Ein Land vertreibt seine Ärzte

“…Noch schlimmer ist aber, dass die Spitäler wachsende Probleme haben, überhaupt genug Ärzte zu finden. Denn diese marschieren derzeit im Eilschritt ins Ausland. Österreich hat in den letzten zwölf Jahren nicht weniger als 7000 Ärzte an andere Länder verloren! Gleichzeitig ist Tatsache, dass ein Viertel der Spitalsärzte in den nächsten zehn Jahren in Pension gehen wird. Dieser gigantische medizinische Aderlass hat eine Hauptursache: Spitäler wie Krankenkassen zahlen hierzulande den Ärzten deutlich weniger, als die Mediziner etwa in Deutschland verdienen können. Außerdem ist im Ausland die Steuer- und Abgabenbelastung (nicht nur für Ärzte) deutlich geringer….” (hier)

5 comments

  1. nattl

    Glaubt man unseren Medien kommen doch praktisch jeden Tag mehrere tausend potentielle Ärzte, Gehirnchirurgen und Atomwissenschaftler über die Grenze. Da werden doch ein paar dabei sein, die den Gap in den heimischen Spitälern schließen, oder?

  2. Fragolin

    Ach was, der Herr Peter wird sich hoffentlich bald melden und vorrechnen, dass wir sowieso zu viele Ärzte haben.
    Und den Rest erledigen, wie @nattl so treffend bemerkte, die hochqualifizierten Mediziner aus dem Nahen Osten, die gerade unsere Grenze stürmen…

  3. sokrates

    Wir bilden 30% Mediziner, vorwiegend aus Deutschland aus, die dort den nummerus clausus nicht schaffen! findet natürlich gratis statt, wobei jetzt unsere segensreiche EU diese klausel mkippen will, damit wir noch mehr Deutsche ausbilden können.bin überzeugt dass viele der österreichischen Studenten / Innen gerne in Österreich nach Ausbildungsende in Österreich bleiben würden, wenn sie Studienplatz bekommen würden! Nicht jede Österreicherin kann sich Studium im Ausland leistren!

  4. Lisa

    Die österreichischen Ärzte zieht es also nach Deutschland – und die deutschen (u.v.a.) unübersehbar in die Schweiz – und die Schweizer suchen sich lukrativere Nischen, notfalls in Übersee, im Bereich ästhetische Chirurgie – oder gehen gleich zu MSF, wo ein Arzt noch wer ist… Der “mündige Patient” (infosausdem Net) ist für die meisten Hausärzte eine Plage, die Spitäler mit ihrer starren Hierarchie und nie ganz absehbaren Arbeits- und Pikettdienstzeiten ein unbeliebter Arbeitgeber, der soziale Status sinkt seit der zunehmenden “Feminisierung” der Ärzteschaft stetig. (Das haben die Immigranten, die so gerne einen Sohn Medizin studieren lasssen wollen, gottlob noch nicht mitgekriegt… 😉 ) Die Menschn werden zawr immer älter, aber darum gibts auch mehr Möglichkeiten, eine Krankheit zu entwicken – die höchsten Kosten verursachen Menschen in den Monaten vor ihrem Tod. Laut einigen Statistiken das zehnfach als für Überlebende in einem Jahr (Statistiken…) Da gäbe es scchon Lösungen, Palliativmedizin, Verzicht auf vom Patienten abgelehnte lebensverlängernde Massnahmen etc. – was für viele mit dem hippokratischen Eid nicht vereinbar wäre…Doppelbesetzung in kleineren Pflegeheimen ist jedoch, wenn ein Pikettdienst möglich sit, nciht nötig. Und wenn man dann ncoh die PAtientinnen abzieht, die aus purer Langeweile und eher histrionischen Beschwerden zum Arzt rennen, hat es immer noch gebug Ärzte pro Einwohner. Sogar auf dem Land.

  5. Christian Peter

    Nicht schon wieder die alte Leier vom vermeintlichen Ärztemangel. Dieser Schwachsinn wird von der Ärztelobby schon seit Jahrzehnten lanciert. In Wahrheit ist die Ärztedichte in Österreich die höchste in Europa und nirgendwo geht es Ärzten besser als in Österreich.

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