Ein Liter Sprit für 4 Euro, dem Klima zuliebe?

(ANDREAS TÖGEL) Der Klimawandel ist anthropogener Natur, meinen EU-Kommissionspräsidentin Von der Leyen und viele meist steuerfinanzierte Klimaapokalyptiker. Muss also so sein. Folglich wurden und werden von der EU „Klimaziele“ definiert, die zu erreichen nur mit einer drastischen Desindustrialisierung der Alten Welt, daraus resultierenden Arbeitsplatzverlusten und mit hohen zusätzlichen Kosten für die Insassen der Union möglich sein wird. Um das in 100 Jahren herrschende Klima zu „retten“, schreckt die europäische Nomenklatura keine Sekunde lang davor zurück, die Zukunft der heute werktätigen oder in Ausbildung stehenden Generationen aufs Spiel zu setzten.

Und wenn sich schon abzeichnet, dass das selbst gesteckte Ziel (der angepeilten CO2-Reduktion) nicht erreicht werden kann – was liegt dann näher, als die Vorgaben noch wesentlich ehrgeiziger zu formulieren? Um sagenhafte 61 Prozent will die EU-Kommission nunmehr die Produktion von CO2 gegenüber jener im Jahre 2005 reduzieren. Ohne eine radikale und auf die Präferenzen der Bürger der Union keinerlei Rücksicht nehmende „Verkehrswende“ kann das natürlich nicht funktionieren – auch nicht in Österreich, dessen Beitrag zur Erderwärmung in der kumulierten Zahl hinter dem Komma verschwindet. Infrastrukturministerin Gewessler von Grünen (vormals NGO „Global 2000“) ist begeistert.

Das erlösende, der „Klimarettung“ dienende Zaubermittel hört auf den Namen Elektromobilität, wobei heute noch kein Mensch weiß, woher die gewaltigen Mengen an Rohstoffen (etwa Kobalt und Lithium) kommen sollen, die zur Produktion der Unmengen von Batterien erforderlich sind, die dann benötigt werden. Auch wie der erhebliche zusätzliche Strombedarf gedeckt werden soll, um die vielen Batterien zu laden, ist ungeklärt. Die Verbrennung fossiler Energieträger oder gar der Einsatz von Atomkraft kommen dafür ja schließlich nicht (mehr) in Frage. Auch was mit dem künftig anfallenden, nicht wiederaufbereitungsfähigen Batteriemüll geschehen soll, ist ungeklärt. Aber sei´s drum – der intendierte Zweck ist derart heilig, dass der Himmel die Mittel dafür schon irgendwie bereitstellen wird.

Der österreichische Autofahrerclub ÖAMTC hat nun eine Studie beauftragt, die sich u. a. mit den Auswirkungen der angepeilten Klimaziele auf die Brieftaschen der Konsumenten beschäftigt. Die präsentierten Zahlen sind ernüchternd. Eine davon betrifft den Spritpreis, der mittels einer klimapolitisch motivierten Lenkungssteuer auf vier Euro pro Liter angehoben werden muss, um den Bürgern das Fahren mit benzin- oder dieselgetrieben Fahrzeugen auszutreiben. Nur exorbitante Preise für fossile Treibstoffe wären imstande, die bis heute (und wohl auch auf absehbare Zeit) im Hinblick auf Kosten und Reichweite nicht mit konventionell angetriebenen Wettbewerben konkurrenzfähigen Elektrokarren an den Mann zu bringen.

Das ist zentral gelenkte Planwirtschaft vom Feinsten. Da das in Form großzügiger Subventionen für den Kauf von Tesla & Co. angebotene Zuckerbrot nicht angenommen wird, muss eben die Peitsche her – in Form staatlich oktroyierter Mehrkosten für Verbrenner. Alles im Interesse des Klimas, versteht sich.

