Ein amerikanisches Sittenbild

“…Knapp ein Drittel der US-Bürger glaubt, dass schon bald eine “bewaffnete Revolution” notwendig sein könnte, um persönliche Freiheiten gegen den Staat zu verteidigen. Entsprechend äußerten sich 29 Prozent der Befragten in einer Erhebung der Fairleigh Dickinson University…” (ntv)

84 comments

  1. Weninger

    @wollecarlos
    Tja, was will man da noch sagen. Erneut kann ich Sie nur bitten, einmal jemand anderem die Ohren vollzusingen. Und Schusswaffen sind nicht unser einziges großes Problem, schon gar nicht in Mitteleuropa. Wenn ich mich strafbar mache, dann können Sie gern den Stab über mich brechen, aber bis dahin halten Sie sich lieber an die wirklichen Übeltäter.
    PS. Und natürlich werde ich keine Ihrer Suggestivfragen beantworten, gehen Sie doch zum nächsten Waffenhändler Ihrer Wahl und lassen es sich dort erklären. Sie müssen sehr einsam sein in Ihrem spanischen Kaff, wenn Sie immer so insistieren müssen.

  2. wollecarlos

    @Weninger
    Habe eben nochmal das Impressum durchgesehen.

    Da steht nichts davon, daß man Log-Beiträge lesen oder darauf antworten MUSS .

    Also lassen Sie es doch einfach, wenn Ihnen Ihr Seelen-Unheil soviel wert ist.

    Gehen Sie statt dessen auf den Schießplatz und ballern ordentlich was raus.

    Mindestens die (Waffen-) Wirtschaft wird dadurch angekurbelt.

    Im Übrigen, Sie schreiben

    “Wenn ich mich strafbar mache, …”

    tja, dann ist es eben zu spät…., auch wenn Sie VORHER ein noch so “unbescholtener Bürger” (Zitat Weninger) waren.

  3. Weninger

    @wollecarlos
    Unser Rechtssystem ist aber gottseidank darauf aufgebaut, dass *vor* einer Straftat niemand verurteilt werden kann. Ich bin nur dem Gesetzgeber Rechenschaft schuldig und sicher nicht Ihnen. Niemand kann Ihnen freilich das Recht nehmen, sich über Waffenbesitz aufzuregen. Nur tun Sie das bitte nicht so nervend und moralisch. Sonst fühle ich mich auch noch für die vielen Hunger- und Seuchentoten in der 3. Welt verantwortlich, warum tun wir nichts dagegen?

  4. wollecarlos

    @Weninger
    Vom Prinzip her gebe ich Ihnen Recht.

    Aber was machen wir dann mit der “Sicherungsverwahrung”?

    Dazu schreibt Wikipedia:

    “Die Sicherungsverwahrung ist im deutschen Strafrecht eine freiheitsentziehende Maßregel der Besserung und Sicherung. Sie soll dazu dienen, die Allgemeinheit vor gefährlichen Straftätern zu schützen, und hat somit Präventivfunktion.”

    Nochmal: “hat damit Präventivfunktion”

    Zum Rest Ihres Beitrages habe ich schon geschrieben und wiederhole:

    “Habe eben nochmal das Impressum durchgesehen.

    Da steht nichts davon, daß man Log-Beiträge lesen oder darauf antworten MUSS .”

    Das sollte doch unmißverständlich sein, oder?

    Jedenfalls wir hier in unserem “spanischen Kaff” (Zitat Weninger) können lesen und schreiben.

    Das sollten gebildete mitteleuropäische Bürger doch auch tun können!
    Und Österreicher allemal!

  5. Weninger

    @wollecarlos
    Jetzt werden Sie zynisch, ach wie unnötig und billig.
    Sicherheitsverwahrung dient der Sicherung der Gesellschaft vor *verurteilten* Straftätern über das ihnen zugemessene Strafmaß hinaus.

    Zitat: “Im Gegensatz zur Freiheitsstrafe knüpft die Sicherungsverwahrung einzig an die Gefährlichkeit des Straftäters für die Allgemeinheit an. Diese Gefährlichkeit muss im Wege einer Prognose festgestellt werden und sich *zuvor* in einer *besonders schweren* Straftat geäußert haben.”

