Ein konservativer Revolutionär als Le Pens Albtraum

Von | 30. November 2016

“Der französische Präsidentschaftskandidat Fillon verheißt eine „konservative Revolution“, die ohne kämpferische Laizität und Fremdenfeindlichkeit, ohne Abschottung und Protektionismus auskommt. Damit könnte er sich als Le Pens Albtraum erweisen.” (hier)

28 Gedanken zu „Ein konservativer Revolutionär als Le Pens Albtraum

  1. Marianne

    MSM haben wieder einen neuen Hero. Und sagen den Wählern endlich wieder was gut für sie ist. Daß der favorisierte Fillon die für Franzosen brennendsten Themen, Zuwanderung, Islamisierung, schlicht ignoriert, vermutlich aus Angst vor eben diesen MSM, werden die Wähler wahrscheinlich nicht so toll finden. Es bahnt sich ein weiterer Konflikt an, die Wähler tun womöglich nicht das, was Journalisten für sie gut finden. Da wird es wohl wieder Schelte geben.

  2. Nattl

    Der Herr Fillon ist auch nur eine Marionette des Establishments. Dieser Tage versucht man offenbar alles, um noch ein paar Jährchen an der Macht zu bleiben.

  3. Thomas Holzer

    Und wieder einmal scheint sich mein Sprich zu bewahrheiten: “Das Böse ist immer und überall”, zumindest, wenn man die ersten 2 Kommentare liest.
    Aber der Herr Hofer, seit über 20 Jahren fest verankert in der FPÖ, den Linksnationalisten schlechthin, und natürlich dadurch in der Politik, bis hinauf zum Amt des 3. Nationalratspräsidenten, ist natürlich das personifizierte Anti-Establishment…………wie naiv kann/darf man eigentlich sein?!
    Aber ich konzediere, daß man den Tag nicht vor dem Abend loben soll

  4. Fragolin

    “ohne kämpferische Laizität” = es darf keine Kritik am Islam geben
    “ohne Fremdenfeindlichkeit” = uns werden Menschen geschenkt
    “ohne Abschottung” = offene Grenzen für alle
    “ohne Protektionismus” = die Menschen bleiben schutzlos ausgeliefert
    Fillon = das Gleiche wie bisher
    Und das soll die Anhänger LePens, die eben das Ende des immer Gleichen wollen, abtrünnig werden lassen?
    Es ist erstaunlich, für wie blöd die Medien ihre Konsumenten halten.

  5. Fragolin

    @Thomas Holzer
    Mit Hofer wird nichts besser. Aber mit Van der Bellen wird es immer schlimmer.
    Wenn es einen Kandidaten gäbe, der es besser machen könnte, er hätte meine Stimme sofort.
    Sehen Sie einen?

  6. Thomas Holzer

    Die Anhänger Le Pens, Hofers et al. sind, genauso wie ihre Idole, Linksnationalisten, welche einem völkischem, etatistischem Sozialismus frönen.
    Alles für die Partei, alles für den Staat, alles durch die Partei, alles durch den Staat, nichts ohne die Partei, nichts ohne den Staat. Kollektivismus in seiner perversesten und gefährlichsten, ja geradezu fundamentalistischen Form

  7. Fragolin

    @Thomas Holzer
    Gut gebrüllt, Löwe! Aber keine Antwort auf meine Frage…

  8. Selbstdenker

    @Marianne, Nattl:
    Was Frankreich anlangt, hat Fillon präzise die Probleme erkannt. Exemplarisch möchte ich den folgenden Satz herausgreifen:

    “Die Vermögensteuer soll im Namen des Patriotismus – Fillon will lieber französische Millionäre als Öldollars aus Qatar und Saudi-Arabien – abgeschafft werden.”

    Wer Neidreflexe in der Gesellschaft gezielt beackert und so der Mittelschicht im eigenen Land die Vermögensbildung verunmöglicht, begibt sich in die Abhängigkeit der Saudis und Kataris. Frankreich – bei vielen anderen westlichen Ländern ist es übrigens ähnlich – wurde schon an mehreren Stellen als käufliche Gespielin für Herrscherfamilien aus dem Mittleren Osten bezeichnet.

