Ein Brief an die Zukunftskonferenz der Europäischen Union

Von | 27. Mai 2021

(JOSEF STARGL) Die Auflistung von zehn Hauptthemen auf der digitalen Plattform der „Konferenz zur Zukunft Europas“ zeigt einerseits ideologisch erklärbare Prioritäten und andererseits eine Ausblendung zentraler Themen (z.B: Zentralisierung und Wettbewerbsföderalismus, EU-Institutionenreform, Geldpolitik und überschuldete Staaten, Schuldenunion).

Die Bürger sollen (angeblich) die Gemeinschaftsziele und die Richtung für eine „Politik für die Zukunft der EU“ vorgeben. Eine Teilnahme der Bürger soll ein „Wir-Gefühl“ und eine „Versorgungs-Staatenverbunds-Solidarität“ fördern.

Etatisten und Kollektivisten erzählen gerne den „Mythos von der Schwarmintelligenz“. Sie tun so, als ob es keinen „Schwarmschwachsinn“ und keine „Tyrannei der Mehrheit“ gäbe.

Ein Hauptthema lautet: „Eine stärkere Wirtschaft, soziale Gerechtigkeit und Arbeitsplätze“. Es ist ein weit verbreiteter Irrglaube, dass „eine stärkere Wirtschaft“ politisch machbar ist. „Soziale Gerechtigkeit“ dient Sonderinteressen in einer Günstlingswirtschaftsordnung. Die hohen Staatsquoten in der EU zeigen, dass sich zahlreiche Politiker immer mehr als Einkommens- und Vermögenszwangsumverteiler sowie als „Kapitalaufzehrer“ betätigen.

Alle Politiker ersehnen weniger Arbeitslosigkeit, aber weder eine supranationale noch eine nationale „Beschäftigungspolitik“ sind in der Lage, Arbeitslosigkeit zu verringern.
Weder eine zentralistische EU-Politik noch eine aufgeblähte Eurokratie können die Zukunft Europas gestalten.

Die Nomenklatura der EU pflegt eine Anmaßung von Wissen. Es ist nicht mehr als ein Verschleierungsversuch sowie ein Versuch einer Legitimation einer konstruktivistischen Politik, wenn man nun die Bürger befragt und das Ergebnis dieser Befragung (angeblich) als Auftrag für eine zukünftige EU-Politik betrachtet.

Inflations-(Geld-)Politiker, Befürworter einer Zinsmanipulation/Zinsmanipulateure und Staatsfinanzierer arbeiten schon länger an einem Abschied von einer soliden Währung.

Der politisch geplante Abschied von einer rechtsstaatlichen Marktwirtschaft mit „Freiheit und Wettbewerb“ ist mit einer permanenten Geldmengenausweitung, mit überschuldeten Staaten, mit einer supranationalen Verschuldung/mit einer Schuldenunion, mit immer mehr Zentralisierung sowie mit einer Fehlleitung und mit einer Verschwendung von Ressourcen verbunden.

Ein antimarktwirtschaftliches und ein antiwettbewerbsföderales „Projekt Europäische Union“ bewirkt „weniger Wohlstand für alle“.

Die „monetären Illusionisten“ in allen Parteien kritisieren weder Rechtsbrüche noch die Etablierung einer Haftungs- und Transferunion.

Politiker, die für mehr Planung, für mehr Lenkung, für mehr Regulierung und für mehr Interventionismus eintreten, freuen sich über immer mehr staatsgläubige und staatenverbundsgläubige Bürger, die noch mehr politische Lösungen für soziale und wirtschaftliche Probleme erwarten/fordern und sich darüber freuen, wenn sie in immer größere Abhängigkeit vom Versorgungsstaat und von einem paternalistischen Staatenverbund geraten.

Ein Gedanke zu „Ein Brief an die Zukunftskonferenz der Europäischen Union

  1. sokrates9

    Blaupause des kommunistischen Manifests!Sämtliche Kapitalistischen Forderungen verstärkte Anstrengung, Förderung forschung und Entwicklung, Leistung 7 wettbewerb spiele da keine Rolle!

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