Ein Plädoyer für die Sünde

Von | 3. November 2015

“Die Wurst ist zur Gefahr erklärt worden. Dabei geht es beim Verzehr von Fleisch nicht um statistische Risiken, sondern um Lust und Vergänglichkeit. Ein Plädoyer für die Sünde, hier

21 Gedanken zu „Ein Plädoyer für die Sünde

  1. Fragolin

    Der erste Schritt zur Abschaffung von Schweineprodukten? 😉

  2. Ehrenmitglied der ÖBB

    Was tun so Organisationen wie die WHO nicht alles um ihre (teure) Existenz zu rechtfertigen?
    Derzeit haben sie keine Pandemie zu verkünden, also wird halt eine andere “Katastrophe” er- oder gefunden!
    Bin gespannt was als nächstes kommt? Und ich frage mich, wie wir all die Jahrzehnte überdauert haben ohne diese “Warnrufe”? 🙂

  3. Reini

    neuste Studie aus den USA,… Experten haben herausgefunden, “Falsche Sexpraktiken können sehr teuer kommen, … im Schnitt 18 Jahre lang” ;-), …

  4. de Voltaire

    Der verlinkte Artikel in der Welt ist interessant. Einen starken Magen braucht man allerdings, wenn man sich die Kommentare dazu durchliest …

  5. wbeier

    Manchmal erschreck ich richtig vor selbst erfüllenden Prophezeiungen. Am Höhepunkt der Raucherverfolgung wurde schon (ironisch) gewarnt: Wenn die Raucher fertig haben sind die Leberkäse-esser dran.
    Wahrscheinlich gehts wieder in Richtung Abzocke. Der Gesundheitsschilling der ehem. BM Leodolter fürs Tschickpackerl ist älteren Semestern vielleicht noch erinnerlich. Schließlich sind die Krebstherapien teuer und warum sollte der straighte Veganer dafür solidarisch mitlöhnen?

  6. Christian Peter

    @wbeier

    ‘Wenn die Raucher fertig sind’

    bitte nicht Äpfel mit Birnen vergleichen. Jeder hat das Recht, sich durch schlechten Lebenswandel selbst zu schaden, aber niemand hat das Recht, anderen Schaden zuzufügen, wie etwa Raucher.

  7. wbeier

    >Jeder hat das Recht, sich durch schlechten Lebenswandel selbst zu schaden, aber niemand hat das Recht, anderen Schaden zuzufügen, wie etwa Raucher<
    Joh eh – wollte nur auf die Tendenz hinweisen, dass alle Arten echter oder vermeintlicher Selbstbschädigung den Leviathan lüstern nach dem Börsel des Selbstbeschädigers macht……….
    Fiktion: "Wie Studien der WHO ergaben, sind verarbeitete Fleischsorten – und hier besonders Schweinefleisch – dazu befähigt, schwere mutative Krankheitsbilder beim Konsumenten zu erzeugen. Das Bundesministerium hat die erheblichen Behandlungskosten errechnet und angeregt, den erhöhten Mehrwertsteuersatz von 23% für diese Produkte an zu wenden. Hiermit sollen zumindest Teile der sich im Gesundheitswesen ergebenden vermeidbaren Mehrkosten abgefedert werden." ——— Ironie Off———-

  8. Christian Peter

    @wbeier

    warum nicht einen marktgerechten Preis für eine Versicherung bezahlen ? Auf dem freien Markt werden bei jeder privaten Versicherung die persönlichen Lebensverhältnisse bei der Berechnung der Versicherungsprämie berücksichtigt. Die Prämie richtet sich nach den Risiko des Versicherers – das ist doch völlig logisch.

  9. Fragolin

    Strafsteuer auf Schweinefleich wäre doch die ideale Form der reinen Dhimmi-Steuer… 🙂

  10. wbeier

    >warum nicht einen marktgerechten Preis für eine Versicherung bezahlen ? Auf dem freien Markt werden bei jeder privaten Versicherung die persönlichen Lebensverhältnisse bei der Berechnung der Versicherungsprämie berücksichtigt. Die Prämie richtet sich nach den Risiko des Versicherers – das ist doch völlig logisch.<
    Also eh jeder von der Hausfrau (Haushaltsunfälle) bis zum Skifahrer (zigtausende Beinbrüche jährlich). Ist ja nur logisch.
    Einzige Ausnahmen: Bewohner von Gummizellen und Mönche von Schweigeorden – immerhin kann man sich beim Reden ja in die Zunge beissen = risikobehaftete Lebensführung = erhöhtes Risiko des Versicherers.
    Arbeiten sie in der Branche?

  11. Erich

    Dazu hat sich kürzlich auch Michael Klonovsky in seinen Acta diurna Gedanken gemacht:
    >Wenn die WHO erklärt, der Verzehr von zu viel Fleisch erhöhe das Risiko, an Krebs zu erkranken, sagt
    1. der Italiener: “Was ist das schon wieder für eine Gaunerei? Ich esse, was ich seit jeher esse, basta!”
    2. der Franzose: “Man sollte vielleicht doch nur französisches Fleisch essen. Außerdem war ich lange nicht mehr am Käsestand, dabei habe ich noch einige Weine im Keller, die besser zum Käse passen.”
    3. der Türke: “Das habt ihr nun von eurem Schweinefleisch! Meint ihr, der Prophet hat das nicht gewusst?”
    4. der Russe: “Zu viel? Was soll dieser Unsinn? Wenn es zuviel wäre, wäre ich doch schon gestorben, und wäre ich tot, wäre es auch egal!”
    5. der Deutsche: “Ich wollte ja schon lange Vegetarier werden, jetzt ist es höchste Zeit. Überhaupt sollte man Fleisch verbieten!”
    (In Rede steht selbstredend der gute Deutsche.)<

  12. Rennziege

    3. November 2015 – 13:20 Erich
    … und was sagt die Österreicherin, für einige Wochen an den Berliner Ableger ihres kanadischen Arbeitgebers ausgeliehen?
    “Ich bin gerettet! In Kreuzberg gibt’s einen emigrierten Wiener Würstelstand, von einem lustigen Türken betrieben, der nicht nur die klassische ,Eitrige’ brutzelt, sondern auch das guade oide ,Burenhäutl”‘ siedet.”
    Früher war er in Hütteldorf, aber in Berlin-Friedrichshain macht er das dreifache G’schäft, sagt er. Denn eine Alternative zur allgegenwärtigen Currywurst (die nach ungewaschenen Socken schmeckt, welche man gnadenhalber mit einem picksüßen Gatsch übergießt, der garantiert kein Gramm Curry enthält) war den Berlinern bislang so gut wie unbekannt. Selbst aus den westlichen Vierteln der Stadt reist seine wachsende Kundenschar an.
    Musikalisch serviert er, dessen Stammgast (pardon: Stammgästin, für eventuell überlebende PC-Freaks) ich seit einigen Tagen bin, Musik von Strauß, Vater und Sohn, Lanner, Léhar, Mozart und Mnozil Brass, letztere besonders gern; was auch mir behagt.
    It’s like coming home, friends and neighbours.

  13. astuga

    @Christian Peter
    Mit solchen Argumenten wäre ich vorsichtig.
    Wird doch von manchen der Konsum von Fleisch generell als Umwelt- und Klimaschädlich betrachtet.
    Da ist es dann nicht mehr weit zur moralischen Ächtung als gesellschaftlicher Schädling.

    Ich esse jedenfalls gerne Fleisch und Wurst (anderes natürlich auch), und bekanntlich reduzieren Würzmittel und Beilagen wie Senf, Ketchup, Kräuter, Sauerkaut oder Gemüse (selbst ein Glas Orangensaft) so gut wie alle angeblich tödlichen Risiken.
    Jedenfalls besser als an EHEC kontaminierten Sprossen zu krepieren (wie in Deutschland), oder vegane Glutenschnitzel zu essen, wo doch heute jeder 2. an zu viel Gluten (Eiweiß aus Weizen) stirbt.
    http://i63.tinypic.com/2is2t3.png

  14. astuga

    Übrigens die selbe UN-Behörde betreibt ja gerne Alarmismus wenn es um Impfungen und Seuchengefahr geht (auch weil Vertreter der Pharmaindustrie mehrere Sitze haben).
    Die FAO, eine andere UN-Organisation, propagiert wiederum Insekten als Nahrung für das 21. Jahrhundert.

  15. Christian Peter

    @wbeier

    ‘arbeiten Sie in der Branche?’

    Nein. Aber dort zu besteuern, wo Bürger Leistungen des Staates beanspruchen ist völlig normal und entspricht marktwirtschaftlichen Prinzipien – völlig unverständlich, warum sich gerade liberal/konservativ gesinnte Bürger darüber aufregen.

  16. Thomas Holzer

    @wbeier
    So wird es auch kommen; als zusätzliches Totschlagargument wird der “Klimawandel” angeführt werden.
    “Unsere” Politikerdarsteller sind sich für nichts zu blöd, um den Untertan weiter an die Kandare zu nehmen

  17. wbeier

    @Christian Peter
    >Aber dort zu besteuern, wo Bürger Leistungen des Staates beanspruchen ist völlig normal und entspricht
    marktwirtschaftlichen Prinzipien – völlig unverständlich, warum sich gerade liberal/konservativ gesinnte Bürger darüber aufregen<

    Ich denke schon, dass das üppige Schutzgeld das ich an Gevatter Staat und für die Systeme zwangsweise abdrücke für ernstzunehmende und aufschlagsfreie Gegenleistungen ausreichen sollte.

  18. Christian Peter

    @wbeier

    wie bereits erörtert werden bei jeder privaten Versicherung die Lebensumstände bei der Berechnung der Prämie berücksichtigt. Hohes Risiko – hohe Prämie lautet das marktwirtschaftliche Prinzip. Nennen Sie mir einen vernünftigen Grund, warum marktwirtschaftliche Prinzipien nicht auch im staatlichen Bereich gelten sollten ? Das staatliche Gesundheitswesen ist ein sozialistisches Umverteilungssystem – von den Gesunden zu den Kranken. Seit wann sind Liberale/Konservative für Umverteilung ?

  19. Christian Peter

    Gäbe es kein staatliches Gesundheitssystem, müsste man sich privat versichern und jeder Raucher/Trinker/Fettleibige müsste weit höhere Krankenversicherungsprämien bezahlen. Im staatlichen Gesundheitssystems zahlt jeder dieselbe Prämie und der Staat hebt Steuern ein, wo Kosten entstehen (Tabak, Alkohol, ect.). Wo liegt das Problem ?

  20. Rennziege

    3. November 2015 – 19:16 Christian Peter
    Bei allem Verständnis für Ihr ständiges Lamento: Auch griesgrämige Grantler und Verteufler einfacher Lebensfreude (zu der, maßvoll genossen, auch Alkohol und Nikotin gehören) haben ein erhöhtes Krankheitsrisiko. Monothematisch humorlose Verbissenheit hindert nämlich am Lachen — dem verlässlichsten Rezept für ein gesundes und langes Leben — außerdem, und das wird Sie besonders erfreuen, völlig pharmazie- und chemiefrei.

  21. Christian Peter

    @Rennziege

    soll jeder machen, was er will. Dass Personen mit schlechtem Lebensgewohnheiten jedoch höhere Steuern/Krankenkassenprämien in Kauf nehmen müssen, ist ein marktwirtschaftlicher Mechanismus und völlig logisch.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.