Ein glattes Geständnis

Von | 22. August 2013

Wir in Österreich haben mit unseren Konjunkturprogrammen das Gegenteil von Sparen gemacht.” (SPÖ-Vorsitzender Werner Faymann im “Falter” über unseren Beitrag zur Lösung der Schuldenkrise) Denn: “Wir konnten es uns auch leisten” – aber sicher, bei nicht einmal 30.000 Euro Staatsschulden pro Österreicher und dem höchsten Schuldenstand seit dem Neolithikum.

9 Gedanken zu „Ein glattes Geständnis

  1. Karl Markt

    Alles kein Problem, das Vermögen der Österreicher übersteigt die Staatsschulden um einen Faktor 6.

    Und die Krise ist keine Schuldenkrise, sondern eine ganz normale Überproduktionskrise die sich seit den 90er aufgebaut hat bzw sogar schon länger.
    Staatsschulden wirken sich hier nur positiv aus, weil der Staat ja durch Umverteilung und Sozialleistungen Kaufkraft stützt und weil das Wachsen der Staatsschulden das Anlage suchende Kapital reduziert, sich also krisenverschleppend auswirkt.

  2. Thomas Holzer

    @Karl Markt

    Aber der Staat darf durch seine “Konjunkturprogramme” schon zur Überproduktion beitragen?!
    Ist dann, wenn der Staat zu Ihrer sog. Überproduktionskrise noch ein Scherflein mehr dazu beiträgt, diese Überproduktionskrise besser oder gar keine mehr?

    Sie schreiben es: krisenverschleppend!, mit dem einzigen Ergebnis, daß das Ende umso ärger wird!

    Und wenn die Vermögen der Österreicher die österr. Staatsschuld um den Faktor 6 übersteigen, würde ich das als den besten Beweis dafür ansehen, daß grosso modo jeder Einzelne besser wirtschaftet als jeder Politiker, respektive der Staat an sich, repräsentiert durch die Politiker 🙂

  3. Karl Markt

    1) Es ist dann immer noch eine Überproduktionskrise.
    2) Stimmt im Endeffekt wahrscheinlich
    3) Der Staat wirtschaftet nicht schlecht, er wirtschaftet gar nicht.

    Ich behaupte ja nicht, dass der Staat die Lösung hat.

  4. rubens

    Karl Markt,
    ist schon schlimm, dass unser Staat noch immer Kredit bekommt, weil seine Bürger, dass 6fache Vermögen erwirtschaftet haben. Eigentlich müssten die Bürger, die Kredite bekommen und nicht der Staat, der hat nämlich schon sehr viel verscherbelt und bekommt nur mehr Kredit, weil er tüchtige Unternehmer und Bürger hat, die nicht auf Kosten anderer wirtschaften.
    Schon mal nachgedacht, dass wir durch Schulden in eine Abhängigkeit geraten, die uns verarmen lässt. Dann werden sie sich den Flieger in die USA nicht mehr leisten können.

  5. Karl Markt

    “Schon mal nachgedacht, dass wir durch Schulden in eine Abhängigkeit geraten, die uns verarmen lässt.”

    Hört sich ja schon fast sozislistisch an.
    “Wir” geraten also in eine Abhängigkeit die uns Verarmen lässt.
    Und was glauben Sie wohl, in welche Abhängigkeit und von wem? Doch nicht etwa beim “Kapital”, bei dem sich der Staat verschuldet?

  6. Thomas Holzer

    @Karl Markt

    Bitte nicht Ursache und Wirkung verwechseln;
    genauso wenig wie jemand gezwungen wird, sein Konto zu überziehen, und dafür “exorbitante” Zinsen bezahlen zu müssen, genauso wenig wird der Staat gezwungen, sich beim “bösen” Kapital, an den “bösen” Märkten bis über beide Ohren zu verschulden!

  7. Karl Markt

    @ Thomas Holzer
    Naja, ich sag mal so: Die Möglichkeit zum Freitod hat man immer…

  8. gms

    Karl Markt,

    > Die Möglichkeit zum Freitod hat man immer…

    Stimmt, bloß hört die von Ihnen zitierte Trias mit vollem Namen auf “Love it, leave it or change it”, was Linke lesen als: “Vergiß es, kommt nicht in Frage oder Unrecht soll Recht sein.”
    Naja, der Marxist sagt mal so: “Die Möglichkeit, sich mit physischer Gewalt, zu bereichern hat man immer ..”

  9. Karl Markt

    Mit physischer Gewalt bereichert sich der bürgerliche Staat bei den Lohnarbeitern.
    Dass das Kapital ein scheues Reh ist, hat er längst begriffen und probierts erst gar nicht.

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