“Du Jude!”

Von | 5. Oktober 2015

“……Auf deutschen Schulhöfen ist “Du Jude!” mittlerweile ein gängiges Schimpfwort – genauso wie “Du Opfer!” Gerade an Schulen mit hohem Migrantenanteil gehören anti-jüdische Klischees zum Umgangston…..” (hier)

22 Gedanken zu „“Du Jude!”

  1. cmh

    So what!

    Das ist kein deutscher Antisemitismus, das ist importierter Antisemitismus in Deutschland.

    Die Juden sind hier als Mitbürger anerkannt, aber nicht weil sie Juden sind, sondern weil sie Bürger sind.

    Was will also dieser Artikel? Die Juden als Opferreligion darstellen? Angesichts der Effektivität der IDF mehr als lachhaft.

    Einen bei den Deutschen wohleingeprägten Pawlowschen Reflex abrufen? Wohl eher. Dann allerdings ein Grund dafür, warum sich Deutschland abgeschafft hat.

  2. Mona Rieboldt

    Im letzten Jahr gab es in Deutschland die größte antisemitische Demo seit 1945 mit Moslems und Linken in Deutschland, bei der auch Juden angegriffen wurden nicht nur verbal.
    Wo viele Moslems eingewandert sind, kommt es immer wieder zu körperlichen Angriffen auf Juden, siehe Schweden. In Paris wurden Juden von einem Moslem erschossen, nur weil sie Juden waren. Aus beiden Ländern fliehen immer mehr Juden.
    Das Gleiche wird auch in Deutschland stattfinden, da hier ja zur Zeit immer mehr Moslems einwandern.
    Die Juden stellen sich nicht als Opfer dar, sie sind es.

  3. Syria Forever

    Shalom Frau Rieboldt.

    Sie schreiben richtig. Der Exodus der Juden aus Europa wird, oder hat, auch Deutschland treffen. Wobei ein ansehnlicher Anteil der Diaspora nichts mit Israel am Hut haben.
    Wenn Sie die Geschichte des Khazarian Reiches durchforsten werden Sie besser verstehen lernen.
    Sie werden erkennen, Jude ist nicht gleich Jude…
    Beispiel; Rothschilds (folgen Sie Mayer Amschel Rothschild) kamen aus dem Khazarian Reich und haben nichts mit den Israelites oder dem Judentum zu tun.

    Guten Nachmittag.

  4. wbeier

    @Syria Forever
    Khasaria? Tatsächlich wurde diese Theorie von den Juden selbst in die Welt gesetzt und von ihnen verbreitet. Araber und europäische Antizionisten haben diese Mitte der 70er Jahre zur Kenntnis genommen (Arthur Koestler / Der dreizehnte Stamm). Boshafterweise könnte man auch von einem vorsätzlich hingeworfenen Kauknochen für die Meute seiner Feinde sprechen.

  5. Syria Forever

    Shalom wbeier.

    Keine Theorie sondern Fakten.

    Guten Tag.

  6. astuga

    Meiner Erfahrung nach sind es vor allem türkische Faschisten die sich an den Chasaren abarbeiten.

  7. Syria Forever

    Shalom astuga.

    Ich dachte Sie haben Zwischenzeitlich gelernt? Sobald der Westliche Mainstream etwas propagiert ist Lüge Gewissheit. Auch wenn man, wie wbeier, dazu wirklich ein ganzes Buch gelesen hat.

    Guten Nachmittag.

  8. Thomas Holzer

    @SF
    Sie scheinen ein eigenartiges Verständnis von “lernen” zu haben!
    Folgt Ihnen jemand in Ihren Thesen, hat er gelernt.
    Folgt er diesen nicht, oder besitzt er sogar die “Frechheit”, diesen zu widersprechen, ist er dumm, ungebildet, renitent, impertinent et al.

  9. elfenzauberin

    Das wirklich Spannende daran ist ja, dass die Linke, die sich dem Kampf gegen Faschismus auf die Fahnen geheftet hat und bei jedem Rechten Antisemitismus wittert, selbst ziemlich antisemitisch eingestellt ist.

    Das fängt damit an, dass der muslimische Antisemitismus von den Linken entweder bagatellisiert oder ignoriert wird. Gepaart mit einer übersteigerten Islamophilie und einem Antizionismus feiert der linke Antisemitimus fröhliche Urständ´.

    Das war nicht immer so. In den frühen 60-iger Jahren gab es eine Israelophilie in ganz Europa, die quer durch das politische Spektrum verlief und weitgehend einhellig war. Ich erinnere mich noch an meine Eltern, die Schallplatten von Abi und Ester Ofarim spielten, ich erinnere mich noch an die Berichterstattung über den 6-Tagekrieg, die die Israelis als Helden feierten, die den trockenen Boden fruchtbar gemacht hatten. Auch die politische Linke (darunter auch die extreme Linke wie Ulrike Meinhof) stimmten in den Kanon ein.