Dass mit dieser Politik, abseits der zusätzlichen Kosten für die Konsumenten, auch wieder eine gehörige Portion Umverteilung verbunden sein wird, wurde bislang kaum thematisiert. Diesmal wird der Geldtransfer allerdings nicht von den Vorstadtvillen in den roten Gemeindebau und von den Produzenten zu den Nichtproduzenten erfolgen, sondern vom Land in die Stadt. Denn die, beispielsweise innerhalb des Wiener Gürtels lebenden (meist in geschützten Werkstätten beschäftigten) Bobos, können auf Individualmobilität ja locker verzichten, wenn die U-Bahn hundert Meter von Wohnort und Arbeitsstätte entfernt hält. Auf dem flachen Lande, wo öffentliche Verkehrsmittel naturgemäß rar sind und selten verkehren, funktioniert das indes nicht. Da ist man auf seinen eigenen fahrbaren Untersatz angewiesen.

Dass diese unerhörte steuerliche Diskriminierung der Landflucht zusätzlichen Vorschub leisten wird, kümmert keinen. Dass der ökologische Fußabdruck von Städtern erheblich größer ist als der von Landeiern, ebenso wenig. Aber was kümmern derart kleinkarierte Überlegungen schon die mächtige Kommissionspräsidentin und die arroganten Großstadtgrünen?

22 comments

  1. ALOIS SCHEICHER

    “woher die gewaltigen Mengen an Rohstoffen (etwa Kobalt und Lithium) kommen”
    Dieses Problem ist schon gelöst: TESLA Shanghai verbaut schon heute kobaltfreie Batterien, die Autos aus Amerika werden folgen, das hat Elon Musk am “Battery Day” bereits bestätigt – und das Lithium fördert TESLA in Zukunft in Nevada auch selbst; mit einem Verfahren, bei dem per Osmose das Lithium durch Kochsalz ersetzt wird und dessen Prozesswasser im Kreislauf genutzt wird. Und auch das Recycling ist gelöst. Technisch ist das alles machbar.
    Was – speziell in Europa – nicht gelöst ist und unter den gegebenen politischen Rahmenbedingungen wohl auch nicht gelöst werde kann, ist die Frage, woher der Strom kommen soll. Ehrlicherweise muß jeder, der “Ja” zu Elektroautos sagt, auch “Ja” zur Atomenergie sagen.

  2. CE___

    @ Alois Schleicher

    Ja, ja, rein technisch ist alles, oder zumindest mit jedem Jahr mehr, machbar.

    Nur, und das ist der immer springende Punkt, was kostet das und zahlt sich das aus verglichen mit den Alternativen.

    Werden die kobaltfreien Batterien auch so wie ein Verbrennermotor für hundertausende oder sogar noch mehr gefahrene Kilometer ausreichen?

    Oder werden die alle paar tausend Kilometer um jeweils sündteures Geld neu angechafft werden müssen?

    Bei diesem Punkt schweigt sich die Batterieauto-Industrie immer sehr beredt aus.

    Ausserdem ist eine Batterie ja auch nur ein Teil des ganzen Fahrzeugs.

    Die Rechnung ist immer noch unangefochten dass ein jedes Verbrennermotor-Vehikel welches hundertausende Kilometer läuft bei weitem “CO2-freundlicher” ist als ein Batterieauto.

    Sofern man halt etwas auf diesen CO2-Quatsch gibt, was ich nicht tue.

  3. Alois Scheicher

    Die Batterien halten länger als die Autos (zumindest bei TESLA für 500.000km – und die 1Mio. Meilen Batterie wird innerhalb der nächsten paar Jahre Standard. Warum braucht man Batterien, die wesentlich länger halten als jedes Auto? Weil man sie so als Zwischenspeicher dem Netz zur Verfügung stellen kann. Stichwort: “Autobidder“ (https://www.tesla.com/de_AT/support/autobidder?redirect=no).
    Nein, die Batterien sind nicht das Problem. Auch nicht der CO2 Rucksack, der ihnen bei der Erzeugung mitgegeben wird. (Den es, wieder zitierte ich TESLA, bei den in der Gigafactory in Nevada hergestellten gar nicht gibt, da dieses Werk ausschließlich mit Solarenergie betrieben wird).
    Das Problem heißt Stromerzeugung. Woher kommt der Strom? Und hier darf man sich, wenn man pro EV ist, der Atomkraft nicht verschließen.

