Diskriminierung, ein Lifestyle-Accessoire

“…..Obwohl der Rechtsstaat noch nie so untadelig war, die persönlichen Freiheiten noch nie so weit reichten und die Entfaltungsmöglichkeiten noch nie so vielfältig waren wie heute, nimmt die gefühlte Diskriminierung laufend zu. Das Gefühl, diskriminiert zu sein, ist zu einem Lifestyle-Accessoire geworden. Irgendwann im Leben kommt jeder einmal zum Zug: Die Buben sind in der Schule benachteiligt, die Mädchen bei der Berufswahl, die Mütter grundsätzlich, Alleinerziehende erst recht, die Väter bei der Scheidung, die 50-Jährigen auf dem Stellenmarkt, die Migranten bei der Wohnungssuche und so weiter….” (NZZ, hier)

18 comments

  1. Thomas Holzer

    Ja leider!
    Aber wenn man Jahrzehnte lang “Gleichheit” fordert und fördert, das Erreichen derselben gar als das! Ziel der Politik ausgibt, die Mehrheit des Wahlvolkes den Scharlatanen dieser Versprechungsgebung nachläuft und bereitwillig wählt, darf man sich nicht wundern, wenn lauter etatistische und sozialistische Egoisten/Narzissten das Land bevölkern.

    Lautere Politiker und/oder Staatsmänner sollten die Bevölkerung schonungslos wissen lassen, daß das Leben von der Geburt bis zum Tod aus einer Aneinanderreihung von Diskriminierungen besteht, und sonst gar nichts. (Die Mehrheit, so hoffe ich,. weiß das sowieso, nur sie will es leider nicht wahrhaben, und Politikerdarsteller tun alles, die Tatsachen zu verschleiern)

  2. sokrates9

    Eigenverantwortung auf Null setzen, das Kollektiv wird´s schon richten! Früher war das das kommunistische Gesellschaftsideal, heute nennt sich das “Sozialismus”!

  3. Lisa

    zit.:”Die Doktrin der politischen Korrektheit erlaubt keine Kompromisse. Sie auferlegt dem Staat, nicht nur jede Lebensweise und jedes Bedürfnis zu respektieren, sondern sie auch gebührend zu unterstützen” Lebenslang Kind von Vater Staat bleiben, Papa wirds richten. Der Narzissmus, die Selbstliebe, ist die übliche Form der Liebe bei ganz kleinen Kindern, die mit der Zeit und zunehmender Realitätskonfrontation und -bewältigung lernen müssen, dass sie weder Prinzen noch Prinzessinnen sind, sondern ihre Aufgaben im Leben haben. Das “Kindeswohl” ist eineHeuchelei sondergleichen: Kinder wollen z.B. Väter und Mütter, keine gschiedenen Eltern, alleinerziehende Elternteile, Patchworkfamilien etc. und all die Massnahmen zum Wohle des Kindes ist Symptombekämpfung. Auch die schösnten Spielplätze, auch die raffiniertesten Spielzeuge können die Freiheit, welche Kinder früher hatten, nicht ersetzen. Mitarbeit in Haus und Feld war zwar üblich, erfüllte die Kinder aber auch mit Stolz – und die Freiheit, die schul- und arbeitsfreie Zeit so zu nutzen, wie sie selbst das wollten – und nicht, wie das Freizetmanagement und die Spielzeugindustrie es verlangen. Kurz und achnurz gesagt – wie @Reini – jammernde, quengelnde Gören. Lebenslang.

  4. stiller Mitleser

    @ Thomas Holzer
    ” daß das Leben von der Geburt bis zum Tod aus einer Aneinanderreihung von Diskriminierungen besteht, und sonst gar nichts”
    – ja, richtig, aber eben nur mit einem gut fundierten, positiven Narzißmus auszuhalten.

  5. Falke

    Grunddoktrin der links-grünen gesellschaftspolitischen Korrektheit ist die völlige Gleichheit aller Menschen, unter völliger Außerachtlassung der genetisch bedingten Unterschiede. Und was nicht gleich ist, wird gleich gemacht – meist durch Nivellierung nach unten. Jede Ungleichheit wird auf Erziehung und/oder soziales Umfeld zurückgeführt, daher muss man dieses ausschalten bzw. neutralisieren. Eliten sind pfui, es wird alles getan, um so etwas gar nicht aufkommen zu lassen. Daher gehen besonders begabte Menschen nach Amerika, Europa versinkt immer mehr in Mittelmäßigkeit und wird wohl bald auch von China überflügelt werden, wo Begabte ganz besonders gefördert werden.

