Die Wiener SPÖ am 1.Mai: Familienbande zu besichtigen

Von | 1. Mai 2016

“…Vorerst wird  auf der Rathausbühne aber vielleicht ein letztes Aufbäumen in interessanter Besetzung stattfinden. Da wird SPÖ-Chef Werner Faymann mit seiner Frau auf die unzufriedenen Genossen blicken und sich vielleicht fragen, ob ihn Gemeinderätin Martina nicht hätte vorwarnen können, was sich da in der Wiener Partei an Unmut gegen ihn aufgestaut hat. Da wird Klubchef Andreas Schieder neben seiner Partnerin, Stadträtin Sonja Wehsely, stehen, die lautstark gegen die Flüchtlingspolitik von Schieders Chef, Werner Faymann, aufgetreten ist und so zur beginnenden Demontage des SPÖ-Vorsitzenden beigetragen hat.

Wie gut wird die Miene Schieders zum bösen Spiel sein? Dieses wurde zudem noch von Wehselys Schwester, der Wiener Vizeklubchefin, Tanja Wehsely, mit der offenen Forderung nach einem Rücktritt Faymanns weiter dramatisiert.

Wenn dann alle zusammen – der Faymann-kritische Teil der Wiener SPÖ und die derzeit noch treue Häupl-Entourage – den Massen zuwinken werden, wird klar sein: Hier bringt eine schrecklich nette Familie den letzten Rest an Disziplin und Zusammenhalt auf. Vielleicht wird es dem einen oder anderen in der Wiener SPÖ jetzt auffallen, dass man das mit den Familienbanden und der geschlossenen Gesellschaft in der Politik auch übertreiben kann….” (hier)

42 Gedanken zu „Die Wiener SPÖ am 1.Mai: Familienbande zu besichtigen

  1. Fragolin

    Das Politbüro des ZK der SPÖ… 😉

  2. Michael Haberler

    Mein Traum einer relevanten Soziologie-Diss: ein Soziogramm der Wiener SPÖ.

    Wenn dann noch der ORF inkludiert wäre, ist das mE habilitations-äquivalent.

  3. Thomas Holzer

    @Michael Haberler
    Anstatt des ORF hat sich die SPÖ-Wien ihren eigenen Agitprop-Sender geschaffen; W24, live-Berichterstattung von 08.50h – 12.00h
    W24 und Okto sind die Propagandasender dieser Partei auf Kosten aller! Steuerzahler

  4. Gerald Steinbach

    Ja , die partei gibt uns Sicherheit und schützt uns vor der privatwirtschaft, beim orf läufts ja ähnlich ab, ach ja der ist ja auch im roten besitz
    …und alle roten schwestern, brüder, onkels, cousine……sind unisono für toleranz und gegen die Gefahr von rechts, obs jetzt beim orf “arbeiten” oder im Rathaus “arbeiten”, da ist man sich einig, wohnen tun ma aber im grünen, da is schöner und vor allem ruhiger. …

  5. Falke

    Bemerkenswert, dass Anneliese Rohrer auch einmal SPÖ-kritisch schreibt. Normalerweise beschränken sich ihre “Wut-Artikel” auf die ÖVP im Allgemeinen und (immer noch) auf Schüssel im Besonderen.

  6. Thomas Holzer

    @Falke
    Und vor der BP-Wahl ganz intensiv gegen Frau Dr.Griss

  7. Marianne

    Aufschlußreicher wäre Analyse der generstionsübergreifenden Verwandtschaften. Wie viele Kinder, Enkel, Urenkel bzw. Nichten, Neffen etc. sitzen in den diversen Parlamenten? Das “Powercouple” Schieder-Wehsely ist ja bereits zumindest Kindgeneration. Das gegenwärtige Feudalsystem kommt offenbar ohne entsprechende Adelsdynastien auch nicht zurecht.

