Ein Europa aus 1.000 Liechtensteins?

Von | 10. November 2021

„…. Die aktuellen politischen Systeme sowohl der EU als auch der Bundesrepublik Deutschland werden scheitern. Das ist keine Frage des Ob, sondern nur noch des Wann. Derzeit wird die finale Phase des Ancien Régime eingeläutet, vom Satiriker Bernd Zeller als „Grünes Reich“ bezeichnet. Wie lange sie andauert, steht in den Sternen, nicht aber das Endergebnis. Die Aufgabe lautet daher, aus den Fehlern zu lernen und jetzt schon Systemalternativen für die Zeit danach zu entwickeln. Denn nach dem Zusammenbruch wird sich nur ein kurzes Zeitfenster von vielleicht zwei bis drei Jahren auftun, in dem die Weichen richtig gestellt werden müssen. Sonst stehen wir nach spätestens einer Generation wieder da, wo wir jetzt sind. weiter hier

4 Gedanken zu „Ein Europa aus 1.000 Liechtensteins?

  1. Selbstdenker

    Im Grundsatz hat Titus Gebel Recht.

    Wie soll aber ein Europa der 1000 Liechtensteins mit Problemen umgehen, die im Zusammenhang mit der äußeren Sicherheit stehen?

    Wollen wir unsere Grenzen mit der Schweizer Garde oder der freiwilligen Feuerwehr schützen?

    Sogar Liechtenstein hat ein Abkommen mit der Schweiz zum gemeinsamen Grenzschutz und betreffend der Zollverwaltung.

    Bad Actors, wie z.B. die VR China setzen Grössenvorteile gezielt ein um „kleinere“ Staaten gefügig zu machen.

    Weder Staaten noch Großkonzerne trauen sich den Elefanten, der praktisch immer im Raum steht, zu benennen. Würden sich 1000 Liechtensteins da trauen oder so – wie alle anderen europäuschen Länder auch – die Beine für ein paar Fuffies breit machen, mit denen sie sich den nächsten Schulden-Kick finanzieren können?

    1000 Liechtensteins alleine werden weder dem Heerlager der Heiligen noch Flugzeugträgern, die die VR China in Häfen, die ihnen bis dahin die Italiener und Griechen verkaufen werden, etwas entgegen halten können.

    Auf dem Grabstein der Europäischen Zivilisation wird stehen: sie haben alles bekommen und aus Neid und Dummheit alles verspielt.

  2. CE___

    Sehr guter Artikel mit dem ich prinzipiell übereinstimme.

    Ob hier nun wirklich 1.000 Staatsgebilde in Europa sein müssen lasse ich einmal dahingestellt, mir ist bewusst dass dies vielleicht eher eine Überzeichung des zugrundeliegenden Gedankens ist, denn es würde einmal vollkommen ausreichen wenn diese unsägliche EU sich auflösen würde.

    Natürlich, umso mehr Staatsgebilde umso mehr die Chancen das sich schlechte und dumme und vor allem totalitäre Ideen nicht auf einen ganzen Kontinent erstrecken und die Menschen möglich lokal Auswegmöglichkeiten haben indem man einfach geht und damit die Gegenseite stärkt.

    Ob sich in Europa nicht bald sogar Staaten teilen werden oder innerstaatlich segregieren da der Spalt zwischen sogenannten „Geimpften“ und sogenannten „Ungeimpften“ in manchen Staatsvölkern unüberbrückbar gemacht wird durch totalitäre Vorgaben der einen Seite, steht überhaupt noch aus. Das gesellschaftliche Erdbeben was da von idiotischen (oder verbrecherischischen) Politikern seit März 2020 ausgelöst wurde ist noch nicht ausgestanden.

    Zu China, meinen Geschichtskenntnissen erfolgte die Zerstörung der Überseeflotte nicht aus Geldmangel, sondern weil der damals totalitär herrschende Kaiser, so wie alle Kaiserdynastien von damals bis zu den heutigen roten, eine unheimliche Paranoia vor in den Ferne weilenden Landsleuten hatte die dort stark und mächtig für einen Umsturz von aussen und mit fremden „barbarischen“ Ideen „kontaminiert“ werden könnten.

    Diese Paranoia zieht sich bis heute, es ist systemimmanent in China, nur dass die gerade herrschende Kummerl-Dynastie meint dies durch die modernen Fortbewegungs- und Kommunikations-Technologien, welche eine Überwachung, Kontrolle und Repression der eigenen Leut bis auf weit entfernte Kontinente ermöglicht, voll im Griff zu haben und steuern zu können.

