Ein Achterl Wein auf das Unternehmertum….

“…..Der Handel ärgert sich über die Online-Konkurrenz und schreibt offene Briefe an ältere Diven, die – ach wie schrecklich – für Zalando werben. Der gleiche Handel nimmt es aber emotionslos hin, wenn sich Touristen aus Fernost in der Wiener Innenstadt an den Schaufenstern jeden Sonntag die Nasen plattdrücken. Immerhin können sie ja online bestellen…..” (hier)

10 comments

  1. Thomas Holzer

    Nett geschrieben! Verdanken wir alles “unseren” Politikerdarstellern….einer hatte sogar den Mut, auf dieser Seite ein hohes Lied auf eine “Steuerreform” zu verfassen……….

    “80 Seiten Dokumentation pro Charge unserer Frischekosmetik? Macht fast hunderttausend Seiten im Jahr nur dafür”
    Ich hoffe, das wird auch alles gelesen! Wenn nicht, bitte umgehend zusätzliches Personal einstellen 😉

  2. Mourawetz

    Die unternehmerfeindliche Haltung der Medien&Politik hat sich außenwirksam in der Behandlung Georg Pfeiffers manifestiert. Nun sollte auch Nicht-Selbständigen klar geworden sein, Unternehmer zu werden, zahlt sich nicht aus. Dass mittlerweile eine Firma sich eine Firma in der Firma halten muss, um der Dokumentation Herr zu werden, wusste ich nicht! Die Firmen ersticken ja förmlich in der Dokumentationswut der Behörden! Eine weitere Bestätigung dafür, dass man als Unternehmer in Ö die A-Karte gezogen hat.

  3. Fragolin

    Allein die Vorschriften, wie genau in Österreich ein Fahrtenbuch zu führen ist, sorgen im Rest der Welt für kopfschüttelndes Staunen. Bei uns wird Wirtschaft nicht mehr reglementiert, sie wird zelebriert. Und wehe, bei einer der tausend vorgeschriebenen Zeremonien wird auch nur ein Handgriff falsch gesetzt, da winken saftige Strafen. Mehr als die Hälfte des Erwirtschafteten beim Staat und seinen Handlangern abzuliefern reicht dem Moloch eben nicht, da muss eben noch die eine oder andere Strafzahlung erfunden werden…
    Ich bin seit 10 Jahren Selbstständiger. Ich würde diesen Schritt heute nicht mehr tun.

  4. cmh

    Bitte das Kind nicht mit dem ausschütten.

    Aber könnte mir bitte einmal jemand sagen, was es denn in der Wiener Innenstadt gibt, das nicht bereits so normiert und internationalisiert ist, dass man es besser und billiger im Internet bestellt?

    Als Wiener Traditionsbetrieb in der Kärntnerstraße fällt mir nur Rositta ein, eine Unterwäschemanufaktur, die aber in der Auslage auch bereits nur internationale Marken hat. (Den Scheiß von dieser Glasperlen – äh -steinefabrik mit S kann man nicht wirklich als genuin österreichisches PRodukt sehen.)

    Also was gibt es noch, was unbedingt am Sonntag gekauft werden muss? Von Österreichern – nicht von Touristen.

  5. Thomas Holzer

    @cmh
    “Also was gibt es noch, was unbedingt am Sonntag gekauft werden muss?”

    Mit Verlaub, aber ich denke, dies ist die falsche Frage. Es hat niemanden zu interessieren, ob es noch etwas gibt, was unbedingt am Sonntag und/oder um Mitternacht eingekauft werden muß.
    Es muß auch niemand am Sonntag sein Kfz betanken, ein Flugzeug, einen Zug besteigen, oder ein Gasthaus besuchen -ist alles auch unter der Woche möglich 😉

  6. Falke

    @Thomas Holzer
    Ganz richtig. Es muss auch niemand Sonntag ins Kino oder ins Theater gehen. Der Gipfel der Perversion ist für mich die Tatsache, dass Gasthäuser am Sonntag offen haben dürfen, Lebensmittelgeschäfte aber nicht; d.h., ein Schnitzel um 10 Euro darf ich mir kaufen, eines um 2 Euro aber nicht. So “sorgt” sich die Gewerkschaft halt um sozial schwache Menschen.

  7. gms

    cmh,

    > Bitte das Kind nicht mit dem ausschütten.

    Hätten Sie geschrieben: “Man muß halt immer das Richtige tun, zum passenden Zeitpunkt, nicht zuviel, aber auch nicht zuwenig. Flankiert mit vernünftigen Maßnahmen und korrekten Erklärungen, die alle Leute dort abholen, wo sie sind, dann, ja dann wird alles gut. Aber auf mich hört ja keiner!”,

    .. dem Kind im Bade gefiele das auch.

    “Aber könnte mir bitte einmal jemand sagen, was es denn in der Wiener Innenstadt gibt, das nicht bereits so normiert und internationalisiert ist, dass man es besser und billiger im Internet bestellt?”

    Das ist eine leicht beantwortbare Frage: All jenes, was man von dort unmittelbar mitnehmen will. Es mag für den ökonomischen Laien verwirrend klingen, aber jedes vollständige Angebot umfaßt zugleich Zeit und Ort, an dem es eingelöst wird.

    “Also was gibt es noch, was unbedingt am Sonntag gekauft werden muss? Von Österreichern – nicht von Touristen.”

    Außer Steuern zahlen und sterben muß niemand irgendwas. Hätte sich ein Meinungsforschungsinstitut damals der Einschätzung angenommen, wie steinzeitliche Menschen ihr Dasein empfinden, liefe das Befragungsergebnis kaum darauf hinaus, sie hielten sich irgendwie für rückständig.

    Wissen Sie, weshalb Eichhörnchen nichts mit Nußknackern anfangen können? — Die kann es nicht fressen. Gewerkschaftler sind die heutigen Höhlenmenschen, und wer ihnen ein Rad andienen möchte, scheitert immer wieder in der Erklärung, ein Rad sei nichts zum darauf Rumkauen. Man kann ihnen noch so oft vormachen, was damit wie funktionieren würde, doch die Gewerkschaften, die begründet oft ‘Betonfraktionen’ genannt werden, werden weiterhin daran herummäkeln, Räder würden irgendwie Stein schmecken, seinen deshalb für Menschen unbekömmlich und daher zu verbieten.

  8. gms

    “29. Dezember 2015 – 18:51 gms Ihr Kommentar muss noch freigegeben werden.”

    Teurer Blogherr, das saugt! Es saugt jedesmal auf Neue, und ganz besonders dann, wenn in den Inhalt mehr als ein paar hingeschluderte Tastendrucke investiert wurden und das Ergebnis bei noch so kritischer Betrachtung garnichts enthält, was selbst den neoliberalsten Zensor auf den Plan rufen hätte können.

  9. gms

    Mal über die wirktechnische Bande gefragt: Steht die Zeichenfolge Mikl-Leitner auch auf der Quarantäne-Liste?

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