Diese Sorgen möchte man haben…

Von | 24. Mai 2013

“….Erst wollte die EU nachfüllbare Olivenöl-Flaschen in Restaurants verbieten. Nun zieht der zuständige Kommissar den kuriosen Vorschlag zurück. Er sei überrascht gewesen von der öffentlichen Kritik – sagt er.” (FAZ)

17 Gedanken zu „Diese Sorgen möchte man haben…

  1. FDominicus

    Klar war er überrascht, Planet Eurobürokratie hat eben seine “eigenen” Gesetze.

  2. rubens

    Abgehobenheit spürt endlich rauhen Wind.

  3. Thomas Holzer

    Keine Sorge, das Verbot wird schon noch kommen, immerhin ist dieser Mann den Lobbyisten im Wort 😉
    Wird wahrscheinlich in irgendeiner anderen schwachsinnigen, neuen Verordnung als Subtext klammheimlich implementiert werden

  4. Thomas Holzer

    @FDominicus
    So ist das halt; wenn man den ganzen langen Tag nichts zu tun hat, dann kommt man halt auf solche “Ideen”! 🙂

  5. Mourawetz

    Ciolos kündigte jedoch an, sich mit allen Kritikern abermals zu beraten, um einen neuen Vorschlag zu machen.
    Am einfachsten wäre es, den Markt regeln zu lassen, wie er mit Restaurants verfährt, die einem Gast schlechteres Olivenöl, als das Etikett verspricht, unterjubeln. Der Gast könnte z.B. in das betreffende Restaurant einfach nicht mehr hingehen. Das Restaurant erleidet einen Umsatzrückgang, was andere auf den Plan ruft, ein Restaurant mit ungepanschtem Olivenöl zu eröffnen.

    Wetten, dass er da nicht drauf kommt?

  6. herbert manninger

    Und wie hätten sich die EU-Politdeppen den Kontrollvorgang in der Küche vorgestellt? Hinter jedem Koch, der Öl in die Pfanne gießt, ein EU-Kontrollor, der das Siegel der Ölflasche bricht?

  7. Mercutio

    @Mourawetz
    Mit dem Markt hat das nur wenig zu tun, weil der durchschnittliche Gast wahrscheinlich nicht zwischen billigem und teuren Olivenöl unterscheiden kann, solange ersteres nicht gerade verdorben ist. Genauso wie die wenigsten selbsternannten Weinkenner nach dem zweiten Glas die Qualität ihres Bordeaux beurteilen können. Aber Einbildung ist eben auch eine Bildung, und solange der Tropfen nur teuer genug war, wird er auch schmecken, das weiß jeder Weinbauer.

  8. Thomas Holzer

    @Mourawetz
    Aber Bitte, wo kommen wir denn hin, wenn der Gast selbst entscheiden darf, in welches Lokal er geht, welche Glühlampen er kauft, welches Olivenöl er sich über den Salat gießt, etc. etc.
    Dafür haben wir ja erfreulicher Weise solche Geistesgrößen wie den Herrn Ciolos, welcher nach langem Nachdenken, nach unzähligen Sitzungen unzähliger Arbeitsgruppen und Befragungen von Lobbyisten und NGO’s zu dem Schluß kommt, daß die Politik unbedingt eingreifen muß 😉

  9. Thomas Holzer

    @Mercutio
    Da haben Sie schon recht; aber der Gast wird doch hoffentlich wohl noch selbst in der Lage sein zu entscheiden, ob er Olivenöl aus einem offenen Kännchen über seinen Salat gießt oder nicht!
    Oder wollen Sie diese existenzielle Entscheidung wirklich an die EU delegieren?

  10. Riso

    Die schafft es nicht einmal die Hersteller ehrlich zu halten, und dann soll es aber in Restaurants gehen?

    Irre.

  11. Mercutio

    @Thomas Holzer
    Sicher nicht, ich zweifle nur in diesem konkreten Fall die Zauberkräfte des marktes an. Im Übrigen geht keiner deshalb zu seinem Lieblingsgriechen, weil ihm das Kännchenöl dort so besonders taugt.