  6. Historiker

    @stiller Mitleser
    @ Thomas Holzer
    “ daß das Leben von der Geburt bis zum Tod aus einer Aneinanderreihung von Diskriminierungen besteht, und sonst gar nichts“
    Also das ist wohl ein Märchen, was Sie hier formulieren !
    Ich z.Bsp. wurde mein Lebtag weder diskriminiert, noch missbraucht, noch geschlagen, noch irgendwas. Ich, und viele andere, wurden geliebt, gefördert und mit einem positiven Selbstbewußtsein ausgestattet, das in allen Lebensbereichen sehr schnell zum Erfolg geführt hat, – bei der Bildung, im Beruf, finanziell, bei den Mädels, – nur als Tormann habe ich versagt. Aber ich bin drüber weggekommen.
    Und was das “Prinzen-Dasein” betrifft, so hilft es sicher, wenn Mama und Papa sagen, Du bist der Größte, wenn es dadurch zu Leistungs-Steigerungen kommt, wie es bei vielen der Fall ist.
    Ich glaube auch, wenn man jemandem Ungeeigneten sagt, er sei für eine Sache ungeeignet und solle sich lieber ein anderes Betätigungsfeld suchen, so ist das keine Diskriminierung, sondern eine Lebenshilfe. Zumindest war es bei mir so.
    Gestern traf ich einen Architekten, dessen Sohn wollte nach einem Jura-Studium Richter werden. Sein Vorgesetzter schrieb eine Bewertung, dass er als Richter ungeeignet wäre, weil er zu sensibel und gutmütig wäre, – und so wurde er als Richter abgelehnt und ist heute sehr erfolgreich als Rechts-Experte beim Finanzamt. Sein Vater, der Architekt, der seinen Sohn genau kennt, sagt, der Vorgesetzte hätte genau richtig gehandelt, sein Sohn sei für den Richterberuf völlig ungeeignet, – jetzt sei er glücklich in seinen Expertisen und brauche sich nicht täglich mit Verbrechern und Negativismen herumschlagen, die einem auf Dauer die Laune verderben. -. Ist das nun Diskriminierung ? Sicher nicht . . .

  7. Thomas Holzer

    @Historiker
    Freut mich, daß Sie es so empfinden 🙂 Diskriminierung hat aber nichts mit Schlagen et al. zu tun.
    Einige Beispiele, um meine These zu untermauern: der Kleine wird vom Großen, der Dicke vom Schlanken, der Arme, vom Reichen, der Dumme vom Gescheiten, der Handwerker vom “Akademiker”, der Mann von der Frau, das Kind vom Greis etc. etc. etc. und vice versa diskriminiert, auch wenn es nicht als Diskriminierung bezeichnet wird.
    Ich wollte einfach zum Ausdruck bringen, daß “Ungerechtigkeit”, Ungleichheit dem Menschsein immanent ist, und alle Bestrebungen zu versuchen, diese zu “beseitigen”,abzuschaffen, nur durch Zwang erfolgen können, daher aber natürlich zum Scheitern verurteilt sind.
    Eine Gartenhecke können Sie nur mittels einer Heckenschere auf gleich trimmen, sprich mit Gewalt, ansonsten wächst ein Teil schneller, höher, der andere langsamer, breiter oder wie auch immer.

  8. Historiker

    @Thomas Holzer
    Ungleichheit ist keine Diskriminierung, besonders wenn es sich nur mehr um Nuancen handelt. – und es hat sich auch in vielen Fällen verkehrt : ein nächtlicher Hausbesuch eines Arztes bringt diesem 35 €, – einen Rauchfangkehrer oder Dachdecker kriegen Sie nicht unter 100 € untertags.
    Zweifellos tun sich die leichter, die schon privilegiert zur Welt kommen, – und damit meine ich nicht die Superreichen, sondern die, die in eine glückliche, halbwegs intelligente, nicht arbeitslose Komplett-Familie (Vater + Mutter) hineingeboren werden, und in der sie geliebt, gefordert und gefördert werden. – Das Drama heutzutage ist, dass diese Lebensform schon in der Minderheit zu sein scheint . . .