  4. Hatschi Bratschi

    Wir wissen weder, woher der Strom kommen soll, bzw. wie wir ihn klimaneutral produzieren, noch, was mit den Batterien geschieht. Derzeit werden sie zu 95 Prozent geschreddert und im Hochofen verbrannt. Wir haben ja genug Lithium und Kobalt. Es braucht rund 220.000 Km eines E-Autos, bis die Energiebilanz mit einem modernen Diesel-PKW ausgeglichen ist, das fährt kaum jemand mit seinem Auto. Abgesehen davon kostet die Batterie knapp die Hälfte des Elektroautos. Gebraucht sind diese Dinger folglich kaum zu verkaufen, nach rund 6 Jahren ist der Akku kaputt, das Auto kann man dann wegschmeißen. Äh … schreddern und verbrennen.

  5. Paul

    @Alois Scheicher:

    Sie schreiben hier so viel Unsinn, dass es schon fast weh tut. Ich selbst arbeite in diesem Bereich als Ingenieur.

    – Tesla verbaut nach wie vor konventionelle Akkus, die man auch in den Notebooks findet. Diese halten (wie jeder inzwischen weiß) selten länger als ein paar Jahre, ohne an Leistungsfähigkeit einzubüßen. Bis heute gibt es keine neutrale Langzeitversuche wie lange so ein Auto-Akku hält. 500.000 km oder gar eine Million ist höchstens Wunschdenken.
    Die Behauptung, man würde plötzlich eine “ganz neue Technologie” verwenden kann man getrost als Märchen und Propaganda abtun, um den Investoren Sand in die Augen zu streuen.

    – Kein Mensch redet davon, dass die Lade- und Entladevorgänge die Batterie dauerhaft schädigen, ebenso wie die Temperaturunterschiede (Stichwort “Lithium Plating”). Dass die Batterie permanent gekühlt oder geheizt werden muss und ein Temperaturfenster zwischen +10 bis +35 °C hat wirde auch gerne verschwiegen. Lieber träumt man von einem “Autobidder”, frei nach Teslas Märchenstunde.

    – Dass Teslas Gigafactory in Nevada ausschließlich mit Solarstrom arbeitet ist astreine Fake News. Micheal Moore und Jeff Gibbs haben es ihrer Doku “Planet of the Humans” klar aufgedeckt. Trotzdem wird diese Lüge gerne weiter verbreitet.

    – Entsorgung ist auch kein Problem? Wirklich? Warum wusste man vor einigen Monaten nicht wohin mit dem abgebrannten Tesla aus Salzburg? Interessant fand ich es, wie man die Berichte in den Medien manipilierte und Tage später plötzlich behauptet, dass die Batterie unbeschädigt sei, obwohl diese tagelang “gebrannt” hat. Stattdessen verweist man gerne auf irgendwelche grünen Propagandaseiten, wo behauptet wird, dass das Recycling gar kein Problem ist. Nächste astreine Lüge.

    E-Mobilität ist eine Sackgasse, die letztendelich hunderttausende Arbeitsplätze vernichten wird und dem “Klima” 0,00% helfen wird.

    Das sind Tatsachen, vor denen man auch mit Propaganda nicht ablenken kann, bestenfalls kann man einige einfache Geister für eine Weile hinter’s Licht führen.

