaretten per Lautsprecher an alle Kölner verlautbaren. Wegen Vielfalt, Toleranz, Geduld, Solidarität und Stilplurarität. Allahu akbar! Und in London wird David Amess, 69, ein konservatives Mitglied des britischen Parlaments von einem somalisch stämmigen Schwarzen ermordet. Wegen Vielfalt, Toleranz, u.s.w. Allahu akbar. Das Morden nein Leben nimmt seinen gewohnten Lauf.

  16. dna1

    @Selbstdenker
    Ihr Vergleich hinkt, und mitnichten ist das der Elefant im Raum. Das Veruntreuen von Steuergeld ist eine Straftat, ein Inserat zu bezahlen, für das es im Budget beschlossene Mittel gibt, nicht. Deshalb darf, ja muss sogar, die Staatsanwaltschaft in dem einen Fall aktiv werden, und im anderen nicht. Das hat nichts mit doppelten Maßstäben zu tun (die es natürlich gibt, und die sich auch nicht gehören, nur am ehesten trifft es da den Hrn. Strache mit seinem Ibiza-Video, wenn wir schon über doppelte Maßstäbe sprechen wollen.)

    Eine gänzlich andere Frage ist die Sache an sich, ich bin der Meinung, dass es generell verboten gehört, dass politische Parteien Einfluss auf Umfrageinstitute oder Medien nehmen (ich weiß, ziemlich naiv, diese Vorstellung) und keinesfalls Steuergeld für Inserate verwendet werden darf, der Bürger soll nicht zwangsverpflichtet werden, dafür zahlen zu müssen, dass er sich selbst mit Propaganda den Kopf verdrehen läßt. So wie ich es auch für moralisch und ethisch zweifelhaft halte, wenn sich jemand auf ein Podest stellt und der Menge lautstark verkündet, welch tadelloser und einwandfreier Kerl er doch sei und am besten für das höchste Amt im Staate geeignet. Wäre er es nämlich, dann würde er genau das nicht tun, sondern sich selber hinterfragen und prüfen.

  17. Selbstdenker

    @dna1:
    Es geht weniger darum, wann die Staatsanwaltschaft aktiv wird, sondern wann sie NICHT aktiv wird.

    Um bei meinem Beispiel zu bleiben: wenn ein Raser von der Polizei geblitzt wird, erwarte ich, daß er unabhängig von der Farbe seines Autos bestraft wird.

    Sie werden Politikerkriminalität nie bekämpfen können, wenn Sie unterschiedliche Maßstäbe anwenden.

    Wer hätte eher zurücktreten sollen: ein ehemaliger deutscher Bundespräsident, der ein Bobbycar geschenkt bekommen hat oder eine ehemalige deutsche Bundeskanzlerin, die einfach mal 1,5 Millionen Leute in die europäischen Sozialsysteme reinspazieren ließ?

    Wären Sie ein Deutscher, dann würden Sie vor Wut über das geschenkte Bobbycar schäumen und schulterzuckend die Ereignisse von 2015 hinnehmen, stimmts?

    Im Gegensatz zu einigen Kommentarschreibern habe ich ein Langzeitgedächtnis: da war doch mal was mit der BAWAG, der Hypo Alpe-Adria, den Wiener Bestechungsinseraten oder Herrn Silberstein.

    Wieviel Milliarden wurden hier dem Steuerzahler umgebunden? Wo waren die Rücktritte von Politikern? Wieviele Verurteilungen gab es schlussendlich?

    Gegen das was hier von der SPÖ und der FPÖ veranstaltet wurde, ist die Kurz-Affaire geradezu der sprichwörtliche Schas im Woid.

    Kurz &Co. können ruhig alle ihre Ämter niederlegen. Das gleiche erwarte ich mir aber auch von weiten Teilen der SPÖ und der FPÖ.

    Ich wäre für ein Sondertribunal, das ALLE Formen politischer Kriminalität ALLER Parteien der letzten dreißig Jahren aufarbeitet.

  18. sokrates9

    Auf welchem Niveau sind wir eigentlich gelandet: Da werden für die Massen Beidlfotos, A..löcher und ähnliche Untaten skandalisiert, doch über die Milliarden mit denen da die Steuerzahler betrogen werden, wird nicht geurteilt..Da hat man Verständnis dass im BAWAGprozess ein Computer abstürzt und keiner mehr weiß wohin die Milliarden hin verschwunden sind. (Müsste noch heute Entlassungsgrund für Richterin Bandion Ortner sein), Millioneninserate bei der Gemeinde Wien, Krankenhaus Nord – Millionen fehlen, Hypo alpe Adria wird um 1 Euro zurückgekauft,aAusländische Richter bestätigen dass bei Eurofighter da Millionen Korruptionsgeld nach Österreich geflossen ist,Chorherr casht voll ab,salles kein Problem. Schließlich wird Strache nachdem Ibizafalle rechtlich wirkungslos war nun wegen 2000.-€ Bestechungsgeld in 1. Instanz verurteilt.Es ist eine Schande diese Organisation ” Justiz” zu nennen.