  8. Fragolin

    Zitat aus der heutigen “presse” zu den Mai-Ergüssen der Restroten:
    –Häupl äußerte zudem eine klare Wahlempfehlung für den grünen Präsidentschaftskandidaten Alexander Van der Bellen. Denn jemand, der “ein gestörtes Verhältnis” zu Österreich habe, könne nicht gewählt werden: “Das ist mit den Werten der Sozialdemokratie unvereinbar.”–
    Ja, was denn nun? Also entweder halten die Roten allen Ernstes jemanden, den sie selbst als “Nationalisten” beschimpfen, für jemanden, der ein “gestörtes Verhältnis” zu seiner Heimat hat, sind damit also in aller Offenheit der Meinung, nur seine Heimat zu hassen und unter Brüsseler Kuratel stellen zu wollen sei “normal” oder der Wampo hat sich in seiner Rotweinseligkeit verplappert und meinte, aus sozialistischer Sicht könne nur jemand mit einem gestörten Verhältnis zu seiner Heimat gewählt werden…

  9. Thomas Holzer

    @Fragolin
    Klären Sie mich bitte auf: Hat der Herr VdB ein gestörtes Verhältnis zu seiner Heimat?

  10. Fragolin

    @Thomas Holzer
    Lesen Sie sich seine Aussagen durch, besonders jene zu den Vereinigten Staaten von Europa. Ich halte das für zumindest bedenklich. Wie man das ansonsten einordnet überlasse ich jedem selbst. Aber einem anderen Menschen, der zumindest die Interessen der Österreicher vor jene von sagen wir mal Glücksrittern aus dem Nahen Osten oder Kriminellen aus dem Maghreb stellt wurde das “gestörte Verhältnis” zu seiner Heimat von einem Herrn Häupl unterstellt, nicht von mir. Fragen Sie doch ihn, wie er sowas definiert.
    Ich halte zumindest die Ablehnung der eigenen Heimat für gestörter als das Bekenntnis zu ihr. Und besonders putzig wird es, wenn man den Menschen eines Staates empfiehlt, sich genau jenen Kandidaten zum Präsidenten zu wählen, der die Abschaffung dieses Staates propagiert, und dabei behauptet, der andere, der den Staat bewahren möchte, wäre der “Gestörte”.
    Typisch linke Tatsachenverdrehungspropaganda mit einem Hauch überheblichem Pathologengehabe. Die Irren halten alle anderen für Therapiefälle.

  11. Thomas Holzer

    @Fragolin
    Man könnte es natürlich auch als hinterfragenswürdig erachten, daß sich eine Person für dieses BP-Amt bewirbt, welche dieses Amt eigentlich abschaffen möchte 😉
    Egal; für mich sind beide Sozialisten, der eine ein internationaler, der andere ein nationaler, Etatisten und Kollektivisten

  12. Rennziege

    Arbeiten Sie bitte an Ihrem Blickwinkel und an Ihrem Horizont, lieber Her Holzer. Zur Zeit wirken beide, überraschend übrigens, so verengt wie ein Blinddarm vor dem rettenden Eingriff.

  13. Thomas Holzer

    @Rennziege
    Ihre Vergleiche seien Ihnen unbenommen, wenn auch zweifelhafter Natur.
    Schon mal das FPÖ Parteiprogramm gelesen?! Wenn nicht, “empfehlenswerte” Bettlektüre.
    Vielleicht arbeiten Sie dann mal an Ihrem werten Blickwinkel 😉

  14. Wanderer

    @Holzer
    Ach Herr Holzer, was wollen sie denn mit der x-fachen Wiederholung des nationalen Sozialisten eigentlich bezwecken? Wir wissen ja, dass kein astreiner Liberaler zur Stichwahl antritt, doch darum geht es jetzt auch nicht. Mir reicht, dass einer der beiden nationalliberale Wurzeln hat, was in der aktuellen Situation besser ist als internationalistische.

  15. Thomas Holzer

    @Wanderer
    Ich bezwecke gar nichts, ich erlaube mir nur, meiner Meinung Ausdruck zu verleihen.
    Herr Hofer und die FPÖ sind definitiv nicht! (national)liberal, sie sind national sozialistisch, auch wenn Sie die Wahrheit schmerzen sollte.
    Nationalisten implizieren Kollektivismus, Kollektivismus impliziert Etatismus und Etatismus impliziert Sozialismus, und vice versa

