Ein gutes Urteil

“……Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte erklärt Frankreichs Burka-Verbot für rechtens. Die Vollverschleierung verletzt demokratische Prinzipien und die Rechte der Frauen….” (hier)

10 comments

  1. Thomas Holzer

    Ein schlechtes Urteil, weil es den Staat nicht zu tangieren hat, wie sich jemand kleidet.
    Nebstbei: vom “Burka”verbot zum Kopftuchverbot ist es nur ein kleiner Schritt; welches Verbot kommt dann im Namen der Antidiskriminierung, der Nichtverhetzung, des Antirassismus?!
    Wahrscheinlich die Einheitskleidung, weil es darf ja niemand durch Aussehen, Ansehen etc. diskriminiert, verhetzt werden.

  2. Selbstdenker

    Aus dem Artikel:

    “Seit langem arbeiten islamische Ideologen daran, die Menschenrechte zu einem Schutzmantel für die Zwangsdurchsetzung des Alleingeltungsanspruches religiöser Gebote umzudeuten.”

    Richard Herzinger bringt es auf den Punkt: Grund- und Freiheitsrechte werden pervertiert, so dass sie sich schlussendlich gegen sich selbst richten. Als nützliche Idioten stehen ihnnen häufig auch die Vertreter christlicher Kirchen in Europa zur Verfügung.

    “Menschenrechte schützen den Einzelnen nicht nur vor der Willkür des Staates, sondern auch übermächtiger religiöser oder “kultureller” Kollektive. Diese Prinzipien wollen islamische Ideologen systematisch verwirren. Deshalb geben sie die Vollverschleierung, die zur Stigmatisierung und Ausgrenzung der Frau aus dem öffentlichen Raum ersonnenen wurde, als Angelegenheit der “Privatsphäre” aus.”

    Da fällt mir sofort ein – an sich von mir geschätzter – Kommentarschreiber ein, der sich von islamischen Ideologen mit diesem “Argument” auf den Holzweg führen hat lassen.

  3. Mona Rieboldt

    @ Thomas Holzer
    Es gibt wohl einen Unterschied zwischen Burka und Kopftuch. Als Mann haben sie ja keine Probleme mit der Burka, ich aber schon. Leider haben sie oft die gleichen Argumente wie die Islam-Verbände. Und nun bin ich gespannt, wann sie noch die Scharia rechtfertigen.

  4. Selbstdenker

    @Mona Rieboldt:
    Der Einfallsreichtum der Islamverbände kann sich durchaus mit jenem von Staubsaugervertretern, Gebrauchtwagenverkäufern und sogar von Politikern messen.

    Dass sie sogar die “Würde der Frau” noch als “Argument” für Burka, Niquab & Co umdrehen können und ihnen FeministInnen und Gender-Gläubige auf den Leim gehen, ist durchaus einer perfektionierten Mischung aus kühler Berechnung, geölter Rabulistik und kindlicher Frechheit geschuldet.

    Vor zwei Monaten in einem Münchner Möbelhaus: zwei circa 1,80 m große Gestalten beim Einkaufsbummel. Einer trägt einen Niquab (Gesicht verhüllt) und der andere einen Tschador (Gesicht unverhüllt). Anhand der markant-männlichen Gesichtszüge vom Einen und dem Körperbau vom Anderen waren diese recht klar als Kerle indetifizierbar.

    Denke mal, dass sich in dieser Kleidung nicht nur Bandion-Ortner, sondern auch Transvestiten und Transsexuelle wohlfühlen:
    (1) Sie können sich so ganz als Frau fühlen,
    (2) sie werden “als Frau” nicht von den lästigen Blicken der Männer belästigt und erniedrigt und
    (3) es fällt nicht ganz so schnell auf, dass es sich gar nicht um Frauen handelt

    Nicht die Menschen suchen nach Antworten, sondern die Antworten – egal ob richtig oder falsch – suchen sich ihre Menschen.

  5. Thomas Holzer

    Auch Kopftuchverbote wurden schon in den verschiedensten EU-Ländern vorerst mal “angedacht”

  6. sokrates9

    Man müsste das Problem radikal angehen:Der Islam ist eine totalitäre Gesellschaftsideologie, die sich überall dort wo er regiert in einer kompletten Mißachtung elementarster Menschenrechte manifestiert.. Nicht einmal theoretisch ist der Islam als Religion oder Ideologie in einer offenen Gesellschaft geeignet, wofür ein kurzes Studium des Korans genügt. Der Gründer dieser Ideologie ist für Massenmorde verantwortlich, und hat eine 6-jährige geheiratet. Wenn also eine Ideologie sowohl theoretisch als auch praktisch mit Demokratie und Menschenrechten nicht zu vereinbaren ist, müßte man sie verbieten. Zumindest wenn man auch ( richtigerweise) andere totalitäre und rassistische Ideologien wie den Nationalsozialismus verbietet.

  7. Mourawetz

    Die Burka ist ein praktikables Kleidungsstück. Es schützt vor Kälte und vor den Blicken der Männer. Bei Bedarf kann es auch als Zelt verwendet werden. Für eine Beduinin in der Wüste einfach unverzichtbar. Blöd nur, dass es in Frankreich so wenig Wüsten gibt.

  8. Thomas Holzer

    @sokrrates9
    Naiver geht’s anscheinend immer.
    Mit Verboten werden Sie keine Religion, Ideologie, Gedanken aus den Hirnen verbannen (können)
    Weil die ach so offenen, aufgeklärten Demokratien mit dem “Wiederbetätigungsparagraphen” einen Fehler gemacht hatten, muß dieser Fehler anscheinend ad infinitum fortgesetzt und “perfektioniert” werden.

  9. Thomas Holzer

    Nachtrag:
    Schon registriert, daß die zwei Attentäter in Kanada autochthone Kanadier waren, welche konvertierten?!
    Was soll in Zeiten des Internets ein Verbot?! außer Netzzensur.
    So viel zum Selbstvertrauen der sich selbst als liberal Bezeichnenden; die scheinen ohne Verbote um ihre Existenz zu fürchten, nicht sehr überzeugend

  10. sokrates9

    Thomas Holzer@
    Natürlich kann und soll man Gedanken nicht verbieten! Religion genießt jedoch viele Privilegien und ich frage mich warum sich ein demokratischer Staat sich vor allem im Islam religiösen Regeln unterwerfen soll!
    Aberkennung des Religionsstatus hätte somit große Vorteile begonnen mit dem Unterricht bis zum tierquälerischen Brauchs des “Schächtens” welches automatisch sofort als tierquälerisch bestraft werden könnte! Auch die Scharia hat dann den Status von Omerta – Mafiagesetzen!

Kommentar verfassen

Du kannst die folgenden HTML-Codes verwenden:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden .