12 comments

  1. Fragolin

    Ein bisschen Aktionsimus für das Stimmvieh, den das Stimmvieh doppelt und dreifach selbst bezahlt; man nehme einem Menschen einen Hunderter und schenke ihm dann einen Zwanziger zurück, und schon ist dieser ganz entzückt von der Großzügigkeit des Räubers. Klingt nach einem ziemliich depperten Stimmvieh, aber die Ergebnisse der Wahlen sprechen ja für sich…

  2. Thomas Holzer

    “Für diese Entlastung müssen wir aber ordentlich zahlen”

    Wenn für eine Entlastung bezahlt werden muß, egal ob ordentlich oder unordentlich, ist dies per se keine Entlastung mehr, sondern vielmehr eine Belastung!

    Man sollte die Dinge wieder beim Namen nennen; NLP hilft niemandem 😉

  3. Erwin Keusch

    Unsere Apparatschiks könnten wir in Ihrer Abgehobenheit nur einbremsen, wenn es gelänge, in möglichst kurzen Zeitabständen jeweils singuläre Gemeinheiten dem Plebs zur Kenntnis zu bringen (z.B. unter dem Titel ´die Sauerei des Tages´- das würde ev. auch einigen tatsächlich “tumben” Wählern unter die Haut gehen).- Gefordert wären u.a.(vereinigte) Oppositionsgruppen, finanziert von freiwilligen Spendern.

  4. Herbert Manninger

    Mit solchen Sümmchen wird große Politik gemacht!
    20 oder ,,weit mehr”, also ca. 21 Euro beschäftigen unsere Politiker, sie beziffern Defizite präzise einmal mit ungefähr zwischen 2 und12 , dann wieder mit 18, 23 Milliarden……
    Und die gleichen Typen versprechen, für die nächsten 100 Jahre das Weltklima auf 1/10° genau einzustellen!

  5. H.Trickler

    @Erwin Keusch:

    Ihr Vorschlag scheint mir unkeusch, weil welche Partei sollte denn am Schluss gewählt werden, um die Missstände zu beseitigen?

    In der Schweiz gab es für kurze Zeit die Partei der Parteilosen O_O

  6. Selbstdenker

    Treffender Beitrag im Kommentarbereich der Presse:
    “Es ist eine Frage der Umverteilung. Grob vereinfacht:
    Für Besserverdiener steigen die Steuern, Abgaben und Gebühren um 100, für die Schlechterverdiener sinken sie um 50 und der Verwaltungsaufwand steigt um 40.
    Die übrigen 10 werden für Öffentlichkeitsarbeit ausgegeben.”

    So sieht also die “Entlastung” der Lohn- und Einkommensteuerzahler aus: EUR 20,- Entlastung bei der Steuer (die kalte Progression der letzten Jahre wird nicht einmal abgedeckt) und eine mindestens fünffache Belastung bei den SV-Beiträgen.

  7. Selbstdenker

    @H.Trickler
    In Österreich gab es einmal die Nichtwählerpartei.

    Im Sinne einer repräsentativen Demokratie sollte sich die Anzahl zu vergebender Mandate nach der Wahlbeteiligung richten. Wenn z.B. 50% nicht zur Wahl gehen, dann sollte auch nur die hälfte der Sitze im Parlament vergeben werden. Es würde damit zumindestens teilweise der größten(!) Gruppe an Wahlberechtigten entsprochen: den Nichtwählern.

    Wenn die SPÖ heute beispielsweise bei 25% liegt, repräsentiert sie bei einer Wahlbeteiligung von rund 50% gerade mal 12,5% der Wahlberechtigten. Interessant, dass sich diese Partei immer noch so aufspielen kann, als hätte sie eine absolute Mehrheit.

    ÖVP und SPÖ zusammen repräsentieren zusammen gerade mal 25% der Wahlberechtigten und entscheiden über Vermögen und Einkommen der restlichen 75%. Ist das demokratisch?