  16. Rennziege

    1. Mai 2016 – 17:37 Thomas Holzer
    Sie antworten mir: “Vielleicht arbeiten Sie dann mal an Ihrem werten Blickwinkel ?”
    Tua i eh, aber unabhängig von Ihrer Einschätzung der Liberalität der FPÖ weiß ich, dass auch ein freiheitlicher Bundespräsident nicht sonderlich viel zu sagen hat. Dennoch ist mir jedes handfeste Signal willkommen, das den rotschwarzgrünen Genossen zeigt: Eure Zeit ist abgelaufen; eure Freunderl-, Nepotismus- und Korruptionspolitik ebenfalls — so tief verwurzelt sie auch ist, die Österreicher werden euren Augiasstall nicht mehr lange erdulden.
    Oisdann: Im ersten Wahlgang Norbert Hofer gewählt, das einzige frische Gesicht inmitten graugesichtiger Alt-Lemuren, im zweiten erst recht. Wir alle drei, die Wahlkarten sind schon unterwegs.
    Wenn Sie gestatten, göö? 🙂

  17. Thomas Holzer

    @Rennziege
    Danke für die Aufklärung, aber diese Informationen waren und sind auch mir zugänglich.
    Ich, im Gegensatz zu Ihnen und Ihrer Familie sehe mich leider außer Stande, einen von zwei Sozialisten zu wählen.
    Vor allem eingedenk der Tatsache, daß ich ja eigentlich ein erklärter und überzeugter Antidemokrat bin 🙂

  18. Wanderer

    @Holzer
    Mit der Wahrheit ist es schwierig, da jeder glaubt, sie gepachtet zu haben. Ich habe von nationalliberalen Wurzeln (Hambacher Fest, 48er Revolution etc) geschrieben und die kann man dem Dritten Lager auch mit größtem Bemühen nicht absprechen. Erich Reiter hat vor Jahren die FPÖ schon als sozialistisch-nationalistische, linksnationalistische Partei charakterisiert, was aber nicht heißt, dass es dort keine Nationalliberalen mehr gibt.

  19. perry

    @thomas holzer
    ich kann ihnen nur recht geben: zwei sozialisten stehen zur wahl und ich kann keinem der beiden meine stimme geben.

  20. Fragolin

    Der einzig liberale Kandidat war der Richie Lugner, und der hat etwa soviele Prozente gerissen wie eine liberale Partei bei beliebiger Wahl reißen würde… 😉
    Wie schon einmal geschrieben, ich empfinde es als Wahl zwischen Pest und Cholera und bin nicht zufrieden, eine Entscheidung zum “kleineren Übel” treffen zu müssen, aber da es keine Möglichkeit gibt, einen wirklich Liberalen zu wählen nehme ich eben den, der in meinen Augen wenigstens die Chance verkörpert, mit den Missständen der Migrationskrise anders umzugehen als der erklärte Wellkamist und Nationalstaatsabschaffer VdB.
    Und ich finde es unbedenklicher, einen zum Präsidenten zu wählen, der eigentlich das Amt abschaffen möchte (obwohl das nicht Hofers Worte waren, aber er steht eben für seine Partei) als einen, der den Staat abschaffen möchte, dem er vorstehen will. Und zwar persönlich ebenso wie aus dem Parteihintergrund.

  21. Gerald Steinbach

    Also der “Sozialist ” VdB kommt für mich überhaupt nicht in Frage, ebenfalls nicht in Frage kommt, das ich beiden keine Stimme gebe, sprich nicht wählen gehe oder ungültig wählen werde, was ja bei der Stichwahl absurd wäre, also…..

  22. Wanderer

    @Rennziege, Fragolin
    Sie haben die Gründe zur Hofer-Wahl sehr klar formuliert. Man muss die aktuelle freiheitliche Politik keineswegs unkritisch gutheißen, um Hofer zu wählen. Hier tagtäglich den Dauerbrenner Islamismus-Migration zu kommentieren und dann die Stichwahl zu spritzen, erscheint mir hingegen absurd. Natürlich bleibt das jedem selbst überlassen.

