“Die Völkerwanderung wird weitergehen”

“…..Die Völkerwanderung wird weitergehen – trotz Engpässen und Grenzkontrollen. Die nächsten Jahrzehnte werden im Zeichen einer gigantischen Völkerwanderung stehen. Dazu ist sonnenklar, dass die islamischen Länder durch ihre Bevölkerungspolitik ganz neue Kräfteverhältnisse in der Welt herstellen werden. Daran gibt es keinen Zweifel. Das wird zu einer noch größeren Virulenz der religiösen Fragen führen. Der Islam ist weltweit sehr selbstbewusst.Und Europa, das stimmt, hat dem eigentlich kaum etwas entgegenzusetzen oder anzubieten. Es gibt kein kämpferisches Christentum mehr. Das ist die fatale Situation. Wir sind als Vertreter einer christlichen Kultur nur noch in der Defensive. Man versucht, sich einen missionarischen Anstrich zu geben, indem man die Arme ausstreckt und alle umarmen will, ohne sich zu fragen, ob die anderen uns auch umarmen oder tolerieren wollen. Ich bezweifle, dass Europa religiöse Erweckungserlebnisse importieren kann….” (Der deutsche Meduenwissenschaftler Noirbert Bolz, weiter hier)

28 comments

  1. Fragolin

    Die Völkerwanderung hat noch gar nicht richtig angefangen. Wir haben noch keine Lawine erlebt sondern erst einen kleinen Schneeball, ach was, Flöckchen.
    Die “Open Borders”- und “Wellkamm”-Plärrer sind nur schlicht und ergreifend zu dämlich, nachzurechnen, was passieren wird, wenn man keine Lawinenzäune baut. Rechnen war in der Schule ja auch nur ein verhasstes Unterdrückungsfach der patriarchalischen kapitalistischen Ausbeutergesellschaft und wurde durch ayurvedisches Baumumarmen und Yoga zu feministischen Erlösungsliedern ersetzt. Jetzt haben wir den Salat.
    Die ziehen gegen Hofer schon deshalb zu Felde, weil der als Luftfahrtingenieur rechnen und rationell entscheiden kann, wozu sie selbst komplett unfähig sind.

  2. Austrian

    44% der Deutschen, Österreicher und Schweizer sind ohne religiöses Bekenntnis und 99 von 100 Christen gehen am Sonntag nicht in die Kirche.
    Man sollte das Wort “Religion” in den Begriff “Religions-Erkrankung” umwandeln und das Wort “Gläubige” in “Religions-Infizierte”, wie das ja auch bei Alkoholikern in “Alkoholkranke” “gegendert” wurde.
    Wie sagte doch Karl Lagerfeld ganz richtig in Bezug auf heilige Bücher : “Schlechte Literatur”.
    Mehr ist dazu im Grunde nicht zu sagen.
    Allerdings ist mir nach wie vor ein Rätsel, wie Millionen Menschen dieses religiöse Gedöns, diese abstrusen Ammenmärchen, glauben, ernstnehmen und diskutieren können. Alle Religionen sind schwachsinnige Ergüsse von größenwahnsinnigen Sektierern und gehören auf die Deponie der Geschichte. Dann erübrigen sich diese absurden Diskussionen bei Maischberger, Anne Will, Markus Lanz, etc. Und ehemals “antiklerikale” Parteien wie SPD und LINKE nehmen diesen Islam-Mumpitz noch in Schutz. Kein Wunder, dass die AfD und FPÖ immer mehr Zulauf haben.

  3. Selbstdenker

    Eine Strömung fließt eben dort, wo der geringste Widerstand ist.
    Was schliessen wir daraus?