  8. Erich

    @Selbstdenker
    “Ist das demokratisch?” ist eine gute Frage. Wenn wir die Wahlbeteiligung betrachten, dann muss ich aber leider feststellen, dass das Volk selbst schuld ist. Ich fürchte, viele – vor allem Jugendliche – glauben, dass sie das alles nichts angeht und sie gar nicht betrifft. Daher gehen sie nicht zur Wahl. Andererseits hat schon Christian Ortner in seiner herrlichen “Prolokratie” gezeigt, wie die Intelligenz unter dem Wahlvolk vertreten ist. Das kannst du vergessen! Schon die römischen Kaiser wussten, wem sie was geben mussten, um an die Macht zu kommen und sich dort zu halten. Das römische Reich zerbrach; das Wähler-Korruptions-System besteht heute noch überall.

    Unser System könnte sicher reformiert werden. Wenn ich aber unlängst einen Vorschlag des Bundestaxlers gehört habe, dass die stimmenstärkste Partei automatisch die Mandatsmehrheit erhalten sollte, dann läuten bei mir die Alarmglocken. Denn das wäre vermutlich auch nach der nächsten Wahl die SPÖ. Was diese Partei aufführt, wenn sie die Mehrheit hat, sehen wir ja bisher in Wien. Die Sozialisten hoffen offenbar auf ungarische Zustände, nur halt mit der “richtigen” Einstellung. Allerdings hat Orban in Ungarn seine absolute Mehrheit nicht durch solche Tricks erhalten (und im Übrigen seit diesem Wochenende durch eine Nachwahl verloren).

  9. Christian Peter

    @Erich

    ‘Die SPÖ hofft auf ungarische Zustände’

    die haben wir bereits seit Jahrzehnten. Ob es sich dabei um ein 1 – Parteiensystem wie in Ungarn oder ein 2 – Parteiensystem wie in Österreich handelt, tut herzlich wenig zur Sache.

  10. Rennziege

    23. Februar 2015 – 08:08 Erwin Keusch
    Nicht nur an Sie gerichtet: Ständig lese ich hier “Plebs” und “Klientel” als Neutrum, aber auch in vermeintlichen Qualitätszeitungen. Da ich mein Studium nicht unwesentlich durch Latein-Nachhilfestunden finanziert habe, trifft mich das in meiner Ehre — auch wenn es höchst unwahrscheinlich ist, dass einer der Hiesigen mein Klient war. (Aber bei -22° C kann man sich mit dergleichen befassen.)
    Oisdann: plebs, plebis ist grammatikalisch feminin, nicht anders als clientela, -ae und ihre deutschen Versionen haben dieses Geschlecht behalten.
    Weitere sprachliche Schlamperei, die um sich gegriffen hat: das Wort “Pfründe” als Plural zu betrachten. Es gibt aber kein “Pfrund”. Die Pfründe ist Singular, basta — sosehr sich mancher Hochwürden über einen einschlägigen Plural freuen würde. 🙂

  11. Fragolin

    @Christian Peter
    In Ungarn gibt es kein 1-Parteien-System sondern (gab es) die absolute Mehrheit einer Partei. Den Unterschied sollten Sie kennen.
    Dass das System aus jeder Partei, die an die Macht kommt, unterm Strich eine systemerhaltende Partei macht, weil niemals eine Institution ein System bekämpfen würde, das als einzige Absicherung der künftigen Macht und Pfründe dienen kann, steht auf einem anderen Blatt. Jeder, der in einem Feudalsystem an die Macht kommt, wird zwangsläufig zu einem Feudalherren. Daraus aber abzuleiten, dass es eigentlich nur einen gibt, ist abenteuerlich.

  12. Christian Peter

    @Fragolin

    Der Begriff ‘Einparteiensystem’ wird heute fast ausschließlich iS von ‘De-facto-Einparteiensystem’ verwendet, denn de jure – Einparteiensysteme gibt nur mehr ganz wenige auf der Erde.

    Zum eigentlichen Thema : Ungarische Zustände herrschen in Österreich bereits seit Jahrzehnten, denn ob sich zwei Parteien den Staat zur Beute machen (Österreich) oder eine (Ungarn), macht keinen Unterschied.

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