  12. gms

    Mourawetz :
    Wetten, dass er da nicht drauf kommt?

    Wer am eigenen Leben erleben dürfe, wie inferiore Figuren wie er selbst und seinesgleichen nach oben geschwappt werden, muß logisch zwingend am in der Welt verbliebenen Restverstand zweifeln. Es sind nunmal all die Versager an der politischen Spitze, deren bloße Existenz dort wiederum all deren Tun rechtfertigt. “Da nicht drauf kommen” ist bloß der Gipfel der Weisheit.

  13. Mourawetz

    @Mercutio
    Sie sagen es! Aber wenn ein Gast zufrieden ist mit dem Öl, auch wenn es verdünnt ist, weil er es sich so einbildet, wo ist dann das Problem? Der Gast hat das gepanschte Olivenöl genossen und bezahlt. Offenbar hat es ihm geschmeckt. Zufrieden geht er nach Hause. Der Wirt ist ebenfalls zufrieden. Welches Problem will die EU nun lösen? Mir scheint, sie will mit ihrem unerwünschten Verbot den Frieden zwischen Gast und Wirt stören.

    EU, wir haben kein Problem. Bitte in Ruhe lassen. Eure Sorgen möchten wir haben.

  14. Mercutio

    @Mourawetz
    Ich stimme Ihnen ja eh zu. Mehr Eigenverantwortlichkeit ist gefragt. Aber im Zweifel und bei Verdacht sollte es eben auch eine Lebensmittelkontrolle geben, die dem Schwindler auf die Finger haut. Wie halt in jedem Geschäft, wo geschummelte Ware überteuerte Ware verkauft wird. Aber Olivenöl auf dem Tisch des Griechen spielt hier wohl die geringste Rolle.

  15. Christian Weiss

    Na immerhin gibt es ja schon eine EU-Verordnung, welche die elektrische Leitfähigkeit von Honig festlegt. Daran kann man allem Anschein nach bestimmen, ob man es mit Wald- oder Feldhonig zu tun hat. Gott bzw. EU bewahre uns vor dem Unglück, dass in jener schmackhaften Büchse Honig, die wir uns zum Frühstück gönnen, nicht Waldhonig drin ist, obwohl solches drauf steht!!
    Nicht auf unsere Geschmacksnerven, auf die Millisiemens pro Zentimeter kommts an.

  16. Rennziege

    @Christian Weiss
    “… auf die Millisiemens pro Zentimeter kommts an.”
    Sie Umweltfrevler, Sie böser! Sie haben schändlich (vermutlich von der Fracking-Lobby bestochen) vergessen, dass auf den Honiggläsern auch zu stehen hat, wieviel CO2 die Bienen (die ja nicht nur ein-, sondern auch ausatmen müssen) während ihrer kriminellen Flüge abgesondert haben.
    So eine Weltklimakonferenz mit ~20.000 Business-Class-Roundtrips von Öko-Apparatschiks in klimatisierte Luxushotels ist dagegen völlig harmlos.

  17. KClemens

    Mourawetz :
    Ciolos kündigte jedoch an, sich mit allen Kritikern abermals zu beraten, um einen neuen Vorschlag zu machen.
    Am einfachsten wäre es, den Markt regeln zu lassen, wie er mit Restaurants verfährt, die einem Gast schlechteres Olivenöl, als das Etikett verspricht, unterjubeln. Der Gast könnte z.B. in das betreffende Restaurant einfach nicht mehr hingehen. Das Restaurant erleidet einen Umsatzrückgang, was andere auf den Plan ruft, ein Restaurant mit ungepanschtem Olivenöl zu eröffnen.
    Wetten, dass er da nicht drauf kommt?

    Das ist ja auch eine glatte Lüge. In den Restaurants stehen ja in der Regel kleine Menagerien aus Glas oder Plastik auf den Tischen. Und da ist naturgemäß auf den Flaschen oder Karaffen in denen Öl oder Essig ist, eben kein Etikett vorhanden.

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