Ein “Konter-Marsch durch die Institutionen” ist fällig

“…Wenn mir eine Aussage nach der vergangenen Bundestagswahl auf ewig im Gedächtnis bleiben wird, dann die Angela Merkels auf der Pressekonferenz der CDU einen Tag nach der Wahl. Während bei der Union nach dem schlechtesten Wahlergebnis seit 1949 nahezu geschlossen Katerstimmung herrschte, gab sich die Kanzlerin unwissend über die Ursachen des Debakels. Sie ließ auf die Frage einer Journalistin nach eigenen Fehlern verlauten:

„Ich kann nicht erkennen, was wir jetzt anders machen müssten“.

Ich glaube bis heute, dass sie das tatsächlich so meinte. Es war der Offenbarungseid einer Frau, die zu lange schon regiert und deren eigene Filterblase, die Anzahl der bloßen Ja-Sager um sie herum zu groß geworden ist, um noch zu realisieren, was die Wähler umtreibt und wie weit man sich selbst von ihnen fortbewegt hat……” (weiter hier)

6 comments

  1. Falke

    Ein Partei- und Regierungsschef, der nach einer verlorenen Wahl nicht erkennt, was er/sie falsch gemacht hat bzw. ändern müsste, ist für diese Position völlig ungeeignet. Das gilt genauso für Schulz. Und wenn er/sie es selber nicht erkennt, müssten es die Parteigenossen sehen, zumindest diejenigen, die nicht blind vor Solidarität und Bewunderung für den Versager und auch keine A…kriecher sind – die sollte es doch sogar in der CDU und der SPD geben; sie sind aber offenbar in der Minderheit.

  2. Rennziege

    Ich mach’ diese Woche Home Office, kann mich also ein wenig in der europäischen Szene umtun. Was Frau Merkel angeht, die mich schon seit Jahren erschüttert: Die wird sich nun von den Grünen, einer 10%-Partei, den Kollaps der Krankenversicherungen, der Energieversorgung und den Tod der deutschen Industrie aufs schläfrige Auge drücken lassen — nur um den Pfuhl, auf dem sie seit 12 Jahren ihren Allerwertesten wärmt, weiter breithocken zu dürfen.
    I maan, i traam. Unverständlich, dass CSU und CSU diese Dame nicht längst aufs Altenteil entsorgt haben; allerdings hat sie auch alle in ihrer Zwitterpartei, die Hirn, Herz und Initiative zeigten, mit dem Dolch im Gewande (Schiller, “Die Bürgschaft”) gemeuchelt. Nun steht sie da, außer ihrer Raute über kein optisches, rhetorisches oder zukunftstaugliches Argument verfügend, und macht weiter mit sinnfreiem Blah-Blah.
    Was daran noch übler ist: Die Medien Deutschland bleiben in ihrem Fanclub.
    Eine Spielart von Masochismus oder gar Perversion, deucht mich.

  3. Thomas F.

    Das, was die CDU dringend ändern sollte, ist natürlich sie selbst. Die Größe, das zu erkennen, hat selten jemand.

  4. Rennziege

    Sehr geehrter Herr Ortner, seit 15:16 Uhr “wartet dein [also mein] Kommentar auf Freischaltung”. Why, Sir? Es handelt sich dabei keineswegs um Konterbande. Don’t treat me like a misfit, pleeze, which I ain’t. Falls im Wohnzimmer nicht mehr willkommen, lassen Sie mich’s bitte wissen. Und streichen S’ die Rennziege einfach; ich weine keiner Zensur eine Träne nach, sosehr mich diese auch verblüfft.

  5. Johannes

    Es ist fast eine Genugtuung wenn man in deutschen “Talk Runden“ mit gewisser Beunruhigung die baldige eingeschränkten politischen Wichtigkeit in Europa beklagt
    In Deutschland wird bis zum bitteren Ende regiert, da wird Langzeitkanzlerin mit Stabilität verwechselt.
    Stabilität ist nicht von einer Person abhängig sondern von der politischen Agenda und da hat Merkel, meiner Meinung nach, starke Akzente in Verunsicherung gesetzt.
    Ein neuer Anfang mit neuen Gesichtern täte Deutschland gut.

  6. Rennziege

    29. NOVEMBER 2017 – 17:18 — Rennziege
    Und jetzt reicht’s mir, Herr Ortner. Ich bitte Sie um Streichung meines Accounts für alle Zeiten.
    Ich verabschiede mich von allen hier, viele darunter intelligent, weise und sogar witzig, und dem einzigen Blog der Welt, an dem ich teilnehme. Auch vom Hausherrn, der mich seltsamerweis’ behandelt wie eine Schmeißfliege. Danke für alles und auf Nimmerwiedersehen!
    Is’ a wengerl schad’, aber beleidigen dürfen mich nur meine Kinder, niemand sonst.

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