Ein ungeheures Politikversagen

“…..Keinem Europäer ist beispielsweise erklärbar, wieso er einen Teil seiner Steuerleistung nach Athen überweisen soll, um damit die Frühpensionen griechischer Beamter, die laut Tsipras-Plan weiter mit 56 in den Ruhestand gehen können, zu finanzieren. Und keinem Europäer lässt sich vermitteln, wieso ein Teil seiner Mehrwertsteuerleistung als Hilfe nach Griechenland transferiert werden soll, nur weil die griechische Regierung, wie Finanzminister Varoufakis selbst sagt, nicht in der Lage ist, die eigenen Mehrwertsteuergesetze zu exekutieren….” (hier)

11 comments

  1. Rado

    Den Versuch, den Europäern dieses “zu erklären”, können sich die Euroretter eh sparen. Sie haben nämlich die Mittel, den Bürgern zB. Deutschlands und Österreichs ihr sauer erarbeitetes Geld letztlich mit Gewalt wegzunehmen.

  2. Astuga

    Die Einführung des Euro wie auch die Teilnahme Griechenlands waren bekanntlich politische Projekte und keine rational ökonomisch nachvollziehbaren.
    Und bei der sog. Eurorettung ist es eben nicht anders.

  3. sokrates9

    Vielleicht ist es den europäischen Steuerzahlern erklärbar, dass die Griechen riesige Armee inklusive U – Boote brauchen, damit niemand den Pleitestaat stiehlt?erklär

  4. Thomas Holzer

    Da nunmehr der EuGH der Politik der EZB den höchstrichterlichen Sanktus erteilt hat -wer hatte eigentlich etwas anderes erwartet?- brauchen die Politikerdarsteller auch nichts mehr erklären 😉

  5. Syria Forever

    Shalom Astuga.

    Selbstverständlich ist jedes politische Projekte, wie Sie es nennen, ökonomisch nachvollziehbar. Politische Entscheidungen sind ausschliesslich ökonomische Entscheidungen.
    Griechenland ist ein gutes Beispiel.
    Die Europäer, oder ein Teil davon, die sogenannten Netto-Zahler, halten Griechenland am röcheln. Gut für die Investoren. Schon lange vor Beginn dieser so genannten Krise haben die Emirate und Saudi Arabien wie auch andere Grossinvestoren begonnen Griechenland auf zu kaufen. Die sogenannte Krise lässt die Preise in den Keller fallen. Die kaufen seit langem zu Spottpreisen. Noch sind Inseln und anderes Wertvolles zu haben und genau so lange wird auch die Krise anhalten.
    Das nennt man auf Neudeutsch, Umverteilung.

    Guten Nachmittag.

  6. Herbert Manninger

    ,,Unsere” Politclowns brauchen viel mehr Tritte in den Allerwertesten in Form von Protestwahlverhalten, bis sie einiges kapieren.
    Aber das liegt im Ermessen noch zu vieler denkfauler, feiger Gewohnheitswähler.

  7. Thomas Holzer

    @Syria
    Ich erlaube mir, aus einem Buch, erschienen 1980 wie folgt zu zitieren.
    “………………..bis wir dort angekommen, wo wir uns heute befinden – in einer bankrotten Kultur, in moralisch bankrotten Staaten und vielleicht auch eines schönen Tages in einer bankrotten Wirtschaft, die von einer Kette von “Islamischen Republiken” abhängig sein wird”
    Das Wort “vielleicht” dürfen wir ja mittlerweile streichen 😉

  8. Rennziege

    Hurra! Der Wiener Schmäh heilt griechische Insolvenzverschleppung und levantinische Chuzpe!
    Endlich hat die EU ihren Rasputin oder Bachblüten-Esoteriker:
    Österreichs Kanzler Werner Faymann kündigte für Mittwoch ein Treffen in Athen mit Griechenlands Regierungschef Alexis Tsipras an, um ein Ausscheiden des Landes aus dem Euro zu verhindern. Die Initiative ist demnach mit EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker abgesprochen.

    Das Bittere daran: Wo Faymann draufsteht, ist Werner drin. Besonders jetzt, da er dem Wiener Sumpf entflieht, um international initiativ und im “Buxtehuder Schafzüchterblatt” in einem Dreizeiler gelobt zu werden. Obstler meets Ouzo. Prost! Wird leider teuer für Österreich, denn der dauergrinsende Werner hat noch nie gemerkt, wenn er — von seinen Genossen, nicht von der ÖVP; die zieht sich selbst drüber — über den Tisch gezogen wird. Der kommt uns glatt z’ruck und verkündet stolz, dass er seinen griechischen Genossen die Hofreitschul’ samt Lipizzanern und Bereitern g’schenkt hat, um “ein Zeichen der Solidarität zu setzen”. (Auch weil so ein Rossapfel, a wengerl getrocknet, den griechischen Luxuspensionären den Marmorkamin heizen hilft. Sozial!)

    Siehe latest news:
    http://www.onvista.de/news/bemuehungen-um-durchbruch-in-hellas-krise-auf-hochtouren-6427993

  9. Syria Forever

    Shalom Herr Holzer.

    Griechenland ist keine Ausnahme. Halb London gehört den Emiraten, ganze Teile Englands, Städte und Dörfer werden von den Saudis aufgekauft. Der Süden Frankreichs? Da steht Russland und Orient in den Grundbüchern. In ganz Europa nicht anders.
    Anders die Europäer, ich meine die klugen Europäer, die kaufen in Afrika und gleichzeitig senden sie deren Kinder ins Ausland. Am besten weit weg von Europa. Allgemein als brain drain bezeichnet.
    Andere Europäer wieder kaufen in Südamerika. Eine interessante Völkerwanderung steht uns in den nächsten 2 Generationen bevor. Es wird auf jeden Fall spannend für Historiker.
    Es hat gute Gründe weshalb in alten Tagen Geographie, Linguistik und Geschichte einen Campus teilten.

    Guten Abend.

  10. Astuga

    “Politische Entscheidungen sind ausschliesslich ökonomische Entscheidungen.”

    @Syria Forever
    Seit wann denn dieses? 😉

  11. Syria Forever

    Astuga,

    selbst ein Nicht-Jud weiss; “Gold verdampft nicht es wechselt Händ.”. Wo meinen Sie enden die Milliarden ab?
    Sie haben das Prinzip “Wirtschaft” nicht richtig gelesen. Politik ist ein Erfüllungsgehilfe. Denken Sie allen ernstes einer dieser politischen Puppen ist in der Lage nur eine Entscheidung zu treffen über dem Ausmass; “Was gibt es zu Essen heut Abend?”?? Selbstverständlich nicht. Gesetze werden von Corporates geschrieben. Finanzen von Rechtsanwaltskanzleien mit Milliarden Umsätzen.
    Unternehmen besitzen ganze Staaten, Anwälte schreiben deren Gesetze und Banken sorgen für die Finanzen.
    Das ist aber nur die Spitze des Eisberges. Interessant wird es wenn die Verbindungen dieser drei genannten zum Organisierten Verbrechen genauer betrachtet werden. Wo wir auch bei Religionen angekommen sind.
    Jetzt würde es wirklich spannend werden.
    Hier kann Herr Holzer übernehmen. Herr Holzer ist Fachmann, nicht Experte!, in Fragen zu Religionen und im besonderen zur Katholischen Kirche.
    Folgen Sie der Geschichte der Kirche und Sie werden Spannendes erleben. Das kann ich versprechen!

    Guten Abend.

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