  23. Thomas Holzer

    @Wanderer
    Nein, ich bin überzeugt, nicht! die Wahrheit gepachtet zu haben; ich bin nur überzeugt davon, “meine” Wahrheit niemandem oktroyieren zu wollen

  24. Thomas Holzer

    @Gerald Steinbach
    Sozialist bleibt Sozialist

  25. Rennziege

    1. Mai 2016 – 20:39 Thomas Holzer
    Heul! Aber wenn Norbert Hofer am 22. Mai dank Ihres Wahlboykotts ein Stimmchen zu wenig hat, werden Sie sich die kommenden sechs Jahre mit einem ziemlich abgenützten Altkommunisten vergnügen müssen. Und was erschwerend hinzukommt: Dieser Greis würde der Rotgrünschwarz-Nomenklatura eine Mund-zu-Mund-Beatmung verpassen, die diese Würgegriffler prompt als erneute Legitimation für den Bankrott Österreichs breittreten würden.
    Das können Sie doch nicht ernsthaft wollen, oddärr?

  26. Wanderer

    @Holzer
    Davon bin ich auch überzeugt. Versuche, politische Meinungen aufzuoktroyieren, erzielen beim Betroffenen ohnehin nie das gewünschte Resultat bzw. das gegenteilige. Wenn ich nun aus Ihrem Kommentar zum Grenzschutz schlussfolgern darf, stört sie das nationale Element weniger?

  27. Fragolin

    @Thomas Holzer
    Ich vermute, Sie gehen ohnehin niemals zur NR-Wahl, oder? Denn jede (!) Partei als Kollektiv ist per se kollektivistisch und damit inkompatibel zu Allem, was individualistisch oder liberal wäre. Im Prinzip ist jede Partei sozialistisch, einer gewissermaßen verschworenen Gemeinschaft verpflichtet, denn genau das ist ja der Sinn einer Partei (vielleicht nicht der bei ihrer Gründung oder vor einer Wahl versprochene, aber jeder Partei inhärente): die Macht im Sinne einer Gemeinschft zu erringen und sich über andere Gemeinschaften zu erhöhen. Einzelne Menschen sind dabei irrelevant; nur Massen, Gruppen, Klienteln, Wählerströme zählen. Demokratie ist die Herrschaft der Statistik über das Individuum, repräsentative Demokratie ist die Herrschaft einer Clique über das Individuum im Namen einer Statistik.
    Leider ist für jeden Individualisten eine demokratische Wahl auch nur die Wahl des kleineren Übels. Aber bis jetzt ist die Demokratie auch die einzige Herrschaftsform, die bei einem Wechsel der Herrscher ohne Enthauptungen auskommt. Wie gesagt: bis jetzt. Denn der Wandel der Demokratie in die Merkel-Diktatur bringt die faktsich alternativlose Unabwählbarkeit der Führerin mit sich, was den Verdacht nährt, irgendwie endet dann doch alles wieder in einen Teppich eingerollt oder so.
    Übrigens als Treppenwitz am Rande, weil es mir gerade einfällt: in einer Studie der deutschen sozialistischen Geldwäscheanlage “Amadeo-Antonio-Stiftung” wird die AfD als demokratiefeindlich klassifiziert weil sie, festhalten, jetzt kommt’s, der Meinung sei, Demokratie würde bedeuten, dass die Stimmen der Mehrheit über jenen der Minderheit stünden. Und natürlich sei sie rechtsextrem, denn sie würde den Deal mit Erdowahn ablehnen. Für die “AA” (eine symbolhafte Abkürzung…) wäre damit sogar Cem Özdemir von den Grünen ein Rechtsradikaler. Da merkt man mal, wie weit links die stehen. Und die glauben, sie repräsentieren die “Mitte”….
    Also, nichts für Ungut, werter erklärter Demokratiefeind, aber ich halte andere Feudalsysteme auch nicht für besser als jenes der Parteien. Ob die Herrschaft einer Clique nun im Namen einer Statistik, einer Ideologie oder einer göttlichen Fügung erfolgt, ist für das Individuum des Untertanen am Ende des Tages belanglos.
    Menschen sind wie Menschen sind, auch wenn es manchmal zum Verzweifeln ist…