    Ich weiß aber immer noch nicht so recht, worauf Sie mir gegenüber hinaus wollen? Und warum Sie sich an mir festbeißen, wo da draußen doch zehntausende, wenn nicht Millionen potenzieller Gewalttäter herumlaufen? So gesehen sollte man nicht nur alle Waffen entziehen, sondern überhaupt alle vorbeugend einsperren, die irgendwann einmal eine Straftat begehn könnten. Eine gelinde gesagt merkwürdige Auffassung.

  6. wollecarlos

    @Weninger
    Sie sagen es:

    “Gefährlichkeit … für die Allgemeinheit”

    Denn für seine Straftat wurde er ja schon (rechtswirksam) verurteilt.

    Lesen Sie nochmal:

    “Sie soll dazu dienen, die Allgemeinheit vor gefährlichen Straftätern zu schützen, und hat somit Präventivfunktion.”

    Für Sie speziell:

    Prä-ven-tiv-funk-tion

    Sie schrieben aber in #3
    “Unser Rechtssystem ist aber gottseidank darauf aufgebaut, dass *vor* einer Straftat niemand verurteilt werden kann.”

    Wat nu?

    Für die Straftat wurde der Täter ja verurteilt.

    Also gibt es doch eine Maßnahme die -entgegen Ihrer Ansicht- VOR einer möglichen (weiteren?) Straftat steht.

    Und nun übersetzen Sie das mal in die Schusswaffenproblematik. Viel Spaß beim Durchdenken!

  7. Weninger

    @wollecarlos
    Jurist sind Sie wohl keiner. Keine Sorge: ich auch nicht.
    Aber so viel weiß ich, dass das, was nicht ausdrücklich verboten ist, auch nicht bestraft werden kann. So ist auch der Schusswaffenbesitz zweifelsfrei als legitim geregelt, da brauch ich mir den Kopf darüber nicht zerbrechen, was Ihnen oder anderen lieber wäre.

  8. wollecarlos

    @Weninger
    Das ist richtig, darum muss man -wenn man eben will, daß nicht diese “Unfälle” passieren, den Gesetzgeber dahingehend sensibilisieren, Wege zu finden, daß weniger Menschen zu Tode kommen oder schwerst-behindert werden, nur weil ein paar Leute glauben, sie müssen solche Geräte zu ihrem eigenen Gusto haben!

    Aber Sie drücken sich um das Problem der Sicherungsverwahrung herum.
    Da wird eben bestraft, obwohl keine Straftat vorliegt, sondern eben nur eine Vermutung, eine Spekulation in die Zukunft!

    Und ich vermute eben einfach mal so, daß auch Sie moralisch oder psychisch oder physisch versagen könnten (genau wie möglicherweise der Sicherungsverwahrte) und dann eine Straftat begehen könnten..

  9. Weninger

    @wollecarlos
    Hm, die Konsequenz daraus wäre, dass jeder Mensch ein potenzieller Mörder ist. Ein Verzicht auf Schusswaffen würde dann nur beschränkt wirksam sein, da ja bekanntlich auch Menschen auf andere Weise getötet werden können. Und zwar nicht zu knapp, wenn man sich die Mordstatistiken ansieht, dann sind Schusswaffen deutlich in der Minderzahl. Ich bin daher nicht mehr oder weniger gefährlich als jeder beliebige Mitmensch. ZB gibt es Frauen, die bereits zwei oder drei Kindern abgetrieben haben und damit wesentlich mehr Morde begangen haben als ich bis jetzt. Nämlich keinen einzigen. Und ich bekommen von Ihnen zu hören, was für eine potenziell gefährliche Kreatur ich bin. Sie sind dem naiven Glauben verfallen, dass ich mit meiner Pistole sehr viel wahrscheinlicher jemanden töten könnte, als dass Sie mit einer Axt oder einem Stein jemandem den Schädel einschlagen. Eine Annahme die durch nichts gerechtfertigt ist.

  10. wollecarlos

    @Weninger
    Sie bringen es auf den Punkt:

    “…die Konsequenz daraus wäre, dass jeder Mensch ein potenzieller Mörder ist.”

    Tiere können -per def.- keine Mörder sein, Pflanzen schon gar nicht.

