Diskriminierung ohne Diskriminierte

Von | 10. März 2016

(ANDREAS UNTERBERGER Das war zweifellos österreichischer Rekord: 16 Seiten einer einzigen Ausgabe des „Standard“ wurden zum Weltfrauentag Themen rund um Genderismus und Feminismus gewidmet. Dabei ist den Blattmachern wohl gar nicht aufgefallen, wie sehr sie gleichzeitig selbst durch eine enthüllende Passage ihrer „Geschlechterverhältnisse“-Marathonstrecke den eigenen Stereotypen den Teppich unter den Füßen weggezogen haben.

Diese Passage findet man freilich erst versteckt auf Seite 14. Eine Begründung für diesen Frauentags-Marathons bekommt der Leser weder davor noch danach. Dabei ist der Frauentag ja nur einer von Hunderten sich alljährlich wiederholenden Gedenktagen (oder sind‘s schon Tausende?). Kein anderer Gedenktag bekommt auch nur annähernd so viel Platz.

Ebenso wenig bekommen den die wirklich wichtigen und aktuellen Ereignisse der Weltgeschichte. Gleichgültig, ob das der Anfang oder das Ende eines blutigen Krieges ist, ob das die Millionen an der Malaria verreckten Menschen sind, ob das der nach hundert Jahren gefundene spektakuläre Beweis der Relativitätstheorie, oder ob das die steigende Staatsverschuldung und Arbeitslosigkeit in Österreich ist.

Das sind alles unbedeutende Kleinigkeiten. Nur die G’schichterl von den bösen Männern und den armen diskriminierten Frauen und die Forderung nach einer „geschlechtergerechten“ Sprachverstümmelung (die der „Standard“ interessanterweise sonst selbst fast nie praktiziert) ist ununterbrochen so viel Platz wert.

Nun gut. Es ist Sache jeder Redaktion, jedes Verlags selber, den Leser- und Auflagenverlust zu beschleunigen. Das kann der Außenwelt relativ wurscht sein – zumindest wenn sie großzügig die 4,8 Millionen Euro an Steuergeldern ignoriert, die alleine der „Standard“ alleine 2014 für Medienkooperationen (meist Inseraten) aus dem Staatsbereich bekommen hat.

Beschränken wir die weitere Befassung mit dieser Frauenstrecke auf eine Meinungsumfrage, die der „Standard“ selbst in Auftrag gegeben hat. Diese scheint auf den ersten Blick eine arge Frauendiskriminierung zu bestätigen: 58 Prozent der Frauen sagen der Umfrage zufolge, dass die Männer mehr Chancen haben, „gerecht behandelt zu werden“. Und nur 2 Prozent sehen Vorteile für die Frauen. So weit, so eindeutig auf der Linie der ständigen feministischen Klagen durch „Standard“, ORF, Falter & Co.

Die jungen und alten Frauen werden offenbar nicht diskriminiert
Interessanterweise wird aber das Bild total anders, sobald die Meinungsforscher von „market“ danach fragen, wie es bei den jungen Menschen, den rund Zwanzigjährigen ausschaut: Bei dieser Altersgruppe sehen plötzlich nur noch 27 Prozent aller Frauen eine Frauendiskriminierung. Also nicht einmal die Hälfte derer, die ohne Altershinweis eine Diskriminierung sehen. Und 14 Prozent sehen sogar mehr Vorteile für die Frauen als für die Männer.

Der Grund für diese radikale Meinungsänderung sind zweifellos die Erfahrungen mit immer mehr Männerdiskriminierungen, die zur Objektivität bereite Frauen durchaus sehen. Besonders Mütter von Söhnen müssen sie auch bei Schule und Berufswahl miterleben:

durch leistungsfeindliche Quoten, die zur Diskriminierung von eigentlich für einen konkreten Job besser geeigneten Männern führen;
durch viele einseitige Frauenförderungsprogramme aus Steuergeldern;
durch die vielen auf Kosten der Steuerzahler oder der Wirtschaft lebenden Frauenbeauftragten;
durch die feministische Universitäts-Umformung mit zahllosen Jobs für einschlägige Aktivistinnen;
durch die offensichtlich ungleiche Behandlung bei den Schulnoten (Mädchen bekommen weit bessere Zensuren, während die männlichen Schüler nur bei objektivierten Tests Oberwasser bekommen) usw.
Ebenfalls erstaunlich: Ganz ähnliche Werte finden sich, sobald nach den älteren Menschen ab etwa 60 gefragt wird. Auch da sehen 28 Prozent (wieder: aller befragten Altersstufen) Vorteile für Männer und 15 Prozent Vorteile für Frauen.

