Ein Einzelfall

A Palestinian baby was named after terrorist Muhannad Halabi just hours after he stabbed the two Israelis Nehemiah Lavi and Aaron Bennett to death in Jerusalem three days ago. (hier)

28 comments

  1. sokrates

    Thomas Holzer@ Wir werden nur verarscht: Wir haben die größte Tschetschenenkolonie Europas, die alle traumatisiert und gewaltbereit sind! Dass die im Urlaub gerne in ihre Heimat zurückfahren – die sind ja schließlich schwer verfolgt – interessiert in unserem Deppenstaaat Österreich niemanden!

  2. Reini

    Sokrates
    ,… kenne einige die während des Jugoslawienkrieges 50% des Lohnes an die UCK geschickt haben. Sind ebenfalls als Flüchtlinge eingereist!!!

  3. Thomas Holzer

    Was mich vor allem nervt, ist diese milieu- und kulturbedingte “Rudelbildung”

  4. Rupert Wenger

    Leider wird der Begriff “Terrorist” mit Absicht nicht definiert, um den jeweiligen Konfliktgegner zu dämonisieren und ihn außerhalb des Völkerrechts zu stellen, was eigene Verstöße gegen dieses Recht rechtfertigen soll. Unternehmen wir den Versuch , ihn zu definieren: Es gilt in einem gewaltsam ausgetragenen politischen Konflikt folgende Personengruppen auf beiden Seiten zu unterscheiden: 1. Kombattanten, also gekennzeichnete, offen Waffen tragende Kämpfer, 2. solche, die keine Kennzeichnung und/oder die Waffen verdeckt tragen, und 3. unbeteiligte Zivilpersonen. Wenn Kombattanten auf beiden Seiten nach den Regeln des Kriegsvölkerrechtes kämpfen, handelt es sich um einen gewöhnlichen Krieg. Verdeckt Kämpfende gegen Kombattanten nennt man im allgemeinen Partisanenkampf. Wenn verdeckt kämpfende aber vorwiegend gegen Zivilpersonen kämpfen, kommen wir der Sache schon näher. Als weiteres Merkmal für Terrorismus kann die erwiesene Absicht nach Maximierung der Zahl von Opfern auf Seiten der unbeteiligten Zivilpersonen gelten, wie es im Fall des World Trade-Centers klar nachzuweisen ist. Terrorismus setzt also verdeckten Kampf vorwiegend gegen Zivilpersonen in politischer Absicht und unter Maximierung ziviler Opfer voraus. So gesehen ist ein Angriff aus persönlichen Gründen nicht, der Kampf der UCK, die stets in Uniform und vorwiegend gegen serbische Streit- und Sicherheitskräfte kämpfte, schon gar nicht mit Terrorismus zu vergleichen. Beim Fall der Messerattacke in Israel wäre zu erheben, ob der Täter die Absicht hatte, die Opfer unter der israelischen Zivilbevölkerung zu maximieren und nur durch die Reaktion bewaffneter Israelis daran gehindert wurde. Die sich häufenden Messerattacken in Israel deuten doch auf eine diesbezügliche Absicht der palestinensischen Führung hin.

  5. Thomas Holzer

    @Wenger
    “Die sich häufenden Messerattacken in Israel deuten doch auf eine diesbezügliche Absicht der palestinensischen Führung hin.”
    Eine dezente Untertreibung, wage ich zu behaupten.
    Ob mit Messern, mit AK-47, Raketen, KFZ!, das Bestreben dieser Täter war und ist immer, möglichst viele jüdische Zivilisten zu ermorden.

  6. Rupert Wenger

    @Thomas Holzer
    Ich stimme ihnen zu, im genannten Einzelfall fehlt mir aber ein Nachweis der konkrete Absicht. Betrachten sie meine Aussage als Versuch, politisch korrekt die Unschuldsvermutung anzubringen.

  7. Thomas Holzer

    @Wenger
    “…….im genannten Einzelfall fehlt mir aber ein Nachweis der konkrete Absicht”
    Ja, die meisten Menschen auf dieser Welt, welche einem Mitmenschen ein Messer in den Körper rammen, machen dies ohne Absicht………………….
    PC geht meistens daneben 😉 Die Meisten merken es erst leider zu spät.
    politisch korrekt war und ist nur im “Westen” möglich, im Rest der Welt werden Sie einfach vor -meistens nicht politisch korrekte- Tatsachen gestellt; da wird nicht viel diskutiert, daher auch die Selbstaufgabe der EU- und Nationalstaaten Politiker, grosso modo

  8. Rennziege

    7. Oktober 2015 – 17:47 Rupert Wenger
    “Betrachten Sie meine Aussage als Versuch, politisch korrekt die Unschuldsvermutung anzubringen.”
    Geradezu süß, Herr Wenger! Fehlt nur noch die absurde Mutmaßung, diese vorsätzliche und bestialische Ermordung zweier Menschen plus Schwerverletzung zweier weiterer (auch eines zweijährigen Kindes) sei durch “israelische Unterdrückung der Palästinenser” erzwungen worden.
    Mit Verlaub: Wer solche Unschuldsvermutungen anstellt, macht sich selber schuldig.

