Ein Islamkritiker, der künftig lieber schweigt

Von | 22. Februar 2016

“…..Nach scharfer Kritik an seinen Äußerungen über die Übergriffe auf Frauen in der Silvesternacht in Köln will sich der algerische Schriftsteller Kamel Daoud nicht mehr öffentlich äußern. Daoud schrieb in der französischen Zeitung „Le Monde“ von gestern, er werde sich künftig nur noch mit Literatur beschäftigen und seine journalistische Arbeit „in Kürze“ beenden. Daoud hatte nach der Kölner Silvestergewalt unter anderem in „Le Monde“ und der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ über das „kranke Verhältnis zur Frau, zum Körper und zum Begehren“ in den arabischen Ländern geschrieben. Frauen würden dort „verleugnet, abgewiesen, getötet, vergewaltigt, eingeschlossen oder besessen“. „Das Geschlecht ist das größte Elend in der Welt Allahs“, schrieb Daoud….” (hier)

15 Gedanken zu „Ein Islamkritiker, der künftig lieber schweigt

  1. Fragolin

    Genau so funktioniert es. Insider werden mundtot gemacht, damit uns Ahnungslose die Welt genau so erklären können, wie sie sie gerne hätten. Die Verpippilangstrumpfisierung schreitet voran. Und die Imame können Urlaub machen, es braucht keine Hass-Fatwa mehr, wir erledigen unsere Kritiker schon intern.

  2. Reini

    … ja, in Europa hat es einmal eine freie Meinungsäußerung gegeben,… aber das war nur eine kurze Zeit, von ca. 1950 bis zum Jahr 2010. 😉 “der Islam ist Europäisch” … lt. Frau Merkel
    … und der Islam ist “sehr Hart” am Arbeiten, diese Missstände, wie von Herrn Kamel Daoud angesprochen, aufzuräumen!
    Steht der Islam vor der Spaltung?,
    … muss sich der Europäische Islam vom restlichen Islam trennen, es sollten doch die diese Werte von Frauenrechte eingehalten werden? … aber dann werden sie ja zum Feind in der eigenen Religion!?

  3. Lisa

    Man kann das gar nie genug wiederholen:Islam ist eine politische Ideologie, keine Religion. “Gebt Gott, was Gottes ist und dem Kaiser, was des Kaisers”. Verfassungen, Gesetze -auch die ungeschriebenen des “Brauchs” in einem Land – stehen über irgendwelchen religiösen Vereinigungen. Was immer einem heilig ist – es darf das säkulare politische Gemeinwesen nicht stören. Lautes und äusserlich sofort schubladisierbares Auftreten ist nicht nur störend für manche, sondern gefährdet auch die Sicherheit der Anhänger. Ich trug mal im Norden Deutschlands wegen des Windes ein dunkelblaues Kopftuch, worauf einer im Vorbeigehen “Scheisstürken” murmelte… Nonnen, Fratres, orthodoxe Juden, Krischna-Jünger u.a. sind wie Kopftuchträgerinnen auch kategorisierbar – aber sie verlangen nicht von der Mehrheitsgesellschaft, dass sie auf sie Rücksicht nehme und ihre Gesetze und Regeln über diejeingen des Staates stelle. Zudem müssen sich die Moslems als die neuesten Neuzuzüger erst mal so benehmen, wie der Neue im Zugabteil, der – unbewusst – als “Eindringling” wahrgenommen wird und selten mit Willkommensgeschrei rechnen darf. Araber haben einen für unsere Begriffe übertriebenen Stolz (aus welchen Gründen immer) und daher haben sie Mühe, sich hier “demütig” zu verhalten. Das genau aber wird von ihnen verlangt: Demut (darf ich zu euch?), Dankbarkeit (bin so froh bei euch zu sein) und Anpassungsbestreben (wie soll ich mich bei euch verhalten? was ist bei euch üblich?)
    Der Bahnkunde platzt – zum Vergleich – nicht einfach grusslos ins Abteil, schiebt anderes Gepäck zur Seite, verspeist einen streng riechenden Kebap, spuckt auf den Boden und legt die Füsse auf den gegenüberliegenden Sitz. Wir sitzen alle im geichen Zug und da ist nun mal Rücksicht und Anpassung geboten, wenns nicht zum Streit kommen soll. Zum Rauswurf wirds nicht kommen, denn der aufdringliche Mitreisenede hat ein Humanrights-Ticket…

  4. Fragolin

    @Lisa
    Der Schaffner wird ihn nicht rauswerfen, aber unter den Mitreisenden schwelt es, da würde ich für nichts mehr garantieren. Ich befürchte, dass es bald zu einem (gewollten?) Überkochen kommen wird, vermutlich nach den Wahlen in Deutschland und mit hässlichen Bildern (das Bisherige lässt sich nicht genug dafür instrumentalisieren, bei aller Radikalpropaganda der Presstituierten), die einen gewaltsamen Kampf gegen jede Form der Opposition begründen sollen…

  5. sokrates9

    Jetzt stehen in Libyen 200.000 Leute die zu Saisonbeginn auf die Überfahrt nach Europa warten! Gibt es da irgendeine Stellungnahme eines europäischen Politikers? – Der Erdogan wird´s schon richten??
    Hat eigentlich schon wer in Afrika, Asien verkündet dass die Merkelsch’e Willkommenskultur out ist?. Stimme mit Fragolin überein, der Topf wird bald überlaufen: Und wenn sich der kleine Verlierer nicht mehr helfen kann, zündet er halt Flüchtlingsquartiere an!