    Das änderte sich mit der Ölkrise. Auf einmal sah man auf den Straßen Menschen mit Palästinensertüchern, auf einmal waren die Israelis die “Imperialisten”, die die armen Palästinenser bedrängten und bedrohten. Auch Kreiskys Zerwürfnis mit Golda Meir fiel ungefähr in diese Zeitspanne. Die Berichterstattung über den Jom Kippur Krieg, der zeitlich ziemlich genau mit der Ölkrise zusammenfiel, zeigte ein um 180 Grad verdrehtes Stimmungsbild, das die Palästinenser als Opfer und die Israelis als Täter hinstellte. Und auch Ulrike Meinhof, die in ihrer Zeitschrift “Konkret” kurz nach dem 6-Tagekrieg Artikel verfasste, die nur so vor Liebe gegenüber Israel trieften, fand sich schlussendlich in einem palästinensischen Ausbildungslager wieder.

    Meine These: die Linke ist durch und durch antisemitisch. Und weil es schöner ist, die Fehler nicht bei sich selbst, sondern bei den anderen zu suchen, wettert man am allerliebsten gegen den Antisemitismus von rechts, der entgegen der medialen Darstellungen allerdings heutzutage kaum eine Rolle mehr spielt. Zu ersehen ist die Bedeutungslosigkeit der Nazis u. a. an den “Brandanschlägen” gegen Asylheime in Deutschland, die nur zu einem ganz kleinen Teil einen ausländerfeindlichen Hintergrund haben. Die allermeisten Brandanschläge wurden entweder nicht geklärt oder von den Bewohnern selbst verursacht.

    Quelle:
    http://www.mmnews.de/index.php/politik/52227-asyllbrand1

  10. Hanna

    Sie wissen aber eh, liebe Mit-Poster, dass im Sommer auch in Wien eine Anti-Semitische Demo stattgefunden hat, von Moslems … im Anschluss an den unsäglichen Cartoon (auf Facebook, von Organisatoren besagter Demo, aus Anlass des “Al-Quds”-Tages), wo Moslems Kübel mit Wasser auf einen Juden schütten, um ihn zu ertränken, mit dem Text) … samt Aufruf zum Judenmord. Die SPÖ ließ schüchtern verlauten, dafür “sei kein Platz in Wien”, das sei ja antisemitisch … aber DUH! Die Demo fand statt! Und nur EINE Zeitung hat darüber berichtet, ganz kurz, der “Kurier” (am 11. Juli veröffentlicht) unter der Überschrift “Antisemitismus auf offener Straße” samt Foto von bekopftuchten Demonstrantinnen (Bildtext: “Mit Anti-Israel-Parolen zogen die Demonstraten durch die City. (…)” Man stelle sich vor – IRGENDEIN Österreicher täte so etwas, ich meine, ein nicht-muslimischer oder eingewanderter … Aber die ca. 400(!) Moslems durften Palästina-Fahnen schwenken und herumschreien, und 160 Polizisten sorgten für Frieden … Weil DAS hätte sich die Medienriege ja nicht getraut, der Bevölkerung zu zeigen, dass mitten in Wien Moslems gegen Juden demonstrieren dürfen. Offiziell. Der FPÖ dürfte das entgangen sein. Man sollte sie darauf hinweisen … *KOTZ*

  11. Fragolin

    Dass schon seit Jehren “Schweinefresser” auch ein Schimpfwort ist, nämlich eines der überheblichen Türkenjungen gegenüber den Kindern ihres Gastgeberlandes, findet keine Erwähnung.
    Deutsche und Österreicher darf man auch beliebig beleidigen und verächtlich machen. Bei Juden macht man sich schon verdächtig, aber Moslems stehen bereits heute unter besonderem Schutz der Herrschenden.

  12. Mario Wolf

    Das Problem ist nicht der Antisemitismus, ein Araber kann nicht Antisemit sein, ist selbst ein Semit. Das Problem ist dass hier Leute die mit uns jahrhundertelang zusammen gelabt haben duech eine unkultivierte Masse von Muslimen bedroht werden. Diese Bedrohung findet mit der Unterstützung der Gutmenschen, der Caritas, der Linken , der Grünen, der Feministinen, der politisch korrekten. Juden haben einen enormen Beitrag zur Europäischen Kultur geleistet, welchen Beitrag hat die muslimische Gemeinde Geleistet ?