  4. Falke

    Bolz sagt da Dinge, die ja wohl jedem, der mit offenen Augen und Ohren durch die Welt geht, seit Jahren aufgefallen und (hoffentlich) sauer aufgestoßen sind.
    Ärgerlich ist allerdings, dass der interviewende Journalist (der seinen Namen wohlweislich verschweigt) die deutsche Sprache offenbar nur sehr mangelhaft beherrscht. Es fällt sofort auf, dass er erstens zwischen Konjunktiv und Konditional nicht unterscheiden kann: kein einziges Mal ist “gäbe” (Konditional) korrekt, es müsste immer “gebe” (Konjunktiv) heißen. Und zweitens legt er noch eines drauf: “Die Bundeskanzlerin warnt davor, diese Partei nicht zu verteufeln” – heißt, mit anderen Worten: die Bundeskanzlerin will, dass man die AfD immer verteufelt. Damit schreibt er wohl genau das Gegenteil davon, was er eigentlich sagen will; und das fällt ihm gar nicht auf.

  5. mariuslupus

    Eine irreführende, demagogische, Überschrift. Ungefähr auf dem Niveau der Prediger der Klimaerwärmung.
    Warum sollte es keine Völkerwanderung geben ? Es hat immer Vökerwanderungen gegeben. Die offene Frage ist nur wo und in welcher Richtung.
    Es gibt genug Platz auf dieser Welt. Zwischen dem Bosporus, über die Arabische Halbinsel bis an den Kap der Gute Hoffnung gibt es genug Platz für mehrere Völkerwanderungen. Merkwürdigerweise geht die sogenannte Völkerwanderung aus dem Mittleren und Nahen Osten, sowie aus Nordafrika nach Europa. Warum veranstalten Afghanen und Iraker nicht ihre Völkerwanderung in Richtung Indien oder China ? Oder warum bleiben Chinesen überwiegend in China und wollen nicht nach Europa ? Zu bemerken wäre dass Chinesen durchaus mobil sind. Sie haben immer in den Ländern in die sie eingewandert sind, gearbeitet, Unternehmen gegründet. Waren für diese Arbeit auch qualifiziert.
    Die Antwort warum die sogenannte Völkerwanderung nur eine Richtung , und zwar Europa, kennt, ist die Möglichkeit die bestehenden Sozialsysteme zu plündern. Und dass mit voller Unterstützug der einheimischen Politiker.
    Der abgehobenen Kaste der Politiker ist bis jetzt nicht eingefallen, dass die bestehenden Sozialsysteme auf einer völlig anderen Grundlage geschaffen wurden. Solidaritätsprinzip, aber auch die Fähigkeit zu den Sozialsytemen beizutragen. Und nicht aus den Töpfen, die immer weniger beinhalten, nur zu schöpfen.

  6. sokrates9

    Wird hier nicht Religion zum ” Kriegselement” hochgehoben? Natürlich ist dank des Islam in diesen Ländern
    die Wirtschaft in einem erbärmlichen Zustand und Kinderzeugung oft das einzig “produktive” Element doch es würden nicht genauso gerne Hindus und Buddhisten Europa stürmen um hier 5000.-€ Mindestsicherung abzukassieren!?? Somit handelt es sich doch zum Großteil um wirtschaftliche Überlegungen!! Warum will niemand Spanien / bPortugal islamisieren??

  7. Rennziege

    15. Mai 2016 – 12:11 sokrates9
    “Warum will niemand Spanien / Portugal islamisieren?”
    Weil die Iberer diese Islamisierung über Jahrhunderte erdulden mussten und nur unter hohem Blutzoll beenden konnten. (Allerdings waren die arabischen Eroberer, die aus Marokko eindrangen, damals kulturell weiter als die heutigen Moslems, was die zahlreichen maurischen Baudenkmäler verständlich macht, die heute den spanischen und portugiesischen Fremdenverkehr beflügeln. Hab’ etliche davon gesehen, auch von innen, und sie sind wunderschön.)
    Siehe dazu:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Islamische_Expansion#Die_arabischen_Eroberungen_in_Europa_und_Zentralasien
    Ich nehme an, dass dieser erhellende Blick in die Geschichte Ihre Frageausführlich beantwortet. Herzliche Grüße!

