“Ein schnelles, schreckliches Ende”

Von | 15. Februar 2013

“….Der Anstieg der Aktienkurse hat keinen fundamentalen Grund. Anleger, die jetzt investieren, müssen sehr vorsichtig sein. Denn diese Rally wird ein schnelles und schreckliches Ende haben…..Man muss sich nur ansehen, was gerade passiert. Die japanische Zentralbank druckt Geld ohne Ende. Der Yen hat abgewertet, und die Kurse japanischer Aktien sind gestiegen. In den USA haben wir dieselbe Situation. Präsident Obama lässt die Notenbank ihre Gelddruckmaschinen anwerfen. Er nennt das “Quantitative Easing“. US-Aktien steigen. Und in Europa hat die Zentralbank versprochen, Staatsanleihen von notleidenden Ländern im unbegrenzten Ausmaß aufzukaufen. Die Rally, die wir jetzt sehen, ist eine Zentralbank-Rally. Es wird Geld gedruckt, und das muss irgendwohin fließen. Die Zinsen sind niedrig, also fließt das Geld in Aktien. Aber die fundamentalen Probleme der einzelnen Volkswirtschaften, ihre hohe Verschuldung werden dadurch nicht gelöst. Ich fürchte daher, dass wir Ende 2013 oder 2014 in eine Rezession schlittern werden.” (Der legendäre Investor Jim Rogers in “Format“)

4 Gedanken zu „“Ein schnelles, schreckliches Ende”

  1. FDominicus

    tja die Frage ist nicht mehr ob sondern nur noch wann. Leider habe ich da nicht den geringsten Schimmer einer Ahnung wann die Geldillusion platzen wird….

  2. mannimmond

    Es kommt auf den Standpunkt an:

    Es ist ja nicht so, dass etwa Aktien Immobilien, Gold, usw., mehr “wert” werden, sondern es ist das Geld, das immer weniger wert wird.

    Wenn die Geldmenge immer mehr vergrößert wird (das Wort “Infaltion” bedeutet ja nichts anderes als “Aufblähung” [der Geldmenge]), die Menge der Güter, Dienstleistungen, etc. aber nicht in demselben Maße wächst, dann steigen eben die Preise.

    Und nichts anderes beobachten wir hier.

  3. Kassandra

    Meine Überlegung ist: irgendwo muss ja das viele Geld landen. Im Moment ist es im Finanzkreislauf und wird größtenteils auch dort bleiben, weil Leute mit viel Geld ja nicht wesentlich mehr konsumieren können. Sie haben meistens alles bereits in doppelter Ausführung und außerdem fehlt die Zeit zum Konsum. Die wirklich große Inflation nach dem WKI hatte verschiedene Ursachen. Eine davon war, dass einfach keine Waren da waren und die landwirtschaftliche Produktion zu gering war. Man hatte im Krieg zB fast alle Pferde “verbraucht”, die Franzosen haben genommen was sie brauchen konnten und dann kam ja der Streik in Deutschland und die Arbeiter mussten trotzdem bezahlt werden. In Zimbabwe war es auch der extreme Warenmangel. Ich denke auch dass es zu einer Inflation kommen kann. Die hatten wir ja schon am Höhepunkt der Blase mit einem Ölpreis von $140. Energie ist überhaupt der Schlüssel für die Kostenstruktur und Preisstruktur. Diesbezüglich sieht es rosig aus (außer in Deutschland) Ansonsten sehe ich nur Überkapazitäten. Es müsste also ein bisher nicht gewesenes Szenario aufkommen. Etwa eine Panikstimmung.

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