Die Wahrheit, die niemand aussprechen wollte

“Wer immer noch nicht versteht, warum eine Partei wie die AfD im Land so stark geworden ist, und warum ihr innere Querelen, rechtsextreme Kandidaten und peinliche Ausrutscher nichts anhaben können, der erlebt gerade jetzt, im neuen Jahr, wieder mal ein Lehrstück. Vor allem darüber, was die Medien im Land damit zu tun haben. Der niedersächsische Kriminologe Christian Pfeiffer hat in einer Studie den Zusammenhang von Gewaltkriminalität und Flüchtlingsströmenuntersucht. Damit bricht soeben ein bequemes, wohlfeiles Zerrbild in sich zusammen, das (okay, ein abgeschmacktes Bild, aber hier passt es) wie eine Monstranz im Diskurs über Flüchtlinge jahrelang hochgehalten wurde. Von allen. Weil es alle anderen ja auch taten. Und weil die Wahrheit ja auch so geklungen hätte, dass niemand sie aussprechen wollte. In welche Ecke wäre man denn da gerückt worden? Und: Sie hätte ja nur den Rechten geholfen. Jetzt wird sich herausstellen: Das Gegenteil ist der Fall. Die Rechten lachen sich ins Fäustchen – und zwar zu Recht, muss man in dem Fall hinzufügen….” (hier)

9 comments

  1. elfenzauberin

    Vielleicht gelingt es uns, das mediale Totalversagen des Jahres 2015 einmal zu thematisieren. Es wäre nämlich höchste Zeit, einmal “journalistische Vergangenheitsbewältigung” zu betreiben. Die Medien, die sich gerne selbst als 4. Säule der Demokratie sehen, haben komplett versagt. Statt Diversität und Meinungsvielfalt existiert ein Meinungsmonopol, aber nicht nur das. Informationen, die “Wasser auf den Mühlen von rechts” sein könnten, wurden oftmals erst gar nicht verbreitet, Leserbriefe und Postings, die Zweifel und Kritik anmeldeten, wurden unterdrückt oder gelöscht.
    In den öffentlichen Medien wurden Diskussionsteilnehmer nach “Haltung” ausgewählt, Kritiker wurden erst gar nicht eingeladen. Insgesamt ergibt sich ein unrühmliches Bild der Medien, die Selbstzensur in einem Ausmaß betreiben, das sogar einen nordkoreanischen Despoten beeindruckt hätte. Speziell der ORF erinnert in seiner Berichterstattung immer mehr an einen Staatsfunk eines totalitären Regimes.

    War wäre zu tun?

    Mein Vorschlag wäre:
    * Streichung der direkten Förderungen wie Presseförderung
    * ersatzlose Streichung von GIS-Gebühren
    * Streichung des Verhetzungsparagrafen
    * Förderung der Meinungsvielfalt via Streichung der MwSt. von Medienunternehmen, Blogbetreiber etc.

    Das wäre einmal ein Anfang!

  2. Kluftinger

    @ elfenzauberin
    Gnädigste, sie verwenden die Vergangenheitsform. Die Gegenwart sieht nicht viel anders aus in den genannten Medien.

  3. TomM0880

    Lustig ist, wie im Welt-Artikel nach Präsentation der Fakten mit den Relativierungen weiter gemacht wird.

  4. sokrates9

    Kann mir wer erköären warum die SPD in Deutschland nun ihre weitere Regierungsbeteiligung großteils davon abhängig macht, dass unlimitiert neue Flüchtlinge? aufgenommen werden dürfen und der Familiennachzug “zur besseren Integration!!” forciert wird! Wer will das in der SPD – die Flüchtlingsindustrie ok, aber wer noch?? Das Wählerpotential der Harz – Bezieher – sehend dass der Kuchen durch Zuzug noch kleiner wird=?

  5. Mona Rieboldt

    Sokrates9
    Ich nehme an, die SPD will bei der nächsten Wahl bei 10% landen, anders ist nicht zu verstehen, dass sie diesen Familiennachzug wollen . Es geht dabei nur um die Syrer etc., die lediglich einen vorüber gehenden Schutz haben. Anerkannte Asylanten haben schon jetzt das Recht ihren Clan nachzuholen.

  6. Falke

    Sogar wenn die Kriminalitätsrate der Flüchtlinge/Migranten nicht höher wäre als diejenige der einheimischen Bevölkerung (oder muss man jetzt sagen: derjenigen, die schon länger hier leben?) – Tatsache ist, dass (in absoluten Zahlen) Kriminelle (und Terroristen – das ist aber ein anders Kapitel) ins Land importiert werden. Wir haben doch immerhin ausreichend eigene Kriminelle; brauchen wir noch weitere zusätzlich?

  7. Rennziege

    7. Januar 2018 – 18:02 — Falke
    Weitere Kriminelle brauchen wir freilich nicht. Aber die überlebenden Rotgrünen werden aus einheimischen Schwarzfahrern, Parkplatzsündern, Tschick-Austretern, 10 km/h-zu-schnell-Fahrern, Nichtkommunisten, Islam-Skeptikern, GIS-Verweigerern u.v.a. flink eine Schwerverbrecherdatei erstellen, die das “aus Notwehr geborene” Banditentum der geliebten Zuwanderer zu einer quantité negligeable relativiert.

  8. wbeier

    „Manche unserer Gegner können es sich nicht verkneifen, uns in der Zuwanderungsdiskussion in die rechtsextreme Ecke zu rücken, nur weil wir im Zusammenhang mit der Zuwanderung auf die Gefahr von Parallelgesellschaften aufmerksam machen. Das, liebe Freunde, ist der Gipfel der Verlogenheit, und eine solche Scheinheiligkeit wird vor den Menschen wir ein Kartenhaus in sich zusammenbrechen. Deshalb werden wir auch weiter eine geregelte Steuerung und Begrenzung von Zuwanderung fordern.“

    Angela Merkel am Parteitag der CDU 2003.(Quelle: http://www.zeit.de/reden/deutsche_innenpolitik/200349_merkelcduparteitag)

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