Ein “Journalist des Jahres” als Fake-Fabrik

Ein Reporter des SPIEGEL hat in großem Umfang eigene Geschichten manipuliert. Durch interne Hinweise und Recherchen erhärtete sich in den vergangenen Tagen der Verdacht gegen Claas Relotius – der inzwischen Fälschungen zugegeben und das Haus verlassen hat.weiter hier

24 comments

  1. Betty

    Warum gibt es hier einen Aufschrei? Wir sind doch gewohnt aufgehübschte Artikel zu lesen….ich erinnere an die 80% Familien mit Kindern aus denen 90% junge Männer wurden….so gesehen wundert es einen nicht, dass dieser Märchenerzähler das Idol seiner Journalistenkollegen war (und wahrscheinlich noch immer ist)
    Mein Vertrauen in hart recherchierende Reporter – die sich mitunter in Lebensgefahr begeben um ihre Artikel authentisch und nachvollziehbar ihrer Leserschaft zu präsentieren – schwindete in den vergangenen 30 Jahren kontinuierlich. Wo ist ein junger Peter Scholl-Latour, der die Gegenden die er beschreibt auch bereist und keine Fake-Interviews niederlügt….?

  2. Franz Meier

    Die Geschichte dieses fehlgeleiteten Spiegel-Journalisten Claas Relotius spiegelt das ganze Ausmass der Katastrophe in der wir uns befinden wider. 50 Jahre Gehirnwäsche von 68ern hat einen neuen Menschentypus in Europa, vor allem in Deutschland und Schweden, erzeugt. Fehlgeleitete, kranke, perverse, selbstzerstörerische, suizidale Gehirne, deren Lebensziel die Zerstörung unserer Gesellschaft ist – nichts darf mehr “normal” sein, alles muss mit Gewalt verändert werden. Wir haben die pazifistische Bewegung überlebt (lieber rot als tot), wir haben die Proteste gegen die NATO Nachrüstung Ende der 70er überlebt, die Anti-Atomkraft Bewegung, die Startbahn West Proteste, auch die Proteste im Hambacher Forst und die Klimahysterie können wir überleben. Die Öffnung der Grenzen hingegen, die Überflutung unseres Kontinents mit vielen Millionen Menschen aus vollkommen anderen, archaisch-rückständigen, primitiven, nicht integrationsfähigen Kulturkreisen, wird unsere freien, liberalen, westlichen, offenen Gesellschaften vernichten. Der Wahn der rotgrünen Weltverbesserer bedroht unsere Gesellschaften. Vor allem weil genau solche kranken Spinner wie Relotius ungehindert, hartnäckig, penetrant, fanatisch, dogmatisch und besessen, mit Unterstützung durch Politik, Lehrer, Professoren, Medien und Richter an unserem Untergang arbeiten. Weh uns! Vae victis!

  3. Gerald

    Relotius ist nur ein Tropfen im Ozean. Wo ist der Unterschied zu den Hetzjagden in Dresden? Ich bin überzeugt, dass der Großteil der Berichte in den Medien gefakt ist, von kleinen Aufbesserungen bis hin zu erfundenen Menschenjagden!

  4. sokrates9

    Wir sind von einer faktenbasierten Gesellschaft auf eine fakebasierte Gesellschaft umgestiegen! Das ist doch viel schöner im Vergleich zu echten Tatsachen! Jeder erzählt halt eine liebe Story! Da kommen reihenweise syrische Chirurgen und Atomwissenschaftler und potente Afrikaner nach Europa um uns vor dem Ausstreben zu bewahren!

  5. Erich

    Uns kann das gottseidank nicht passieren! Armin Wolf ist ja zum Journalisten des Jahres 2018 und auch besten Innenpolitikjournalisten durch die Leser der in jedem Haushalt bekannten Zeitung “Der österr. Journalist” gewählt worden. Nicht nur sein Interview mit Putin, in dem er dem Diktator bravourös gezeigt hat, wo Gott wohnt, war ausschlaggebend. Ich vermute, dass es insgesamt seine Interviewtechnik war, bei der man auch bei ausgeschaltetem Ton sofort weiß, welcher Partei der oder die Interviewte angehört.
    Wolf ist übrigens in bester Gesellschaft mit ORF-Kollegen; die SN durften als Salzburger Hauszeitung von dieser in Eugendorf erscheinenden Zeitschrift ein paar Brosamen mitnehmen. 2017 war übrigens Corinna Milborn die Geehrte.

  6. Rizzo C.

    Relotius, der Claasende Reporter! Das war auch derjenige, der uns die wundersame Geschichte vom ehrlichen syrischen “Flüchtling” mit den auf der Strasse gefundenen 1000 € reingedrückt hat und wie dieser den Finderlohn mit den rührenden Worten zurückwies “in Syrien sei sowas doch selbstverständlich”. Und wieder eine Kindheitsillusion zerstört, das macht richtig traurig, wo wir doch alle so heftig daran geglaubt haben.