  8. Thomas Holzer

    @Austrian
    Was schlechte Literatur sein soll, haben weder der Herr Lagerfeld noch Sie noch sonst irgendjemand zu verkünden; das liegt schlicht und einfach im Ermessen des Lesers der jeweiligen Literatur.

    Von Ihnen, und natürlich von niemandem anderen möchte ich mir dekretieren lassen, was, wenn überhaupt ich glauben darf; ja ob man überhaupt glauben darf.
    Auch Atheismus ist ein Glaube, eben nicht Nicht-Glaube.

    Fundamentalisten aller Arten haben immer gefordert, daß das, was ihnen und ihren Vorstellungen nicht entspricht, auf der “Deponie der Geschichte” entsorgt wird.
    Dieses Entsorgen erfolgt(e) in nahezu 99% der Fälle mit Gewalt; daher keine sehr erbaulichen “Ideen”, welche Sie hier zum Besten geben.

  9. Thomas Holzer

    @Selbstdenker
    Natürlich kann man Hitler, Mao und Konsorten auf der “Deponie der Geschichte” entsorgen; nur dadurch bleiben sie und ihre (Un)Taten trotzdem geschichtliche Fakten, und werden dadurch natürlich nicht ungeschehen gemacht.
    Die “Entsorger” hoffen halt in ihrer geistigen Beschränkheit, daß durch Entsorgen und Verbote derlei “Ideen” aus den Gehirnen aller Menschen automatisch verschwinden und nie wieder auftauchen würden.

  10. Rennziege

    15. Mai 2016 – 15:19
    Thomas Holzer
    Danke für Ihre zu Recht schroffe Antwort an @Austrian! Tut mir in der Seele wohl. Aber immer wieder lustig zu sehen, in welche Regionen sich kulturferne Dumpfbacken sich immer wieder versteigen: keinen blassen Schimmer von irgendwas, aber Rotz in der Nase und hasserfüllten Geifer im Maul.

  11. Selbstdenker

    @Thomas Holzer:
    Für die Entzauberung dieser totalitären Ideologien stehen nur zwei Alternativen zur Verfügung:
    a) Warten bis sie zusammenkrachen (mit allen damit verbundenen Opfern) oder
    b) Rechtzeitiges Zerlegen ihrer zugrundeliegenden Philosophie und deren ultimativer Konsequenzen, bevor sie zum Mainstream werden

    Punkt b) hat man im Westen völlig verlernt. Man war Jahrzehntelang des lieben Friedens willen ruhig und machte den unverschämtesten ideologischen Krebsgeschwüren Zugeständnisse. Immer und immer wieder.

    An dieser Stelle sei die Kairorer Erklärung der “islamischen Menschenrechte” sowie frühe Machwerke radikaler Feministinnen, die sehr an Hitlers “Mein Kampf” erinnern, erwähnt.

    Das Resultat ist das was wir jetzt in Europa haben: die Leute sehen was auf sie zukommt, aber sie begreifen nicht was es ist. Der Zug im Tunnel wird zum Licht am Ende des Tunnels uminterpretiert. Ist bequemer und beruhigender.

    Oder die Leute begreifen es sogar, aber sie sitzen wie ein Kaninchen vor der Schlange und wissen nicht was zu tun ist. Die Passivität von gestern und heute wird sich morgen ganz übel rächen.

    Und das in einer Zeit in der die Geisteswissenschaften an westlichen Unis kulturell autodestruktive Metastasen ausgebildet haben. Es gibt zwar kleine zärtliche Pflänzchen einer intellektuellen Gegenwehr, aber ob wirklich etwas daraus wird, steht in den Sternen.

    In dieser konkreten Situation wäre es wahrscheinlich echt besser, Marx und Hitler auf der Müllhalde Set Geschichte zu entsorgen.