  13. Weninger

    Najo Herr Wolf, noch um die Jahrhundertwende und in den Zwanzigerjahren hat man in Wien und Berlin die Überfremdung durch hunderttausende “Kaftanjuden” für das größte soziale und kulturelle Problem der Zeit gehalten. (Deutsch)nationale Kreise haben das noch bis in die 80er Jahre so gesehen, wenn man etwa die Waldheimaffäre 1986f als Gradmesser nimmt. Die intellektuell-künstlerischen Kreisen unter den jüdischen Migranten aus Osteuropa waren fast ebenso eine Minderheit wie heute unter den Moslems, aber gibt es doch auch gebildete Türken und Perser.

  14. Wolf

    Ich würde mich ja diebisch freuen, wenn die israelische Regierung, offiziell und weltweit hörbar, ihre “tiefe Sorge” darüber ausdrücken würde, dass in Deutschland (ganz wichtig: wieder!) Juden um ihr Leben und ihre Gesundheit fürchten müssen. Die Aufregung Merkels und ihrer Bewunderer möcht ich mir gar nicht vorstellen.

  15. astuga

    @Maria Wolf
    Da es außer den Juden ursprünglich keine anderen Semiten in Europa gegeben hat, ist eben in unserer Sprache Antisemitismus ein Synonym für Judenhass.
    Klar dass das für andere Weltregionen oder Sprachen anders aussieht.
    Man unterscheidet bei uns allerdings zwischen einem Antijudaismus (der rein religiös begründet ist) und Antisemitsmus (der sich gegen die Ethnie selbst richtet, also zB auch gegen christliche und atheistische Juden).

    Der islamische Judenhass vereint mitunter übrigens beide Aspekte (vor allem bei Arabern), also neben der Religion auch eine grundsätzliche ethnische Ablehnung, die theologisch auf Abrahams (Ibrahims) Söhne zurück geht.
    Bei den wenigen zum Islam konvertierten Juden lässt man es aber gut sein, auch aus propagandistischen Gründen.

  16. astuga

    @Weninger
    Richtig.
    Damals gab es ja auch eine Massenzuwanderung wegen der Verfolgung in Osteuropa.
    Teilweise sind das die selben Gruppen die heute sogar in Israel Probleme bereiten, und die sich sogar unter anderen Juden gesellschaftlich abschotten.

    Das Judentum hätte durchaus das Potential wie der Islam eine problematische und unverträgliche Religion zu sein.
    Es gibt aber eben auch deutliche Unterschiede.
    Das Judentum ist keine missionarische Religion (abgesehen von sektiererischen Grüppchen ohne Bedeutung) zum Judentum zu konvertieren wird einem auch nicht leicht gemacht.
    Das Judentum stellt auch keinen globalen religiösen Anspruch, wie Christentum und Islam.
    Man will weder die gesamte Menschheit zu Juden machen, noch die ganze Welt der Herrschaft eines jüdischen Gesetzes unterwerfen.
    Selbst jüdische Extremisten beschränken sich bei ihren Ansprüchen lediglich auf ein Groß-Israel (und das macht bereits genug Ärger).
    Und natürlich hat sich bei der langen Geschichte des Judentums vieles abgeschliffen und die religiöse Praxis ist deutlicher entspannter.
    Wahrscheinlich gibt es deshalb einen sprichwörtlichen jüdischen Humor, aber keinen islamischen.
    Die Juden wollen eigentlich nur ihre Ruhe, die Muslime dass alle so werden wie sie.

  17. astuga

    Nachtrag.
    Wobei es sich auch angesichts der langen Verfolgung und Unterdrückung der Juden durch Muslime allerdings verbietet, beide irgendwie gleichzusetzen (Muslime als neue Juden):

