Ein Außenminister als Brandbeschleuniger

Jean Asselborn, Sozialdemokrat und Außenminister der Steueroase Luxemburg, will die Roadmap beerdigen, derzeit wohl der Plan für eine Lösung des Konflikts zwischen »Palästinensern« und Israel mit der weltweit breitesten Unterstützung. In einem Gespräch mit der Süddeutschen Zeitungschlägt der Diplomat vor, Europa solle – beginnend mit Frankreich – »Palästina« anerkennen.

Der entsprechenden Entscheidung in Paris könnte sich dann auch sein Luxemburg anschließen und weitere europäische Staaten folgen. »Wir Europäer müssen zeigen, dass auch die Palästinenser ein Recht auf ihren eigenen Staat haben«, so Jean Asselborn, dem es dabei freilich vor allem um eine »einheitliche Linie« in der europäischen Außenpolitik geht und erst danach um den Konflikt.

Mit seinem verantwortungslosen Vorschlag, der natürlich nicht abgesprochen ist mit dem Nahost-Quartett, mischt sich der übergriffige Politiker nicht nur in die französische Außenpolitik ein, er will offenbar sehenden Auges die Spannungen in der Region noch erhöhen, wenn er sich kurz nach der skandalösen Rede Abu Mazens beim »Palästinensischen Nationalrat« für »Palästina« einsetzt. weiter hier

6 comments

  1. Mona Rieboldt

    Auf rein wirtschaftlicher Basis funktioniert(e) die EU. Die Probleme fingen damit an, als man das Ganze auf die politische Ebene hob.

  2. Falke

    Man sollte die dümmlichen Aussagen eines linken Geisterfahrers, der offenbar seine Komplexe als Außenminister eines Kleinstaates durch aufgeblasenes Auftreten kompensieren will, nicht allzu ernst nehmen. Ohne USA und Russland geht ohnehin nichts – und Trump ist gerade dabei, die Palästinenser auf ihr richtiges Maß zurechtzustutzen.

  3. Dr.Paul Felber

    Ja, wenn es eng wird, verlassen wir uns wieder auf den vielgeschmähten Trump.

  4. braquarius

    Vielgeschmäht – fragt sich nur, wer wen wieviel schmäht, und ob man sich den Schmähern verbunden fühlt. Dass D.T. oftmals – eigentlich fast immer – ungewöhnliche Ansichten vertritt, ist evident. Aber wenn etwas ungewöhnlich (also: bis jetzt nicht gewöhnlich) ist, kann es ja auch ein neuer Zugang zu bisher Unlösbarem zu sein. Das Sprichwort vom groben Klotz und groben Keil ist ja nicht immer falsch. Und wie erfolgreich Appeasement-Politik ist: guckst du Chamberlain.

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