  6. sokrates9

    Was man gerne ignoriert ist dass Europa 9% zum Klima beiträgt und selbst bei totaler CO2 Neutralität sich das Weltklima nur marginal wandelt! Aber mehr als einen Schritt vorauszudenken ist der Intellektuellen Potenz der EU und der Grünen nicht möglich.Hoffe die Steyrer die nun durch MAN Verlagerung tausende hochbezahlte Arbeitsplätze verlieren werden und die gesamte Region dramatisch leiden wir verjagen die Grünen bei der nächsten Wahl mit nassem Fetzen und sie fliegen wieder aus dem Parlament!.
    Möchte mal seriöse Rechnung sehen was das Elektroauto inklusive der gewaltigen noch aufzubauenden Infrastruktur kostet.Auch wie sehr der CO2 Verbrauch durch die Infrastrukturausbauten (Millionen Kilometer von elektrischen Leitungen, Trafos usw) wäre interessant!

  7. Gerald

    Menschliches Handeln basiert meistens auf:
    Wissen
    Glauben
    Gier
    Angst
    Etc

    Wissen ist es beim Thema Klima am allerwenigsten.

  8. Fossil

    Ein Steuer auf den Energieverbrauch ist wahrscheinlich die einzige sinnvolle Methode, diesen zu verringern. Insofern wären auch noch höhere Spritpreise gerechtfertigt, allerdings müssten dafür dann andere, willkürliche Steuern um diesen Gesamtbetrag gesenkt werden – und das scheint nicht angedacht zu sein.

    Warum ausgerechnt CO2 das Kriterium sein soll, ist rätselhaft. Es befeuert nur Umgehungstricks, wie “Flottenverbrauch” bei Autos, gratis- verbilligte oder gedeckelte Zertifikatspreise und ähnlichen Unsinn.

    Es schaut eher aus wie “Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass” samt gewaltiger Geldvernichtung.

  9. FiBu

    Sokrates
    Ergänzend: Es wird nicht nur weniger als ein Schritt vorausgedacht, von den 360° des Tellerrandes wird nur 1° nach Links und Rechts geblickt. Es wird also, bei einem mehrdimensionalen Problem aus Umwelt, Arbeit, Ernährung, Sozialen Verhältnissen, usw. nicht nur nur in einer Dimension gedacht, sondern in dieser einen Dimension wird auch nur ein sehr kurzes Stück beachtet.
    Irgendwie kommt mir das so vor als ob jemand auf dem Druckkochtopf sitzt, das Sicherheitsventil zuhält und ganz Stolz darauf ist, dass er das Pfeifen abgestellt hat.

  10. Eugen Richter

    Der echte Alltag ist das Aus für E-Autos. Alles andere sind Technik und Wirtschaftlichkeit.
    Zum Beispiel: Urlaubszeit., wenn wieviele Autofahrer auf einmal aufladen wollen? Wie lange dauert das? Nur 30 min für 80%. Wie viele Ladestationen sind erforderlich? Wie dick müssen die stromführenden Kabel wohl sein, um die riesigen Mengen transportieren zu können und dabei nicht anfangen zu glühen? Es gibt keinen rationalen Grund die Menschen zum E-Mobil zu nötigen und zu framen. Ich würde es auch nie verbieten. Fördern geht schon gar nicht. Was viele auch nicht bedenken. Wenn die Leute in ihrer EUhörigen Dämlichkeit spürbar den E-Autos zuwenden, freuen sich die Fahrer von Verbrennern auf niedrige Spritkosten. Aber dagegen werden die Finanzminister ein Gegenmittel haben.
    So lange eine Mehrheit der Bürger nicht begreifen will, dass die Politik nur noch dafür da ist die Bürger auszupressen, um Sonderinteressensgruppen mit üppigen Geldzuwendung auszustatten, wird dieses parasitäre Politikwachstum nicht aufhören.

  11. ALOIS SCHEICHER

    “Wie lange dauert das?”
    Gehen Sie davon aus, daß die Ladezeiten über eher kurz als lang mit den Tankzeiten von Verbrennern gleichziehen werden. Wie das gehen soll? Wie sollen Ladeleistungen von 500kW und mehr erzielt werden können, ohne das Stromnetz zusammenbrechen zu lassen? Indem der Strom in Kondensatoren und Batterien zwischengespeichert wird. Heißt: die Ladesäulen entnehmen dem Netz den Strom kontinuierlich, geben ihn aber “geballt” an die Autos ab.