    Einen Mörder unterscheidet vom “normalen” Menschen nur die (unwillkürliche) Steuerung von ein paar Milliarden Neuronen.

    Aber wir reden ja hier kaum über den “Mörder”, sondern über den Totschläger. Über Jemanden, der mehr oder weniger versehentlich einen anderen Menschen tötet.

    Und hier nur kann man ansetzen, das ist auch mein Bestreben. Darum habe ich ja auch in einem vorherigen Beitrag geschrieben, das man das Risiko minimieren muss. Ausschalten kann man es eh’ nicht.

    Und dieses “minimieren” bestünde hauptsächlich darin, Schusswaffen aus Privathand zu verbannen.

    Nicht nur SIE, sondern alle Menschen sind “potentiell gefährliche Kreaturen” (Zitat Weninger). Und da ich mich auch zu dieser Spezies zähle, gilt das folgerichtig auch für mich.

    Nur: Wenn ich keine Schusswaffe habe, kann ich mangels Masse damit auch keinen Menschen töten, oder zum Krüppel schießen!

    Also: Risikominimierung durch Restriktionen!

    Schlussendlich: DIe von Ihnen angeführte Axt dient zum Spalten von Holz, ein Auto dient der Fortbewegung, ein Messer zum Schneiden von Brot.
    Sinnvolle Tätigkeiten.

    Wozu dient eine Schusswaffe, zu welchem Zweck wird sie konstruiert und hergestellt?

    Soldaten und Polizisten zeigen es uns.

    Und Sie, der “Privatmann” ?

  11. Weninger

    @wollecarlos
    Sehe Sie, danke, alles sehr eindrucksvoll, doch wird mich nichts davon abbringen, verantwortungsvollen Waffenbesitz als Bürgerrecht weiterhin zu vertreten. Und Millionen andere sehen es ebenso. Der Austausch von Argumenten macht wenig Sinn, wird doch einzig der Staat entscheiden, wie weit er seine Bewohner entrechtet. In der Hoffnung, dass dies noch recht lange dauern möge, verbleibe ich. Ich habe keinen persönlichen Konflikt mit Ihnen, sondern wir sind in einem Punkt unterschiedlicher Auffassung. Vielleicht ist es Ihr Lebenssinn, bis zum Umfallen gegen Waffen zu kämpfen. Aber dann setzen Sie beim Richtigen an und nicht damit, überzeugten Waffenbesitzern intensiv bis nervend ins Gewissen zu reden. Das hat nämlich keinen Sinn, außer dass Sie sich selbst beweisen, wie toll und gut Sie sind.
    Eins würde mich noch interessieren: Belabern Sie andere Menschen in dieser Frage ebenso intensiv wie mich (was mich beruhigen würde)oder glauben Sie in mir einen besonders schwachen und bekehrungsfähigen Charakter gefunden zu haben, nur weil ich Ihnen zuhöre? Dann hätten Sie sich getäuscht.

  12. wollecarlos

    @Weninger
    Sie schreiben von
    1. “verantwortungsvollem Waffenbesitz” und davon, dies als
    2. “Bürgerrecht” anzusehen.

    Zu 1.
    Das hat der Vater des Mörders von Winnenden ja auch gedacht. Mit dem Ergebnis von 15 Ermordeten….
    SEHR “verantwortungsvoll”

    Zu 2.
    WO, bitteschön, kann man eine Liste der “Bürgerrechte” einsehen? Vielleicht gibt es welche, an die ich noch gar nicht gedacht habe und die mir auch sehr gefallen würden?

    Weiter schreiben Sie von “überzeugten Waffenbesitzern”, ohne dazu zu sagen, was das für Menschen sind? Wenn man “überzeugter Christ” ist, kann man sich darunter was vorstellen, wenn man “überzeugter Vegetarier” ist, ebenfalls. Aber was ist ein
    3.”überzeugter Waffenbesitzer” ?

    Vielleicht haben Sie die außerordentliche Güte, mir dazu Ihre Ansicht zukommen zu lassen.

    Ebenso über die Fragen, die mir schon sehr wichtig waren, als ich sie in #10 stellte:

    “Die von Ihnen angeführte Axt dient zum Spalten von Holz, ein Auto dient der Fortbewegung, ein Messer zum Schneiden von Brot.
    Sinnvolle Tätigkeiten.