  12. Selbstdenker

    Sorry für die Fehler, aber Kollege Samsung glaubt häufig alles besser zu wissen und dreht mir meine Worte um.

  13. gms

    Austrian,

    “Allerdings ist mir nach wie vor ein Rätsel, wie Millionen Menschen dieses religiöse Gedöns, diese abstrusen Ammenmärchen, glauben, ernstnehmen und diskutieren können.”

    Jeder ist frei in Wahl, wie er öffentlich die Hosen runterlassen will, aber ostentatives Unverständnis über basale menschliche Eigenheiten firmiert dabei schon in der Königsklasse.

    “Alle Religionen sind schwachsinnige Ergüsse von größenwahnsinnigen Sektierern und gehören auf die Deponie der Geschichte.”

    Deponere, lat, ablegen, hinterlegen. Das u.a. in Wirtschaftsbelangen verwendete ‘Depositum’ leitet sich davon ab und ist charakterisiert durch seine Werthaltigkeit. Der Furor reichte zwar ausgerechnet zur Verdoppelung von ‘sinnig’ und machte zugleich blind für die Bedeutung dessen, was man derart aufgeladen unters Volk bringen wollte. Ein Klassiker.

  14. Thomas Holzer

    @Selbstdenker
    Da haben Sie ja nicht ganz unrecht, aber ich befürchte, daß dieses Entsorgen (da es ja von 68ern, Etatisten und Sozialisten befürwortet wird) den Versuch impliziert, die Erinnerung an diese “Ereignisse” durch ein kollektives Vergessen zu ersetzen; so nach dem Motto: “aus den Augen, aus dem Sinn”
    Nur dann können ja die Versuche einer “Restauration” des realen Sozialismus wieder unternommen werden. Man beachte auch den ziemlichen Erfolg dieser “Restauration”, vor allem in der “westlichen” Welt, und die “Restauration” ist ja auch noch nicht abgeschlossen.
    Der Nationalsozialismus wird eben deshalb von der Internationale so sehr bekämpft, weil er eben nur “national”, wenn auch mit einer Herrenklasse(rasse) über zumindest ganz Europa herrschen wollte.
    Deswegen gibt es ja auch all die Verbotsparagraphen; die Mao-Bibel und alle anderen Pamphlete der internationalen Sozialisten werden natürlich nicht verboten, ein Verbot (international)sozialistischer Wiederbetätigung gibt es “folgerichtig” natürlich auch nicht.

    Deswegen meine Ablehnung gegen jegliche Meinungsverbote et al.

  15. Johannes

    Völkerwanderung ist das wandern von Ethnien meist ist der Grund dafür eine horrible Überbevölkerung in diesen Regionen, die mich immer wieder staunen läßt das die Menschen dort zwar Null Initiative und Verantwortung aber wohl jede Menge Zeit und Lust haben. Wenn zb. diese afrikanischen Länder keine intelligenten Fähigkeiten haben und lediglich die Überbevölkerung der Erfolg ihres einzigen Tuns ist so ist die UNO verpflichtet einzugreifen. Wie selbst verschuldet die Misere in Afrika ist zeigt das Beispiel Rhodesiens heute Simbabwe. Als sie 1980 in die Unabhängigkeit entlassen wurden dauerte es nicht lange und Mugabe vertrieb alle weißen Siedler und Farmer auf brutalste Weise. Seither herrscht Hungersnot, Inflation und Chaos. Selbstverwaltung der Afrikaner, wenn das Ergebnis jenes ist das Weiße nicht nur aus Afrika vertrieben, sondern viele Vertreiber angesichts des Unvermögens mit dem beschlagnahmten Grund und Boden umzugehen den Vertriebenen nachfolgen um wieder von deren Leistungen zu leben so ist das zu stoppen.
    Wer Afrika helfen will der entledige sie ihrer Führer und lehre sie Demokratie. Das geht nicht ohne Militär würde sich aber lohnen.

