Ein Massenmörder-Denkmal für Wien?

“Im Wiener Donaupark soll im Oktober 2017 ein Denkmal für den vietnamesischen Diktator und Massenmörder Ho Chi Minh eingeweiht werden. Dafür hat der Gewerkschafter Marcus Strohmeier aus dem Kuratorium der Gesellschaft Österreich-Vietnam erfolgreich im Wiener Rathaus lobbyiert…” (hier)

Update um 18.00: Die Stadt Wien wird das Projekt vorerst auf Eis legen, berichten Medien.

22 comments

  1. Reini

    Würd sogar ein Hitlerdenkmal aufstellen,… ist Geschichte bringt Besucher und dadurch Einnahmen! … Sogar ein Drogendealer, der mit falschen Namen in Europa gelebt hat, hat in Wien ein Denkmal,…

  2. Manninger

    Und wann kommt eines für PolPot?
    Die Linken feiern halt ihre Massenmörder. Nur ein Schwarzes Schaf wird peinlichst gemieden und seine ideologische verwandtschafliche Zugehörigkeit verleugnet, sogar den politischen Gegnern untergeschoben.
    1x dürft ihr raten….

  3. Fragolin

    @Manninger
    Na da haben wir doch gleich einen Namensvorschlag, weil der Heldenplatz ja so vorbelastet ist: Pol-Pot-Platz. 😉

    @Reini
    Beim Schnauzbart würde das mit dem Tourismus sogar klappen. Ob jetzt aber viele Vietnamesen nach Wien pilgern um ihrem Ex-Diktator zu huldigen, wage ich zu bezweifeln.
    Einfach nur eine weitere Peinlichkeit vom linksextremen Rand, der in Wien regiert.

  4. cmh

    Ein Dollfußdenkmal ist längst überfällig und muss dringend her! Die Sozen sind ansonsten nur noch übermütig.

    Den Heldenplatz können sie dann von mir aus in Oliver Rathkolbplatz umbenennen.

  5. Der Realist

    Bin ein absoluter Fan von Ho Chi Minh, daher her mit dem Denkmal, aber sofort, würde mich auch bereit erklären, für die Denkmalpflege zuständig zu sein. Wir haben eh schon an jedem Platz irgendein Denkmal, an jedem Häusl eine Gedenktafel, da wird ein weiteres Standbild wohl kein Problem darstellen, nur höher als der Dom zu St. Stephan darf es halt nicht sein. Und unsere Erinnerungskultur müssen wir weiterhin hoch halten, wäre doch fatal, würde dieser Herr keinen Platz in der Geschichte haben.

  6. Tom

    Ein Massenmörder-Denkmal für Wien? – Massenmörder-Denkmäler kann man nie genug haben ! 😉

  7. Falke

    Das Denkmal könnte dann gleich neben dem des Massenmörders Che Guevara stehen. Weiters wäre eines für Kim Il Sung denkbar, das würde seinen Enkelsohn Kim Jong-un sicher sehr freundlich stimmen. Pol Pot wurde ja schon erwähnt, fehlt vielleicht noch Heinrich Himmler … uuups, pardon, es dürfen ja offenbar nur kommunistische Mörder sein, nur die sind – zumindest für die Gemeinde Wien – offenbar die Guten.

  8. humanist

    links goes berserk! Realität und Satire auseinanderzuhalten wird schwierig. allemal unübersichtlich.
    …als weiland der grossartige Robert Stachel von maschek den realeren als den realen Faymann zu geben begann, war’s voll lustig. langsam schmerzt’s. nur zu!

  9. stiller Mitleser

    off topic, nämlich PARIS:
    weil die letzte Unterstützer-Demo nur 2500 Leutchen (und ein paar Intifadisten) aufbrachte, durften heute um 11.00 (also zur Schulzeit!) die Pariser Gymnasiasten gegen die Polizei demonstrieren
    http://video.lefigaro.fr/figaro/video/affaire-theo-des-lyceens-se-rassemblent-place-de-la-nation-a-paris/5333872358001/
    Und weil heut Opernball ist und Sie doch sicher alle bei der Hollande-Trierweiler-Dreirad-Geschichte mitgelacht haben: Julie hat ihn verlassen. So, und jetzt noch VdB im Frack, cheers!

