14 comments

  1. Gerald

    Ihr Vergleich mit der Wirtschaftsleistung von 2000 hinkt, damals gab es ca. 1 Million weniger Einwohner in Österreich.
    Wer soll die erhalten? Jene mit Vollzeitjob, oder die Selbstständigen die ohnehin schon den Großteil an den Staat abdrücken?
    Umsonst hat man nicht die Mobilmachung von Teilen der Miliz für Mai angeordnet. Man rechnet offensichtlich mit Schwierigkeiten, sei es wegen der weiter andauernden Einschränkungen ohne triftigen Grund, oder wegen offener Resistenz gewisser Bevölkerungskreise.
    Meine Einschätzung als Optimist geht nicht in Richtung Jahr 2000, sondern eher Richtung 80er Jahre betreffend der Wirtschaftsleistung. Eine pessimistische Einschätzung möchte ich gar nicht kundtun.

  2. sokrates9

    Wirklich ein Quantum Trost! Wird entscheidend sein wie sehr sich grüne Ideologie und die kommunistisch orientierten NGOs durchsetzen können. Leider sind liberale Ideen in Mitteleuropa kaum mehr zu finden.
    Kleine Beispiel: wie würde ein Liberaler / Wirtschafts- oder Sportminister jetzt agieren?
    Würde es Neiddiskussionen mit Handelskonzernen geben was ein Amtskappl unter Lebensnotwendigen Bedarf verkündet – oder würde man untersuchen wie groß das Ansteckrisiko bei wirtschaftlichen Transaktionen ist und ob das Risiko auf Baumärkten höher wie im Supermarkt ist.
    Ein echter anständiger Sportminister würde untersuchen lassen ob das Ansteckrisiko von einem Kajakfahrer oder einen Freistilringer höher ist und durch welche Maßnahmen hier Gefahren minimiert werden können..

  3. Gerald

    @sokrates9
    Ein „anständiger Sportminister“ in der Funktion des Vizekanzlers hätte in kompletter Absenz seines Kanzlers dem geschäftstätigen Gesundheitsminister einen Tritt in den Allerwertesten verpasst und ihn im Januar nach China geschickt um die dortigen Vorgänge um Corona zu ergründen.
    Da dies nicht erfolgte, gehe ich davon aus, dass Corona willkommener Auslöser für folgende Einschränkungen war. Offensichtlich waren auch andere Parteien ähnlicher Ansicht oder zu sehr mit sich selbst beschäftigt um parlamentarisch den geforderten Tritt zu versetzen.

    Wir brauchen eine Republik ohne Parteien! Sonst haben wir bald eine Partei mit einer Scheinrepublik.

  4. Otto Mosk

    gutes Kommentar Herr Ortner!
    und auch wohltuend und richtig in dieser komplett übertriebenen Panik Rhetorik der Medien.
    wir haben seit den 1930er Jahren hunderttausende Innovationen in unser Leben geholt, welche ja nicht von einen Tag auf den anderen verschwinden: Waschmaschinen, Telefonie, Computer, Roboter, medizinischer Fortschritt, Fliessbandproduktion, Luftfahrt&Transdportwesen, Automobile, Möbel für jeden, Massenproduktion von Lebensmitteln, bessere Düngemethoden, Energiegewinnung durch Atomkraft, Wasserkraft, Solar, etc…

    diese Dinge werden uns bleiben, also ist Optimismus angesagt. Ich habe Freitags nochmals Aktie nachgekauft. Allerdings nur in den USA. Diese werden sich rascher als europäische Wirtschaften erholen und wieder Fahrt aufnehmen.

  5. Gerald

    @Otto Mosk
    Welche der von Ihnen genannten Innovationen werden heute noch als Konsumgüter in Österreich produziert? Waschmaschinen, Telefonie, Computer, Roboter, ich würde sagen Fehlanzeige. Dass uns die bereits vorhandenen Geräte bleiben ist wohl ein schwacher Trost. Statt Nuclear Power setzen wir auf Flatterstrom aus Wind und Sonne. Ich sitze gerade wegen Hochspannungsproblemen ohne Strom im Haus.