  16. Gerald Steinbach

    Johannes@
    “””der entledige sie ihrer Führer und lehre sie Demokratie – “””

    Das Satz kommt mir bekannt vor, Libyen, Syrien, Irak ..in diesen Ländern hat sich aber og. Satz nicht bewährt, ich denke da sind mir uns einig, oder?

  17. gms

    Thomas Holzer,

    > Man beachte auch den ziemlichen Erfolg dieser „Restauration“, vor allem in der „westlichen“ Welt,
    > und die „Restauration“ ist ja auch noch nicht abgeschlossen.

    Nein, aber es fehlt nicht viel dafür. Bereits nach dem ersten Weltkrieg war klar, daß die Arbeiterschaft sich nicht für den Kommunismus würden einspannen lassen, solange bügerliche Werte die Kultur dominieren. Wo und wie deshalb die Axt anzulegen war und wie weit die Zerstörung schon gelang, siehe ..

    youtube.com/watch?v=VggFao85vTs (‘Why are we in Decline – Cultural Marxism’)

  18. Thomas Holzer

    @Johannes
    Mit Verlaub, nicht jedes Volk ist für Demokratie geeignet, geschweige denn ist Demokratie die ultima ratio!
    Ihr Vorschlag scheint zu negieren, daß der Versuch, Demokratie mit militärischen Mitteln zu installieren, eigentlich oktroyieren, de facto immer fehl schlägt.
    Ich verschwende nicht unser aller Zeit, Beispiele anzuführen

  19. Thomas Holzer

    @gms
    Sie rennen offene Türen bei mir ein, mit Ihren Worten 🙂

  20. gms

    Thomas Holzer,

    “Sie rennen offene Türen bei mir ein, mit Ihren Worten”

    Nun, dann sprechen wir vermutlich von unterschiedlichen Türen, solange mit der Bezugnahme auf “Restauration” potentiell im Raum steht, das Grassierende sei ein irgendwie neues Phänomen, das speziell die USA erst jüngst, etwa nach dem Kollaps des Ostblocks, infiziert hätte.

  21. Thomas Holzer

    @gms
    Nein, habe ich nicht behauptet, daß dies ein neues Phänomen sei 🙂

  22. Hanna

    “Monotheistische Religionen” … wenn ich den Begriff schon höre oder lese, wird mir ganz mulmig, denn es klingt so wissenschaftlich, dabei steckt dahinter arger Kinderglaube: Eine außerirdische Vaterfigur regiert alles. Im Fall des Islam verspricht die auch noch, dass wer auf Erden keine Freude an seiner Körperlichkeit hat (sprich: Sex vermeidet und als übel empfindet), im Paradies dann von x Jungfrauen beglückt werden wird. Auf einmal ist Sex dort super? In dieses Paradies kommt man, als Mann, natürlich nur, wenn man sich am besten für den Außerirdischen entleibt, in der Absicht, diejenigen umzubringen, die sich weigern, den Außerirdischen als real und allmächtig und superweise anzuerkennen. Nun frage ich mich (unter anderen Dingen): Wie kommen die Jungfrauen ins Paradies? Wer hat die entleibt, und wieso? Man muss gar nicht weiter “graben” – Religion ist das Problem, denn es ist Selbsthypnose mit abstrusen Ideen, die jegliches wahre Verständnis von Schöpferkraft ignoriert, negiert und überhaupt gar nicht einmal wahrzunehmen fähig oder bereit ist. Brr. Ich kann Leute einfach nicht respektieren, die “monotheistische” Religionen als FanatikerInnen vertreten.