  9. Rupert Wenger

    @Thomas Holzer und @Rennziege
    Bitte sich zu beruhigen: “Politisch Korrekt” war eher ein Schuss Selbstironie. Ich meinte rational und weniger Gefühlsbetont. Im konkreten Fall fehlt mir eine klare Aussage zur politischen Zielsetzung, die für mich eine Voraussetzung für Terrorismus ist. Der Islam hat eine politische Zielsetzung. Ich halte die Zielsetzung im konkreten Fall zwar für wahrscheinlich, aber aus dem Text eben nicht nachgewiesen.
    Ansonsten bitte ich, die Hörner wieder in die Höhe zu nehmen und den Anlauf zur Attacke zu stoppen: Ich bin voll für das Selbstverteidigungsrecht der Israelis gegen den Terror der Moslems. Sie haben bisher im Gegensatz zu den Terroristen stets versucht, die zivilen Opfer auch der Gegenseite zu minimieren. Mich stört eher, dass man unter Terror zunehmend andere Gruppierungen summiert, die man mit einigem Recht auch Freiheitskämpfer nennen könnte. Damit verharmlost man nämlich die wirklichen Terroristen und die konnte ich bisher nur im Lager der Islamisten orten.

  10. Rennziege

    7. Oktober 2015 – 19:27 Rupert Wenger
    Danke für die unschuldsvermutliche Klarstellung, wenngleich über sieben Ecken und Kanten gebogen und gezogen. Niemand hat übrigens die Hörner gesenkt oder Sie attackiert. Freiheitskämpfer, die zivile Nichtkombattanten hinterrücks meucheln, sind aber nichts anderes als Mörder.
    Da mögen Sie abwiegeln und erklären, bis Sie Hornhaut auf den Fingern haben.

  11. Thomas Holzer

    “Mich stört eher, dass man unter Terror zunehmend andere Gruppierungen summiert, die man mit einigem Recht auch Freiheitskämpfer nennen könnte”
    Jeder, welcher wissentlich und willentlich das Ermorden von Unbeteiligten in Kauf nimmt und vielmehr, aktiv betreibt, ist ein Terrorist. Ebenso der, welcher vermeintliche Angehörige der eigenen Gesellschaft/Ideologie in Geiselhaft nimmt, egal ob als “Schutzschild”, Kindersoldat oder Märtyrer!

  12. Rupert Wenger

    @Rennziege, @Thomas Holzer
    Ich stimme ihrer Einschätzung von hinterrücks gemeuchelten Nichtkombattanten vollinhaltlich zu. Die oben genannte UCK hat aber wie gesagt offen gegen die serbischen Streit- und Sicherheitskräfte gekämpft, wurde aber von Serbien als Terroristen geführt. Als Folge davon wurde die Polizei anderer europäischer Staaten zur Zusammenarbeit gegen sie aufgefordert. Ich vermute, die kam auch zumindest in Teilbereichen zustande. Daher bin ich für eine klare Definition des Terrorismus. Im Fall der 2 erstochenen Israeli könnte es sich vielleicht um einen Raubmord gehandelt haben. Nach meiner Definition wäre dann der Täter ein Raubmörder, nach der des Herrn Holzer ein Terrorist. Leider können solche Definitionen ungeahnte Folgen haben, sie sind also keineswegs Haarspalterei.

  13. Rennziege

    7. Oktober 2015 – 20:32 Rupert Wenger
    Sie eröffnen eine historische Nebenfront, die bald 25 Jahre her ist und in völlig anderen Motiven und Animositäten wurzelte. Irrelevant für den unablässig schwelenden Krieg der palästinensischen Mörder gegen den Staat Israel, dessen Einwohner zu einem Drittel aus Palästinensern bestehen, die dort gleichberechtigt in Lohn und Brot sind und sich wohlfühlen.
    Das Meckern gegen Israel, heute von den üblichen Unverdächtigen als “politisch korrekt” plakatiert, ist nichts anderes als der uralte Antisemitismus, der schon lange vor dem böhmischen Gefreiten dem Neid des Kleinbürgertums entsprang und in immer neuer Maskierung überlebt..