    Und dadurch, im Unterschied zu den Dynastien vor 1911, das erste Mal eine volle Expansion und Machtentfaltung nach aussen im Blick hat, anstelle sich mit einer sozusagen inner-asiatischen Bauchnabelbeschau wie in den Jahrtausenden von vor 1911 zufrieden zu geben.

    Wie wir Europäer also als hoffentlich bald wieder total eigenständige Staaten mit einer VR China umgehen werden, wird sich zeigen. Denn auch eine EU verhindert nicht dass sich die VR China innerhalb der Union Satrapen aufbaut welche die EU und damit alle anderen lahmlegen können. Wenn es so wäre dass immer nur die größten und kopfmäßig stärksten Staaten die Hegemonie hätten, dann müsste ja eigentlich Indien und China seit Menschengedenken vorne mit dabei sein, was sie aber nicht sind. Denn die europäische Geschichte zeigt ist das die europäischen „Eigenbrötler-Staaten“ bei großen Gegnern plötzlich nolens volens zusammenarbeiten, Stichworte Boxer-Aufstand, aber auch die sogenannten „Opium“-Kriege (obwohl China im Opiumhandel selber dicke mit dabei war).

  3. Thomas Brandtner

    Zwergstaaten können dann florieren, wenn sie eine symbiotische Beziehung zu benachbarten wirtschaftlichen Großräumen eingehen. Liechtenstein etwa hat mehr registrierte Unternehmen als Einwohner. Da darf man sich schon fragen, was diese Unternehmen produzieren, und wo. Liechtenstein verfügt über keine einzige technische universitäre Forschungseinrichtung. Nur über ein einziges Spital. Und natürlich über keine Armee. Ein Europa aus tausend Liechtensteins wäre also ein ziemlich armseliges Rückzugsgebiet. Es könnte seine heutigen Bevölkerungszahlen niemals ernähren, Millionen Menschen müßten verhungern oder abwandern. Und können Sie mir eine einzige bedeutende Persönlichkeit aus Wissenschaft oder Kultur nennen, die aus Liechtenstein stammt ? Den tausend Zwergstaaten stünden dann eine Handvoll internationale Organisationen des organisierten Verbrechens und die ausländischen Großkonzerne gegenüber, die mit ihrer Marktmacht schalten und walten könnten, wie sie wollen.
    Sie sehen, bei näherer Betrachtung ist Ihre Gartenzwerg-Idylle eher ein Alptraum.

  4. seerose

    Auch ich würde mir wünschen, dass die EU endgültig zerbricht. Was hat sie uns gebracht? Gut Aiderbichl für ausgemusterte Potiker, das massenhaft Geld vrschlingt. Offene Grenzen, nun wir haben gesehen, was offene Grenzen bedeuten. Den Euro? Klasse Idee, aber undurchführbar weil in Europa keine gleichwertigen Preise und Einkommen zu finden sind. Ja, es gibt nicht einmal überall die gleichen Postgebühren, und das wäre ja eine leichte Übung gewesen. Und die offenen Grenzen, die gelten ja nur für Emigranten, wir Europäer brauchen Impfzeugnisse, Pässe, Personalausweise, und jederzeit überprüfbare Daten.
    Wenn nach der Corona-Inszenierung, der Vorhang herruntergeht, dann werden wir Europa nicht mehr wiedererkennen. Ein Thema, das überhaupt keine Aufmerksamkeit mehr findet ist die Zuwanderung.
    Ja, jetzt ist gerade Polen-Weissrussland ein paar Meldungen wert. Spricht jemand über die Kanaren (Ansturm von Afrikanern) über Griechenland, über Italien oder nur über die Grenzübertritte im kleinen Burgenland ?
    Das alles wird mit Covid zugedeckt und das kann natürlich nicht mehr lang gutgehen.
    Ganze Bezirke in Wien erkennt man nicht mehr wieder. Und genauso ist es in allen EU-Staaten, die gute Sozialsysteme haben. Aber wie lange, werden die funktionieren, wenn immer mehr rausgenommen wird als eingezahlt?
    Ich bin nicht gegen Zuwanderung, aber die Zuwanderung muss gezielt erfolgen, junge Menschen, Menschen die vor allem Sprachkenntnisse und den unbedingten Willen zur Integration mitbringen. Es gibt genug Staaten, nur halt in Europa nicht, die uns das vormachen. Aber, die EU will nicht von anderen lernen, sie ist überheblich und hat den unseligen Slogan: Wir schaffen das.

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