  9. Thomas Holzer

    @Historiker
    Natürlich ist Ungleichheit keine Diskriminierung!
    Ungleichheit, Verschiedenheit wird aber von “unseren” Politikerdarstellern und deren Epigonen samt PC zur Diskriminierung umgeformt, umgedeutet.
    Warum glauben Sie wohl, daß sich in unseren Zeiten so viele Menschen “diskriminiert” fühlen?! Gerade weil die Politikerdarsteller das Faktum der Verschiedenheit, Ungleichheit für sich als weites, nahezu unendliches Betätigungsfeld auserkoren haben. Alle Antidiskriminierungsgesetze sollen doch nur dazu dienen, natürliche Fakten ex lege aus der Welt zu schaffen, und bis dahin, alles und jeden die Opferrolle zu ermöglichen

  10. Fragolin

    “Diskriminierung” ist die Ausrede der Idioten, die nichts gebacken bekommen, dass daran ausschließlich die anderen schuld sind. Die Nicht-Akzeptanz, dass es am eigenen Unvermögen liegen könnte, resultiert aus der Nicht-Fähigkeit zur Selbstreflexion. So gesehen ist die Diskriminierten-Schwemme nichts anderes als ein Indikator der Verblödung der Massen.

  11. Historiker

    #Fragolin
    In der Gesellschaft ist es doch so, wie in der Formel 1 : Hast Du das bessere Auto, kannst gut fahren und kriegst die Pole-Position, dann hast Du dramatisch mehr Chancen das Rennen zu gewinnen als einer mit einem miesen Auto und Startplatz 22. – Die Wahrheit ist aber auch, dass keiner der “Privilegierten” (ich gehöre Gott sei Dank auch dazu) sagt : GLÜCK GEHABT ! Kluge Eltern, sehr gute Ausbildung inklusive “guten Schmäh” von der Mama, groß, schlank, etc.- Darüber SPRICHT MAN NICHT ! – Aber, und darüber brauchen wir uns nichts vorzumachen, davon hängt doch der Erfolg in dieser, unserer Gesellschaft ab, – und über eines darf man überhaupt nicht reden : die genetische Qualität des Gehirns, die manche Menschen dazu befähigt 5 – 6 Sprachen locker zu erlernen, Erfindungen zu schaffen, komplexe Strukturen zu verstehen, zu verändern, neue zu gestalten, – ein Gespür für Möglichkeiten nicht nur zu erahnen, sondern auch umzusetzen und in jedwede Form des Vorteils umzuwandeln. – Ehrlicherweise muss man sagen, bestimmte Menschen, sogar Völker sind privilegiert, was automatisch dazu führt, dass andere diskriminiert sind, weil sie halt nicht so gscheit, so schön, so innovativ sind. – Leider hört man von den Privilegierten selten ein DANKE für ihre eigenen Fähigkeiten, für die sie oft gar nichts können, weil vererbt.

  12. stiller Mitleser

    @ Historiker
    Ich freu mich auch für Sie, nicht nur weil Sie offensichtlich eine förderliche Kindheit erlebten, sondern auch weil Sie sich in einem sozialen Milieu zu bewegen scheinen, in dem konstruktiv und förderlich miteinander umgegangen wird.
    Das ist nicht selbstverständlich und es gibt tatsächlich – wie im NZZ-Artikel dargestellt – einen gesellschaftlichen Trend zur Narzissisierung, dem man sich innerhalb einer Generation/eines Milieus nicht leicht entziehen kann.

  13. Historiker

    @stiller Mitleser
    Vor 40 Jahren gab es mal eine Kakao-Werbung, die hieß : “Benco macht stark und schlau !” – Heute UNDENKBAR ! – Fakt ist, wir wollten damals alle stark und schlau sein, – vor allem schlauer als die anderen ! – Das hat den Ehrgeiz und die Leistungsbereitschaft gesteigert, – und tatsächlich funktioniert ! – Ich glaube, die rot-grünen Diskriminierten sollten sich lieber mehr BENCO einflößen statt Marx und Antifa . . .

