Ein spannendes Jahr für den Euro

“….Die Investment-Bank Goldman Sachs hat in einer Untersuchung festgestellt, dass es in der Euro-Zone trotz aller Brachial-Maßnahmen der EZB nach wie vor kein einheitliches Zins-Niveau gibt. Wenn dieser Zustand anhält, könnte die Euro-Zone zerfallen, sagt ein hochrangiger Goldman-Banker. Die Debatte über Eurobonds geistert wieder durch die Märkte…..” (hier)

11 comments

  1. Reinhard

    Goldmann-Sachs macht Druck in Richtung Euro-Bonds.
    Wundert jemanden diese offene Unterstützung des GS-Wurmfortsatzes Draghi gegen die ach so bösen halsstarrigen Deutschen?
    Oder dass die EUro-Geldpolitik immer offensichtlicher vor GS hergetrieben wird?
    Die ganze EZB ist eine Filiale von GS, nicht mehr und nicht weniger.
    Dass dann dann auch noch ein Anal-yst von Barclays (wir erinnern uns: die, die erst durch Rückzug eines Kaufangebotes die Lehmann-Insolvenz forcierten um dann die Insolvenzmasse billiger aufkaufen zu können…) zu Wort meldet, rundet das Bild nur noch ab.
    Unsere wahren Regierenden haben gesprochen, hugh!

  2. Kapuściński

    Tja, bleibt nur eine Frage: Warum leiht dann nicht Goldman Sachs den Griechen Geld? Hohe Zinsen? Ist doch verführerisch. Vielleicht liegt es daran, dass niemand auf der Welt besser weiß als GS, dass Griechenland niemals einen Cent zurückzahlen wird und kann. Man zeige mir ein wettbewerbsfähiges Produkt aus Griechenland auf dem Weltmarkt. Was GS sich vorstellt ist folgendes: Die Griechen machen Party und der Steuerzahler im Norden geht dafür in die Fabrik, ein wenig schuften. GS kassiert für die Veranstaltung der Party satte Gebühren, absolut risikolos. Wer dazu im Norden keine Lust hat ist rechtsextrem und Kriegshetzer.
    Was es natürlich noch braucht, damit das funktioniert sind absolute Deppen in den Medien und der Politik. Deshalb:
    „Am Freitag habe ich daher für 5.000 Euro griechische Staatsanleihen geordert.“ Gabor Steingart, Chefredakteur des Handelsblatt.
    Das Zitat stammt aus einem Artikel des Handelsblatts vom 3.5. 2010. (http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/handelsblatt-aktion-wir-kaufen-griechische-staatsanleihen/3426508.html) Mit dabei war auch Hans Eichel, Englischlehrer und ehemaliger Bundesfinanzminister. Nachlesen! Ich wünsche beste Unterhaltung!

  3. Dr Pinter Rudolf

    Die Trennung Realwirtschaft: Finanzwirtschaft wurde sofort sabotiert; Warum wird nicht wie folgt gehandelt: In der Realwirtschaft sind 3% Verzinsung ein passabler wert! Selbiges für die Finanzwirtschaft;Alles was über 3% geht wird von den Staaten weggesteuert!Damit wäre das Zinsenproblem gelöst keine geplanten Enteignungsmaßnahmen – 10% für die Bankster vom Privatvermögen – oder “verpfändung der Goldvermögen” nicht notwendig! Solche Ideen dürfen aber nicht einmal angedacht werden!!

  4. gms

    Pinter Rudolf,

    “In der Realwirtschaft sind 3% Verzinsung ein passabler wert!”

    Tatsächlich?! Oder steckt hinter obigem “Verzinsung” nicht viel mehr das Verkennen des Unterschiedes zwischen Rentabilität und risikolosem Ertrag?

    “Alles was über 3% geht wird von den Staaten weggesteuert! [..] nicht einmal angedacht werden!!”

    Nicht für ungut, aber Form und Inhalt wirken wie der Auftakt des kommenden AK-Wahlkampfes.

  5. gms

    Rudolf Pinter,

    Was verstehen Sie unter “Zinsenfalle”? Dessen ungeachtet: Die einzige Möglichkeit, die Finanzwirtschaft in den Griff zu bekommen liegt darin, sie dem Griff des Staates zu entziehen.

  6. Dr Pinter Rudolf

    gms@Zinsenfalle heisst dass durch Zinseszinsen Schulden in geometrischer Reihe steigen und de facto von der Realwirtschaft aus erwirtschafteten Beträgen schwer zurückbezahlt werden können.Wer, wenn nicht der Staat kann eine “konfiskatorische” Besteuerung von Zinserträgen durchführen?

  7. gms

    Rudolf Pinter,

    In einer Welt ohne die im Täterverbund agierenden Gewalt- und Irrtumsmonopolisten Staat respespektive Zentralbank gibt es keine ~Zinsenfalle~, weil niemand sich eigenmächtig über Angebot und Nachfrage nach Geld hinwegsetzen kann.

    “Wer, wenn nicht der Staat kann eine “konfiskatorische” Besteuerung von Zinserträgen durchführen?”

    Der Staat kann Bürger auch lebenslang inhaftieren oder psychiatrieren, manche Staaten töten auch ihre Bürger oder halten sie mit anderen unter die Haut gehenden Maßnahmen von einem brauchbaren Leben ab. Weshalb sollte daher der Staat nicht auch ausnahmlos alle Leistungen und Besitztümer der Bürger einstreifen und ihnen im Gegenzug dafür ein monatliches Taschengeld geben, ab besten aus im Finanzministerium gedruckten Banknoten?

    Etwas konkreter sollten Ihre Fragen und Anregungen also schon sein, um anschließend daraus einen Schuh zu basteln.

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