    Es ist die eigene ökonomische (Sozialismus…) und kulturelle (Gender, Multikulti, Ökologismus…) Schwäche, die erst den Raum für die Entfaltung vom Islamismus im eigenen Land bereitgestellt hat.

    Sehen Sie sich um: überall dort wo die Gender-Ideologie haust, implodiert die eigene Kultur. Und dort wo die Bürgerlichkeit zerstört wurde, gedeiht der Rechtpopulismus. Viele heutige No-Go Areas in Frankreich waren zuerst Hochburgen der Linken, dann der Rechtspopulisten und schließlich der Islamisten. Woher das wohl kommen mag?

    Für die Franzosen hoffe ich, dass Fillon zum Präsidenten gewählt wird.

    In Bezug auf die EU wird nächstes Jahr kein Stein auf dem anderen bleiben:
    1) gewinnt Le Pen, ist die EU tot
    2) gewinnt Fillon, wird die EU nicht mehr die gleiche sein wie jetzt

    In praktisch sämtlichen westlichen Ländern findet eine bürgerliche Revolution gegen die linke Aristokratie statt. Man hat die Wahl zwischen radikalen Reformen oder Zerschlagung des gegenwärtigen politmedialen Systems.

  9. Selbstdenker

    @Thomas Holzer:
    Ich gebe Ihnen ja grundsätzlich recht, nur wird die Sache mit der Immigration überlagert:

    Die Linken holen sich massenweise neue Wähler und Kämpfer, die sich als Subauftragsnehmer vom linken politmedialen Komplex um die groben Dinge kümmern, ins Land.

    Wenn man diesen Prozess ungehindert länger voranschreiten lässt, erübrigt sich politisch alles Weitere, weil die Weichen Richtung Bürgerkrieg gestellt werden.

    Das bürgerliche Lager hat die Möglichkeit entweder über geeignete Programme und geeignetes Personal eine radikale Reform einzuleiten oder über die sogenannten Rechtspopulisten dem politmedialen System den Stecker zu ziehen.

  10. sokrates9

    Habe noch keine Aussagen in Richtung EU gelesen! EU und Einwanderung sind doch derzeit die Zerstörer des konservativen Europas!

  11. Thomas Holzer

    @Fragolin
    Nein, ich sehe keinen!
    Und nur weil mir die vermeintliche Wahl zwischen Pest und Cholera zugestanden wird, heißt dies noch lange nicht, daß ich mich erschießen darf 😉
    Es gibt immer eine Alternative!
    Und, für mich als deklarierten Antidemokraten, ist (nicht nur) diese Wahl sowieso nur ein jämmerliches Schauspiel.
    Außerdem finde ich es erschreckend, mit welcher Verve verschiedenste, offensichtliche Aspekte einzelner Kandidaten immer ausgeblendet werden, nur weil diese angeblicher Weise den vielzitierten Einäugigen und den Blinden darstellen

  12. Thomas Holzer

    Korrektur!
    “Und nur weil mir die vermeintliche Wahl zwischen Pest und Cholera zugestanden wird, heißt dies noch lange nicht, daß ich mich NICHT! erschießen darf ”
    Verzeihung

  13. Falke

    @Selbstdenker
    Sie haben recht: bei einem Sieg von Marine Le Pen ist die EU tot. Ob sich allerdings bei einem Sieg von Fillon die EU grundlegend ändert, ist nicht so sicher. Es kommt vor allem darauf an, ob sich Fillon gegen Merkel und Juncker durchsetzt, bzw. ob er das überhaupt will und kann. Über den Umgang mit der Flüchtlingsflut hat er ja gar nichts gesagt, wobei Frankreich davon auch weit weniger betroffen ist als Deutschland, Österreich, Schweden, Griechenland oder Italien, d.h. damit kann man dort auch weniger punkten als bei uns. Allerdings ist Frankreich dafür noch mehr mit islamischem Terrorismus konfrontiert: wie er den in den Griff bekommen will, hat Fillon auch nicht gesagt.