  28. Fragolin

    Übrigens, dass Faymann heute von der eigenen Basis ausgebuht wurde, wird bereits als Zeugnis betrachtet, dass die Basis gegen die “restriktive Asylpolitik der nach rechts gerückten SPÖ unter Faymann” aufsteht – das Parteivolk will also allem Vernehmen nach viel mehr offene Grenzen, Familiennachzug und pratersternnahe Bereicherung. Das in Verbindung mit einem Wahlsieg des bekennenden Grenzöffners Van der Bellen, zum finalen Beweis der Willkommenstrunkenheit der Mehrheit der Österreicher umgedeutet, ergibt ab 23. Mai den Suizid der Republik. Und das Volk darf machtlos 2 Jahre zuschauen, wie (und ob) es das überlebt.
    Und nein, ich bin kein Schwarzseher. Ich bin Grünseher. Das ist schlimmer.

  29. Christian Peter

    Am 1. Mai gibt es für Sozialdemokraten kein Grund zum Feiern mehr. Heiko Maas flüchtet von Kundgebung in Zwickau :

  30. Wanderer

    @Fragolin 21:26
    Ganz ohne Kollektiv geht’s halt auch nicht, denn für einen individualistischen Homo neanderthalensis oder sapiens wäre spätestens im Würm Endstation gewesen.

  31. Fragolin

    @Wanderer
    Bitte die Begriffe verstehen: Individualist bedeutet nicht gleich Egoist. Oder gar Eremit. Man kann sich gegenseitig unterstützen, gemeinsam und organisiert Aufgaben erledigen und trotzdem drauf verzichten, sich unterzuordnen. Individuen können ebenso Gruppen bilden, im Sinne einer Zusammenkunft gleichberechtigter Partner, aber ohne die kollektivistische Unterordnung unter eine allein zum Nutzen des Kollektivs aufgebaute Hierarchie. Das bedeutet aber auch, dass jeder Einzelne und niemals “die Gruppe” als Abstraktum allein die Verantwortung für sein Handeln trägt. Individualismus und Solidarität schließen sich nicht aus, Individualismus und Zwang aber auf jeden Fall.

  32. Rennziege

    1. Mai 2016 – 22:51 Fragolin
    Yessir, you’re perfectly right again.

  33. Wanderer

    @Fragolin
    Auch gleichberechtigte Individuen, die gemeinsam Aufgaben ausführen, bilden (soziologisch) ein organisiertes Kollektiv.

  34. Wanderer

    @Fragolin
    Nachsatz: Was die diversen (sozialistischen) Kollektivismen betrifft, da bin ich natürlich bei Ihnen.

  35. Thomas Holzer

    Demokratie ist nur dann nötig, wenn das gesamte Leben, von der Wiege bis zur Bahre, “durchdekliniert”, das Privateste von einer diffusen Mehrheit bestimmt und nichts, aber auch gar nichts mehr dem Einzelnen überlassen werden soll.
    Ein vernünftiges StGB und ABGB, eine wirklich unabhängige Justiz reichen vollkommen für ein gedeihliches Miteinander in einer Gesellschaft, dafür braucht es keine Demokratie.

  36. Fragolin

    @Thomas Holzer
    Jedes Machtvakuum wird gefüllt, also ist es immer noch besser es gibt eine direktdemokratisch geregelte Kernkompetenz des Staates (oder wie immer man die Verwaltungseinheit bezeichnen möchte), nämlich innere und äußere Sicherheit zu gewährleisten (ein nochg so tolles StGB ist wertlos ohne Polizei und Justiz…) als wenn die Mafia das übernimmt. Die Parteienmafia kann das auch nur, weil wir eben keine Demokratie leben sondern diese nur als Feigenblatt vor den Mafiaclans hergetragen wird. Wer in einer Demokratie einschläft, wacht in einer Diktatur auf. Wir erleben gerade das äußerst verkaterte Erwachen der ersten Partygäste…

  37. Thomas Holzer

    Demokratie führt über kurz oder lang automatisch in die Diktatur (Ausnahmen bestätigen die Regel)
    Die Rechte von Minderheiten können in einer Demokratie sehr schnell ausgehebelt werden, weil die Mehrheit in Summe eben leider dumm und naiv ist.
    Und das ist doch klar, daß für die innere Sicherheit eine gut ausgestattete Polizei und zur Gewährung der äußeren Sicherheit ein entsprechend bewaffnetes Heer zwingend notwendig sind; ich dachte, dies nicht extra erwähnen zu müssen

  38. Fragolin

    @Thomas Holzer
    Irgendwer muss Heer und Polizei aber befehligen. Und Demokratie führt nur dort in Diktatur, wo Völker (wie das deutsche oder österreichische) niemals Demokratie gelernt haben. Die Schweizer (Wer hat’s erfunden?) packen das trotz aller Versuche der Parteihäuser, die direkte Demokratie auszuhebeln, bis heute. Natürlich haben wir den Nachteil, dass unser Volk von parteiischen Lehrerinnen in parteiischen Schulen parteiisch indoktriniert und von der Wiege bis zur Bahre hirngewaschen und konsumsediert wird. Das ist aber kein Grund, aufzugeben und den Oberbefehl in die Hand eines Erbherrschers zu legen, in der Hoffnung, der wird schon nicht durchdrehen… 😉

  39. Thomas Holzer

    “Irgendwer muss Heer und Polizei aber befehligen.”

    Wer sagt, daß demokratisch legitimierte Politikerdarsteller nicht durchdrehen?!
    Wenn einer von denen durchdreht, darf man dann 4 Jahre bis zur nächsten Wahl warten, um ihn aus seinem Amt zu entfernen?!
    Mit Verlaub, dieses “Argument” ist mehr als nur lächerlich.
    Und: Worüber wollen Sie denn direktdemokratisch abstimmen?
    Über die Todesstrafe, Solariumverbot oder Registrierkassen?!

  40. Fragolin

    @Thomas Holzer
    Wer sagt denn, dass man in einer Demokratie keinen Politiker sofort per Volksentscheid absetzen kann? Nur weil es in unserer Pseudo-Demokratie nicht geht?
    Ich verteidige ja nicht das, was uns hier als Demokratie verkauft wird, sondern das, was Demokratie eigentlich meint, wenn man es wörtlich nimmt. Und in einer Demokratie sind Regelungen über Solarien oder Registrierkassen überflüssig; solchen Unsinn brauchen nur Herrrschaftssysteme wie das unsere (nur weil es sich Demokratie nennt, muss es keine sein; dass Namen Schall und Rauch sind muss ich Ihnen ja nicht erklären, werter Kollege).
    Demokratie ist kein Herrschaftssystem sondern eine Gesellschaftsform. Die Mehrheit entscheidet nicht über die Minderheit sondern die Mehrheit bestimmt über den gesellschaftlichen Rahmenvertrag (Verfassung, StGB und ABGB), und im Artikel 2 der Verfassung steht bereits die Unantastbarkeit der Privatsphäre, des Eigentums und der Meinungsfreiheit. Eine Demokratie braucht die Mehrheit nur, um diesen Rahmenvertrag zu beschließen, aber nicht, um Macht über andere auszuüben.
    Und so träumen wir beide jeder von seinem idealen Gesellschaftskonstrukt, das wahrscheinlich immer wieder an den Machtgelüsten Einzelner und der Dummheit der Masse scheitern wird… 😉

  41. Thomas Holzer

    “Eine Demokratie braucht die Mehrheit nur, um diesen Rahmenvertrag zu beschließen, aber nicht, um Macht über andere auszuüben.”

    Dann ist Demokratie -zumindest für eine Generation- eine einmalige Angelegenheit, weil Rahmenverträge aktualisiert man ja nicht alle paar Monate 😉

    Da die Mehrheit der Bevölkerung aber naiv und dumm ist, was sich leider immer wieder bei Wahlen manifestiert, ist es gar nicht notwendig, ja vielmehr schädlich, diese über einen Rahmenvertrag abstimmen zu lassen.

    Ideale (Gesellschafts)Systeme gibt es (leider) nicht, da jeder Mensch fehleranfällig ist. Nur indoktrinierte Fundamentalisten klammern dieses Faktum bei all ihren Aktivitäten aus, was leider immer zu Zwang, Gewalt und Blutvergießen führt.

    Eine Regierung hat Leben, Freiheit und Eigentum zu garantieren und zu schützen, dies ist in einer Verfassung festzulegen, der Rest kann sehr wohl ohne Zutun einer demokratisch legitimierten Regierung funktionieren

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