In diesem Teil der Antworten versteckt sich mit Sicherheit vor allem das frühere Pensionsantrittsalter von Frauen.

„Und wie ist das bei Ihnen persönlich?“
Noch viel stärker wird das durch die ständigen Klagen der Frauenaktivistinnen gezeichnete Bild ins Gegenteil verkehrt, wenn nach den eigenen Erfahrungen der Befragten geforscht wird. „Und wie ist das bei Ihnen persönlich, ich meine: in ihrem eigenen Leben? Werden Sie alles in allem gerecht behandelt oder ist das eher nicht der Fall?“ Da sagen plötzlich 81 Prozent der Frauen, dass sie sich im eigenen Leben persönlich sehr wohl gerecht behandelt fühlen!

Das lässt nur eine einzige Interpretation zu: Die Klagen über angebliche Diskriminierung von Frauen im allgemeinen werden nur deshalb von mehr als der Hälfte der Frauen geteilt, weil Hunderte weibliche Journalisten in fast allen Medien und viele SPÖ-nahe Organisationen wie die Statistik Austria ihnen das ständig vorbeten. Etwa durch ständige Veröffentlichung von Gehaltsstatistiken, in denen regelmäßig Äpfel mit Schottersteinen verglichen werden. Selber hingegen haben vier von fünf Frauen keine Diskriminierungs-Erfahrung gemacht.

Womit wohl bewiesen ist: Die allgemeinen Klagen über Frauen-Diskriminierung entsprechen zwar dem Zeitgeist, aber nicht den Tatsachen. Sonst müsste es ja zumindest im gleichen Umfang auch diskriminierte Frauen geben.

Jetzt werden einige Kampffeministinnen empört einwenden: Aber 19 Prozent, die sich nicht gerecht behandelt fühlen, seien ja noch immer viel. Dann kann man ihnen empfehlen: Sie sollten auch die zweite im „Standard“ dazu stehende Zahl lesen. Bei allen Österreichern zusammen nämlich, also Frauen plus Männer, beträgt die Zahl jener, die sich im eigenen Leben gerecht behandelt fühlen, nur 71 Prozent. Das zeigt: Von den Männern fühlt sich im Leben ein doppelt so hoher Anteil schlecht behandelt wie bei den Frauen!

Ist es immer ungerecht, wenn man einen Job nicht bekommt?
Dennoch gibt es interessanterweise keine Männerbewegung, die für sich Dutzende Lehrkanzeln, Quoten und viele hundert Männerbeauftragtenposten verlangt.

Dazu kommt noch ein ganz anderer Aspekt: Nicht jeder Mensch, der sich ungerecht behandelt fühlt – also etwa klagt, weil er einen begehrten Posten nicht bekommen hat, – ist wirklich Opfer einer sexuellen Diskriminierung. Manchmal soll es ja auch schon vorgekommen sein, dass ein Konkurrent für den gewünschten Job einfach besser qualifiziert ist.

Aber freilich: Wenn man die Ursache bei Misserfolgen nie bei sich selber sucht, sondern stets bei einer archaischen Verschwörung eines düsteren Patriarchats, dann ist das gut für das eigene Selbstwertgefühl. (TB)

 

16 Gedanken zu „Diskriminierung ohne Diskriminierte

  1. Mona Rieboldt

    Der “Frauentag” am 8. März dürfte schon älter sein, als der Tag des Hundes, Tag der Drogensucht etc. Der Frauentag wurde von Klara Zetkin ins Leben gerufen, da damals die Kommunistinnen sich stärker für Frauen einsetzten.