  6. Lisa

    @Fragolin: Ein Schaffner, dessen Vorgesetztere Merkel heist, wird indes eher um Verständnis unter den Mitreisenden bitten. Und wenns zur Selbstjustiz kommt und der lästige Fahrgast samt seiner Bagage rausbugsiert wird, wird beim nächsten Halt die Bahnpolizei die vier “Gwalttäter” festnehmen. So siehts aus.

  7. cmh

    Wegen dieser geistigen Pippilangstrumpfs werden wir in den nächsten 50-100 Jahren ein massives Problem bekommen und – ja so ist es – uns so verhalten müssen, wie die Ankömmlinge und nicht so, wie wir es für richtig hielten.

    Danke auch, ihr vernatwortungslosen Klugscheißer.

  8. Fragolin

    @Lisa
    Genau so sehe ich das auch. Die Festnahme könnte sogar Sinn der Aktion gewesen sein…

    @sokrates9
    Ich finde es sehr interessant, dass nur einen Tag nach dem kurzzeitigen probeweisen Abriegeln der Balkanroute die USA in Libyen mit Bombardements beginnen und nur wenige Tage danach die Meldung von den 200.000 “Flüchtlingen” in Libyen lanciert wird. Wenns über den Balkan nicht mehr läuft, wird Süditalien wieder aktiviert. Und wir auf die nächste Invasionsflut “eingestimmt”.
    Wer glaubt, dass sich hier gerade irgendwo irgendwas “entspannt”, glaubt auch an den Santa Claus.

  9. Falke

    @Christian Peter
    Nein, die Meinungsfreiheit ist in den letzten Jahren kontinuierlich eingeschränkt worden und derzeit nur mehr in engen Teilbereichen vorhanden. Dafür wurden die diversen “Verhetzungsparagraphen” auf immer mehr Lebensbereiche ausgedehnt, sodass man heutzutage ganz genau aufpassen muss, was man wem, vor wieviel Zuhörern und wo sagt, ansonsten steht man gleich mit einem Bein (oft schon mit beiden) im Kriminal. In Österreich haben wir das vor allem dem ÖVP-Justizminister Brandstetter zu verdanken (wobei natürlich alle anderen Parteien und Politiker – ausgenommen FPÖ und TS – begeistert zugestimmt haben).

  10. Rennziege

    22. Februar 2016 – 12:42 Christian Peter
    Wer beim Gfrießabiachl verkehrt, der oder die ist eh jenseits von Gut und Böse. Wer sich öffentlich entblößt, ist selbst schuld an den unüberschaubaren Folgen. (War Exhibitionismus nicht kürzlich noch strafbar?)

  11. Gutartiges Geschwulst

    @ „Nach scharfer Kritik an seinen Äußerungen über die Übergriffe auf Frauen in der Silvesternacht in Köln will sich der algerische Schriftsteller Kamel Daoud nicht mehr öffentlich äußern. Daoud schrieb in der französischen Zeitung „Le Monde“ von gestern, er werde sich künftig nur noch mit Literatur beschäftigen …”

    Damit machter nix falsch. Zeitgenössische Literatur schützt vor Wahrheit.

  12. Fragolin

    @gutartiges Geschwulst
    Wie kann er auch! Lerne, besoffene Pöbler in Sachsen, das sind nach Aussage ihres eigenen Ministerpräsidenten “keine Menschen”, Demonstranten gegen ungeregelten Zuzug sind “Dreck” und “Pack”, aber vergewaltigende Marokkaner darf man jetzt nicht mit den Flüchtlingen zusammen nennen und außerdem hat das alles nichts mit dem Islam zu tun; es ist ein reiner Zufall dass fast ausschließlich Muslime ein verheerendes Frauenbild, mangelnden Respekt; ein erkleckliches kriminelles Potential und eine zu ihrer Lebensleistung diametral entgegengesetzte Präpotenz an den Tag legen (gut, letzteres teilen sie mit den Chaoten jeglichen politischen Randes…) und deshalb dürfen, und jetzt kommt es, kleine protestantische oder atheistische Bobos aus ihren geschützten Werkstätten heraus einem algerischen Schriftsteller einmal ordentlich den Marsch blasen, denn WAS WEISS DENN DER SCHON VOM ISLAM???
    Und da stört es auch keinen, dass der kleine Hinweis, dass nicht alle Muslime Frauenverachter sind aber sehr viele der frauenverachtendsten Gestalten zufälligerweise Muslime, eigentlich genau jenen “Generalverdacht” aushebt, der angeblich von “Hetzern” über alle Flüchtilanten gestülpt wird. Nein, es sind nicht alle von denen Kriminelle, Betrüger, Frauenverachter oder terroraffine Radikalmuslime – aber einige. Genug. Um nicht zu sagen: zu viele.
    Ui, schon wieder diese Hetze (der neue Begriff für Wahrheit….)

  13. ostarrichio vecchio

    @Falke
    Jetzt hab‘ ich doch glatt „ÖVP-Justizminister Brandstifter“ gelesen, statt “ÖVP-Justizminister Brandstätter”. Freudscher Verleser vermutlich.

  14. Lisa

    ostaricchio vecchio: passiert mir auch oft. Und Vertippe sind manchmal auch ganz witzig: die Albenrepublik etwa, oder die Flüchlinge…

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