    Wozu dient eine Schusswaffe, zu welchem Zweck wird sie konstruiert und hergestellt?

    Soldaten und Polizisten zeigen es uns.

    Und Sie, der “Privatmann” ? ”

    Welchen Lustgewinn ziehen Sie daraus, (überzeugter) Waffenbesitzer” zu sein?

  13. wollecarlos

    Weninger :
    @wollecarlos
    Jetzt hab ich es begriffen.

    Das glaube ich allerdings nicht, wie aus unserer “Korrespondenz” beweisbar ist.

    Oder können Sie schlüssige Antworten auf meine Fragen geben:

    “Die von Ihnen angeführte Axt dient zum Spalten von Holz, ein Auto dient der Fortbewegung, ein Messer zum Schneiden von Brot.
    Sinnvolle Tätigkeiten.

    Wozu dient eine Schusswaffe, zu welchem Zweck wird sie konstruiert und hergestellt?

    Soldaten und Polizisten zeigen es uns.

    Und Sie, der “Privatmann” ? ”

    Welchen Lustgewinn ziehen Sie daraus, (überzeugter) Waffenbesitzer” zu sein?

  14. wollecarlos

    @Weninger
    Der Unterschied:
    ICH antworte auf gestellte Fragen!

    Andalusien

    Wollen Sie hier mal Ferien machen?
    Ein Paradies für Waffenfetischisten: Hier hat “Jeder” mindestens ein Gewehr im Hause…

  15. Weninger

    @wollecarlos
    Andalusien, war leider noch nie dort, wie insgesamt in Spanien. Eine gute Freundin von mir ist gerade wieder in Sevilla, sie war von Okt bis Jänner dort und jetzt für den Mai. Freut sich schon sehr auf die ferias in Jerez.

    Im Übrigen bin ich glaub ich der Falsche für Sie, bin kein “Waffenfetischist”, wenn ich zweimal im Jahr auf den Schießplatz komme, bin ich schon froh. Trotzdem mag ich es ganz gern.
    Ihre Fragen sind mir zu philosphisch: a la: ist es ethisch Tiere zu töten und zu essen? Oder tötet der Staat mit größerem Recht als ein Privater. Kürzlich hat ein Polizist einen jugendlichen Einbrecher, der unbewaffnet war, erschossen. Wozu? Wenn ein Privater einen gefährlichen Einbrecher anschießen würde, dann hätte er die ärgsten Probleme. Aber es ist nicht an mir, diese Fragen zu lösen, das interessiert mich nicht. Ich kann für mein Tun einstehen,alles andere ist öde Weltverbesserei.

  16. wollecarlos

    @Weninger
    Dann kommen Sie doch mal her… Freunde von uns aus Schweden verbringen seit 8 Jahren die ersten drei Monate des Jahres hier an der Küste…

    Die “Ferias” sind leider nicht mehr das, was sie mal waren, inzwischen zu sehr auf Tourismus getrimmt. Aber in den kleinen Bergdörfern ist es manchmal noch sehr schön.
    *****
    Zur Philosophie:
    Tiere aus Lust heraus zu töten halte ich für verwerflich, Tiere zur Ernährung zu töten allerdings nicht.
    Üerigens eine Parallele zum (von mir verabscheuten) Stierkampf, wo der Stier ja auch eine klitzekleien Chance hat…zumindest theoretisch.

    Ein Nachbar verbindet sportlichen “Spaß” mit der Jagd, er geht auf Wildschweine.
    Allerdings mit einer Armbrust.

    Zu Ihrem Polizistenbeispiel:
    Ich weiß nicht, wie es in Österreich ist, aber in D wird jeder (!!) Fall von polizeilichem Waffengebrauch durch die Staatsanwaltschaft untersucht. Es sind auch schon Verurteilungen vorgekommen, wegen missbräuchlichen Benutzens und der Nicht-Einhaltung des Prinzipos der Verhältnismäßigkeit.

    Wenn ein Privatmensch (in D) in Notwehr einen “gefährlichen Einbrecher” erschießt, wird zwar ein Vdrfahren eröffnet, er wird aber nicht wegen Mordes, nicht einmal wegen Totschlags verurteilt.