  23. Wanderer

    @Holzer
    Natürlich darf jeder glauben, was er will. Die “Religionskritik” von Austrian ist plump, die Forderung nach dem Entsorgen der heiligen Schriften zweifellos übertrieben. Nähert man sich der Genese dieser Schriften aber wissenschaftlich, so bringt das doch recht interessante Ergebnisse zu Tage. Kubitzas Jesus-Buch schmälert z. B. die Bedeutung der Bibel für das menschliche Zusammenleben mehr als es den Amtskirchen lieb sein kann.
    Dem Christentum hat Europa sehr viel zu verdanken, doch ohne Aufklärung wäre unser Entwicklungsvorsprung zum heutigen Islam wesentlich kleiner. Ratio ist entscheidend, nicht die Religion. Eine Binsenweisheit, die man nicht oft genug wiederholen kann.

  24. astuga

    Ob ein christliches Bekenntnis bei diesem (katholischen und protestantischen) Bodenpersonal allerdings besonders hilfreich wäre, ist fraglich.

  25. astuga

    Und auch Bolz begeht den Fehler, von einem Islam ohne Aufklärung zu sprechen.

    Dazu muss man zwei Dinge festhalten
    1. Auch das Christentum als solches hat sich nicht der Aufklärung unterzogen.
    Es war lediglich dazu gezwungen, in einer aufgeklärten und säkularisierten Gesellschaft zu überleben, und hat sich mit dem entsprechenden Machtverlust mehr oder weniger abgefunden.

    2. Ironischerweise hat aber die christliche Scholastik als ein Faktor zu jener Entwicklung beigetragen, die dann letztlich in der Aufklärung und Moderne mündete.
    Aber all das fehlt dem Islam: das antike Erbe wurde bereits nur selektiv angenommen, es gab keine geistige Entwicklung die dem Universalienstreit und Nominalismus der Scholastik entsprechen würde (die eine Trennung der menschlichen Erkenntnis vom religiösen Dogma begründete), es gab keinen Humanismus, keine Renaissance…

    Da braucht man also noch lange nicht von der Aufklärung zu sprechen.
    Und erst recht nicht von Säkularismus und Moderne.
    Wenn beim Islam schon alle vorhergehenden Entwicklungsschritte fehlen.
    Freilich, nicht alle Kulturen müssen das um dennoch – irgendwie – in der Moderne anzukommen (siehe Asien, wobei der Prozess auch dort noch nicht überall abgeschlossen ist).
    Aber anders als die islamische Kultur sind sie schon grundsätzlich eher undogmatisch und wissensaffin.
    Und sehen sich auch nicht schon von vorneherein als gottgewollter Antagonist des Westens.

  26. Johannes

    @Gerald Steinbach @Thomas Holzer
    Die arabischen Staaten sind muslimisch und von einer seit dem 8 Jahrhundert eigentlich unveränderten Lebenseinstellung, während die Menschen in Afrika zum Großteil Naturvölker sind die sehr schnell und ohne belastende Glaubensdogmen lernen. Der Islam versucht im Moment sehr stark zu missionieren, ich würde es als einen Wettlauf mit der Zeit betrachten das die westliche Welt verantwortungsvoll und mit großen Nachdruck in Afrika Einfluss ausübt. Die Nordafrikanischen traditionell muslimischen Staaten sind für Demokratie verloren da haben sie Recht. Ich denke auch das muslimische Staaten mit Demokratie nicht weit kommen.

  27. sokrates9

    Rennziege@…..Ich nehme an, dass dieser erhellende Blick in die Geschichte Ihre Frage ausführlich beantwortet Sorry; war als Student wochenlang auf der iberischen Halbinsel, und habe den ( beachtlichen) Einfluss der früheren Mauren auf die Architektur des Landes gesehen, nicht jedoch bemerkt, dass Spanien / Portugal derzeit schon islamische Länder sind. Diese Länder bieten keine ausreichende Sozialhilfe an und sind daher für die Invasoren uninteressant! Religion spielt nämlich eine untergeordnete Rolle bei den Flutilanten, arbeitsloses Einkommen wird gesucht!!

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