  14. astuga

    Wenn jemand gezielt und vorsätzlich Zivilisten angreift mit der Absicht sie zu töten, dann ist es entweder ein Amokläufer und Mörder oder eben ein Terrorist – Punktum.

    Da muss man nicht weiter… pardon, Hirnwichsen.

  15. Mona Rieboldt

    Ja klar, wenn Israelis von Palästinensern mit Messern erstochen werden, dann handelt es sich um einen Raubmord, könnte ein Raubmord sein? Und wenn Paläst. mit einem Auto in eine Gruppe fahren, die an einer Bushaltestelle wartet, dann haben wohl die Bremsen versagt. Die Raketen, die von Gaza aus auf israelische Städte und deren Zivilisten sowie auch auf Kindergärten abgeschossen werden, ist wohl nur ein Manöver. Und wenn ein Palästinenser einen Schulbus mit jüdischen Kindern in die Luft sprengt, dann hatte er wohl einfach nur Ärger mit seiner Schwiegermutter.

    Gehts eigentlich noch Herr Wenger? Wohnen Sie doch einfach mal ein Jahr z.B. in Sderot in Israel, dann wird auch Ihnen ganz klar, wer und was Terroristen sind.

  16. Rupert Wenger

    @Rennziege, @astuga
    OK, versuchen wir es aktueller:
    Ursprünglich gab es in Sytien einen “arabischen Frühling”, der den Diktator beseitigen und Demokratie einführen wollte. Die dazugehörigen Gruppierungen wurden von den USA als Freiheitskämpfer eingestuft, obwohl sie verdeckt, also ohne Kennzeichnung gegen die Streit- und Sicherheitskräfte kämpften. Nach langem Zögern wurden sie von den USA offen unterstützt.. Nach meiner vorgeschlagenen Definition sind sie keine Terroristen, verstoßen aber gegen syrische Gesetze und das Kriegsvölkerrecht. Dann hat sich der IS daraufgesetzt und einen Teil dieser Gruppierungen inhaliert. Aus Sicht von Assad waren beide Gruppen Terroristen, weil sie ihn gleich bekämpften. Assad rief Putin also zu Hilfe gegen diese Terroristen. Der hatte ein ähnliches Problem schon mit ähnlichen Mitteln bekämpft: Der Konflikt in Tschetschenien war ursprünglich ein ethnischer Sezessionskrieg, der erst von den Russen zum Religions- und damit Antiterrorkrieg umdefiniert wurde, um freie Hand zum Krieg mit maximaler Gewaltanwendung gegen formal russische Städte und russische Staatsbürger zu haben, was ja nicht unbedingt russischen Recht entsprechen dürfte. Und jetzt bekämpft Russland in Syrien
    Antiregierungsterroristen, die USA islamistische Terroristen die Türken kurdische Terroristen und Assad alle Terroristen. Keiner hält sich mehr an das Kriegsvölkerrecht, der Konflikt entgleist vollständig. Jeder findet die Rechtfertigung für sein Handeln in einer anderen Definition von Terrorismus. Ich gebe zu, auch mit dieser Definition wäre der Konflikt entgleist, weil noch andere strategischen Interessen dahinter stehen. Mit Definition würde uns aber die Unterscheidung zwischen Gutewichte und Bösewichte leichter fallen.

  17. astuga

    Den Diktator beseitigen sicher, eine Demokratie einführen, dass ist schon eher ungewiss.
    Ich weiß natürlich nicht, was im Hintergrund gelaufen ist, aber afaik hat “der” Westen schon sehr früh bemerkt, dass dort nicht nur Freiheitskämpfer am Werk sind.
    Jene Gruppe die das noch am ehesten erfüllen würde (Freie-dingsda-Armee) ist heute eigentlich militärisch zu vernachlässigen.
    Deshalb, und auch wegen der Erfahrungen in Libyen, hat man sich von Beginn an sehr zurückgehalten.

    Mit Tschetschenien will ich das nicht vergleichen, das sind beides doch sehr unterschiedliche Konflikte.
    Dort gab es etwa auch keine zentrale Gewalt, wie das Assad Regime in Syrien, und natürlich war es eine ehemalige sowjetische Republik.
    Heute ist eben von Russlands Gnaden eine national-islamische Mafia an der Macht in Tschetschenien, und die Radikalen sind über die Welt verstreut, aber deshalb nicht harmloser geworden.
    Was die Zukunft dort bringen wird weiß keiner.