    Ich glaube nicht, dass Frauen diskriminiert werden. Sie können heute jeden Beruf erlernen, den sie wollen. Sie können studieren, was sie wollen. Und in einer Zeit, als Frauen mehrheitlich Hausfrauen waren, hat eine Madame Curie zweimal den Nobelpreis gewonnen. Es geht auch darum, was Frauen wollen. Und wenn sie weniger verdienen als Männer, liegt es an der Berufswahl, ein Automechaniker verdient halt mehr als eine Verkäuferin.

    Das Ganze Gejammer und der Zirkus mit Gender wird halt von einer bestimmten Frauengruppe erzeugt. Und bestimmte Medien greifen das auf bzw. blasen das Ganze noch auf. Das hat aber mit Frauen allgemein nichts zu tun.

  2. Fragolin

    Putzig ist ja, das ausgerechnet jene Orchideen-Magistras, die ohne nennenswerte Kompetenzen in extra gegen Frauenarbeitslosigkeit geschaffenen Orchideen-Pöstchen ein durchaus ansehnliches Ausgedinge ohne geforderte messbare Gegenleistung geschenkt bekommen, sich am heftigsten über ihre Diskriminierung aufplustern. Man bekommt den Verdacht, dass zu viel Staubzucker im Hintern dauerhaft die Hirntätigkeit schädigt.

  3. Fragolin

    Ach ja, die Redaktionsstuben:
    http://www.focus.de/regional/jena/2500-teilnehmer-bei-gegendemo-polizei-setzt-pfefferspray-ein-verletzte-bei-afd-kundgebung-in-jena_id_5346971.html
    Und wir wissen schon, man muss nur den Text lesen, und schon ergibt sich das erwartete Bild:
    Das Problem war die SA, die an der Spitze einer 5-fachen Übermacht mit aggressiver Gewalt gegen die AfD-Demonstranten losstürmten.
    Aber immer, wenn der Mob der Sozialistischen Antifa seinen Hass und seine Aggression austobt, wird es so dargestellt, als wären seine Opfer die eigentlichen Täter.
    Willkommen bei der unterwürfigen Hofberichterstattung der Sozialistischen Diktatur Merkelstan.

  4. Selbstdenker

    @Mona Rieboldt
    Vielen Dank für diesen ausgezeichneten Kommentar!

    Instinktiv spüren Karriere-Feministinnen, dass gerade ihr Narrativ abraucht. Sie versuchen es daher mit immer kostspieligeren Mitteln (gesellschaftliche und monetär) aufrecht zu erhalten.

    Ich behaupte, das es den Feministinnen – falls dies überhaupt jemals das eigentliche Ziel war – heute nicht um Gleichberechtigung bzw. Chancengleichheit geht. Es geht im obersten Segment um Privilegienanhäufung (Aufsichtsratsquoten), im mittleren Segment um Ergebnisgleichheit (Gender Wage “Gap” Diskussion) und im untersten Segment um permanenten Opferstatus.

    Der Feminismus der dritten Generation führt nicht nur einen selbsterklärten Krieg gegen “das Patriachat” sondern auch gegen die Ästhetik und somit ultimativ auch gegen die Frauen. Es werden krankhaftes Übergewicht, blaugefärbte Haare, Tattoos, Nasenringe, ungepflegtes Erscheinungsbild, gefärbtes Achselhaar und ein zerknitterter Kleidungsstil aus dem Caritas-Sack propagiert.

    Für solche Frauen interessiert sich kein Mann, der es sich aussuchen kann und der einen Funken Selbstwert hat. Diese Frauen spüren die Ablehnung und stürzen sich damit noch mehr in die ideologische Verblendung: so werden künstliche Schlagwörter (“Fat-Shaming”, “Lookism”, etc.) zur selbst erfüllenden Prophezeiung und Karriere-Feministinnen können sich auf Nachschub an Glaubensschwestern, Fußtruppen und Sex-Gespielinnen freuen. Das geht eben einfacher als den persönlichen Lebensstil (Ernährung, Körperpflege, etc.) umzustellen.

    Zwei aufschlussreiche Ergebnisse aus US-Studien:
    1) Attraktive Frauen finden sich signifikant häufiger im konservativen Lager
    2) Stark übergewichtige Frauen sind signifikant häufiger in lesbischen, radikalfeministischen Kreisen vertreten

  5. Dolesnykov

    Bei uns in der Bude bekommt eine frische Master Absolventin das exakt gleiche Einstiegsgehalt wie die (hauptsächlich) männlichen Kollegen. Keine Quote und Sonderbehandlung nötig – hauptsache die Qualifikation stimmt.
    Aber dabei gehts halt um leistungsorientierte Jobs (Ingenieure) und keine Orchideenfächer.