  6. Otto Mosk

    @Gerald

    ja, vieles wird hier nicht mehr produziert, weil wir es billiger in Asien bekommen. Aber die Dinge sind nun mal auf dieser Welt und falls sie Asien nicht mehr für uns produziert, werden in Kürze hier wieder die Produktionsmaschinerie angeworfen, weil man bereits bei den Schutzmasken und Beatmungsgeräten sieht. Es wird halt eine Zeit dauern, aber die Innovationen sind nicht aus der Welt. also ganz cool bleiben;- )

  7. Manfred Moschner

    Bei allem Respekt und aller Wertschätzung für Herrn Ortner! Auch wenn es verdienstvolll ist, in Zeiten wie diesen uns Mut zu zu sprechen.
    Eines hat er übersehen: er denkt in nominellen Größen. Bei Vergleich in realen Größen sieht die Welt leider etwas anders aus. Schon vor der Corona-Krise entsprach die reale Kaufkraft eines Durchschnittseinkommens des Jahres 2019 dem des Jahres 1985. Jeder kann sich selbst ausrechnen, in welchem Jahrzehnt wir landen werden, wenn sich das nochmals um 30% reduziert.
    Der technologische Fortschrit hat uns dennoch ermöglicht, den Schein von Wohlstand zu wahren.
    Nicht auszudenken, was heute – in Zeiten allgemeiner Ausgangsbeschränkungen – los wäre, wenn nicht Internet und Online-Shops ein großartiges politisches Sedativum abgäben.

  8. CE___

    Wäre ich ein Beamter, in der Politik weich landender Studienabbrecher, beamteter Volksschullehrer, grüner Polit-Apparatschik, irgend-was-in-staatlich-subventionierten-Medien-Machender, oder sonst eine der staatlich beschäftigten Drohnen in Gesundheit, Polizei, Militär….

    …dessen Gehalt aus den Steuergeldern kommt die den wertschöpfenden Bürgern abgeknöpft werden oder notfalls überhaupt “krisenresistent” direkt aus der EZB und wo man frei nach Ludwig von Mises zuerst in der langen Schlange der Empfänger steht…

    …ja, who cares 30% weniger Einkommen für die wertschöpfenden Bürger? That’s just life. Shit happens.

    Ich sehe eher das Problem bei weiterem Lockdown:

    Wir werden eine kaputte Volkswirtschaft haben.

    Wir werden eine nunmehr komplett zerrüttete Währung haben.

    Und wir werden weiterhin den Wuhan-Virus haben.

    Denn der von der Politik vorgegebene und von den Bürgern Europas und Nordamerikas (noch) geglaubte Narrativ des “Kriegssieges über den Virus” wird sich nicht einstellen.

    Der Virus lässt sich nicht wie der böse Geist aus der Flasche in ebendiese wieder sperren.

    Er wird uns “begleiten”, bis zumindest ein Impfstoff gefunden wird.

    Und wie lange DAS dauert kann keiner absehen. Sofern es überhaupt einen geben wird.

  9. Mourawetz

    Klingt wirklich nicht so schlimm. Der Wohlstandsverlust trifft aber nicht alle mit gleicher Wucht, manche mehr – Gastronomie, Gärtnereien , da werden viele nicht mehr aufsperren – manche gewinnen sogar wie die Lebensmittelmärkte, die den dreifachen Umsatz machen, wie ich aus gut informiertem Kreis vernehme.

  10. Johannes

    @CE__: Aus Ihnen werde ich nicht schlau. Wollen Sie jetzt Straßenarbeiter, Bedienstete der Müllabfuhr, alle Bedienstete in Magistraten und Bezirkshauptmannschaften, Polizei, Ärzte, med. Personal, Lehrer, Militär, Politiker…kurz wollen sie alle öffentlich Bediensteten einfach weg haben ? Übrigens was ist eine beschäftigte Drohne ? Nur aus Neugier.

    Ich arbeite in zwei verschiedenen Berufen kenne und lebe mit beiden Seiten der Medaille, niemand freut sich wenn jemand anderer 30% weniger verdient.

    Die Gesellschaft möchte in dieser schwierigen Situation, die nicht in Österreich verursacht wurde, niemanden zurücklassen.

    Eines möchte ich Ihnen schon noch auf dem Weg mitgeben, anhand eines Beispiels: Wenn jemand einen schweren Unfall hat und Polizei, Rettung, Ärzte und Rehabilitation dafür sorgen das dieser Mensch wieder nach kurzer oder, je nach schwerere, langer Zeit, gesund und arbeitsfähig ist so sollten Sie diese Arbeit nicht als “dem wertschöpfenden Bürger abgeknöpfte Leistungen“ betrachten.

    Aber wenn es Ihnen in dieser schweren Zeit hilft sich emotional abzuarbeiten, so will ich gar nicht versuchen Sie daran zu hindern.

