Ein machtvolles Signal

Von | 15. Februar 2013

“US-Präsident Obama beschwört die neue Strategie des außenpolitischen Rückzugs. Dennoch verspricht er Öffnung – mit der Errichtung eines gemeinsamen Marktes mit Europa. Das ist eine gute Nachricht.” (Clemens Wergin, “Welt“)

6 Gedanken zu „Ein machtvolles Signal

  1. Herr Karl jun.

    Ein “gemeinsamer” Markt, das heisst letztlich keine oder nur minimale Handels-, Normen- oder Zollschranken, mit zwei unterschiedlichen Währungen – US-Dollar und EURO – ist ein ökonomisches Harakiri für jenen Währungsraum, der sich nicht der unbegrenzten Gelddruckerei verschreiben will. In einem solchem “Markt” würde der Währungsraum, der auf Teufel komm heraus abwertet (inflationiert), den anderen Währungsraum in Grund und Boden dumpen und der könnte sich faktisch dagegen nicht wehren, außer er flexibisiert seine Währung ebenfalls.

  2. gms

    Herr Karl jun. :
    Ein “gemeinsamer” Markt [..] mit zwei unterschiedlichen Währungen [..] ist ein ökonomisches Harakiri für jenen Währungsraum, der sich nicht der unbegrenzten Gelddruckerei verschreiben will.

    Das ist völliger Holler. NAFTA, EFTA, EWG und EG (um nur einige zu nennen) beweisen empirisch genau das, was verstandesmäßig trivial einleuchtend ist, nämlich steigenden Wohlstand durch den Wegfall künstlicher Barrieren.
    Daß ausgerechnet Linke sich der Anti-Globalisierung verschrieben haben und Protektionismus zum Standardwerkzeug der Sozialisten aller Couleurs zählt, rundet den Befund ab.

    Was Sie als “in Grund und Boden dumpen” durch Geldentwertung bezeichnen, ist allenfalls für den Praktizierenden “ökonomisches Harakiri”, war und ist doch ein unterpreisiger Verkauf seiner Leistung niemals ein nachhaltiges Geschäftsmodell, – siehe etwas China, das nun beginnt, langsam von seiner künstlich tief gehaltenen Währung Abstand zu nehmen. China hat, auf Kosten seiner Bevölkerung, Marktanteile gewonnen. Der Rest der Welt hat jedoch von diesen billigen Produkten profitiert.

    Auch in Handels- und Währungsfragen gilt: There is no free lunch!

  3. jeanvaljean

    Wir erwarten uns, so den Medien entnommen, dadurch ein Wirtschaftswachstum von 0,5 %. Die daraus resultierende Zahl an neu geschaffenen Arbeitsplätzen dürfte wohl im dreistelligen Bereich liegen.

  4. Herbert von Österreich

    Eine gegenseitige Lizitation zum Geld-Drucken ist unausweichlich. Das letzte Bollwerk für einen “starken Euro”, namens Angela Merkel, wird damit “unschädlich” gemacht. Oder vielleicht ist es auch nur ein Denk-Fehler von mir.

  5. Herr Karl jun.

    Das ist völliger Holler. NAFTA, EFTA, EWG und EG ….

    Gerade diese Zollunionen waren und sind durchregelemtiert und keineswegs “frei”. Jeder Zolldeklarant kann sich noch an die mehrere tausend Seiten Detailvorschriften, mit denen die Wareneinfuhr tarifiert wurde, erinnern. Es kann schon sein, dass geborene Etatisten den von Obama gewünschten einen “freien” Markt sich ohne diese Reglements gar nicht mehr vorstellen können …

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