Echt pervers: Die “Fed” ist größter Geldgeber der USA…

“……Die eigene Zentralbank ist inzwischen der mit Abstand größte Gläubiger Washingtons. Allein im vergangenen Jahr hat die Federal Reserve US-Anleihen im Wert von 522 Mrd. Dollar in ihre Bücher genommen – das ergeben kürzlich von der Fed veröffentlichte Daten. Das Problem: Alle ausländischen Gläubiger zusammen haben lediglich Treasuries im Wert von 221 Mrd. Dollar gekauft – die Fed hat also fast das Dreifache „investiert“. Die Zentralbank hat ihren Bestand an US-Anleihen auf rund 2,2 Billionen Dollar ausgebaut – ein Anstieg von mehr als 33Prozent (siehe Grafik). China hält nur noch wenig mehr als die Hälfte an US-Anleihen. Und die Begeisterung in Peking, der USA Kredit zu gewähren, scheint enden wollend. …” (hier)

4 comments

  1. Martin1

    Das Kernproblem ist, dass letztendlich die VSA zuviel konsumieren. Sie leben über ihre Verhältnisse und leisten sich für Unsummen Kriegseinsätze in der ganzen Welt.
    Das wird bezahlt mit der Notenpresse.
    Die (privatwirtschaftlich organisierte) FED wird ihr Geld nie wider sehen. Einzig und allein über eine dauerhafte Zahlung der Schuldzinsen (die vom amerik. Volk erarbeitet werden müssen, aber zum Teil mit neuen Schulden “bezahlt” werden) bekommen sie einen Teil zurück.
    Damit kann sich effektiv die FED am Steuerzahlertopf bedienen. Und in anderen Ländern ist das grundsätzlich auch nicht anders.

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  3. gms

    Martin1,

    > Die (privatwirtschaftlich organisierte) FED wird ihr Geld nie wider sehen.

    Tun wir doch doch mal so, als wäre ich die FED und Sie die USA. Weil ich gar so altruistisch bin, überlasse ich Ihnen hier und jetzt 1.000.000.000 Dollar zu lächerlichen 0.5% per anno, indem ich neue US-Bonds in eben dieser Höhe kaufe.

    Wie — das reicht noch nicht? Einverstanden, sagen wir 1.000.000.000.000 zu 0.25% jährlich. Nachdem ich schneller Nullen tippen kann, als Sie das damit generierte ~Geld~ verbraten, ist mir völlig egal, was davon Sie wann ~zurückzahlen~. Entscheidend ist einzig und allein, daß Normalsterbliche für diese druckfrischen Bits handfeste Güter und Leistungen über den Ladentisch schieben, und zwar in Ihre und meine Richtung. Geld?! – Ha, der war gut!

    Zum Abrunden einmal mehr Rahim Taghizadegans Rezension von “Die Kreatur von Jekyll Island”: youtube.com/watch?v=CoO30wyfA2c

    Für unsere neosozialistischen Schreibtischtäter aber war die FED die bester Erfindung seit der Entdeckung des Rades. So schrieb unlängst etwa in der für Linke typischen Manier des Klitterings: “Der Vorstandsvorsitzende der National City Bank donnerte, die neuen Banknoten der Federal Reserve seien nicht das Papier wert, auf dem sie gedruckt würden. [..] Trocken ließ [Präsident Wilson] die vehementen Lobbyingversuche der Bankiers abperlen. Als sie bei einer Audienz forderten, dass nicht die Regierung, sondern die Banken selbst die Vertreter im Federal Reserve Board stellen sollten, antwortete der Präsident bloß: „Kann einer von Ihnen mir sagen, in welchem zivilisierten Land der Erde es wichtige staatliche Aufsichtsorgane gibt, in denen private Interessenten vertreten sind?“ Die Banker verstummten. Am 23. Dezember 1913 setzte Wilson seine Unterschrift unter das Gesetz, das den USA eine moderne Geldpolitik ermöglichen sollte.” [1]

    Ein bißchen Bankerbashing muß wohl dabei sein, um den bereits zuvor gehirngewaschenen Leser geneigt zu stimmen. Daß es ausgerechnet ein paar Bankiers waren, die das Ganze eingefädelt und betrieben haben, braucht ein flachwurzelnder Schreiberling entweder nicht zu wissen, oder nicht zu kommunizieren, um das eigene getippte Oevre nicht als mentale Nullnummer zu entlarven.

    Kern besagter ~modernen Geldpolitik~ ist eine private(?!) Einrichtung, deren Anteile nicht gehandelt werden dürfen und deren oberste Organe von der Politik bestellt werden. Ein paar Wenige, denen vor rund hundert Jahren der Coup von Jekyll Island gelang, liegen mit dem Staat im Bett. Ob diese ihr “Geld” wiedersehen? Nobody could care less!

    [1] diepresse.com/home/wirtschaft/international/1510391/Fed_Hundert-Jahre-Krisenfeuerwehr

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