Ein anderer Blick auf die Revolution in Kiew….

Von | 2. Februar 2014

“…..Es war eine freie Wahl, die Viktor Janukowitsch im Februar 2010 mit 48,8 Prozent der Stimmen in den Präsidentenpalast einziehen ließ. Weder Washington oder London noch Paris oder Brüssel beanstandeten damals das Kiewer Ergebnis. Spätestens seit Karl Poppers “Die offene Gesellschaft und ihre Feinde” gilt der friedliche Regierungswechsel nach Ende einer Legislaturperiode als eines der Hauptwesensmerkmale der Demokratie. Mit Blick auf Kiew hat man weder den Eindruck, dass die Regierung und die Opposition noch die Amerikaner und Europäer diesem Wesenszug Bedeutung beimessen….”(hier)

4 Gedanken zu „Ein anderer Blick auf die Revolution in Kiew….

  1. Nattl

    Die Ukraine ist zum Spielball von EU, USA und Russland geworden. Es geht doch niemand wirklich darum, dass die Ukraine frei und unabhängig wird. Derzeit will man einfach dem russischen Bären in die Suppe spucken. Da man zu feig ist, das direkt zu machen (würde sich energiepolitisch sofort auf Europa auswirken, Stichwort GAZPROM), macht man das jetzt halt in der Ukraine. Sollte beispielsweise der in der EU so hofierte Boxer-Zwilling der neue Präsident werden, in spätestens fünf Jahren gäbe es Proteste gegen ihn. Die Ukraine als solches ist ein Konstrukt, dass durch den Untergang der Sowjetunion entstanden ist, jedoch nicht wirklich überlebensfähig ist. Wollen wir dieses Land wirklich in der EU haben, damit wir ganz Südosteuropa durchfüttern können? Daher lieber den Russen überlassen…

  2. Riso

    Die 2012 Parlamentswahlen in der Ukraine hat auch keiner beanstandet. Es geht es wirklich nur darum, das es der pro-russische und nicht die pro-EU Oligarch/in ist.

  3. Reinhard

    So ist eben das Verständnis der EU-Eliten für Demokratie, das kennen wir doch schon seit den Sanktionen der europäischen Sozialisten gegen Österreich, als dessen Wähler sich erfrechten eine Partei zu wählen, die die Möglichkeit nutzte, um die Rotsocken von den Futtertrögen der Macht zu verjagen.
    Demokratische Wahlentscheidungen müssen zwingend im Sinne der neuen Feudalherren vom Brüsseler Hof erfolgen, sonst wird sanktioniert und wiederholt, bis das renitente Zahlpack endlich begriffen hat, dass es bei der Wahl einfach keine Wahl hat. Zur Not wird sogar aktiver “Widerstand” gegen demokratisch gewählte Kräfte unterstützt. Das Signal ist klar: “Passt auf, was ihr nächstes Mal wählt, sonst machen wir euch fertig!”
    Die EU zeigt immer mehr das Gesicht einer Vereinigung mafiöser Organisationen. Und besonders die linke Familie fällt da als besonders brutal auf…

  4. Reinhard

    Übrigens putzig wie gestern erst wieder die deutsche Betroffenheits-Weihnachtskugel Claudia Roth in die Kameras heulte, man müsse sich eben Anforderungen überlegen, in welche Staaten Olymische Spiele überhaupt vergeben werden dürfen – Putin muss den Linken ja ordentlich in die Suppe gespuckt haben, dass sie ihn (der ebenso demokratisch gewählt wurde) so hassen, dass sie kein Problem mit Olympia in China hatten, aber Olympia in Russland anheulen wie schlaflose Köter den Mond.

    Das ganze Agieren rund um Kiew und Sotschi, das die beleidigten EU-Schranzen da aufführen, zeigt, dass in den Hirnen der Europäer der Kalte Krieg niemals geendet hat. Sie wollen nicht “Europa einen” sondern der ach so bösen russischen Krake ihre Vasallenstaaten entreißen. Und wehe, einer dieser Vasallenstaaten schlägt einen anderen Weg ein.

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