“….Ein Messermord und viel Heuchelei”

“… Und jene Zeitgenossen, die es ganz böse finden, wenn jemand die Balkan- oder Mittelmeerroute schließen will, fragen nun ebenso blauäugig wie empört, warum der Messerstecher von Dornbirn von den Behörden nicht an der Einreise gehindert wurde.Es wäre interessant zu erfahren, was die Oberwähnten gesagt hätten, hätten die Behörden den türkischen Asylbewerber, der nun in Vorarlberg einen Beamten erstach, tatsächlich an der Grenze abgewiesen. Oder gar in die Türkei abgeschoben. Besagter Asylbewerber gehört, wie er sagt, der in Erdoğans Sultanat unterdrückten kurdischen Volksgruppe an. Ein Shitstorm auf Twitter und Protestaufmärsche vor der Vorarlberger Polizeidirektion wären die Minimalsanktion der Empörten gewesen, hätten die Behörden den Mann in seine Heimat retourniert. Man dürfe den armen Verfolgten nicht seinen Henkern ausliefern, hätten jene gerufen, die jetzt den Behörden die Nichtabschiebung des Übeltäters vorwerfen. Wobei die Empörung der Empörten mitunter ins Groteske ausschlägt. “Wie konnte ein ausländischer Staatsbürger ungehindert einreisen?”, fragt beispielsweise Peter Pilz den Innenminister. Schon etwas von Schleppern gehört, Herr Pilz? Oder von offenen Schengen-Grenzen? mehr hier

9 comments

  1. sokrates9

    Wo ist eigentlich unser Bundespräsident der sonst überall ungefragt seinen Senf dazugibt??Wo ist Karas, wo die diversen Völkerrechtsexperten? Die vor 14 Tage Krickl massiv beschimpft haben, werfen Krickl nun Untätigkeit vor! Diese Heuchelei ist wirklich grenzenlos!
    Wobei wenn ,man es genau nimmt meiner Meinung nach die türkischen Kurden – sind aber halt ein paar Millionen – tatsächlich am ehesten noch Recht auf Asyl hätten! Im Gegensatz von all den Afrikanern, Syrier, Tschetschenen, Afghanen und was sich sonst noch als reine “Wirtschaftsflüchtlinge” herumtreibt werden die in der Türkei wirklich persönlich verfolgt!

  2. Gscheithaufen

    Am ersten Kommentar des Kommentars sieht man, wie richtig der Kommentator liegt…

  3. Falke

    Bemerkenswert, dass sich die ansonsten sehr um kriminelle Asylanten besorgte Mikl-Leitner plötzlich ganz auf die Seite von Kickl stellt und ihn – zumindest verbal – in seinen Aktionen voll unterstützt.
    Bemerkenswert auch, dass sich die EU-Kandidatin der Neos, Claudia Gamon, so fürchterlich über das “Versagen” der Beamten im Vorarlberger Messerstecher-Fall aufregt, wo doch die Neos zu denjenigen gehören, die ansonsten ganz besonders die Beachtung der “Menschenrechte” der illegalen Migranten einfordern.

  4. Gerald Steinbach

    Man sollte Bregenz nicht so hoch spielen bzw instrumentalisieren, die wirklichen Probleme waren ja in Drasenhofen, wo der Fußboden abgewohnt war und die Toilette verstopft war, da war auch die Empörung verständlicherweise riesengroß unter den menschlichsten aller Menschen

  5. sokrates9

    Gerald Steinbach@ Es ist ja wirklich eine Zumutung von jungen männlichen afghanischen Flüchtlingen zu verlangen, dass sie sich die Toiletten selber putzen! -_)

  6. nattl

    @sokrates9

    Wieso soll man diesen komischen Stuhl mit Trinkwasserversorgung putzen?
    Und daheim geputzt hat sowieso immer dieser mobile Jutesack…

  7. Rizzo C.

    Peter Pilz fragt den Innenminister, wie sowas passieren konnte.
    Seit Jahrzehnten bemüht sich der Mann vergeblich um eine offizielle Anerkennung als “unerträglichster Heuchler Mitteleuropas”. Hat er schon einen Untersuchungsausschuss gefordert?

  8. Johannes

    Ihr am 23 Jänner getwitterte Leitartikel lautete “Herr Kickl und der Rechtsstaat“ irgenwie liest sich dieser Artikel ganz anders als der den Sie jetzt schreiben.

    Vielleicht sollte man nicht nur bei einem Versprecher von Frau Kramp-Karrenbauer milde lächeln, sondern auch bei einer nicht so glücklichen Aussage, die aber im Grunde auch einen wahren Kern hatte nicht den strengen Richter spielen. Denn wie sie sehen kann die Realität schneller zuschlagen als man denkt und dann ist man ehe man es sich versieht bei den Heuchlern.

  9. fxs

    “Der Bundespräsident ein verschlagener verlogener Banause.” Thomas Bernhard 1988 in “Heldeplatz”

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