  6. Giovanni B.

    Zu diesem Thema gibt es ein köstliches Buch.von Akif Pirinçci. Die große Verschwulung ISBN Nr. 978-3-944872-22-3. Untertitel: Wenn aus Männern Frauen werden und aus Frauen keine Männer. Passend zu diesem Artikel empfehle ich Kapitel VI des Buches Gender-Geldstreaming.

  7. mariuslupus

    Der feministische Horizont reicht nicht einmal bis zum Tellerrand. Am 8. April gab es in Istanbul eine Frauen Demonstration, bei der die Teinehmerinen gegen die Reduzierung der Frauen in der Türkei, auf die Hausfrauen- und Muterrolle protestiert haben. Dieser Protest richtete sich direkt gegen die frauenfeindliche, islamistische, Politik Erdogan`s. Der gleiche Erdogan dem die vereinigte EU hofiert. Dieser Protest gegen die Zurückdrängung der Frauen aus dem öffentlichen Leben in der Türkei , ist den linken und grünen Feministinen keine Erwähnung Wert. Dabei verlangen die Frauen in der Türkei nur dass zurück, was ihnen bereits Mustafa Kemal Pascha, vor fast einen Jahrhundert gegeben hat. Eine gewisse Gleichstellung in der Gessellschaft. Erdogan, als “demokratischer” Despot, dreht das Rad der Geschichte zurück. Trotzdem, oder vielliecht deswegen, ist er der Liebling der EU Nommenklatura. Exempla trahunt.

  8. Mona Rieboldt

    @Selbstdenker
    Danke! Da es eine Kommunistin war, die den 8. März zum Frauentag machte, haben vor allem die Gewerkschaften diesen Tag übernommen. Und sie verteilen dann rote Nelken an Frauen. Die Blumen können ja nichts dafür, sind trotzdem hübsch.
    Der ganze Genderunsinn wurde dann vor allem von den Grünen zu ihrem Thema gemacht.

  9. astuga

    Dass Männer bei geringerer Lebenserwartung später in Pension gehen, und für Frauen weder Zivildienst- noch Wehrpflicht gilt, stört die FeministInnen wenig überraschend nicht wirklich.

    Ja, das fließt nicht mal in ihre Betrachtungen mit ein.

  10. Wolfgang Wassermann

    Und anläßlich des “Weltfrauen”-Tages wurde “ein Kochbuch vorgestellt, in dem von gewaltbetroffene Frauen in den Frauenhäusern internationale Rezepte gesammelt worden sind” (Zitat http://www.frauenhelpline.at).
    Na also, das ist also das Selbstbild der “Weltfrauen”: An der Herd!
    P.S. Duden-Definition “Weltmann”: weltgewandter und welterfahrener Mann [der Überlegenheit ausstrahlt]

  11. Selbstdenker

    @Wolfgang Wassermann
    Ich hab jetzt gar nicht soviel Zeit diese Publikation durchzulesen.
    Ist es das Mikrowellen-Kochbuch?

  12. Seerose

    @ Mona Rieboldt
    “Ich glaube nicht, dass Frauen diskriminiert werden. Sie können heute jeden Beruf erlernen, den sie wollen. Sie können studieren, was sie wollen…”
    Wenn man so durch Wien geht, sieht man Unmengen von Frauen die unter Kopftuechern und Umhaengen begraben sind. Fuer die gilt das vorher Gesagte in keiner Weise. Sie koennen weder ein Beruf lernen noch studieren…
    Wurde das auf den 16 Standardseiten auch erwaehnt?
    Haben sich die SPOE-Frauen und vor allem die Gruenen einmal dieses Themas angenommen, ausser mit Glawisch-Glawaschi?
    Es ist deprimierend, und am schlimmsten daran ist, dass es keinerlei Anstrengungen gibt, diese Muslimas daran zu hindern, ihren Toechtern das gleiche anzutun.
    Und solange das nicht geschieht, brauchen wir auch keine Frauentage abzuhalten, weil das nur verlogen ist.