  14. Fragolin

    @Historiker
    Ich habe ganz bewusst darauf verzichtet, zu erwähnen, dass es ungerecht ist, als Idiot auf die Welt zu kommen.
    Aber Gerechtigkeit ist ein Wieselwort, es gibt keine Gerechtigkeit weil es keine Gleichheit gibt. Es gibt keine Privilegierten oder Vernachlässigten und keiner der beiden trägt auch irgend eine Verantwortung für das Schicksal des anderen. Es gibt doch andere Möglichkeiten, zu zeigen, dass es irgendwas gibt, wo man gut ist, es muss ja nicht Formel 1 sein. Unsere Welt krankt daran, dass der super-reaktionsschnelle Formel-1-Pilot, der keine 3 Sätze fehlerfrei schreiben kann, beneidet wird von einem geschliffen formulierenden aber leider schneckenlangsamen Schreiberling. Oder der Progarmmierer vom Schweißer – der eine kann nicht schweißen, der andere nicht programmieren. So what? Diskriminierung schreien immer nur die, die glauben, es läge an den anderen und nicht an ihnen selbst, dass sie da sind, wo sie sind (und mit ihren Fähigkeiten hingehören) und nicht da, wo sie sein wollen.
    Wenn ein 100-Kilo-Klumpen kein Weltklassesprinter werden kann, liegt das an seinem Gewicht.
    Wenn er das Gewicht nicht aus eigener Kraft reduzieren kann, dann ist das Schicksal.
    Dafür kann aber weder sein Trainer was noch der schnellere Läufer.
    Deshalb bleibt für mich das Geplärre von “Diskriminierung” nur der Ausdruck der Unfähigkeit, die eigenen Fähigkeiten richtig einzuordnen.
    Und als Zweites kommt die Unfähigkeit hinzu, die freien Entscheidungen freier Menschen in einer freien Welt zu ertragen. Wenn ich z.B. Vollverschleierte nicht in mein Geschäft lasse weil ich die doof finde ist das meine freie Entscheidung aus persönlichen Gründen auf Umsatz zu verzichten. Dem folgt deren freie Entscheidung, entweder Gesicht zu zeigen um einzutreten oder in ein anderes Geschäft zu gehen. Da wird niemand diskriminiert denn es wird niemandem geschadet. Was anderes wäre, wenn ich der einzige Anbieter von Wasser weit und breit wäre und sich würde die lieber verdursten lassen als ihnen welches zu verkaufen. Da wird eine humanitäre Grenze überschritten – Mensch hat die Verpflichtung, Menschenleben zu retten.
    Aber alles andere ist hilfloses Nicht-Eingestehen-Können eigener Unfähigkeit, egal welche Ursache diese hat.
    Bedanken oder Beschweren kann man sich bei Gott.

  15. Reini

    Wenn man mit “Alice im Wunderland” lebt, fühlt man sich leichter in der Realen Welt diskriminiert! …
    Wer Diskriminierung sucht wird sie auch finden! … z.B. Conchita provoziert sie förmlich, und dann noch jammern!

  16. gms

    Historiker,

    > Ich z.Bsp. wurde mein Lebtag weder diskriminiert ..

    Daß sogar den Anschein der Vernunft Erweckende sich dieses Begriffes in der trendigen Neologismenform bedienen zeigt, wie sehr die mentale Seuche schon umsich gegriffen hat.

    Das lateinische ‘diskriminare’ steht für unterscheiden, es ist die Basis jedes Denkens und Handelns und erlaubt hierfür fähigen Menschen etwa zwecks Körperpflege, Zahnpaste auf die entsprechende Bürste zu platzieren, anstatt Rasiercreme. Der Tourist fragt potentiell geeignete Passanten nach dem Weg, aber eher keinen am Boden Sitzenden mit einem Hut vorsich und dem Schild “taubstumm” um den Hals. Wer im Auto nicht zwischen Vorwärts- und Retourgang diskriminiert, braucht beim Ausparken mutmaßlich länger als andere, die spontane Gleichsetzung von Links- und Rechtskurven führt auf der Bundesstraße wahrscheinlich zu ungewollten Organspendern — eine Aufzählung, die sich endlos fortsetzen ließe.

    Wer nicht diskriminiert zwischen X und U, ist entweder tot oder unvermeidbar auf dem Weg dorthin, ein Schicksal, das jene für die bürgerliche Gesellschaft vorzeichnen wollen, die aktives Unterscheiden moralisch und zum Teil auch legistisch pönalisieren. Hier wird die Axt mit Anlauf wider den Verstand geschwungen.

    Wer behauptet, er wurde sein Lebtag nie diskriminiert, muß sich (vom Gramatikalischen abgesehen) die Anschlußfrage gefallen lassen, wer denn dabei die Vergleichspersonen waren, wenn es diese überhaupt gab, und ob defacto nicht sogar dann eine Diskriminierung vorlag, fiel die Wahl dennoch oder gerade deshalb auf ihn, der zuvor Gegenstand einer Unterscheidung war.

    Verwendet man den Begriff aber im Sinne der Volksverblöder, hat die Giftigkeit bereits seine Wirkung entfaltet. Put simply: Ich habe mein Lebtag diskrimiert und werde es auch weiter tun, jeden Tag einige hunderte Male bewußt und ein Vielfaches davon mehr unbewußt. Das Wahrgenommene kann und wird unvermeidbar in meine Entscheidungsprozesse einfließen, kein noch so empörungsschwangerer Flachwurzler wird mich jemals davon abhalten.

    Solange man Linken gestattet, Begriffe zu pervertieren und selbige hernach sogar wie Geisteskranke selbst im Munde führt, braucht man sich über den Niedergang nicht zu wundern. Idiokracy.

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