  14. Christian Peter

    ‘Damit könnte er sich als Le Pens Alptraum erweisen’

    Davon ist nicht auszugehen, denn spätestens seit Sarkozy wissen alle Franzosen, dass es sich bei den Republikanern um einen hochkorrupten Haufen handelt, vergleichbar mit der ÖVP in Österreich. Außerdem ist nichts konservativ an dieser Partei, die Franzosen wünschen sich eine Neuorientierung Frankreichs in der Außenpolitik (wie in Großbritannien), nur Marine Le Pen bietet in dieser Angelegenheit eine Alternative.

  15. Selbstdenker

    @Falke:
    Nachdem Fillon in einer bislang im politischen Betrieb eher unüblichen Treffsicherheit zentrale Probleme angesprochen hat, traue ich ihm durchwegs zu, dass er den Saustall der EU auch einzuschätzen weiß.

    Die Frage ist, ob er es sich zutraut die gesteuerte Islamisierung Europas in der momentanen Phase des Wahlkampfes zu thematisieren, da dies die Demokratie-Hacker Soros & Co. sofort auf den Plan rufen würde. Ich gehe davon aus, das bei einer möglichen Stichwahl gegen Le Pen der bessere Zeitpunkt dafür wäre.

    Unbedingt anschauen sollte man sich die engen organisatorischen Verflechtungen der Europäischen Union mit der Organisation Islamischer Staaten. Wie im Artikel “Die Träumer und der kommende Sieg des Islam” treffend beschrieben, werden unter den irreführenden Arbeitstiteln “Multikulturalismus” und “Diversity” auf höchster Ebene Regelwerke implementiert, die zu einer Abwicklung vom Grundgesetz und der westlichen Kultur führen.

    Zum Teil erfolgt die Einflussnahme auf politische Entscheidungsträger über Stiftungen / NGOs / Charities, die sich letztlich im Eigentum einflussreicher Familien aus Saudi Arabien und Katar befinden.

    Die Clinton Foundation würde ich als Template solcher Organisationen, die es in Europa in großer Anzahl gibt, bezeichnen: vordergründig eine Charity-Organisation, de facto aber eine Lobby-Organisation, die nach dem Prinzip Play as you pay funktioniert.

    Man denke nur einmal an das sogenannte “Dialogzentrum” in Wien. Das war schon sehr “edel” von der ehemaligen Justizministerin, dass sie sich so um den “interkulturellen Dialog” eingesetzt hat.

  16. Selbstdenker

    Jetzt muss ich mich ausnahmsweise mal selbst zitieren:
    Und dort wo die Bürgerlichkeit zerstört wurde, gedeiht der Rechtpopulismus

    Damit sollte jedem klar sein, warum sich ein zum Teil offener und zum Teil verdeckter FPÖ-Sympathisant wie “Christian Peter” so auf die Konservativen einschießt: die letzten Tage gegen Sebastian Kurz und heute gegen die Republikaner in Frankreich.

    Der FPÖ und ihren Mitläufern würde ich – solange die Schäden für die Allgemeinheit vom Hype Alpe Adria Desaster nicht aus der eigenen Kasse abbezahlt sind – demütiges Schweigen anraten.

    Es gibt übrigens auch enge Verbindungen zwischen einigen Front National Funktionären und islamistischen Verbänden. Pack schlägt sich, Pack verträgt sich.

  17. Christian Peter

    Kaum stehen die nächsten wichtigen Wahlen vor der Türe, lauft die Propagandamaschinerie der linksgerichteten liberalen Medien bereits auf Hochtouren. Offenbar haben die Medien aus dem Debakel rund um die US – Wahlen nichts gelernt, es wäre daher wenig überraschend, würde dieser hochgelobte Fillon dasselbe Schicksal wie Hillary Clinton ereilen.

  18. Christian Peter

    @Selbstdenker

    ‘Sich auf die Konservativen einschießt’

    Von welchen ‘Konservativen’ sprechen Sie ? Was ist an Mitte-links Parteien wie der ÖVP konservativ ? Vielleicht das Verteilen von Kondomen (‘Schwarz macht geil’) als Wahlgeschenke von Sebastian Kurz ?