  19. dna1

    @Selbstdenker
    Da bin ich bei ihnen, mir fallen auch genug Beispiele aus der Vergangenheit ein, wo Politiker zurücktreten hätten müssen, wo Staatsanwälte aktiv werden hätten müssen, wo das Volk laut aufschreien, vom Parlament gehört und sofort jemanden anderen wählen hätten müssen.
    Genauso so, wie es naiv ist zu glauben, man könnte den Einfluss der Politik auf Medien verhindern, man könnte den Parteien verbieten, Steuergeld zu verschwenden, um damit die Umwelt mit Schwachkopf-Plakaten und sinnentleerten Sprüchen wie “Wir stehen für Gerechtigkeit” zu verschandeln, genauso naiv ist es zu fordern, man könnte doppelte Maßstäbe beseitigen, die es ja nicht nur in der Politik gibt, sondern überall, wo Menschen kommunizieren und eine Meinung haben, Stichwort Freiheitskämpfer oder Terrorist.
    Trotzdem muss man das Verhalten des Hrn. Kurz missbilligen, es sind strafrechtliche Tatbestände im Gespräch, nachgewiesen oder nicht, ich bin davon überzeugt, und es muss Konsequenzen geben, und zwar mehr als getan wurde. Er ist nicht mehr tragbar, in keiner politischen Funktion. Das große Dilemma ist allerdings, dass es die Alternativen auch nicht sind. Vom Regen in die Traufe, will ich eine Fr. Rendi-Wagner an der Spitze sehen? Sicher nicht. Will ich einen Hrn. Kogler mit seinem eigenartigen Schatten in Person der Fr. Maurer mit ihrem ausgestreckten Mittelfinger? Sicher nicht.
    Das sind Schwachstellen der Demokratie in der Form, wie wir sie haben, darüber er sollte man nachdenken.

  20. hausfrau

    Warum riecht das keiner?
    Die wahren Herrscher, die Philanthropen und Eugeniker, suchen sich eine neue Mannschaft von Schranzen, die das Werk besser vollenden.
    Deutschland macht es vor, bei uns im Gleichschritt geht es weiter.
    Wozu hätte sonst die neue Kanzlerin ihren WEF-Kurs absolviert?
    Warum haben wir genau diesen Präsidenten, gefördert von …… dem Dunstkreis den Machern des Ibizavideos?
    Warum waren die Grünen im Wahlkampf in allen Medien prominent vertreten? Ah ja, wegen den Umfragen…
    Die jetzige Schmierenkomödie soll nur die Massen ablenken. Zum Beispiel davon, daß der Kurz sich ohnehin mit seinen EU weiten höchsten Migrantenaufnahmen servil angedient hat.
    Worüber die Gescheiterl des betreuten Denkens geflissentlich schweigen.
    Das Burli wird weich fallen, wie sämtliche Systemlinge vorher und nachher. Weil das ist Gesetz.

  21. Selbstdenker

    @dna1:
    Missbilligen: ja. Ich sehe aber immer wieder die Tendenz der Selbstzerfleischung innerhalb der Nichtlinken.

    Die Linke sieht per se keinen Skandal darin das Geld anderer zu verheizen. Das sich die Nichlinken auch dann empören, wenn nichtlinke Parteien das Geld der Produktiven veruntreuen, ehrt sie grundsätzlich, beschert den Linken aber einen systemischen Vorteil.

    Noch anschaulicher: ein S€x-Skandal im puritanischen angelsächsischen Milieu führt zu völlig unterschiedlichen Ergebnissen, je nachdem ob ein republikanischer oder ein “demokratischer” Politiker eine aussereheliche Affaire hat.

    Warum? Weil sich “progressive” Kreise eher an der traditionellen Kleinfamilie stören als wenn sich z.B. ein Präsident die Zigarren von seiner Praktikantin befeuchten lässt.

    Umgekehrt hätte ich Clinton eher diese Eskapade nachgesehen als die desaströsen militärischen Entscheidungen von Bush Jun., Obama und Biden.

    Die Amis hätten sich möglicherweise eine zweite Obama-Präsidentschaft erspart (und wir uns die Folgeeffekte der IS-Förderung und vom Ghadaffi-Sturz), wenn nicht ein aussichtsreicher republikanischer Kandidat im Bundesstaat Michigan über eine S€x-Affaire gestolpert wäre.

    So führt die (berechtigte) Empörung über vergleichsweise kleinere Dinge zu den ungesühnten Katastrophen, die uns die Linken regelmäßig bescheren.

    Prinzipien sind gut. Man sollte aber nicht selbst den Auslöser betätigen, wenn sie ein Gegner als Waffe, die auf einen gerichtet ist, benutzt.

    Mir ist sehr wohl bewusst, dass es absolute Neutralität nicht geben kann. Man sollte es aber so gut wie möglich einfordern und dort, wo es nicht möglich ist, mit einer Gegenposition ausgleichen.

    Einen Gegner, der nicht nach den Regeln spielt einfach gewähren zu lassen, während man sich selbst über vergleichsweise kleine Dinge zerfleischt, ist der Weg in die Selbstauslöschung.

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