  13. Lisa

    @selbstdenker: und seit Essen so billig geworden ist, findet man Übergewichtige (m. und f.) vor allem bei Armen. Schönheit kostet nämlich. Die Reichen sind ungeschminkt, ungeliftet, unoperiert nämlich auch nicht schöner als die Dicke aus dem Plattenbau, die mit Magenband, Massagen, Schminke und teurer Diät und teurem outfit auf “schön” getrimmt werden könnte… Da heute Sex nicht in erster Linie der Fortpflanzung, wie biologisch vorgesehen, sondern vor allem der Lust zu dienen hat, ist es für Frauen – und immer mehr auch für Männer!- wichtig, ästhetischen Normen zu genügen, um geliebt/begehrt zu werden. Schmidts Loki oder Kohls Hannelore waren nicht das, was unsichere Männer zum Angeben vorzeigen möchten und doch wurden sie geliebt und die Ehe hat Jahrzehnte gehalten, während wunderschöne Frauen es nicht mal mit Geld fertigbringen, geliebt und geachtet zu werden. Wers als Mann nötig hat, sein Selbstwertgefühl mit einer schönen Partnerin aufzuwerten, soll das tun, muss aber ab und zu Bereinigeungen vornehmen. Die Macht der Schönheit hat nämlich ein Verfallsdatum … Letztlich hat man als Frau übrigens auch nicht viel von der männlichen Bewunderung als eben diese Bewunderung… Das bringt nur was im horizontalen Gewerbe oder wenn man sich dafür einen Millionär (oder den “Traummann”) angeln kann… 😉 Die Ch war übrigens das Land, das erst vor ein paar Jahrzehnten das Frauenstimmrecht einführte, wo sogar Bananenrepubliken es schon hatten…

  14. Christian Weiss

    Wer sich nicht in irgendeiner Weise diskriminiert fühlt, ist kein richtiger Mensch.

    Es gehört zum Selbstverständnis der verweichlichten, frustrationsintoleranten Lifestyle-Tunte des 21. Jahrhunderts, dass man irgendwie Opfer einer wie auch immer gearteten Ungerechtigkeit ist. Heute ist man stolz darauf, dass man eine traurige Memme ist.

  15. astuga

    @Lisa
    Die Schweiz war auch dabei ein Sonderfall, weil dort einerseits das Wahl- und Stimmrecht schon mal grundsätzlich sehr kompliziert ist (eben mit den Kantonen), und weil das Wahl- und Stimmrecht in der Verfassung an die Wehrpflicht gekoppelt war.
    Und da auf wirklich jeder politischen Ebene eine einheitliche Entscheidung gefällt werden musste, dauerte es so lange dies zu ändern.

    Was generell beim historischen Blick auf das Frauenwahlrecht in Europa vergessen wird ist, dass selbst die meisten Männer erst wenige Jahrzehnte vor den Frauen ein Stimmrecht bekommen haben. Davor war das Wahlrecht Privileg einer relativ kleinen Gruppe.
    Übrigens darf ich als Mann in keiner Damenkapelle mitspielen – selbst heutzutage nicht!

  16. Selbstdenker

    @Lisa:
    Offensichtlich reden wir hier nicht über das Gleiche. Ich spreche nicht von Schönheits-OPs und dergleichen, sondern darüber, dass sich Leute über die von mir oben geschilderten “Trends” (Tattoos, Piercings, blaugefärbte Haare, bewusste Gewichtszunahme, etc.) bewusst verunstalten. Sie geben im Endeffekt Geld aus um sich zu unattraktiver zu machen.

    Gerade in diesem von mir geschilderten Fall ist das finanzielle Argument kein Argument.

    Ich kenne auch z.B. Frauen mit ein paar Kilos mehr, die, wenn sie sich richtig kleiden, pflegen und mit sich selbst im Reinen sind, sehr attraktiv sein können.

    Zusammengefasst geht es hier nicht um ein unterstelltes Schönheitsideal, das sich Männer wünschen, sondern um ein in feministischen Kreisen propagiertes Anti-Schönheitsideal.

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