    Daß Sie glauben, für Ihr Tun einstehen zu können, verbindet Sie mit mehreren Millliarden Menschen. Aber nicht immer glaubt die Mehrheit an das “Richtige”
    Denken Sie an meinen Hinweis auf die Milliarden von Verbindungen, die jede Nanosecunde im Gehirn hergestellt werden.
    Kann es da nicht auch mal eine “Fehlzündung” geben?

  17. Mercutio

    @wollecarlos
    Ich glaube wir verstehen uns gut, solange wir auf einer realen Ebene bleiben. Philosphische Spekulationen sind mir leider fremd.

  18. Weninger

    @wollecarlos
    Fehlzündungen? Der Mensch ist im Grunde seines Wesens ein trieb- und emotionsgesteuertes Tier. Der rationalste und gebildetste Mensch kann wegen Eifersucht ausrasten und seine Frau umbringen. Fehlzündung, an das Konzept glaub ich nicht ganz, sondern das unsere Verhaltensmuster noch aus der Urzeit stammen, als es weder Gender, nocht Staat noch ein Strafgesetzbuch gab. Hier liegen die Widersprüche des oberflächlich zivilisierten Menschen, dessen Lack sehr schnell ab ist. Mit Waffen oder Nicht-Waffen hat das alles nur peripher zu tun.

  19. wollecarlos

    @Weninger
    “Der Mensch ist im Grunde seines Wesens ein trieb- und emotionsgesteuertes Tier.”

    Wir kommen uns immer näher!

    Und wenn Sie erlauben, würde ich Ihren Satz

    “Der rationalste und gebildetste Mensch kann wegen Eifersucht ausrasten und seine Frau umbringen.”

    damit ergänzen, daß es dann besser ist, wenn er keine Schusswaffe hätte.

    Es ist ein ander Ding, Jemanden zu erwürgen, oder aus der Entfernung zu erschießen.

    Diese Betrachtung kommt jetzt bei der “Drohnen-Diskussion” wieder hoch…

  20. wollecarlos

    @Weninger
    Ja, das mag sein, oder nicht, wir unterscheiden und nur noch marginal, was ja auch schön ist.

    Aber ich würde zu gerne wissen, was ich schon früher fragte:

    Warum betreibt man (betreiben Sie) das Schießen mit Waffen.
    Gibt es einen Lustgewinn oder was ist der Faktor?

    DIese Frage habe ich lang und breit mit einem Freund diskutiert, der einer Gruppe zugehört, die sich “Sportschützen” nennen.
    Schützen lasse ich ja noch gelten, aber was hat das mit “Sport” zu tun?

    Es muss also -mindest- noch einen anderen Grund geben.
    Klären Sie mich auf ?

  21. Weninger

    @wollecarlos
    Es gibt Sportschützen, deren höchster Ehrgeiz es ist, immer bessere Ergebnisse zu erzielen, bis hin WM und Olympia. Das ist Sport, weil es höchste Konzentration erfordert.
    Mir hat Schießen seit meiner Kindheit Spaß gemacht, zuerst mit dem Luftdruck, dann mit mit dem KK .22, später war ich auch beim Bundesheer und durfte Heimat mit StG und Haubitze verteidigen lernen.
    Heute gehe ich ab und zu mit ein paar Freunden und ja es ist Spaß wie Eisstockschießen oder Kegeln, und es kracht und stinkt nach Pulver, irgendwie steckt dies schon im Manne. Schaun Sie mal wieviel mehr ganz geil aufs Motorad oder Geländewagenfahren sind, mit getuneten Auspuffen und Motoren, und von fanatischer Besessenheit ihres “Hobbies”, das Schützen nur so schauen.

  22. wollecarlos

    @Weninger
    Das ist nachvollziehbar.

    Auch ich habe mir von meinem ersten Lehrlingsgehalt ein Luftgewehr gekauft, nachdem ich bei den JUNGEN PIONIEREN in der “DDR” schon mit sowas und mit KK und sogar -unter Aufsicht sowjetischer Soldaten- mit einem fest-montierten MG schiessen “durfte” ….

    Natürlich war das aufregend, welcher Junge hat nicht “Karl-May-Gelüste” ?