  7. Mona Rieboldt

    Dieser Spiegel-Mann hat halt rot-grüne Propaganda geschrieben, daher war er ja im roten Jakob-Augstein-Spiegel so anerkannt. Und bitte, in der ARD und ZDF wird noch stärker Propaganda gemacht, wie es die deutsche Regierung will. Da ist dieser Herr R. keine Besonderheit und der Ärmste wird auch noch entlassen. Bei ARD und ZDF wird keiner entlassen, wenn er Märchen erzählt und das Blaue vom Himmel lügt.

  8. astuga

    Schon vor ein, zwei Jahren verarbeiteten kritische Spötter solche Meldungen humoristisch als Persiflage.
    Etwa: Flüchtling findet Bernsteinzimmer…

  9. Mourawetz

    Wer nun meint, Claas Relotius mit Karl May vergleichen zu müssen oder mit einem Thomas Mann, wirft mit Nebelkerzen. Er unterschlägt, dass es sich bei denen um Schriftsteller handelt, nicht um Journalisten, die dem Faktischen verpflichtet sind und nicht ihren Kopfgeburten. Diesen Unterschied nicht zu kennen oder zu ignorieren, wirft kein gutes Licht auf die Urheberin solcher Rechtfertigung im Subtext.
    Dieser Mann entstammt jener transnationalen Gesinnungsgemeinschaft, deren Lebensunterhalt auf der Manipulation von Informationen beruht. Aber nun sieht man, dass das Wahrheitsverdrehen allein schon nicht mehr genügt. „Reportagen“, frei aus der Luft gegriffen, werden einem als „Wahrheit“ angedreht. Die furchtbarsten Annahmen gehen nicht weit genug! Wie schön, dass das infame Lügengebäude auf Dauer nicht haltbar war, dessen Betreiber der Spiegel war/ist (Was sagt eigentlich Jan Fleischhauer dazu?). Nun ist er davon gejagt worden, recht geschieht ihm. Möge die Legendenerzähler des berüchtigten „Hase, Du bleibst hier“-Videos das selbige Schicksal ereilen.

  10. Mourawetz

    Das ist ein schwerer Schlag für die gesamte Branche. Muss man sich nicht in Zukunft fragen, ob die Geschichte auch tatsächlich stimmt? Oder ob sie frei erfunden wurde?

    Es geht ein Spalt durch die Gesellschaft. Er befindet sich zwischen Medienmachern und Medienkonsumenten. Das macht besonders misslaunig.

  11. sokrates9

    Der Spiegel hat sich doch schon die letzten Jahre zu einem fakenewsblatt entwickelt! Was soll jetzt das Erstaunen? Leserschaft ist meines Wissens die letzten Jahre um 70% zurückgegangen! Es ist halt nur ein eingeschränkter Kundenkreis der “Narrative” neudeutsch für Märchen lesen möchte!

  12. Mourawetz

    Das mag sein. Aber jetzt haben wir es schwarz auf weiß. Und das färbt auf die gesamte Branche ab. Das ist Wasser auf die Mühlen derer, die die Medien schon bisher pauschal als Lügenpresse verunglimpft haben, pegida, und nun kann man es ihnen nicht einmal mehr verdenken. Das ist ein tief gehender Bruch. Da wurde jetzt viel Porzellan zerstört. Wie die Branche damit fertig werden will, das ist die Frage. Es kommt wohl darauf an, wie sie damit umgeht. Bisher sehe ich keine Anzeichen von Reue oder zumindest Begreifen des Wahnsinns. Schulterzuckend wird es in den Mainstream Medien hingenommen. Hat die Branche hiermit fertig?

  13. Rado

    Bei Tichy liest man ja schon, dass der Spiegel-Sünder nur ein Bauernopfer des Verlages sei.

  14. Gscheithaufen

    Es genügt ja schon die Benennung des Magazins: im Spiegel wird rechts zu links und umgekehrt. Dur die Vorsilbe “Eulen” fehlt – aus gutem Grund?

  15. Johannes

    Die ganze Diskussionen um Fake-News als Hirngespinst der Rechtspopulisten tagtäglich gebetsmühlenartig vom Mainstream gepredigt und dann bloppt es auf wie aus einer eitrigen Wunde quillt es heraus was sich da an Lügen über die Jahre angesammelt hat.

    Wie viel falsche Realität wurde geschaffen und wie viele Menschen sind dem aufgesessen haben verlernt kritisch zu hinterfragen, wurden auf falsche Wege geführt und stehen nun da ohne ihren Reiseführer.

    Dieser Reporter hat erfunden und es als Wahrheit verkauft, wie viele andere haben vielleicht nicht so viel erfunden aber bewusst Dinge in ihrer Berichterstattung weggelassen und so auch ein falsches Bild erzeugt?
    Ich glaube die meisten.

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