    Vertreibung zweier jüdischer Stämme durch Muhammed und Ermordung aller jüd. Männer eines dritten Stammes (Frauen und Kinder werden zur Kriegsbeute, eine dieser Witwen [Wikipedia Frauen Muhammeds] wird zuerst Sklavin, dann Nebenfrau Muhammeds).
    Komplette Vertreibung Andersgläubiger aus dem arabischen Kernland unter den “rechtgeleiteten Nachfolgern” Muhammeds (den Imam Khalifa).
    717 An Juden und Christen ergeht die Anordnung, dass sie durch eindeutige Zeichen an der Kleidung von Muslimen unterscheidbar sein müssen.
    807 Persiens Abbasiden Kalif Harun ar-Raschid ordnet an, dass Juden gelbe Gürtel und Christen blaue Gürtel zu tragen haben.
    850 Pogrom unter Abbasidenkalif al-Mutawakkil (auch Mutavallil), 855 Edikt ein gelbes Abzeichen zu tragen
    996-1021 unter Fatimidenkalif al-Hakim: ständige Übergriffe gegen Juden und Christen, 1005 ordnet er an, dass die Juden von Ägypten und Israel Glöckchen an ihrer Kleidung und ein Goldenes Kalb aus Holz um den Nacken tragen müssen.
    1066 Massaker von Granada (nur das bekannteste)
    1121 Ein Brief aus Baghdad beschreibt Erlässe die Kleidung von Juden betreffend: Zwei gelbe Zeichen, eines an der Kopfbedeckung eines um den Hals, Weiters muss jeder Jude ein Stück Blei um seinen Hals tragen auf dem das Wort “Dhimmi” steht. Weiters muss er einen breiten Gürtel tragen, Frauen müssen einen roten und einen schwarzen Schuh tragen und ein Glöckchen daran oder an der Kleidung befestigt.
    Almoraviden (auch al-Murabitun, Marabouts), 1135 Pogrom in Cordoba, radikale Politik in al-Andalus ab 1086 und in Nordafrika ab 1053
    ab 1147 Zeit der Almohaden: gegen Christen und Juden, Zwangskonversion oder Sklaverei und Tod, in al-Andalus wie Nordafrika
    Siehe dazu auch: berühmter Flüchtling vor isl. Verfolgung in Andalus – Maimonides, siehe auch Epistel (Brief) an den Jemen (Epistle to Yemen), dort wurden die Juden seiner Zeit wiederum durch Shiiten verfolgt.
    1301 werden Juden verpflichtet gelbe Turbane zu tragen.
    1400 mehrere Massaker in den Synagogen von Aleppo, wohin sich Juden geflüchtet hatten
    1465 Fez, Tausende werden ermordet, nur 11 Juden überleben
    1492 unter Askia Mohammad I. werden die Juden aus Timbuktu später aus ganz Mali vertrieben
    1656 Massaker in Isfahan, ab 1661 müssen sie dort einen Stoffflicken als Erkennungszeichen an der Kleidung tragen.
    1828 Massaker in Baghdad
    1839 in Mashhad (sog. Allahdad incident)
    1867 in Barfurush
    1840 Pogrom in Damaskus
    1864 Marrakesch und Fez
    1869 Tunis
    1875 Demnat
    1897 Tripolitanien
    Bspl für den Umgang mit Juden bzw Nichtmuslimen: Hinrichtung der Jüdin Sol Hachuel, http://en.wikipedia.org/wiki/Sol Hachuel
    Farhud, 1. Juni, 1941, Baghdad. Das größte und gewalttätigste antijüdische Pogrom im Nahen Osten während des 2. Weltkriegs, mit geschätzten 150 Ermordeten und 600 zerstörten jüdischen Geschäften.
    Oft auch als arabische Reichskristallnacht bezeichnet.

    Ende des 2. Weltkriegs: Mufti von Jerusalem flieht nach Ägypten, siehe auch bosnische SS-Einheit Sandschar…
    ab 1948, Gründung Israels: verstärkte Diskriminierung im gesamten isl. Raum, (denn Jude wird jetzt auch mit Israeli gleichgesetzt, doch das führt erst recht zur Auswanderung der oriental. Juden nach Israel)

    Einige Quellen: M.R. Cohen, The neo-lachrymose conception of Jewish-Arab history, 1991
    Sefer ha-demaòt, Berlin, 1924-26, Simon Bernfeld, vol. 1
    Letters of medieval Jewish traders, Princeton 1973, S.D. Goitein
    Moses ben Maimon, Epistle to Yemen
    H.Z. Hirschberg, A history of the Jews in Northern Africa, 2d ev., Leiden, 1974-81
    Bat Yeòr, The dhimmi: Jews and Christians under Islam, Rutherford, New Jersey, 1985
    The Caliphs and their nonmuslim subjects: A critical study of the convenant of Umar, 1930, reprint London, 1970

  18. Weninger

    @Astuga
    Sehr beeindruckend, aber dennoch hat die ganze islamische Judenverfolgung im Nahen Osten und Spanien in Jahrhunderten nicht einmal einen Bruchteil der Opfer von Juden im christlichen Europa von den Kreuzzügen bis Hitler gekostet, wo ihnen oftmals nicht einmal die Konvertierung das Leben retten konnte wie im Islam. Das sollte man schon auch bedenken, bevor man moslemische Gräueltaten seit Mohammed aufzählt.

  19. Weninger

    Es geht im Übrigen ja nicht darum, ob Juden wirklich die Weltherrschaft anstreben, sondern darum wie sie um 1900 und folgende Jahrzehnte in weiten Teilen selbst des aufgeklärten Bürgertums in, Russland, aber auch Mittel- und Westeuropa wahrgenommen wurden.

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