  12. Paul

    @Alois Scheicher

    500 kW?

    Wie dick darf denn das Ladekabel sein?
    Wie hoch wird denn das Spannungsniveau sein in diesem Fall?
    Haben Sie eine Ahnung was es bedeutet eine Leistung von 500 kW abzurufen?

    Ich bin mir sicher, dass Sie keine Ahnung haben wovon Sie da schreiben. Sie lesen irgendwelche sinnfreien Dinge, ohne zu wissen was das bedeutet und geben es hier wieder. Physik kann durch Ideologie auch nicht ersetzt werden 🙂

  13. CE___

    @ Alois Schleicher

    Also wenn das alles so supertoll ist wie Sie schreiben frage ich mich ja dann nur mehr warum sich dass alles nicht schon seit Jahrzehnten am freien Markt durchgesetzt hat.

    Für die Umstellung von Menschenkraft auf Pferdefuhrwerk, dann Umstellung auf Dampfkraft durch Kohle, dann Umstellung auf Erdöl, und ja dann auch Elektrifizierung vieler Industriebereiche, überall waren die Vorteile für den größten Deppen so auf der Hand liegend dass es keiner staatlichen Zwänge bedurfte.

    Im Gegenteil, die Umstellung verlief oft so rasant dass die Regierungen Gesetze erliessen um die Umstellung zu VERLANGSAMEN.

    Aber beim Batterieauto? Subventionen so groß wie schwarze Löcher, ungerechte Steuerverteile, Agitprop aus jeder Ritze und Lücke kommend, und und und … es geht immer noch nicht viel weiter beim Konsumenten.

  14. Falke

    Woher die “gewaltigen Mengen an Kolbalt und Lithium” kommen sollen? Nun, Lithium wird massiv im Norden Argentiniens und in Bolivien abgebaut. Dazu braucht man enorme Mengen an Süßwasser, das dort dem Boden entzogen wird, der vertrocknet und verkarstet, womit der einheimischen Indio-Bevölkerung gleichzeitig die Lebensgrundlage entzogen wird: weder für die Landwirtschaft noch für die Lamazucht bleibt ihnen genügend Wasser. Das ist aber den Grünen völlig egal. Ebenfalls von den grünen Experten (genauer: von der grünen Co-Vorsitzenden Baerbock) stammt die Erkenntnis, dass Kobalt überhaupt nicht notwendig ist, da die E-Autos ohnedies von Kobolden betrieben werden. 🙂

  15. Gerald

    @Alois Schleicher
    Grundsätzlich ist Elektromobilität für Städte sinnvoll, nur wo sollen die Städter ihr Batterien laden? Aus ihrer Wohnung im 4 Stock in der Mietskaserne? Per Verlängerungskabel? Für die !Landbevölkerung ist die E Mobilität ein Nonsens, fehlende Reichweite, vor allem im Winter, teure Anschaffung, ect.
    Ihr Vorschlag der „Geballtladung“in Ehren, aber dadurch sinkt der Gesamtwirkungsgrad weiter und die Lebensdauer der Batterien sinkt ebenso.
    Müsste sich die E Mobilität im freien Wettbewerb bewähren, wäre sie nur eine Totgeburt, wie sie es ja bereits vor einem Jahrhundert bereits war, man hat ja nur versucht einen Toten zum Leben zu erwecken.

  16. Paul

    @Gerald:

    Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass sich die Elektrofanatiker weder für den freien Markt, noch für den freien Wettbewerb interessieren. In der Regel sind das Leute, die zu viel Geld, oder keine Ahnung von Physik haben, sondern nur billige Propaganda weiter geben.
    Keiner redet vom Feinstaub, der durch die Reifen und Bremsen entsteht, denn die Elektroautos sind wesentlich schwerer, als vergleichbare Verbrenner. Es entsteht höhere Reibung etc.
    Letztendlich wird es auf einen Verbot von Verbrennern hinauslaufen, wobei man bis heute keine Lösung für den Schwerverkehr (LKW, Schiffe, Landmaschinen etc.) hat. Das kommt davon, wenn man Soziologen Physiker spielen lässt, oder eine NGO-Tante zur Verkehrsministerin macht.

