Ein Held ohne Denkmal

“…….Da Bauer nun plante, Österreich ins Lager der Bolschewisten zu führen, sprach Mises als ökonomischer Berater der Regierung und vor allem als Bürger seines Landes und Verteidiger der Freiheit Nacht um Nacht mit Bauer und dessen nicht weniger fanatisch marxistischen Frau Helene Gumplowicz. Mises wies darauf hin, dass ein bolschewistisches Regime in Wien unweigerlich durch die Alliierten von der Lebensmittelzufuhr abgeschnitten werden würde, und es bei der jetzt schon herrschenden Knappheit nicht länger als ein paar Wochen durchhalten würde. Die Bauers ließen sich schließlich von Mises‘ unumstößlichen Argumenten überzeugen, und taten, was sie geschworen hatten, nie zu tun: sie wandten sich nach rechts und betrogen die Sache des Bolschewismus.” (weiter hier)

6 comments

  1. CE___

    Wieder Beweise dass Marxisten, Sozialisten, Kommunisten, menschlich gesehen wirklich das aller-Allerletzte sind.

    Ein Bolschewik Polanyi, der, nachdem Ungarn politisch und wirtschaftlich durch ihn und Gesinnungsgenossen in den Graben gefahren war, sich in die USA aus dem Staub machte, um dort weiter intellektuelles Gift zu verspritzen.

    Ein Bauer, der zwar einsah und zugab was der Marxismus für eine Dummheit ist, dann aber umso militanter gegen Mises vorging und Gift spritzte, anstatt einfach zu schweigen.

    Und ja, Marxismus, Sozialismus, Kommunismus scheint wirklich eine (Geistes)krankheit zu sein die offenbar und vor allem wohlstandverwahrloste und wohlstandsüberdrüssige, sicher auch psychisch labile (anfällig für Schuldkulte jeder Art und Sorte), Nachkömmlinge von (wohlhabenden) Bürgerlichen trifft, oder sogar ganzer wohlhabender Nationen (siehe der Westen und “seine” Grünen).

    Was Mises und die Bankbranche betrifft hatte ich beim Lesen seiner Bücher schon den einen Gedanken:

    Mises war so gut vernetzt, fachlich versiert, hätte sicher Geldgeber gefunden, wäre selber die beste Marketingmaschine gewesen…warum hat er nicht selber eine Depositenbank gegründet und eine Alternative aufgezeigt?

    Wenn ich Mises eine Frage stellen könnte, wäre es diese.

  2. Thomas F.

    Die wirklichen Helden haben praktisch nie Denkmäler. Denkmäler und nach Personen benannte öffentliche Objekte sind Ausprägungen eines Personenkults, der solchen Leuten typischerweise zu wider ist.

  3. Manfred Moschner

    Es ist schon eine Tragik der eigenen Art: einer der größten Denker des 20. Jahrhunderts – geboren in Lemberg – eine der Säulen der sog. “Österreichischen Schule der Nationalökonomie” – ein Liberaler der klassischen Richtung in Reinkultur. Überall in der Welt bekannt – nur im deutschsprachigen Raum, und insbesondere in Österreich, weitgehend unbekannt und verleugnet. Was sagt uns das über dieses Land? Und insbesondere seine “Intellektuellen”?

  4. Gerhi09

    Mises und Hayek, die letzten österreichischen Nationalökonomen von Weltrang; zwei Geistesriesen, denen ein Schulmeister nicht einmal in Ansätzen das Wasser reichen kann.
    Nationalökonomie – nicht marxistische Gemeinwohlökonomie – müsste ab der Mittelschule ein Pflichtfach sein!

  5. sokrates9

    Selbst auf der UNI sind diese Leute verpönt! detto Heinen! Es herrscht hier voll die Linke Philosophie, verstärkt durch DDR – Professoren die nie was anderes als Marx gelernt haben!

  6. astuga

    “Jeder war von der Unausweichlichkeit des Bolschewismus so überzeugt, dass sie nur daran dachten, sich selbst eine vorteilhafte Position in der neuen Ordnung zu sichern.
    Die katholische Kirche und ihre Anhänger, die Christlich-soziale Partei, waren bereit, den Bolschewismus mit demselben Enthusiasmus willkommen zu heißen, mit dem Erzbischöfe und Bischöfe zwanzig Jahre später den Nationalsozialismus willkommen hießen.
    Bankdirektoren und Industrielle hofften, unter dem Bolschewismus als ‚Verwalter‘ ein gutes Auskommen zu finden.”

    Erinnert irgendwie an die heutige Zeit und den Umgang der oben genannten mit dem Islam (dem 3. Totalitarismus*).

    *„Nach dem Nazismus und dem Kommunismus ist der Islam die dritte totalitäre Ideologie, welche die Menschheit bedroht.“ György Konrád, Holocaustüberlebender

Kommentar verfassen

Du kannst die folgenden HTML-Codes verwenden:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden .