Die wundersame Vermehrung der Putin-Versteher

“…..Von links bis rechts werden die Stimmen zahlreicher, die den Aggressor Russland zum Opfer des Westens stilisieren. Aber wer Putins Gewaltpolitik hinnimmt, begünstigt nur dessen nächsten Schritt….” (hier)

10 comments

  1. Reinhard

    Die Springersche Kriegspropaganda erinnert an unselige Zeiten.
    Der weltmachtbesessene martialische Russe, der zähnefletschend im Osten sitzt und seine Schläger- und Foltertrupps auf die Krim geschickt hat – meine Güte, Goebbels hätte seine Freude an solchen Ergüssen.
    Liebe Springer-Schmierfinken, nur weil man etwas behauptet, wird es nicht automatisch wahr. Es gab keine Folterungen auf der Krim und die Demonstranten dort waren weniger gewalttätig als die Randalierer in Kiew, die am Ende des Tages ihre Anführer in eine ungewählte Regierung entsandt haben. Auf ein Referendum haben sie verzichtet, das Mandat der Straßengewalt reichte aus, und es werden schon Stimmen laut dass “Putins Handeln die Wahl gefährde”, sprich, man hat keine Lust sich der Wahl zu stellen und im dümmsten Falle diese zu verlieren. Wetten, dass alles versucht wird, einer Wahl aus dem Wege zu gehen bzw. so sich das nicht vermeiden lässt jedes unerwünschte Ergebnis für ungültig zu erklären?
    Putin muss man nicht verteidigen, er hat das Völkerrecht gebrochen. Der Maidan aber auch, der amtierende Präsident wurde verfassungswidrig abgesetzt und durch eine von der gewaltbereiten Straße diktierte Führung ersetzt. Und wer die Ukraine um Milliarden erleichterte (die dem Land jetzt fehlen) und die atomare Auslöschung ganz Russlands fordert, braucht mit seinem (oder besser: ihrem) Finger nicht auf Putin zu zeigen. Dessen Töne sind selbst in Brandreden vor der Duma gemäßigter als die geistesgestörten Ausbrüche einer Frau Timoschenko.

    Und natürlich: Jeden, der nicht der eigenen vorgefertigten Meinung ist gleich unterschwellig als Rechtsextremen abzukanzeln passt in die üblichen Misstöne der springerschen Medienorgel.
    “Willst du kein böser Nazi sein, dann stimm in meine Lieder ein!”
    Wie hieß das schlimmste Schimpfwort unter Hitler? “Judenfreund”.
    “Putinfreund” scheint schön langsam dessen Entsprechung in der westlichen Kriegspropaganda zu werden.

  2. FDominicus

    Ich bin es so leid (IBESL)

    Putin”versteher”, keine “Kriegstreiber”. Aber wehe es geht um Waffen in private Hand, dann lernt man die Staatsversteher aber erst mal richtig kennen.

  3. aneagle

    Wenn man Putin als das sieht, was er ist, fällt es leicht, ihn zu verstehen.
    Wer sich aber, wie der ungewählte EU-Beamten-Adel, längst abgehoben von seinen zwangsfinanzierenden Bürgern, eine Paralellwelt zusammenträumt, bekommt gefährliche Schwierigkeiten, -innen wie aussenpolitisch, ähnlich wie Marie Antoinette. Und dann ist es für diese “EU-Elite” vom Kuchenessen zum Schafott gar nicht mehr weit.

  4. Graf Berge von Grips

    ..…..Von links bis rechts werden die Stimmen zahlreicher, die den Aggressor Russland zum Opfer des Westens stilisieren. Aber wer Putins Gewaltpolitik hinnimmt, begünstigt nur dessen nächsten Schritt….” …
    Na ja, wer mitten im Schritt stehen bleibt, fällt halt meistens hin. Der einzige weltweite Politiker, der Eier hat, ist möglicherweise Vieles, aber sicher nicht patschert…

  5. Christian Weiss

    Der homophobe Obenohnereiter aus dem Kreml scheint auch hier im Kommentarbereich viele Freunde zu haben. Man staunt, wieviel Zuspruch jemand kriegt, der im eigenen Land die bürgerlichen Freiheitsrechte mit Füssen tritt und unter fadenscheinigsten Gründen Truppen auf die Krim schickt und sich auch noch ukrainisches Militärmaterial unter den Nagel reisst.

  6. perry

    @christian weiss

    danke für ihr posting! sie sprechen mir aus der seele. ich finde diese “putin-versteher” wirklich furchtbar. diese ignoranz gegenüber den verbrechen dieses diktators gegen sein eigenes volk und gegen die menschlichkeit, ist erschreckend!