  10. Wanderer

    Die Wiener haben sich diese Regierung ausgesucht.Sie haben sich an Stalin und Che nicht gestoßen und werden auch Ho Chi Minh akzeptieren. Es handelt sich ja schließlich aus sozialistischer Sicht um die großen Befreier vom kapitalistischen Joch. Aber z. B. die Terzaghigasse – benannt nach einem Mann, dessen wissenschaftliche Bedeutung jene sämtlicher Historikerkommissionen um ein Vielfaches überragt – ist den linken Umbenennern ein Dorn im Auge.

  11. CE___

    Bedurfte es für mich noch irgendeinen weiteren Beweises dass ich als Wiener von kommunistischen Falotten und Gesindel regiert werde?

    Eigentlich nicht.

    So ein Denkmal schreit einfach nach einer Perestroika mittels Zertrümmerung durch den Vorschlaghammer in einer Nacht- und Nebelaktion.

  12. stiller Mitleser

    @ Oliver H.
    Ich kopiere und beantworte Ihre Anmerkungen zu meiner kleinen Bemerkung zu Bassam Tibis Artikel hier(her), weil Sie vermutlich nicht mehr unter dem gestrigen posting nachsehen werden.

    http://bazonline.ch/ausland/europa/die-feinde-europas/story/20019634

    22. Februar 2017 – 19:40

    Oliver H.

    @stiller Mitleser

    „Schöner Text, der auch zeigt, wie wichtig die erste Frankfurter Schule und ihr Freundeskreis (Adorno, Gershom Scholem, Walter Benjamin, Hannah Arendt) immer noch sein können.“

    Das Verhältnis von Arendt zur Frankfurter Schule war so herzlich, wie jenes von Ludwig v. Mises zur Mont Pèlerin Society — hier ein markiges ‚Schweinebande‘ von 1941, dort ein Tacheles geredetes ‚Haufen Sozialisten‘ in den 50ern. Mit einem: „Was sich liebt, das neckt sich“, ist solche Art der Freundschaft nicht erklärbar, eher mit der üblichen Geschichtsklitterung der Linken, im Nachhinein verstorbene Persönlichkeiten als Fürsprecher der eigenen Bewegung zu verkaufen. Linke, die beim Lügen noch bemerkbar rot werden, bezeichnen die Mitwirkung Arends im Freundeskreis der Frankfurter Schulde zumindest als ‚umstritten‘.

    Tibis Text ist tatsächlich großartig, und dennoch läßt er einen etwas ratlos zurück. Hat der große Philosoph immer noch nicht verstanden, wonach sich mit Hegel im Gepäck alles herbeireden läßt, inklusive dessen Gegenteil? Derart angekränkelt kann man sich schon mal in Nostalgie üben, damals ‚mit europäischem Geist Marx gelesen‘ zu haben. Christliche Kreuzzüge als historische Last? — Hegel, schau runter und frohlocke!
    Wenn heute die sozialistische Antifa mit explizitem Bezug auf Arendt meint, der Mob würde sich erneut mit der Elite verbinden, dann meint die SAntifa damit doch tatsächlich den sprichwörtlich kleinen Mann von der Straße als Donald Trumps Anhänger. Das nennt man Dialektik, denn irgendwas stimmt irgendwie vielleicht immer, und wenn nicht, ist das der Beweis für die Richtigkeit der Behauptung.

    Absurdes Namedropping, kafkaeske Fake-Relationen quer durchs Gemüsebeet: Wenn Tibi etwa lobend einen Giovanni di Lorenzo erwähnt, der festhielt, ein linksgrünes Narrativ bestimme die öffentliche Meinung in Europa, dann fehlt der alles entscheidende Beipacktext, daß der Lichterkettenorganisator di Lorenzo, als Autor und als Chefredakteur der „Zeit“ sowie Mitherausgeber weiterer linksgrün versiffter Blätter, eine treibende Kraft dieses Narrativs ist. Normaldenker würden nun stutzig werden, Hegelianer nicht.