  17. Johannes

    Ein Liter Sprit für 4 Euro wird Armut produzieren aber es wird gute Armut sein denn sie wird vom grün-linken Mainstream als eine Notwendige publiziert werden.

  18. Alois Scheicher

    “Geballtladung“: daß der Wirkungsgrad sinkt, ist klar. Daß er aber auch dann immer noch besser als bei Wasserstoff ist, auch.
    Bei LKWs wird die Elektrifizierung möglich sein, bei Schiffen, Flugzeugen sicher nicht und auch bei Landmaschinen glaube ich nicht daran.
    Das Problem ist, woher der Strom kommen soll – wenn man gleichzeitig gegen Atomkraft ist. China redet neuerdings auch vom CO2-Ausstieg, setzt aber massiv auf Kernenergie. Das eine wird, aus meiner Sicht, ohne das andere nicht gehen.

  19. Alois Scheicher

    Schon jetzt kann an der dritten Generation von Superchargern mit 250kW geladen werden, bei 400V. Die Charger selbst sind aber für 1.000V konzipiert, was von den Fahrzeugen noch nicht unterstützt wird. Da der Kabeldurchmesser von dem Amps bestimmt wird, werden dann die 500kW möglich.
    Bei ionoty sind schon jetzt bis zu 350kW möglich. Deren Kabel sind jedoch wassergekühlt. TESLA will scheint’s ohne Kühlung auskommen.
    Technisch, physikalisch läßt sich das lösen – und ich sag’s immer wieder: ich sehe dzt. nicht, wo in Europa der Strom für die Autos bekommen soll – wenn man einerseits EV haben möchte, andererseits auf Kernkraft verzichten möchte.

    https://techcrunch.com/2019/07/18/teslas-new-v3-supercharger-can-charge-up-to-1500-electric-vehicles-a-day/

  20. Alois Scheicher

    Weil es den ersten Prototypen eines Lithium-Ionen Akkus erst 1985 gab und erst mit den Handys der Durchbruch in dieser Akkutechnologie gekommen ist. Insofern hat sich diese Technik ohne Subventionen am Markt durchgesetzt. Autos sind eine nächste Anwendung dieser erfolgreichen Technologie.
    Ich gebe Ihnen aber recht, daß sich diese Technologie auch bei Autos marktwirtschaftlich durchsetzen sollte – und nicht durch Subventionen. Ich bin entschieden gegen alle Subventionen! Auch gegen die Bevorzugung von Diesel gegenüber Benzin.

  21. Alois Scheicher

    Lithiumförderung (2019):
    Australien: 42.000t
    Chile: 18.000t
    China: 7.500t
    Argentinien:6.400t
    Portugal: 1.200t

    TESLA wird sein Lithium in Zukunft in Nevada und North Carolina selbst fördern – und wird dafür kein Grundwasser mehr benötigen. Es wird per in China erfundenem Verfahren das Lithium osmotisch durch NaCl ersetzt… was in den Salzseen nicht wirklich ein Problem darstellen sollte.
    Und Kobalt ist für Akkus auch nicht mehr nötig: die in Shanghai produzierten TESLA fahren bereits kobaltfrei!
    Bleibt nur noch die Frage, woher in Europa der Strom kommen soll…

  22. sokrates9

    Wenn sich die ganze Elektromobilität sich rechnen würde und für den Konsumenten echten Nutzen stiften würde hätte sich das schon lämgst durchgesetzt.Klar kann und muß der Staat diverse Restriktionen setzennur sollte hier ein akzeptables Ziel erreicht werden. Weil einige Grüne es geschafft haben in Pariser Abkommen technisch nicht rationale Limits zu setzen die dazu dienen das “Weltklima” auf 1,5 Grad plus zu beschränken wird Europa in den Ruin getrieben

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