„Digitalisierungsstrategie!“ – eine Lachnummer

(ANDREAS UNTERBERGER)  Es gibt seit vielen Jahren kein politisches Programm in Österreich oder Europa, in dem nicht mit großen Worten die Digitalisierung als zentrale Aufgabe herausgestrichen würde, die durch eine besondere Strategie zu fördern wäre. Nur: Geschehen ist immer das Gegenteil. Was sich auf vielen Ebenen beweisen lässt, bis in die unmittelbare Gegenwart. Bei der konkreten Umsetzung ist nämlich aus dem Einsatz für die Digitalisierung immer ein Kampf gegen die Digitalisierung geworden. In Europa haben sich jeweils die alten gegen die neuen Technologien durchsetzen können. Bei dieser Retro-Strategie haben sich besonders die “Sozialpartner” hervorgetan: Wirtschaft wie Gewerkschaft haben immer wieder mit Erfolg das Neue zu dämonisieren verstanden. mehr hier

4 comments

  1. Gerald Steinbach

    Die EU hat keine Zeit für die Digitalisierung die kümmert sich um das Klima und muss die Temperatur einstellen.
    Für die Digitalisierung sind die USA und China verantwortlich , fatal für die Zukunft

  2. Sokrates 9

    Im Zugvon Wiennach Salzburg faellt in der Regel 3-4x das Internet aus! Tausende Kilometer durch die Mongolei gefahren und das ohne Internetprobleme! BREXIT IST NATUERLICH WICHTIGERES Thema!

  3. Selbstdenker

    Die von Unterberger aufgezählten Punkte möchte ich um einen weiteren – meiner Meinung nach den Wesentlichsten – ergänzen:

    Am Beispiel vom roten Wien und vom alt-schwarzen Tirol kann man klar erkennen, dass die Politik das Selbstverständnis eines Feudalherrn hat. Die Politiker wollen keine freien Unternehmer, sondern eine abhängige Schar von Leistungserbringern, Innovatoren und Verwaltern.

    Alle Maßnahmen sind danach ausgerichtet, den Markt so zu beeinflussen, dass am Ende entweder ein parteipolitisch besetzter „öffentlicher“ Monopolbetrieb (z.B. ORF, Landesenergieversorger) oder ein marktbeherrschender, öffentlich subventionierter „privater“ Platzhirsch mit engen politischen Kontakten (siehe Print-Bereich) steht.

    Sogenannte „Förderungen“ dienen primär dazu auf Kosten der Öffentlichkeit den Markt so zu verzerren, dass bestehende und potentielle Spielwiesen für Politiker (während oder nach ihrer aktiven Phase) politisch unabhängige Akteure abdrängen.

    Digitalisierung reiht sich in eine lange Liste von Bullshit-Begriffen, die bewusst vage gehalten werden, so dass man beliebig den Bedeutungsinhalt anpassen und Geldmittel anzapfen kann. Er dient der Vernebelung um die weiter oben beschriebenen Aktivitäten noch ungenierter durchziehen zu können.

  4. Falke

    Hadmut Danisch, selbst Informatiker, weist in seinem Blog regelmäßig darauf hin, dass die “hohe” deutsche Politik, an der Spitze mit Merkel, zwar ständig von “Digitalisierung” und “Künstlicher Intelligenz” schwadroniert, aber gar nicht wirklich weiß, was das eigentlich ist, und daher konsequenterweise Personen (meist weiblichen Geschlechts, von wegen der Quote) mit deren Durchführung beauftragt, die noch weniger Ahnung davon haben.

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