Ein etwas eigentümliches Ende der Krise….

„Meine größte Sorge ist, dass die Staaten pleite sind. Die Regierungen haben viel zu viel Geld ausgegeben, und es gibt nichts, was sie dagegen unternehmen können. Sie werden auf alle Fälle dabei scheitern, ihre Verbindlichkeiten zu bedienen, und wenn sie scheitern, werden die wirtschaftlichen Auswirkungen unglaublich trostlos sein.
Stellen Sie sich nur vor, wie der Ausblick für Detroit aussehen muss, jetzt wo all diese Rentner begreifen, dass sie nur 16% ihrer Renten erhalten werden. Wie soll es da weitergehen, wenn es keine Kaufkraft mehr gibt? Und was ist, wenn das Ganze auf Chicago oder die US-Regierung überspringt? Oh mein Gott – es gibt so viele Staaten, Städte und Bundesstaaten, die sich derzeit in Schwierigkeiten befinden und der Wahrheit ins Auge blicken müssen.

Und wenn sie der Wahrheit eines Tages ins Auge blicken, wird derjenige, der glaubte, etwas zu bekommen, nichts davon bekommen. Was wird das bei der Wirtschaft anrichten? Das ist kein angenehmer Ausblick. Das ist es, was mir Sorgen bereitet. Mir bereitet die finanzielle Erkenntnis Sorgen, dass wir viel zu viel Geld ausgegeben haben, dass wir uns bei der Zukunft Geld geliehen haben, dass wir massive Gelder bei der Zukunft aufgenommen haben – und wenn man sich bei der Zukunft massiv verschuldet, hat das eines Tages Auswirkungen auf die Gegenwart.“ (Der US-Milliardär Eric Sprott)

7 comments

  1. Reinhard

    Eine Ökonomie, die sich für die Zukunft verschulden muss, um bereits heute geschaffene Werte zu konsumieren, ist krank.

  2. Tiefengrabner

    Das viel herbeigelobte private Pensionssystem vom Kapitalmarkt, zeigt hier das wahre Gesicht!

  3. Riso

    Falsch, in Detroit und anderen US Gemeinden werden die öffentlichen Pensionen gekürzt, nicht die privaten.

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  5. Herr Karl jun.

    Ein Abgeordneter zum Nationalrat hat als sogenannter “Wirtschaftsfachmann” 21 Jahre lang Jahr für Jahr für ein großzügiges “deficit spending” der Republik gestimmt. Als Wirtschaftswissenschafter zitierte er gerne einen Fach-Vorgänger aus dem 19. Jahrhundert (Lorenz von Stein) mit dem Satz: “Ein Staat ohne Staatsschuld tut entweder zuwenig für die Zukunft oder er fordert zuviel von seiner Gegegenwart”. Herr von Stein war in Wien eine Lachnummer, denn der sich wirtschaftweise gebende Professor musste im fortgeschrittenem Alter selber Konkurs anmelden. Wir wissen nicht, wie es dem eingangs angeführten Abgeordneten im Innersten seines Herzens heute geht, als Governeur der Österreichischen Nationalbank wirkt Ewald Nowotny jedenfalls meist bekümmert, sein unbekümmerter Ausblick auf den Staatshaushalt, in dem er nicht mal mehr Löchleins erkennen wollte, kann das Bild der etwas traurigen Gestalt kaum ändern. Wie auch? Das von ihm propagierte “defecit spending” hat dazu geführt, dass heute die Gegenwart schwierig UND die Zukunft ökonomisch ordentlich eingetrübt ist.

  6. Thomas Holzer

    @Herr Karl jun.
    Verzeihung, aber wir alle verstehen das halt nicht; respektive wir haben keine Ahnung vom richtigen, kreativen Rechnen 😉

  7. Christian Peter

    Die Staatsverschuldungen sind nicht das Problem, sondern die Verbindlichkeiten des angeschlagenen Finanzsektors, die ein Vielfaches der Staatsverschuldungen betragen. So beträgt die Staatsverschuldung der südeuropäischen Länder 3,3 Billionen Euro, die Verbindlichkeiten der Banken jedoch 9,3 Billionen Euro.

    Das Problem : Aus öffentlichen Mitteln gleichzeitig Banken zu retten und Staatsschulden zu bedienen. Zur Erinnerung : Alleine in Deutschland erhöhte sich die Staatsverschuldung durch Rettung angeschlagenen Banken um 10 %.

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