  11. Manfred Moschner

    @Mourawetz
    Absolut richtig – in jeder Situation gibt es Gewinner und Verlierer.
    Am Ende des Tages geht es in jeder Gesellschaft immer um Umverteilung:
    – in einer freien Marktwirtschaft findet diese über die “bürgerlichen Tugenden” statt / Fleiß, Kreativität, Einsatz
    – in einer totalitären Gesellschaft findet Umverteilung über den Staat statt. Je nach Grad des Totalitären begünstigen die Machthaber besonders Priviligierte, in der Regel zuallerst auch für ihren eigenen Vorteil.
    Natürlich schreien diejenigen am lautesten nach Vergünstigungen, die selbst am wenigsten über “bürgerliche Tugenden” verfügen.
    Aber die Neigung zwischen frei und totalitär ist steil und schlüpfrig – und selbst viele, die ohne staatlichen Raub am nächsten überleben könnten, werden durch die Aussicht verführt, sich mit staatlicher Hilfe bereichern zu können.
    Dafür ist jedes Argument recht: wenn die üblichen Totschlagargumente von “sozial” und “gerecht” nicht mehr funktionieren, muss es halt eine Gesundheitskatastrophe sein.
    Wo wir zur Zeit auf dieser (geneigten) Linie zwischen frei und totalitär stehen, mag jeder für sich selbst beurteilen.

  12. CE___

    @ Johannes

    Ich muss mich nirgends “emotional” abarbeiten. Sie sich? Nur lässt sich mich die schon derzeitige Aussicht eine kaputte Wirtschaft, 500-600TS Arbeitslose, zerrüttete Währung, und darauf folgend garantiert kommende weitere massivste Steuererhöhungen auf eine schon obszöne Steuerbelastung obendrauf, und dass alles als Preis nur um etwas eh’ unvermeidbares, nämlich eine Durchseuchung der Bevölkerung, nur ein wenig zu verlangsamen, halt auch nicht ganz kalt.

    Zu Absatz 1: Ich weiss nicht was Sie mit “einfach weg haben” genau meinen, dass müssen Sie dann doch bitte für alle näher ausführen. Dass allerdings ein zu großer Wasserkopf an öffentlichen Bediensteten, Beamten, und Politiker in Ö besteht steht für mich als Anhänger eines schlanken und steuerzahlerschonenden Nachtwächterstaates fest, mit Virus oder ohne Virus. Wenn Sie NICHT dieser Meinung sind, pardon, sind SIE dann im richtigen Forum? A propos, es steht in keinem Stein gemeisselt dass Strassenräumer, Bedienstete der Müllabfuhr, Lehrer, unbedingt öffentliche (Gemeinde/Staats)Bedienstete sein müssen. Ich wäre dafür in Ö dass alles gleich zu privatisieren. Ich kenne da genug Länder wo das auch privat gut funktioniert.

    Absatz mit dem Unfall: Oh Gott, wieder dass vermeintliche Killer-Argument “Wenn Sie einen Unfall haben….” mit dem in Ö so gut wie jeder sich in einer argumentativen Ecke befindliche versucht sich herauszuarbeiten. Was ein Unfall mit einem wirtschaftlichen Crash hervorgerufen durch behördliche Anordnung zu tun hat erschliesst sich doch nur Ihnen.

    Schönen Abend noch. Und nichts für ungut.

  13. CE___

    @ Johannes

    Noch zu “Die Gesellschaft möchte in dieser schwierigen Situation, die nicht in Österreich verursacht wurde, niemanden zurücklassen. ”

    Hört sich super-warm-wohlig-kuschelig-sozial-gerecht-richtig-österreichisch an, nur ist zu Ende gedacht einfältig und kontroproduktiv.

    Nicht einmal sozialistisch-kommunistische Länder halten es so real, sondern plaudern nur in Sonntagsreden darüber.

    Dank dem Steuerzahler ist Ö (noch) ein wohlhabenderes Land und kann sich die Umsetzung sehr ausladend leisten.

    Nur SO einen Satz absolut zu stellen und zum Maß aller Politik zu machen heisst dann auch als Gesellschaft und Wirtschaft abzuschmieren da man sich nur mehr am schwächsten, dümmsten, einfältigsten, langsamsten, kränksten orientiert und sich alle die etwas “schneller” sind zurückgehalten werden oder im ihrem Leben eingeschränkt werden.

    Und womit haben diese “Schnelleren” DAS verdient?

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