Die Wut der Österreicher wird noch steigen

Von | 25. April 2016

“……Das politische Erdbeben vom Sonntag hat zwar vorerst keine direkten politischen Konsequenzen, auch wenn der Druck auf die Regierung steigen wird, personelle Änderungen oder gar Neuwahlen anzuordnen. Sowieso ist ein Weiterwursteln keine empfehlenswerte Strategie. Die nächsten Nationalratswahlen mögen noch zwei Jahre entfernt sein, doch angesichts der Unfähigkeit der Regierung, die drängenden Probleme bei der Arbeitslosigkeit, dem Wirtschaftswachstum und der Bildung zu lösen, wird die Unzufriedenheit nur zunehmen; am Sonntag gaben drei Viertel der Wahlberechtigten an, entweder enttäuscht oder gar verärgert zu sein über die Regierung….” (hier)

9 Gedanken zu „Die Wut der Österreicher wird noch steigen

  1. Rado

    Da rinnt noch viel Wasser die Donau hinunter bis wieder gewählt werden darf. Erst in einem guten Jahr fängt ja wieder einmal ein gestohlenes fünftes Jahr der Legislaturperiode an.
    Rotschwarz dürfen sich heute beglückwünschen, dass sie dieses Bonusjahr mit Hilfe der Grünen im Jahr 2007, als sie es noch konnten, für sich erbeutet haben.

  2. wbeier

    Meines Erachtens ist die politisch-inhaltliche Analyse nur ein Teil der Situation, wie sie sich nach diesem Wahlsonntag präsentiert. Der Abgesang an den Konsens, Proporz und die „Sozialpartnerschaft“ ist greifbar aber Politik ala Blau ist keine nachhaltige Zukunft beschieden. Blau war stets gut als oppositioneller „Stachel im faulen Fleisch“, als Korrektiv und Sammelbecken des Protests. Mehr geht nicht, denn dazu fehlt es an Substanz, an politischer Basis und vor allem an Rückhalt in den (sich in Erbpacht oder Abhängigkeit befindlichen) inneren und administrativen Strukturen der Republik.
    Anders und wesentlich erfolgversprechender agiert Grün im Verbund mit roten und links-liberalen Peripherien die sich als „trendy“ Produkt verkaufen. Die Botschaft ist klar: Weltoffen und modern, eine Bewegung der Schönen, Jungen, Erfolgreichen, Toleranten und Gebildeten – also ganz einfach schick, stylish und so auch medial transportiert.
    Im Gegensatz dazu das Bild vom grölenden und FPÖ wählenden Bierzelt-Prolo, dem in sein Achterl weinenden Pensionist in der SPÖ-Sektion und wer will schon zu den Loosern gehören? Konservativ ismus nach Art der ÖVP wird sowieso nur zwischen Kerzerlschlickerei und der Befindlichkeit von Hofratswitwen verortet und spielt in kommenden Lagerkämpfen keine Rolle.
    Simmering gegen Kapfenberg war einmal! Hell- gegen Dumpfösterreich – das wird Brutalität!

  3. Reini

    … leider kommt das Volk er drauf wenn es zu Spät ist, es erkennt bei gewissen politischen Handlungen nicht die Konsequenzen welche sie danach ausbaden müssen!
    … uns wird vorgegaukelt wir leben in Reichtum, dann sollten unsere Politiker einmal das Sparprogramm fahren welches schon längst Überfällig ist!!! … das Übersoziale Österreich von Milch und Honig wird’s bald nicht mehr geben! und zwar für alle!!
    … und dann kann sich jeder (politisch falschgestimmter) Österreich sich selbst eine Reinhauen!!

  4. Falke

    @Rado
    Dieses “gestohlene und erschwindelte” fünfte Jahr hat mich auch damals (und heute immer noch) so richtig wütend gemacht. Die treibende Kraft war damals Gusenbauer (natürlich in Tateinheit mit der ÖVP und den Grünen, die ja immer als Steigbügelhalter bereit stehen, wenn es gegen die Interessen der Bevölkerung geht). Meiner Meinung nach hätte diese Änderung der Verfassung unbedingt einer Volksabstimmung bedurft. Inzwischen berät der Musterdemokrat Gusenbauer ja den kasachischen Diktator Nasarbajev. Der kann wohl von Gusenbauer noch einiges lernen, wie man die Bevölkerung übers Ohr haut.

  5. Christian Peter

    Die beiden Altparteien ÖVP/SPÖ werden gut beraten sein, zurückzutreten und vorgezogene Neuwahlen auszurufen, andernfalls wird erst 2018 einen politischen Tsunami geben.

  6. sokrates9

    wbeier@ trendy“ Produkt ..weltoffen und modern, eine Bewegung der Schönen, Jungen, Erfolgreichen, Toleranten und Gebildeten…stimmt wird so verkauft! Doch die refugees welcomemädchen, der fahnenschwingende Bundespräsident am Westbahnhof der die Atomwissenschaftler und Uniprofessoren persönlich begrüßt ,lässt sich auf die Dauer nicht aufrechterhalten! Und nicht nur den Bierzeltprolo kapiert
    wer jetzt die Vergewaltigungen steigen lässt und wer für einen Afghanischen Familienvater monatlich mehr als 5000.-€ überweisen darf!

  7. Rado

    @Falke
    Für das fünfte Jahr waren damals rot, schwarz, grün (unter VdB!) und orange, dagegen nur blau.
    Damal ein Symptom des Höhepunktes der großkoalitionären Hybris.
    Die Begründungen von damals für diesen Coup sind so dämlich dass sie schon fast wieder originell sind. Den Vogel abgschossen hat aber zweifellos der immernoch-WKÖ Präsident Leitl. 🙂
    http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20070502_OTS0196/wahlrecht-leitl-begruesst-verlaengerung-der-legislaturperiode

  8. Falke

    @Rado
    “Arbeitszeit zum Wohl des Standortes Österreich” – Leitl hat den Beruf verfehlt: er wäre ein Spitzenkabarettist geworden.

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