Edelpuff aus Haider-Nachlass?

“Das edelste Bordell im Alpen-Adria-Raum mit Design-Hotel-Flair.” (Der Kärntner Bordell-Betreiber Jochen Kohlweiss erklärt, warum er die Seebühne am Wörther See übernehmen will und was er dort zu errichten vor hat, hier)

One comment

  1. Rennziege

    Als exilierte, aber Immer-noch-gern-Kärntnerin reizt mich dieses Thema zu einer hastigen Bemerkung:
    Es war das ZDF, das die ORF-Produktion “Starnacht am Wörthersee” und damit die Seebühne jahrelang am Leben erhielt, eine Vollplayback-Sause, die die Pop-Schickeria sowohl als Publikum wie auch auf dem Podium in Szene setzte. Das Ganze entsprach dem Konzept der jahrelang im Sommer abgefeierten “Wenn die Musi spielt” Open-Airs in St.Oswald ob Bad Kleinkirchheim, dessen Produktionskosten zu 90% vom ZDF und zu zu 10% vom ORF (analog den Bevölkerungszahlen von DE und AT) getragen wurden. Allerdings kamm der ORF weit billiger davon, da die Kärntner Fremdenverkehrswerbung die eingespielten Tourismus-Filmchen bezahlte.
    Die “Starnacht am Wörthersee” funktionierte ebenso, was auch die Seebühne am Leben erhielt. Als das tapfere Haiderlein verstarb, hatte das ZDF diese eh mit kränkelnden Quoten behafteten Kärnten-Werbungen (Vollplayback, wie gesagt) satt, für die es tief in die Taschen greifen musste — ohne Einfluss auf Programm und Umsetzung zu haben, denn die ORF-Granden waren (im Verein mit Koch Records und anderen heimischen Volksmusik-Labels) die absoluten und arroganten Chefs im Ring.
    So gesehen, waren St. Oswald und die Seebühne schon damals ein Bordell.
    Allerdings blieben die Freier, gut zahlend und schlecht bedient, eines Tages verständlicherweise aus, was diese Etablissements a wengerl brotlos machte.
    Dieser Jochen Kohlweiss scheint das begriffen zu haben. Wenn seine Huren nicht nur kassieren, sondern auch liefern, könnte die Seebühne zu einer lukratiiven Hebebühne für die Kronjuwelen älterer, aber zahlungskräftiger Herren werden. 🙂
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