    Es hat den Anschein, als hätte Tibi nicht überwunden, daß der Verrat an der deutschen Gesellschaft zwar von den Linksgrünen ausgeht, aber ohne das entscheidende Wirken der Pseudobügerlichen mit Schwarz als Parteifarbe und Selbstverortung in der politischen Mitte niemals Bodenhaftung erlangt hätte. Tibi kam als Linker nach Deutschland, wurde bekehrt und oszilliert heute bedauerlich in kognitiver Dissonanz, zumal er in ein zwischenzeitlich nicht minder linksgrünes Lager rund um Merkels dialektische Herolde konvertierte. Bassam Tibi ist ein kluger Mann, er wird den nächsten Schritt auch noch schaffen, aufdaß wir in zehn, fünf oder fünfzehn Jahren von ihm einen Text lesen werden, der rückblickend keine Reiter der Rösse ausläßt, wie es bei seinem aktuellen Streifschuß der Fall war.

    Bassam Tibi war bis Anfang der 90er state of the art an allen Unis, Diplomatischen Akademien und Symposien und lag mit seinen Anforderungen an den Islam sich zu säkularisieren richtig; damals gab es noch zu Recht Hoffnung auf die Entstehung eines Euro-Islam. Ab Ende der 90er wurden diese Anforderungen
    von der Politik sistiert, die Gründe dafür kennen wir nun mittlerweile, und Bassam Tibi wurde nicht mehr eingeladen und nicht mehr verlegt. Auch jetzt kann man ihn nur in der Basler Zeitung lesen.

    Wie Bassam Tibi hab ich mich des name dropping schuldig gemacht und wollte, wie er wohl auch, damit ein, locker und natürlich nicht konfliktfrei, für zumindest Phasen der jeweiligen Biographien verbundenes Milieu und dadurch entstandenes intellektuelles Klima nennen.

    Ich denke daß Bassam Tibi nicht als Hegelianer einzuordnen und daß seine Erwähnung di Lorenzos (der ihn ja auch nicht mehr veröffentlichte) nicht lobend, sondern einfach matter of factly ist.

  13. stiller Mitleser

    @ Oliver H.
    ich hab leider vergessen Ihren Text mit Anführungszeichen zu versehen, die letzten drei Absätze des Texts sind meine kleine Replik

  14. Rennziege

    Ich tät’ ja ein reuiges Denkmal zu Ehren des osmanischen Großwesirs Kara Mustafa Pascha empfehlen, dem anno 1638 die Wiener Gastfreundschaft so schnöde vorenthalten wurde.
    Inschrift: “Tuat uns sooo laad, Euer muslimische Gnaden, dass ma Eahna seinerzeit so vüü Unrecht tan ham. Aba scho’ lang g’heat de Stadt eh Eahna und den einzig Rechtgläubigen. Servas beim Heurigen, kompläd mit Bauchtanz!”
    Wär’ zumindest historisch-touristisch attraktiver als der vietnamesische Massenmörder — sofern nicht André Heller als Bildhauer bestellt wird. (Aber der kann ja alles, also …)

  15. Michael Haberler

    @Wanderer re Terzaghi – lese da grade nach und bin sprachlos

    Schulbeispiel einer character assassination: https://www.wien.gv.at/kultur/abteilung/pdf/strassennamenbericht.pdf Seite 278 durch diese Perle der Wissenschaft: http://geschichte.lbg.ac.at/team/birgit-nemec vom Ludwig-Boltzmann-Insitut, versteht sich

    wahrscheinlich ist Terzaghi’s Star-Doktorand und Pionier der Erdbaumechanik in Südamerika auch Kellernazi und der Familienname nur Tarnung: https://en.wikipedia.org/wiki/Cinna_Lomnitz

    selbverständlich verlangt die Dame gleich nach mehr Kohle für ihr Geschreibsel: “Für eine kritische Beurteilung Terzaghis … noch weitere Forschungsarbeiten notwendig”

    ich empfehle jedem, der den Zustand akademischer Geistes- und Sozialwissenschaften kritisch verfolgt, die Subskription von https://twitter.com/RealPeerReview (Geschichte hier: http://dailycaller.com/2016/06/11/social-justice-warriors-declare-battle-on-colleague-for-exposing-their-research/)

    sowas wär bei uns auch dringend nötig – bei der Menge von totem Holz

  16. Wanderer

    @Rennziege
    Denkmäler für die Eroberungsversuche von 1529 und 1683 kann ich mir mittlerweile gut vorstellen….mit den zwei Herren zu Pferde am Heldenplatz kann die Wiener Jugend nicht mehr viel anfangen, doch der prächtige Süleyman und Kara Mustafa sind einem wachsenden Anteil sicher bekannt.

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