    Der vorhin zitierte Freund hat mir übrigens das einzige, für mich als Erwachsenen nachvollziehbare Argument geliefert:

    “Bei Schießen kämpfe ich gegen mich selbst”

    Das entspricht in etwa Ihrem Ausdruck “höchste Konzentration”.

    (Doch: Alles schön und gut: Schusswaffen werden dadurch nicht weniger gefährlich!!!)

  23. Weninger

    @wollecarlos
    Waren Sie auch noch bei der NVA? In welchem Teil der DDR sind Sie aufgewachsen? Müssen Sie natürlich nicht beantworten 🙂

  24. wollecarlos

    @Weninger
    Nein, dieser Kelch ist an mir vorübergegangen, mein Vater hat seine militärischen Aufgaben in einem Umfange übernommen, daß sie auch noch für mich reichten!

  25. Weninger

    @wollecarlos
    Aber im Grunde musste schon jeder junge Mann zur NVA, oder? Ich habe ja nur 6 Monate Bundesheer plus ein paar Monate Übungen gehabt, ist aber auch schon lange aus 🙂

  26. wollecarlos

    @Weninger
    ja, und Verweigerung wurde mit Gefängnis bestraft. Erst zuletzt konnte man als “Sanitätssoldat” dem kommunistischen Vaterland dienen,
    Aber eben als Soldat, innerhalb der Truppe nach deren Dienstreglement

  27. Weninger

    @wollecarlos
    Ich kenne einen Ostberliner, da war bei irgendso einem Bauregiment, das war auch nicht so schlimm, berichtete er.

  28. wollecarlos

    @Weninger
    naja, das kommt wohl auf den “Betrachter” an, und wenn man nichts anderes kennt (demokratische Armeen) kommt einem sowas vielleicht erträglich vor.

    Freunde und Bekannte berichten anders….

  29. Weninger

    @wollecarlos
    Nun, meine Schwester hatte dieses Ehepaar auf einer Balkanreise kennengelernt und sie machten später Station bei uns. Ihre Erzählungen über die DDR haben mein Bild in gewisser Weise auch relativiert. Auch dort gab es viel normales Alltagsleben und nicht nur Kommunisten und deren Opfer. Aber lassen wir das, wünsche gute Nacht.

  30. wollecarlos

    @Weninger
    Natürlich gab es “normales” Alltagsleben!

    Millionen haben sich mit der Diktatur arrangiert, arrangieren müssen!

    Das war zwischen 33 und 45 auch nicht anders, auch in Österreich nach dem von einer großen Masse der Bevölkerung bejubelten “Anschluss”.

    Ich wünsche auch eine geruhsame Nacht!

  31. wollecarlos

    Eben im Focus, Tätigkeitsbericht über einen “unbescholtener Bürger”:

    Ein Mann erschießt seine Frau. Danach klingelt er hintereinander drei Menschen aus dem Schlaf und schießt auf sie. So rekonstruieren Ermittler eine Bluttat bei Aachen. Dann finden sie zwei weitere Tote.
    Ein Amokläufer soll im Rheinland bei Aachen drei Menschen erschossen und drei weitere schwer verletzt haben. Als die Polizei den 63-Jährigen stellte, habe er sich in den Kopf geschossen und liege seitdem im Koma, sagte Oberstaatsanwalt Robert Deller am Freitag.

    Die Polizei hatte am Donnerstagabend überraschend zwei weitere Leichen gefunden, nachdem der Mann in der Nacht zuvor vermutlich seine Ehefrau erschossen und Nachbarn verletzt hatte. Die 71-jährige Schwägerin und der 73 Jahre alte Schwager des mutmaßlichen Täters lagen erschossen in ihrem Haus in Kerpen-Blatzheim.

    Bei den Taten dort sei die gleiche Waffenart und Munition verwendet worden wie zuvor in Langerwehe bei Düren, wo der 63-Jährige seine Ehefrau getötet und drei Menschen schwer verletzt haben soll.

    http://www.focus.de/panorama/welt/zwei-weitere-tote-bei-blutbad-am-vatertag-in-nrw-mann-klingelt-mitten-in-der-nacht-an-tueren-und-schiesst-auf-menschen_aid_985942.html

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