  7. Mourawetz

    Den Putin-Verstehern imponiert offenbar das Machtgehabe. Gepaart mit einem latenten Anti-Amerikanismus lässt es sich offenbar über alles hinwegsehen.

    Die vermummten Bewaffneten auf der Krim ohne Hoheitsabzeichen, die die Sympathisanten für einen Verbleib der Halbinsel bei der Ukraine einschüchterten, sind für sie kein Thema. Sie nehmen Putin offensichtlich ab, als dieser anmerkte, er wisse nicht, wer das ist, denn solche Uniformen könne man in jedem Laden kaufen. Es störte sie nicht, dass der selbsternannte Befreier der Krim Sergej Axjonow, ein Waffenhändler mit Mafia-Verbindungen ist. Es stört sie nicht, dass die Abstimmung ohne unabhängige Wahlbeobachter der OSZE abgehalten wurde und zwar auf Anweisungen aus Moskau.

    Guter Kommentar von Günter Ederer

    http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/talkshow_welle_ueber_die_ukraine_talk_rezension_13

  8. Reinhard

    Ach ja, die bösen “Putin-Freunde”…

    Die unsägliche Rolle des Westens beim verfassungswidirgen Putsch in Kiew anzuprangern und die westliche Unterstützung für eine offensichtlich geistig labile steuerkriminelle Milliardärin bedeutet nicht automatisch, ein Freund Putins zu sein.

    Aber die Kriegspropaganda blendet natürlich zuerst die Schwarz-Weiß-Seher, die zur Differenzierung nicht fähig sind. “Und willst du nicht mein Bruder sein, dann schlag ich dir den Schädel ein!”

    Die wundersame Vermehrung derer, die sich sofort in Freund-Feind-Bildern fangen lassen und die Verharmlosung einer Geistesgestörten mit Macht- und Kriegsambitionen ebenso jubelnd hinnehmen wie die Verteufelung eines machtbewussten und toleranzfreien Machthabers finde ich persönlich bedenklicher. Wenn diese mediengläubigen Einbahnstraßendenker dann anderen “Ignoranz” unterstellen, wird es so richtig putzig!

    “Westliche Werte wie Rechtstaatlichkeit und Demokratie” wurden von Putin ausgehebelt? Mag sein, aber er führt diese großkotzigen Sprüche auch nicht vor jeder Kamera. Im Gegensatz zu jenen, die heute langfristige Verträge mit einer verfassungswidrig eingesetzten Putschregierung abschließen und einem Staat (unwiederbringleiche) Milliardenkredite hinterherwerfen, der kurz vor dem Bankrott steht, während eine Riege Oligarchen das Mehrfache dieser Summe aus dem System abgezweigt haben.
    Hat die EU der milliardenschweren Frau Timoschenko eigentlich schon ihre glorreiche Idee der Vermögensabgabe für Superreiche verklickert? 🙂
    Wenn ja, wird die wohl freiwillig zum Vladimir fahren und Buße tun, denn bei dem kann jeder sein geklautes Geld behalten, solange er brav dem Zaren jeden Wunsch apportiert…

  9. gms

    Mourawetz,

    Sie zitieren Ederer mit: “Sie nehmen Putin offensichtlich ab, als dieser anmerkte, er wisse nicht, wer das ist, denn solche Uniformen könne man in jedem Laden kaufen.”

    Ach, ist das so, daß man ihm das abkauft? Das einzig Offensichtliche ist die leidige Masche der Zuschreibung von Gedanken und Motiven, wenn’s schon mit den Fakten nicht klappt.

    “Es störte sie nicht, dass der selbsternannte Befreier der Krim Sergej Axjonow, ein Waffenhändler mit Mafia-Verbindungen ist.”

    Ach, ist das so, daß dies nicht stört? Hauptsache, die blöde Masche wird beibehalten, nicht wahr?

    “Es stört sie nicht, dass die Abstimmung ohne unabhängige Wahlbeobachter der OSZE abgehalten wurde und zwar auf Anweisungen aus Moskau.”

    Sehen Sie, das wiederum stört tatsächlich nicht. Auch die USA erhielten Ihre Unabhängigkeit ohne den Segen Londons, den analog aus Kiew die OSZE als Notwendigkeit zur Entsendung von Wahlbeobachtern reklamierte. Das Krim-Parlament hatte diese eingeladen – sogar mit explizitem Nachdruck aus Moskau, was aber Herrn Ederer in seinem Furor ja nicht bekannt sein konnte, gell?

    Liebe Putin-Verdreher, eure Platte hängt, und es ist noch dazu eine miese Platte. Das stört!

    derstandard.at/1392688325499/Moskau-fordert-Wahlbeobachter

Kommentar verfassen

Du kannst die folgenden HTML-Codes verwenden:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden .