Ein prominenter Ex-Notenbank-Chef packt aus

Paul Volcker, der Zigarren rauchende FED-Chairman a.D. erhebt sich nicht nur buchstäblich, er ist über 2 Meter groß, sondern auch bildlich über seine Nachfolger. Volcker war der letzte Chairman, der dem amerikanischen Sparer noch einen ordentlichen Zins zugestehen wollte. Der letzte Chairman, der noch eine sinngemäße Unabhängigkeit von der Politik demonstrierte, als er sich sowohl mit Präsident Carter, als auch mit Reagan anlegte. Der letzte Chairman, der die Inflation wirklich hasste und der das technokratische Management von Geldpolitik verabscheute. Er ist das letzte Mitglied der alten Garde von Zentralbankern, die Geldpolitik noch als Regulativ und nicht als Stimulus-Maschinerie betrachteten. Obwohl er in der Goldfrage danebenlag, als er unter Präsident Nixon als Staatssekretär im Finanzministerium für die Aussetzung der Goldkonvertibilität plädierte, war er ein Banker mit gutem Bauchgefühl, der sowohl komplexe Märkte, als auch die Sorgen der Bevölkerung verstand. Er war nie ein Policy-Freak aus dem Elfenbeinturm.

Mit seinen 91 Jahren ist er immer noch aktiv und robust. Er hat eine neue Biographie über seine lange Amtszeit in der Zentralbank verfasst weiter hier

3 comments

  1. sokrates9

    Verstehen die Zentralbanker ökonomische Theorien noch oder sind nur mehr reine Politiker ohne entsprechenden Basiswissen an der Macht??

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