  19. sokrates9

    selbstdenker@…Der FPÖ und ihren Mitläufern würde ich – solange die Schäden für die Allgemeinheit vom Hype Alpe Adria Desaster nicht aus der eigenen Kasse abbezahlt sind – demütiges Schweigen anraten…
    Sorry das war ein kollektiver Irrsinn! Eine (Partei) allein kann gar nicht so blöd sein, da waren alle mit viel Eifer daran beteiligt! wobei die Frage was mit den vielen Milliarden eigentlich passiert ist niemanden interessiert.-…

  20. Christian Peter

    Man darf schon gespannt sein, was uns in den kommenden Monaten in den Medien erwartet, immerhin wirbt der Front National – im Unterschied zur Bauernfängerpartei FPÖ – für einen raschen Austritts Frankreichs aus EU und Währungsunion. Da wird in den Propagandaabteilungen der gleichgeschalteten Schwarz- Rot- und Grünfunk- Medienanstalten Europas in den kommenden Wochen absoluter Hochbetrieb herrschen.

  21. Weltkrank

    Fillon erachte ich als trojanisches Pferd. Die Dinge, die er sagt, wären bei jedem anderen sofort mit der Nazi-Keule beantwortet worden. Da das nicht passiert, liegt für mich auf der Hand, daß er gesteuert wird und nichts anderes tun soll, als dem FN Stimmen abnehmen (um nachher weiterzumachen wie bisher).

  22. Herzberg

    FAZ, 20.11.2016: Auch Fillon lehnte einen neuen EU-Vertrag ab und plädierte dafür, lieber eine Wirtschaftsregierung der Staats- und Regierungschefs der Eurozone zu begründen. Ein Europa-Referendum könne nicht gewonnen werden. „Die Franzosen werden nein sagen“, sagte Fillon.

    Einer innovativen EU-Wirtschaftsregierung würden die Franzosen zustimmen, oder bleibt anzunehmen, sie würden hierfür nicht befragt?

  23. mariuslupus

    Selbstverständlich kann Front National auch als eine Linksabweichler Partei gesehen werden. Aber, sollte Marine Le Pen gewählt werden und würde sie die illegale Einwanderug stoppen, tatsächlich kriminelle Ausländer ausschaffen und die EU zerstören, hätte sie bereit eine historische Tat vollbracht. Sollte Le Pen tatsächlich das korrupte Linkssystem in Frankreich zerstören, hätte ihr Nachfolger die Möglichkeit auf den Trümmern eine sechste Republik aufzubauen. Lauter Konjunktive, Le Pen wird nicht gewählt, Frankreich ist nicht USA. Das Wählerpotential der Linksparteien reicht aus, um die Wahl von Le Pen zu verunmöglichen.

  24. Karl Schurz

    Merkel als Vorbild für Fillon? Wenn das die Franzosen lesen, hat er schon verloren.

  25. Johannes

    Meiner persönlichen Meinung nach ist Frankreich unregierbar, der Präsident ist nur eine Figur deren Ablaufzeit von Gewerkschaften und linken Medien bestimmt wird.
    Frankreich ist ähnlich Österreich nicht fähig Fehler die gemacht wurden zu erkennen und gegenzusteuern.
    Zu stark ist ein Intellektueller politischer Einfluß der permanent, notwendige pragmatische Handlungen, verhindert.

  26. Selbstdenker

    @Karl Schurz:
    Das ist mir auch in den Sinn gekommen! 😉

    Die Franzosen definieren sich darüber, dass sie das genaue Gegenteil der Deutschen tun. In diesem Punkt sind sie absolut zuverlässig und berechenbar.

  27. Christian Peter

    @Selbstdenker

    Die einzige konservative Partei in der EU, die die Bezeichnung ‘konservativ’ zurecht im Parteinamen trägt sind die Tories im Vereinigten Königreich, die die einzig richtigen Schlüsse aus den verheerenden politischen Zuständen auf europäischer Ebene zogen und eine Volksabstimmung über den Verbleib in der EU ansetzten und den Austrittsprozess aus der EU einleiteten.

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