  18. Weninger

    @Holzer, rennziege
    Sie sollten nicht zu hart und zynisch mit Herrn Wenger umgehen. Das Thema Pälistinenser ist heikel, klar, aber über all auf der Welt waren und sind Terroristen zugange, die jemandes anderes Freiheitskämpfer sind. Schon mal den FIlm “Der Krieg des Charlie Wilson” gesehen? Im Weltkrieg verurteilte das Deutsche Reiche Jugo-Partisanen ebenso wie allierte Bomberpiloten als Terroristen, später waren sie plötzlich Retter vom Faschismus und Befreier. Und doch haben sie auch hunderttausenden Zivilsiten das Leben oder Gesundheit gekostet. Und wenn wir schon von zivilen Opfern reden, dann sind die Kollateralschäden der westlichen Kriegseinsätze im Nahen Osten oder Afghanistan wohl verlustreicher für die Zivilbevölkerung als islamische Extremisten. Und bei einer Situation wie in Syrien, wo Dutzende Gruppen gegeneinander kämpfen, wer kann da noch zwischen gut und böse unterscheiden. Natürlich ist unser Assad näher als die IS-Horden, aber seine blutigen Hände sollte wir uns auch nicht schönreden, wenn Stabilität und Ungestörtheit für uns mit Mord und Folter an mehr oder minder Unschuldigen von Staats wegen erkauft werden, wie bei bei den Regimen von Assad, Gadafi und Sadam Hussein.

  19. Rupert Wenger

    @Mona Rieboldt, @astuga
    Die scheinbar akademische Diskussion um eine Definition hat mindestens 3 ganz reale Auswirkungen:
    1. Sie beantwortet die Frage, welche Gruppierung von uns eventuell zu unterstützen und welche gegebenenfalls zu bekämpfen wäre.
    2. Wenn es ein Raubmord gewesen sein sollte, was ich wie oben gesagt für eher unwahrscheinlich, aber nicht ausgeschlossen halte, dann wäre die richtige Antwort eine Amtshandlung der Polizei und eines Gerichtes, das den Täter nachhaltig von der Gesellschaft separiert. War es Terror, so scheint ein militärischer Gegenschlag auch unter Inkaufnahme ziviler Opfer im zu minimierenden Umfang gerechtfertigt.
    3. Kommt einer unserer “Helden” aus dem Dschihad zurück nach Österreich, wird er wegen Zugehörigkeit zu einer terroristischen Organisation vor Gericht gestellt und bestraft. Es ist nur eine Frage der Zeit, wann sich ein findiger Rechtsanwalt mit der Frage an das Gericht wenden wird, was denn die Kriterien für eine terroristische Organisation seien, weil die Organisation, bei der sein Mandant kämpfte, nicht unter diesen Begriff falle. Fallen dem Gericht dann keine brauchbaren Kriterien ein, wird der “Held” wohl freizusprechen sein.
    Ich halte die die präzise Definition des Begriffs Terror als unverzichtbar für seine wirkungsvolle Bekämpfung, was wohl auch die Frage beantwortet, ob ich das Niederstechen israelischer Zivilisten in irgendeiner Form verniedlichen will.

  20. Weninger

    Die Verurteilung für angebliche im Ausland begangene Verbrechen steht sowieso rechtlich auf wackligen Beinen.

  21. Weninger

    Wer Terrorist ist, um mein verlorengegangens Posting zu rekapitulieren, ist sowieso immer Ermessenssache, siehe taliban, contras und IS. Es gibt unsere Bastarde und andere Bastarde, leider wechselt das halt manchmal wieder schnell.

  22. aneagle

    auffallend an obiger Diskussion ist, dass, obwohl schrecklich unterdrückt, kein einziger Palästinenser den Weg ins gelobte Berlin gegangen ist. Bedeutet das, es geht ihnen eventuell in Gaza und dem Westjordanland nicht halb so schlecht, wie es das Pallywood der NGOs, vornehmlich mit deutschem Steuergeld, darzustellen versucht?

    Ist Unterdrückung durch Israel der Freiheit in islamischen Nachbarstaaten vorzuziehen? Sind die Phösewichte am Ende gar Gutewichte? Sehr verwirrend, das. 😉

  23. Weninger

    500.000 Palis haben eh in Syrien gelebt, weitere 400.000 im Libanon — davon wird jetzt keiner nach Europa gegangen sein?

  24. Thomas Holzer

    @aneagle
    Bitte bringen Sie die nicht auch noch auf abwegige Ideen 😉
    Wenn die kommen würden, würde Frau Merkel jeden Einzelnen mit Handschlag und Bruderküsschen begrüßen.

Kommentar verfassen

Du kannst die folgenden HTML-Codes verwenden:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden .